Lampenöl

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Lampenöl ist Öl das zur Verbrennung in Öllampen verwendet wird. Im engeren Sinne ist der Begriff heute synonym mit Petroleum.

Historisch wurden vor der Raffination von Erdöl hauptsächlich Pflanzenöle wie Sesamöl, Olivenöl, Rapsöl oder Leinöl verwendet. Im 19. Jahrhundert hatte Tran eine große Bedeutung für die Straßenbeleuchtung von Großstädten wie London oder Paris („Tranfunzeln“).

In China wurde nach der Song-Dynastie (ab dem Ende des 13. Jahrhunderts) Baumwollsamenöl verwendet, das als billiges Nebenprodukt beim Anbau von Baumwolle abfällt. Andere früher in China zur Beleuchtung verwendete Öle – neben den bereits genannten – wurden aus Bäumen gewonnen: aus dem Talgbaum, Holzölbaum (Tungbaum), Kampferbaum und aus Camellia oleifera (Kamelienöl). Hinzu kam je nach Region unter anderem Lampenöl aus Steckrüben, Fischöl, Rizinusöl, Sojaöl, Hanföl, Walnussöl und Öl aus der chinesischen Pistazie (Pistacia sinensis).[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Xiujie Wu: Ein Jahrhundert Licht: eine technikethnologische Studie zur Beleuchtung im chinesischen ländlichen Alltag. (Alltagskulturen Chinas und seiner Nachbarn, Band 2) Harrassowitz, Wiesbaden 2009, S. 95f