Lamjung (Distrikt)

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लमजुङ जिल्ला
Distrikt Lamjung
Lage des Distriktes Lamjung (rot) in Nepal, die Verwaltungszone Gandaki ist dunkelgrau, die Entwicklungsregion West hellgrau markiert.Lage des Distriktes Lamjung (rot) in Nepal, die Verwaltungszone Gandaki ist dunkelgrau, die Entwicklungsregion West hellgrau markiert.
Basisdaten
Staat Nepal
Region Entwicklungsregion WestVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Zone GandakiVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Sitz BesisaharVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 1692 km²
Einwohner 167.724 (Volkszählung 2011)
Dichte 99 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 NP-GA
Webauftritt Website des Distriktes (engl./nepali)
Fläche und Einw. nach Volkszählung 2011[1]
Blick vom Distrikt Lamjung auf die Annapurna II
Blick vom Distrikt Lamjung auf die Annapurna II

28.22636584.376373Koordinaten: 28° 14′ N, 84° 23′ O

Der Distrikt Lamjung (nepali: लमजुङ जिल्ला), ist einer der 75 Distrikte in Nepal. Er liegt mit seinem Hauptort Besisahar in der Zone Gandaki.

Geografie[Bearbeiten]

Der 1.692 km² große Distrikt liegt im Zentralhimalaya im Zentrum von Nepal. Seine Distriktsnachbarn sind: Kaski, Manang, Gorkha und Tanahu. Die Topografie wird bestimmt durch den Marsyangdi-Fluss, der im benachbarten Distrikt Manang entspringt und Lamjung in nordsüdlicher Richtung durchfließt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2001[2] hatte der Distrikt im Jahr 2001 177.149 Einwohner. Die Alphabetisierungsrate betrug 56 % und die Bevölkerungsdichte 104,7 Personen/km². Die größte ethnische Gruppe in diesem Bezirk sind die Gurung.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In den 61 Village Development Commites (VDCs) betrieben die Bewohner von alters her die traditionelle Landwirtschaft und Viehzucht. Der Distrikt ist aber auch reich an natürlichen Ressourcen, die jedoch wegen mangelnder Straßeninfrastruktur ungenützt bleiben müßen. Die meisten Dörfer sind jedoch an ein gut gepflegtes Netz von Versorgungspfaden angeschlossen. Auf diesen Wegen durchzieht auch die Trekkingroute Annapurna Circuit den Distrikt Lamjung und an dieser Strecke leben mittlerweile viele Bewohner vom Tourismus (Versorgung und Unterbringung der Trekkinggruppen).[3]

Elektrizität[Bearbeiten]

Ein Großteil der Dörfer im Distrikt sind an das Stromnetz angeschlossen.

Am 14. Dezember 2008 hat der Betrieb des Mid-Marsyangdi Wasserkraft-Projekt (MMHEP), mit 70 Megawatt das zweitgrößte Wasserkraft-Projekt in Nepal, begonnen. Das Projekt wurde im Juni 2001 mit gemeinsamen Investitionen der Regierung von Nepal, Deutschland und der Nepal Electricity Authority gestartet. Der Staudamm befindet sich etwa 5 km südöstlich von Besisahar.[4]

Gesundheit und Bildung[Bearbeiten]

In Lamjung gibt es fünf Universitäten (einschl. Zweigstellen), 15 Gymnasien und 286 Schulen. Im ganzen Distrikt gibt es ein Krankenhaus, jedoch besitzt jedes Dorf mindestens eine Krankenstation.

Kommunikation[Bearbeiten]

Postämter besitzt jedes der 61 VDCs. Fast jedes Dorf ist mit dem Telefonfestnetz verbunden. Ebenfalls bestehen GSM- oder CDMA-Handyverbindungen von Nepal Telecom und Spice Nepal. Vor kurzem ist der Distrikt mit der schnellen ADSL-Internetverbindung verbunden. Als Printmedien stehen z.B. Lamjung Highlights und Antarang zur Verfügung. Derzeit besitzt Lamjung einen Gemeinschafts-UKW-Sender (95 MHz Marsyangdi).

Bilder[Bearbeiten]

Hiletaxar.jpg
Marsyandi river 1.jpg
Middlemarshyangdi.jpg
Gurungkid.jpg
Links: Dorf im Lamjung Distrikt. Mitte links: Der Marsyangdi Fluss. Mitte rechts: Das Wasserkraftprojekt. Rechts: in Gurung-Junge spielt auf einer traditionellen Holzschaukel..

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Central Bureau of Statistics, Census 2011: National Report (S. 51-52, Population Total und Area in Sq. Km). (PDF; 7,8 MB)
  2. Volkszählung Nepal (2001) - bei statoids.com (engl.). Zuletzt abgerufen am 27. April 2011.
  3. About Lamjung - bei elamjung.com (engl.). Zuletzt abgerufen am 28. April 2011.
  4. Middle-Marsyangdi Hydro-Electric Project (MMHEP) (PDF; 50 kB) - Nepal Case Study (engl.) Zuletzt abgerufen am 28. April 2011.