Lamina terminalis

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Mediane sagittale Sectio eines Gehirns eines drei Monate alten Embryos. (Die Lamina terminalis ist links in der Mitte bezeichnet)
Mediane sagittale Sectio eines Gehirns eines vier Monate alten Embryos. (Die Lamina terminalis ist rechts in der Mitte bezeichnet)

Die Lamina terminalis (lat. lamina Schicht, dünne Platte, terminalis an einem Endpunkt) ist eine Gewebestruktur im Gehirn. Sie ist unpaarig und entwickelt sich aus dem Prosencephalon. Sie bildet die Vorderwand des dritten Hirnventrikels und enthält das Organum vasculosum laminae terminalis.[1] Sie war ursprünglich ein Teil des Neuralrohrs. Sie verbindet die beiden Hemisphären des Gehirns. Die Lage ist zwischen dem Dach des Diencephalon und dem Chiasma opticum.[2]

In der Lamina terminalis entstehen die Kommissuren, das Corpus callosum (Balken), die Commissura anterior (Commissura rostralis) und posterior, die Commissura fornicis sowie die Commissura habenularum.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anatomie Band 2, Benninghoff - Drenckhahn, Elsevier Urban & Fischer, 16. Auflage 2004 ISBN 3-437-42350-9
  2. John E. Upledger, Die Entwicklung des menschlichen Gehirns und ZNS - A Brain is Born: Grundlagen zur CranioSakralen Therapie beim Kind, Haug Verlag, ISBN 3-8304-7158-0
  3. Benninghoff, Alfred und Kurt Goerttler.: Lehrbuch der Anatomie des Menschen. Dargestellt unter Bevorzugung funktioneller Zusammenhänge. 3.Bd. Nervensystem, Haut und Sinnesorgane. Urban und Schwarzenberg, München 71964, Seiten 16 f., 20, 22 f., 114, 191, 202, 205, 239