Lambertshasel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lambertshasel
Lambertshasel (Corylus maxima)

Lambertshasel (Corylus maxima)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Unterfamilie: Haselnussgewächse (Coryloideae)
Gattung: Hasel (Corylus)
Art: Lambertshasel
Wissenschaftlicher Name
Corylus maxima
Mill.
Trocknung von Lambertsnüssen in der Türkei

Die Lambertshasel (Corylus maxima) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hasel.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Lambertshasel ist ein sommergrünes Laubgehölz. Sie wächst als großer Strauch oder als Baum; sie erreicht größere Wuchshöhen als die Gemeine Hasel (Corylus avellana). Die Blätter haben einen oft sehr intensiven braunroten Schein. Die Nuss der Lambertshasel gleicht am meisten der „Zeller Nuss“ und ist von einer sehr langen, eingeschnürten, am oberen Ende geschlitzten Fruchthülle umgeben.

Verbreitung und Standort[Bearbeiten]

Die Lambertshasel stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Südosteuropa und Kleinasien. Ihr Name ist eine Abwandlung von lampartische Nuss (mhd. lampartisch = lombardisch).[1]

Die Lambertshasel ist kälteempfindlicher als die in Deutschland heimische Gemeine Hasel. Ihr Hauptanbaugebiet liegt in der türkischen Schwarzmeerregion. Dort werden drei Viertel der weltweit erzeugten im Handel erhältlichen „Haselnüsse“ erzeugt; nur der kleinere Teil der Weltproduktion an Haselnüssen stammt von der Gemeinen Hasel.

Varietäten[Bearbeiten]

Einige Cultivare der Lambertshasel, wie die „Weiße Lambertsnuss“,[2] „Webbs Preisnuss“ (eine Kreuzung mit der Gemeinen Hasel)[3] oder die „Bandnuss[4] werden vorwiegend kommerziell angebaut.

Bluthasel (Corylus maxima 'Purpurea')

Die „Bluthasel“ ist eine rotlaubige Sorte (Corylus maxima „Purpurea“); sie wird häufig als Zierstrauch in Gärten angepflanzt. Oft wird sie irrtümlich als eine Zuchtform der Gemeinen Hasel angesehen. Ihre Nussfrüchte sind ebenfalls essbar, aber meist kleiner als die der Stammform.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lambertshasel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lambertsnuss. Auf: dede.mydict.com
  2. Gerhard Friedrich, Herbert Petzold: Handbuch Obstsorten 300 Obstsorten in Wort und Bild. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart (Hohenheim) 2005, ISBN 3-8001-4853-6, S. 420.
  3. Ergebnisse d. Haselnussversuche LVG Erfurt (PDF; 9,5 MB)
  4. Gerhard Friedrich, Herbert Petzold: Handbuch Obstsorten 300 Obstsorten in Wort und Bild. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart (Hohenheim) 2005, ISBN 3-8001-4853-6, S. 402.
  5. Botanischer Garten Tübingen: Lambertsnuss