Lampensockel
Als Lampensockel wird der Teil einer Lampe bezeichnet, der den mechanischen und elektrischen Kontakt zu einer Fassung herstellt. Die Lampenfassung ist das Element, das die Lampe fixiert.
Die Lebensdauer konventioneller Lampen ist begrenzt. Deshalb lassen sich Leuchtkörper ohne Aufwand aus einer Fassung herausschrauben oder -ziehen. Daneben sind in Spezialanwendungen auch sockellose Leuchtkörper mit freien Drahtenden gebräuchlich. Diese werden entweder direkt durch Löten oder Klemmen angeschlossen oder auch durch ein Zusatzelement wie beispielsweise bei Lichterketten wieder steckbar gestaltet.
Inhaltsverzeichnis |
Edisonsockel [Bearbeiten]
Die Form und die Bezeichnung des in Europa üblichen Edisongewindes als Sockel für Glühlampen geht auf Thomas Alva Edison zurück. Die Abmessungen des Edisongewindes sind nach DIN 40400 und auch in der IEC 60238:1998 genormt. Übliche Edisongewinde nach DIN 40400 sind in der nachfolgenden Tabelle zu sehen, eine andere Übersicht der Edisongewinde findet sich unter:[1]
| Gewindekennung | englische Bezeichnung (Abkürzung) | Ø außen in mm | Ø Kernloch in mm | Steigung in mm | Verwendung |
|---|---|---|---|---|---|
| E5,5 | Lilliput Edison Screw (LES) | 5,5 | 4,9 | 1,00 | Kleinsignallampen und Lämpchen im Modellbau (Niedervolt) |
| E10 | Miniature Edison Screw (MES) | 10,0 | 8,8 | 1,81 | Taschenlampen und Signallampen (Niedervolt), Skalenlampen in Röhrenempfängern und Glimmlampen (230 V) |
| E11 | mini-Candelabra | 11,0 | |||
| E12 | Candelabra Edison Screw (CES) | 12,0 | 10,0 | 2,50 | Nachtlichter |
| E14 | 14,0 | 12,5 | 2,82 | Kerzenlampen bis 60 W, heute (ab ca. 2000) auch für normale Glüh- und Energiesparlampen bis 40 Watt (230 V); Schraubsicherungen D01 (Neozed, 2 bis 16 A) |
|
| E16 | 16,0 | 14,7 | 2,50 | Schraubsicherungen: NDz (DI, 2 bis 25 A) und DL (2 bis 20 A) | |
| E18 | E17: Small Edison Screw (SES) | 18,0 | 17,0 | 3,00 | Schraubsicherungen D02 (Neozed, 20 bis 63 A) |
| E27 | E26: (Medium) Edison Screw (ES) | 27,0 | 24,5 | 3,62 | Gebräuchlichste Fassung für 230-V-Glühlampen (siehe Abbildung), im Bereich bis 40 Watt teilweise durch das E14-Gewinde verdrängt; Schraubsicherungen DII (Diazed, 2 bis 25 A) |
| E33 | 33,0 | 30,8 | 4,23 | Schraubsicherungen DIII (Diazed, 35 bis 63 A) | |
| E40 | Giant Edison Screw (GES) | 40,0 | 36,3 | 6,35 | Glühlampen mit mehr als 200 W Leistungsaufnahme (230 V), beispielsweise in (älteren) Theater- und Filmscheinwerfern; Schraubsicherungen DIV (Diazed, 80 und 100 A), alte Bauform („Grobgewinde“, später mit Rohrgewinde G 1¼″) |
Da der Außenkontakt der Lampenfassung sehr leicht berührt werden kann, soll dieser bei fest installierten Lampenfassungen mit dem Neutralleiter verbunden sein, der schwerer zu berührende Fußkontakt mit dem Außenleiter. Aus Unkenntnis werden allerdings viele Leuchten ohne Rücksicht auf die korrekte Polung angeschlossen; man darf sich daher nicht darauf verlassen, dass der Außenkontakt keine Spannung führt. Bei transportablen Leuchten, die über einen Euro- oder Schuko-Stecker angeschlossen werden, kann prinzipbedingt keine Annahme über die Polung der Lampenfassung gemacht werden, da beide Steckersysteme nicht verpolungssicher sind.
Das Berühren der Sockelkontakte lässt sich zumindest bei eingeschraubter Lampe konstruktiv durch einen über das Ende der Fassung hinausreichenden Isolierstoffkragen verhindern.
Sockel für Leuchtstofflampen [Bearbeiten]
Kompaktleuchtstoffröhren [Bearbeiten]
Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem elektronischem Vorschaltgerät für 230 V Wechselspannung weisen wie Glühlampen meist einen Edison-Schraubsockel auf (E14 und E27). In Großbritannien und Irland, den USA, teilweise auch in Frankreich, sind auch Bajonettsockel (B15d und B22d) gebräuchlich.
Stecksockel (G) und Hülsensockel (S) [Bearbeiten]
Stecksockel für Kompaktleuchtstofflampen mit in das Leuchtmittel integriertem Starter verfügen über zwei Stifte. Zwischen den beiden Kontakten am Sockel befindet sich ein länglicher, quaderförmiger Block aus Kunststoff, der den Starter (Glimmzünder mit Entstörkondensator) enthält. Die Leuchte, in die dieses Leuchtmittel eingesteckt wird, benötigt für den Betrieb ein konventionelles Vorschaltgerät (eine 50-Hz-Drosselspule). Der Starter ist im Leuchtmittel integriert und wird bei jedem Wechsel mit ausgetauscht. Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) können bei diesen Lampen zu Startproblemen führen.
Stecksockel für Kompaktleuchtstoffröhren ohne in das Leuchtmittel integriertem Starter verfügen über vier Stifte. Diese Version enthält keinen Starter, sondern nur die Leuchtstofflampe selbst. Alle vier Heizdraht- beziehungsweise Kathodenanschlüsse sind herausgeführt. Sie ist schaltungstechnisch äquivalent zu großen röhrenförmigen Leuchtstofflampen. Der Sockel ist relativ kurz und daher kompakt. Die für diese Lampen geeigneten Leuchten können entweder mit elektronischen oder mit konventionellen Vorschaltgeräten ausgestattet sein. Hülsensockel werden für Linienlampen verwendet.
| Typ | IEC-Norm | Stift-Abstand (mm) | Stift-Anzahl | Auch bekannt als | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| G23 | IEC 60061-1 7004-69 | 23 | 2 | S | meist 5, 7, 9 oder 11 Watt |
| GX23 | IEC 60061-1 7004-86 | 23 | 2 | ||
| G24d | 24 | 2 | D | ||
| G24g | 24 | 2 | |||
| GX24d | 24 | 2 | T PLUS | ||
| GX24q | 24 | 4 | T/E PLUS | ||
| 2G11 | IEC 60061-1 7004-82 | 11 | 4 | L | |
| 2G7 | IEC 60061-1 7004-102 | 7 | 4 | S/E | |
| 2GX7 | IEC 60061-1 7004-103 | 7 | 4 | ||
| 2G10 | IEC 60061-1 7004-118 | 10 | 4 | F | |
| GR8 | IEC 60061-1 7004-68 | 8 | 2 | ||
| GR10q | IEC 60061-1 7004-77 | 10 | 4 | ||
| GRY10q-3 | 10 | 4 | |||
| GRZ10d | IEC 60061-2 7004-131 | 10 | 2 | ||
| GRZ10t | IEC 60061-2 7004-132 | 10 | |||
| GR14q-1 | 4 | T/E HE | |||
| GX53 | IEC 60061-1 7004-142 | 53 | 2 | ohne Vorschaltgerät | |
| S14s | IEC 7004-112 | 44 od. 94 | 2 | Hülsensockel für Linienlampen | |
| S14d | IEC 7004-112 | 1 | Hülsensockel für Linienlampen |
Daneben gibt es noch kreisringförmige Leuchtstoffröhren, deren Sockel eigentlich erst den Kreisring schließt und der seitlich mit Stiften in eine Fassung zu stecken ist.
Röhrensockel [Bearbeiten]
Der Röhrendurchmesser von Leuchtstofflampen ist in DIN EN 60061:2012-07 standardisiert. Die Zahl nach dem Buchstaben „T“ (für „tube“, engl. Röhre) steht dabei für den Durchmesser in Achtel Zoll (1/8⋅25,4 mm = 3,175 mm). Eine T5-Röhre hat beispielsweise einen Durchmesser von 5/8 Zoll, das entspricht etwa 16 mm. Die Stiftabstände der Sockel an beiden Enden der geraden Bauformen sind ebenfalls genormt. Für unterschiedliche Röhrendurchmesser kommen hierbei zum Teil identische Sockel zum Einsatz. Dadurch passen T8-Lampen in die Fassungen der älteren T12-Lampen und können diese ersetzen. Die Entwicklung begann mit T12-Lampen und geht hin zu schlankeren Lampen, die mit weniger Material entsprechend weniger Volumen bei Transport, Lagerung und Einbau benötigen und dabei eine höhere Lichtausbeute pro Watt erzielen. Üblich sind heute T8 und T5 (diese in zwei Arten: hoher Lichtstrom oder hohe Effizienz) sowie T4 in schmalen Lichtleisten, etwa in Regalen.
Die Lampen werden meist durch axiales Drehen in eine beliebige Richtung elektrisch getrennt. An manchen Sockeln sind kleine Markierungen eingeprägt, deren Lage gegenüber dem äußeren Schlitz der Fassung „Lampe frei“ signalisiert. In den größeren Fassungen G13 dreht dabei jedes rotierende Stiftepaar eine geschlitzte Scheibe ca. 90° mit. Auch lässt sich die Position „frei“ per Hand finden. Lange Lampen, die nach unten oder zur Seite entnommen werden sollen, sind beidhändig zu führen. Dabei brechen die Lampen bereits bei mäßiger Seitenkraft auf die Röhrenmitte. Die kleinere Fassung G5 weist einen „Y“-förmigen Schlitz auf. Ab ca. 60° Drehung lässt sich das Stiftepaar aus dem „Y“ fädeln.
Manche Fassung ist jedoch gegen Federkraft axial von einem Röhrenende wegzuklappen oder aus einer Rastposition wegzuziehen. In Werbedisplays werden Lampen oft von Kunststoffclips oder Drahtfederbügeln gehalten, lose verdrahtete Steckfassungen halten nur mit der Federkraft der Kontakte. All diese Fassungen haben Löcher für die Stifte und benötigen axial etwas Bewegungsraum.
| Sockel | G5 | G13 | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lampentyp | T4 | T5 | T8, T12 | ||||||||||||||||
| Durchmesser | 12,1 mm | 15,9 mm | 25,4 mm, 38,1 mm | ||||||||||||||||
| Leistung in W | 16 | 20 | 24 | 30 | 8 | 14 | 24 | 21 | 39 | 28 | 54 | 35 | 49 | 80 | 18 | 30 | 36 | 58 | 70 |
| Länge in mm | 454 | 552 | 641 | 751 | 288 | 549 | 849 | 1149 | 1449 | 589,8 | 895 | 1199,4 | 1500 | 1800 | |||||
Bajonettsockel [Bearbeiten]
Der Bajonettsockel wird nach Joseph Wilson Swan auch als Swansockel bzw. Swanfassung bezeichnet. Er besteht aus einem glatten Metallzylinder mit zwei abisolierten Erhebungen. Zum Befestigen wird er zunächst eingeschoben und dann durch eine Drehung fixiert (Bajonettverschluss).
Kennzeichnung [Bearbeiten]
Der Großbuchstabe in der Bezeichnung gibt Auskunft über die Bauform. Das „B“ steht für Bajonett-Sockel. Folgt ein „A“, so steht diese Kennzeichnung für „Automotive“, die Anwendung des Sockels im Automobilbereich. Folgt danach ein „Y“, so steht das für die Farbe „Yellow“, zu deutsch „gelb“. Die Zahl ist ein Sockelmaß, angegeben in Millimetern.
Der Kleinbuchstabe gibt die Anzahl der Kontakte neben dem gemeinsam umlaufenden Metallkontakt an. Möglich ist:
- s single (einer)
- d double (zwei)
- t triple (drei)
- q quadruple (vier)
- p penta (fünf)
Hinter einem Bindestrich können zuletzt weitere Merkmale zur Spezifizierung angegeben sein.
Beispiel: In der Abkürzung B15d steht B für Bajonett-Sockel, 15 für 15 mm Durchmesser der Sockelhülse, d für zwei Fußanschlüsse. BA15s entsprechend für eine Bauform mit einem Fußanschluss (single).
| Type | IEC | DIN |
|---|---|---|
| B15d | IEC 60061-1 (7004-11) | DIN 49721 |
| BA15d | IEC 7004-11 A | DIN 49720 |
| BA15s | IEC 7004-11 A | DIN 49720 |
| BA20d | IEC 7004-12 | DIN 49730 |
| B21s-4 | ||
| B22d | IEC 60061-1 (7004-10) | |
| B24s-3 |
Anwendung [Bearbeiten]
Diese Sockelbauweise wird insbesondere an Geräten und Maschinen – etwa bei Autoscheinwerfern – verwendet, um ein Lösen infolge mechanischer Schwingungen bzw. Erschütterungen sicher zu vermeiden. Für Signallampen, früher auch für Fahrzeugscheinwerfer, wird der asymmetrische Bajonettsockel BA20d verwendet. Dieser garantiert, dass sich der Glühfaden ohne weitere Justierarbeiten im Brennpunkt der Signaloptik befindet. Bei Doppelfadenlampen stellt er weiterhin sicher, dass Haupt- und Nebenfaden richtig geschaltet werden. Für Beleuchtungszwecke sind Bajonettsockel beispielsweise in Großbritannien und Irland, den USA, teilweise auch in Frankreich, gebräuchlich (B15d und B22d).
Sockelbezeichnungen für Kfz-Glühlampen [Bearbeiten]
-
- BA7s Innenraumbeleuchtung (Hintergrundbeleuchtung von Tachometern)
- BA9s Standlicht (auch für Signalleuchten weit verbreitet)
- BA15s Blink-, Stopp-, Rückfahr-, Nebelschluss-, Schluss-, Tagfahrlicht- oder Kennzeichenlampen
- BAU15s Blinkleuchten (farbige Leuchtmittel)
- BA15d Zwei Anschlusspole unten, entweder für Zweifadenlampe (Brems- und Schlusslicht) oder Einfadenlampe mit potentialfreiem Sockel (Ankerlicht bei Booten)
- BAX15d, BAY15d, BAZ15d: wie BA15d, jedoch mit höhen- oder gradversetzten Sockelpins
- Position der Pins: BAU = „9 + 4 Uhr“, BA/BAY = „9 + 3 Uhr“, BAX = „9 + 2 Uhr“
- Weitere Bajonettsockel
-
- BA20s Fahrzeugbeleuchtung, insbesondere bei Eisenbahnfahrzeugen
- BA20d Signallampen
- B15 oder B22 für 230-V-Glühlampen
- P13,5 – Prefokus-Sockel (mit Kragen als Anschlag) – für Taschenlampen und Fahrradscheinwerfer – ist eine Steckfassung (sie wird nicht gedreht oder eingerenkt).
Stiftsockel für Halogenlampen (Bipin) [Bearbeiten]
Die Bipin-Fuß-Normierung (englisch: 2 pin, bipin cap of bipin socket) ist Standard bei Lampensockeln für Halogenlampen und gehört zur IEC-Normierung. Bei kleineren Ausführungen, bei denen die Stifte dichter zusammenstehen, spricht man auch von Mini-Bipin.
Der Buchstabe „U“ steht hier für eine Ausführung mit mechanischem Halt der Lampe im Fassungssystem. Der Lampensockel hat hierbei zwei Quernuten im Glas, in die eine fassungsseitig eingebaute Feder beidseitig einrasten kann.
Die Pins sind parallele Stifte aus Metall, das auch bei höheren Temperaturen kaum korrodiert um kontaktsicher zu bleiben. Jeder Stift ist am freistehenden Ende abgerundet oder fast zugespitzt, um das Eindringen zwischen die geschlossenen Schenkel des „U“ der Kontaktfeder in der Fassung zu erleichtern. Die Pins sind im Glassockel in bestimmtem Mitte-Mitte-Abstand eingeschmolzen, über Punktschweißung folgen nach innen kleine Blechstreifen (welche die Gasdichtheit gewähren) und die Enden des in der Mitte gewendelten Glühfadens aus Wolfram.
| Typ | IEC | Pin-Abstand | Pin-Durchmesser | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| G4 | IEC 60061-1 (7004-72) | 4,0 mm | 0,65–0,75 mm | Niedervoltlampen mit 5…50 W |
| GU4 | IEC 60061-1 (7004-108) | 4,0 mm | 0,95–1,05 mm | |
| GY4 | IEC 60061-1 (7004-72A) | 4,0 mm | 0,65–0,75 mm | |
| GZ4 | IEC 60061-1 (7004-64) | 4,0 mm | 0,95–1,05 mm | |
| G5 | IEC 60061-1 (7004-52-5) | 5,0 mm | ||
| G5.3 | IEC 60061-1 (7004-73) | 5,33 mm | 1,47–1,65 mm | |
| G5.3–4.8 | IEC 60061-1 (7004-126-1) | |||
| GU5.3 | IEC 60061-1 (7004-109) | 5,33 mm | 1,45–1,6 mm | |
| GX5.3 | IEC 60061-1 (7004-73A) | 5,33 mm | 1,45–1,6 mm | |
| GY5.3 | IEC 60061-1 (7004-73B) | 5,33 mm | ????? mm | |
| G6.35 | IEC 60061-1 (7004-59) | 6,35 mm | 0,95–1,05 mm | |
| GX6.35 | IEC 60061-1 (7004-59) | 6,35 mm | 0,95–1,05 mm | |
| GY6.35 | IEC 60061-1 (7004-59) | 6,35 mm | 1,2–1,3 mm | Niedervoltlampen ab 35 W |
| GZ6.35 | IEC 60061-1 (7004-59A) | 6,35 mm | 0,95–1,05 mm | |
| G8.5 | IEC 60061-1 (7004-122) | 8,5 mm | 0,95–1,05 mm | |
| G9 | IEC 60061-1 (7004-129) | 9,0 mm | – | Hochvoltlampen ohne Reflektor |
| GU10 | IEC 60061-1 (7004-121) | 10 mm | 5 mm am Ende | Drehverriegelung, Hochvoltreflektorlampen (230 V) |
| GZ10 | IEC 60061-1 (7004-120) | 10 mm | 5 mm am Ende | Drehverriegelung |
| G12 | 12 mm | 2 mm | Stecksockel | |
| G38 | 38 mm | 11,1 mm | Stecksockel |
-
Halogenmetalldampflampe Typ G8.5
-
LED-Lampe mit MR16-Reflektor mit Sockeltyp GU5.3
Glasquetschsockel [Bearbeiten]
Lampen mit Glasquetschfußsockel (engl.: wedge-base lamps) kommen meist als Instrumentenlampen, im Kfz-Bereich, bei Halogenglühlampen und in Lichterketten zum Einsatz. In den letzten Jahren halten sie auch als Blinker- und Bremslicht Einzug in Kraftfahrzeuge; gebräuchliche Quetschsockelbezeichnungen sind hier:
- W2×4,6d, W2,1×9,5d, W3×16d oder W3×16q
- W steht für das englische Wedge
- die nachfolgende Zahl für die Dicke des Glasquetschsockel in Millimeter
- die nächste durch × getrennte für die Breite des Glasquetschsockel in Millimeter
- der Kleinbuchstabe für die Anzahl der Kontakte:
- d für Duo, zwei Kontakte
- t für Triple, drei Kontakte
- q für Quadruple, vier Kontakte
Halogenstab [Bearbeiten]
Halogenstäbe für 230 V Netzspannung mit der Fassungsbezeichnung R7s gibt es in unterschiedlichen Längen und je Länge auch in unterschiedlichen Leistungsstufen. Alle sind waagerecht und hinter einem Schutzglas zu betreiben. Klassisch ist die 118 mm lange Variante mit bis zu 500 W eingesteckt in eine Reflektorlampe aus Aluguss mit Alublechreflektor und Haltebügel als Baustellen- oder Vorplatzbeleuchtung. Geringere Leistungen werden verwendet, um Stromkosten und Abwärme zu senken.
Die gestreckte Glühwendel wird durch @-förmige Federdrähte (selten jedoch durch Glaseinstülpungen) axial in der Mitte des Quarzglasrohrs gehalten. Dieses ist an jedem Ende gequetscht, wo ein dünner Blechstreifen und angeschweißter Draht den Kontakt nach außen führt. An jeden Quetschflansch ist ein geschlitzes helles Keramikröhrchen angekittet, das an seinem Ende eine versilberte Kontaktmulde einfasst. Die identischen Fassungshälften sind mit jeweils einem kräftig gefederten Kontakt in standardisierten Abständen montiert. Stäbe können beim Einsetzen durch die Handkraft brechen, daher sind Handschuhe günstig. Um den Stab ohne Fettflecken (von der Haut) einzusetzen, sollte er mit einem Tuch gehalten und bei Bedarf mit Alkohol gereinigt werden. In die Fassungsschlitze aus Keramik passen nur die Schmalseiten der gequetschten Rohrenden. Durch zuerst einseitiges Einrücken des Halogenstabs in eine Fassungsseite und vollständiges Eindrücken in dessen Kontaktfeder findet auch das andere Stabende Platz in der gegenüberliegenden Fassungsseite. Wenn sich der eingesetzte Stab axial einen kleinen Winkel leicht drehen lässt, dann sind seine Mulden gut zwischen den beiden Kontaktbuckeln der Fassung eingespannt.
Norm-Länge (Mass in Zoll) (Länge / Kontaktabstand) / Leistungsstufen:
78 mm ( = 3,07" ) ( 78,3 / 74,9 ) / (48), 60, 100, 150, (190), (200) W
118 mm (= 4 5/8") (117,6 / 114,2) / (80),150, 200, 300, 500 W
189 mm ( = 7" ) (189,1 / 185,7) / (500), (750), 1000 W
254 mm (= 10") (254,1 / 250,7 (?)) / 1000, 1500 W
327 mm (= 12 7/8") (327,4 / 324 (?)) / 2000 W (*)
(*) dasselbe Glasrohr 230 V 2000 W kommt auch mit Fassung Fa4: Ohne Keramikröhrchen stehen die Drahtkontakte frei vor und sind mit Metallhülsen von etwa 3 mm Durchmesser und 10 mm Länge verpresst, Gesamtlänge dann 334,4 mm. Die relativ großen Kontaktkräfte wirken dann nur quer innerhalb der Steckbuchsen.
Leistungswerte in Klammern: selten.
R7s-Halogenstäbe kommen in denselben Längen auch für die niedrigere Netzspannung 110–130 V, in Norm-Länge 118 mm auch für die Kleinspannungen 24–28 V und 42 V.
Soffittenlampe [Bearbeiten]
Eine Soffittenlampe ist ein kleines zylindrisches Leuchtmittel niedriger Leistung, dessen stumpfkegelige Kontakte an den beiden axialen Enden liegen. Das mittige dünnwandige Glasrohr (keine Halogenlampe) ist an den Enden verjüngt und abgeschmolzen. Hier tritt je ein Kontaktdraht aus, der mit dem axialen Loch der vernickelten, aufgekitteten Messingkappe verlötet ist. Sind die kegeligen Enden in Rillen, Löcher oder Mulden der federnden Kontaktbleche eingesetzt, lässt sich die Lampe rundum drehen. Das in Form geblasene Glasrohr bietet Sitz für die Kontakthülsen und kann dazwischen mehr oder weniger aufgeweitet sein. Anwendungsbereiche sind beispielsweise Kennzeichen- und Innenraumbeleuchtung von Kraftfahrzeugen oder Spielzeug.
-
- D6,3 × L30 mm (Form wie Feinsicherungen)
- D8, L31 mm
- D11, L39 mm
- SV8,5-8 Soffittenlampe für Schluss-, Kennzeichen- oder Innenraumleuchten
(5-mm-Feinsicherungen haben jedoch zylindrische Kontakthülsen.)
-
Soffitte für Kfz, Typ SV8,5-8, Ø 10 mm× 36 mm
Scheinwerferlampen für Kfz [Bearbeiten]
-
- R2-Zweifadenlampe, Sockel P45t („BILUX“-Lampe, Warenzeichen von OSRAM)
- BA20d, Zweifadenlampe (Zweiräder von 15/15 W bis 35/35 W)
- H1-Halogenlampe, Sockel P14,5s, auch für Rundumkennleuchten verwendet
- H2-Halogenlampe X511 (Verwendung in Nebel-, Rallyscheinwerfern und Fernlicht Hella/Zender)
- H3-Halogenlampe PK22s
- H11-Halogenlampe PGJ19-2 55 W (Verwendung Abblendlicht, Fernlicht und Nebellicht)
- HB3-Halogenlampe, typ. Fernlicht 65 W
- H4-Halogen-Zweifadenlampe P43t (für Kfz: 60/55 W)
- HB4-Halogenlampe (ähnlich H4, aber mit anderer Fassung), typ. Abblendlicht 55W, Nebelscheinwerfer
- PX43t, HS1-Halogen-Zweifadenlampe (für Zweiräder, Quads, Snowmobile etc. 35/35 W)
- PX26d, H7-Halogenlampe
- PGJ19-1, H8-Halogenlampe (35 W, für Kfz-Nebelscheinwerfer)
- PGJ19-5, H9-Halogenlampe
Wegen der Vielzahl der verschiedenen Fahrzeuge bieten Hersteller mittlerweile eine Online-Suche an. Diese „Lampenfinder“ ermöglichen die Zuordnung von Leuchtmitteln zum gewählten Fahrzeug.
Stecksockel [Bearbeiten]
- P13,5 für Taschenlampen und Fahrradscheinwerfer: Blechbund am Sockel hat eine 90°-V-Ausnehmung zur Positionierung gegen Verdrehen: V unten = Glühfaden waagrecht, für Prefocus-Lampen (Glühfadenposition justiert), diese meist mit dünnwandigem Glaskolben in „Olivenform“, also elliptisch mit kegeliger Spitze oft zur formschlüssigen Aufnahme des Endes eines gewinkelt verlängerten Stützdrahts oder aber Halogenlampen mit kleinerem, dickwandigerem zylindrischen Quarzglaskolben
- MG5,7S/9: Miniaturlampen, etwa für Modellbau
- G17q: besonders für Projektionslampen
- Bakelitstecksockel nach DIN 49601: Fernmeldelampe, umgangssprachlich auch Telefonstecklampe oder Telefonlampe genannt
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise und Anmerkungen [Bearbeiten]
- ↑ Products entering into the scope of the enec agreement. European Electrical Products Certification Association, 28. Oktober 2008, abgerufen am 4. November 2008 (englisch).