Lampensockel

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Glühlampe mit E27-Sockel (230 V, 60 W, 720 lm, Höhe etwa 110 mm)

Als Lampensockel wird der Teil einer Lampe bezeichnet, der den mechanischen und elektrischen Kontakt zu einer Fassung herstellt. Die Lampenfassung ist das Element, das in der Leuchte den Leuchtkörper (Lampe) fixiert.

Die Gebrauchsdauer konventioneller Glüh- und Entladungslampen ist auf eher geringe Lebensdauer begrenzt. Deshalb lassen sich die Leuchtkörper ohne Aufwand aus einer Fassung herausschrauben oder -drehen und -ziehen. Daneben sind in Spezialanwendungen auch sockellose Leuchtkörper mit freien Drahtenden gebräuchlich. Diese werden entweder direkt durch Löten oder Klemmen angeschlossen oder durch ein mechanisches Zusatzelement wie bei Lichterketten steckbar gestaltet.

Austausch[Bearbeiten]

Die Sockelformen älterer Glühlampentypen sind vielfach für neuere LED-Lampentypen übernommen worden, so dass ein kompatibler Ersatz der einfachen Glüh- und Halogenlampen durch LED-Lampen möglich ist. Vereinzelt ist auch ein kompatibler Tausch von Entladungslampen durch LED-Lampen möglich. Die Hersteller beachten dabei verträgliche Betriebsspannungen. LED-Lampen ohne Angabe der lichttechnischen Daten sind meist ältere Modelle mit vergleichsweise geringerer Lichtabgabe.

Vergleichskriterium beim Austausch der Lampen ist der Lichtstrom (Dimension Lumen, lm) der Lampe für sphärisch oder zylindrisch radial und abstrahlende Typen oder die Beleuchtungsstärke (Dimension Lux, lx=lm/m2), für ausschließlich einseitig axial abstrahlende Typen als Maß für die Beleuchtung einer Fläche. Die Aufnahmeleistung in Watt ist lediglich bei gleichem Lampentyp als Vergleichskriterium tauglich.

Es gibt neue Bauformen von Leuchten, in denen ausschließlich der Hersteller einen Tausch der Lampe ausführen kann und in denen die Ersatzlampen nicht frei verkäuflich sind. Das muss bei der Auswahl beachtet und entsprechend dokumentiert werden.

Edisonsockel[Bearbeiten]

Die Form und die Bezeichnung des in Europa üblichen Edisongewindes als Sockel für Glühlampen geht auf Thomas Alva Edison zurück. Die Abmessungen des Edisongewindes sind nach DIN 40400 und auch in der IEC 60238:1998 genormt. Übliche Edisongewinde nach DIN 40400 sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben.

Übliche Edisongewinde nach DIN 40400[1]
Gewindekennung englische Bezeichnung (Abkürzung) Ø außen in mm Ø Kernloch in mm Steigung in mm Verwendung
E5,5 Lilliput Edison Screw (LES) 5,5 4,9 1,00 Kleinsignallampen und Lämpchen im Modellbau (Niedervolt)
E10 Miniature Edison Screw (MES) 10,0 8,8 1,81 Taschenlampen und Signallampen (Niedervolt), Skalenlampen in Röhrenempfängern und Glimmlampen (230 V)
E11 mini-Candelabra 11,0
E12 Candelabra Edison Screw (CES) 12,0 10,0 2,50 Nachtlichter
E14 14,0 12,5 2,82 Kerzenlampen bis 60 W, heute (ab ca. 2000) auch für normale Glüh- und Energiesparlampen bis 40 Watt (230 V);
Schraubsicherungen D01 (Neozed, 2 bis 16 A)
E16 16,0 14,7 2,50 Schraubsicherungen: NDz (DI, 2 bis 25 A) und DL (2 bis 20 A)
E18 E17: Small Edison Screw (SES) 18,0 17,0 3,00 Schraubsicherungen D02 (Neozed, 20 bis 63 A)
E27 E26: (Medium) Edison Screw (ES) 27,0 24,5 3,62 Gebräuchlichste Fassung für 230-V-Glühlampen (siehe Abbildung), im Bereich bis 40 Watt teilweise durch das E14-Gewinde verdrängt;
Schraubsicherungen DII (Diazed, 2 bis 25 A)
E33 33,0 30,8 4,23 Schraubsicherungen DIII (Diazed, 35 bis 63 A)
E40 Giant Edison Screw (GES) 40,0 36,3 6,35 Glühlampen mit mehr als 200 W Leistungsaufnahme (230 V), beispielsweise in Straßenlaternen und (älteren) Theater- und Filmscheinwerfern;
Schraubsicherungen DIV (Diazed, 80 und 100 A), alte Bauform („Grobgewinde“, später mit Rohrgewinde G 1¼″)

Da der Außenkontakt der Lampenfassung sehr leicht berührt werden kann, sollte dieser bei fest installierten Lampenfassungen mit dem Neutralleiter verbunden sein, der schwerer zu berührende Fußkontakt mit dem Außenleiter. Allerdings wird diese korrekte Polung außer acht gelassen und es ist bei Transaktionen unsicher, ob der Außenkontakt keine Spannung führt. Bei transportablen Leuchten, die über einen Euro- oder Schuko-Stecker angeschlossen werden, kann prinzipbedingt keine Annahme über die Polung der Lampenfassung gemacht werden, da beide Steckersysteme nicht verpolungssicher sind. Das Berühren der Sockelkontakte lässt sich bei eingeschraubter Lampe konstruktiv durch einen über das Ende der Fassung hinausreichenden Isolierstoffkragen verhindern.

Der Edisonsockel war auch für die früher üblichen Halterungen von Schmelzsicherungen in der Netzspannungsverteilung üblich (E16, E27 und E40).

Linienlampen[Bearbeiten]

Hülsensockel der Typen S14s oder S14d werden für Linienlampen verwendet. Zu den bisher verwendeten Glühlampen gibt es kompatible Austauschtypen mit LED Bestückung.

Sockel für Leuchtstofflampen[Bearbeiten]

Leuchtstofflampen werden in der Regel über eine Strombegrenzung an die Netzspannung angeschlossen. Diese Vorschaltgeräte reduzieren die Netzspannung nach dem Spannungsstoß zum Zünden nach dem Einschalten der kalten Lampe auf die Brennspannung.

Kompaktleuchtstoffröhren[Bearbeiten]

Neuere Typen von Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem elektronischen Vorschaltgerät weisen wie Glühlampen meist einen Edison-Schraubsockel auf (E14 und E27). Sie können direkt an der Netzspannung betrieben werden (für 115 V oder 230 V Wechselspannung).

In Großbritannien, Irland, Australien, Neuseeland, Indien, Sri Lanka, den USA, teilweise auch in Frankreich, China, Mittlerer Osten und Afrika sind auch Bajonettsockel (B15d und B22d) gebräuchlich.

Stecksockel (G) und Hülsensockel (S)[Bearbeiten]

Stecksockel für Kompaktleuchtstofflampen mit in das Leuchtmittel integriertem Starter verfügen über zwei Stifte. Zwischen den beiden Kontakten am Sockel befindet sich ein länglicher, quaderförmiger Block aus Kunststoff, der den Starter (Glimmzünder mit Entstörkondensator) enthält. Die Leuchte, in die dieses Leuchtmittel eingesteckt wird, benötigt für den Betrieb ein konventionelles Vorschaltgerät (eine 50-Hz-Drosselspule). Lediglich der Starter ist im Leuchtmittel integriert und wird bei jedem Wechsel mit ausgetauscht. Untaugliche Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) können bei diesen Lampen zu Startproblemen führen.

Stecksockel für Kompaktleuchtstoffröhren ohne in das Leuchtmittel integrierten Starter verfügen über vier Stifte. Diese Version enthält keinen Starter, sondern nur die Leuchtstofflampe selbst. Alle vier Heizdraht- beziehungsweise Kathodenanschlüsse sind herausgeführt. Sie ist schaltungstechnisch äquivalent zu den langen zylindrischen Leuchtstoffröhren. Der Sockel ist relativ kurz und daher kompakt. Die für diese Lampen geeigneten Leuchten können entweder mit elektronischen oder mit konventionellen Vorschaltgeräten ausgestattet sein.

Stiftsockel
Typ IEC-Norm Stift-Abstand (mm) Stift-Anzahl Auch bekannt als Anmerkung
G23 IEC 60061-1 7004-69 23 2 S meist 5, 7, 9 oder 11 Watt
GX23 IEC 60061-1 7004-86 23 2
G24d 24 2 D Varianten: -1, -2, -3[2]
G24g 24 2
GX24d 24 2 T PLUS
GX24q 24 4 T/E PLUS
2G11 IEC 60061-1 7004-82 11 4 L
2G7 IEC 60061-1 7004-102 7 4 S/E
2GX7 IEC 60061-1 7004-103 7 4
2G10 IEC 60061-1 7004-118 10 4 F
GR8 IEC 60061-1 7004-68 8 2
GR10q IEC 60061-1 7004-77 10 4
GRY10q-3 10 4
GRZ10d IEC 60061-2 7004-131 10 2
GRZ10t IEC 60061-2 7004-132 10
GR14q-1 4 T/E HE
GX53 IEC 60061-1 7004-142 53 2 ohne Vorschaltgerät
S14s IEC 7004-112 44 od. 94 2 Hülsensockel für Linienlampen
S14d IEC 7004-112 1 Hülsensockel für Linienlampen

Bei kreisringförmigen Leuchtstoffröhren schließt deren Sockel den Ring, der seitlich mit Stiften in eine Fassung zu stecken ist.

Röhrensockel[Bearbeiten]

Der Röhrendurchmesser von Leuchtstofflampen ist in DIN EN 60061:2012-07 standardisiert. Die Zahl nach dem Buchstaben „T“ (für „tube“, engl. Röhre) steht dabei für den Durchmesser in Achtel Zoll (1/8⋅25,4 mm = 3,175 mm). Eine T5-Röhre hat einen Durchmesser von 5/8 Zoll, das entspricht etwa 16 mm. Die Stiftabstände der Sockel an beiden Enden der geraden Bauformen sind ebenfalls genormt. Für unterschiedliche Röhrendurchmesser kommen zum Teil identische Sockel zum Einsatz, wodurch T8-Lampen in die Fassungen der älteren T12-Lampen passen und diese ersetzen können. Die Entwicklung begann mit T12-Lampen und geht hin zu schlankeren Lampen, die mit weniger Material entsprechend weniger Volumen bei Transport, Lagerung und Einbau benötigen und eine höhere Lichtausbeute pro Watt erzielen. Üblich sind heute T8 und T5 (jeweils in zwei Varianten: hoher Lichtstrom oder hohe Effizienz) sowie T4 in schmalen Lichtleisten, wie es für Regale üblich ist.

Die Lampen werden meist durch axiales Drehen in eine beliebige Richtung elektrisch getrennt. An manchen Sockeln sind kleine Markierungen eingeprägt, deren Lage gegenüber dem äußeren Schlitz der Fassung „Lampe frei“ signalisiert. In den größeren Fassungen G13 dreht dabei jedes rotierende Stiftepaar eine geschlitzte Scheibe ca. 90° mit. Auch lässt sich die Position „frei“ per Hand finden. Lange Lampen, die nach unten oder zur Seite entnommen werden sollen, sind beidhändig zu führen. Dabei zerbrechen die Lampen bereits bei mäßiger Seitenkraft auf die Röhrenmitte. Die kleinere Fassung G5 weist einen „Y“-förmigen Schlitz auf. Ab etwa 60° Drehung lässt sich das Stiftepaar aus dem „Y“ fädeln. Manche Fassung ist jedoch gegen Federkraft axial von einem Röhrenende wegzuklappen oder aus einer Rastposition wegzuziehen. In Werbedisplays werden Lampen oft von Kunststoffclips oder Drahtfederbügeln gehalten, lose verdrahtete Steckfassungen halten nur mit der Federkraft der Kontakte. All diese Fassungen haben Löcher für die Stifte und benötigen axial etwas Bewegungsraum.

Sockel G5 G13
Stiftabstand 5 mm 12,7 mm
Stiftdurchmesser 2.35 mm
Lampentyp T4 T5 T8, T12
Durchmesser 12,1 mm 15,9 mm 25,4 mm, 38,1 mm
Leistung in W 16 20 24 30 8 14 24 21 39 28 54 35 49 80 18 30 36 58 70
Länge in mm 454 552 641 751 288 549 849 1149 1449 589,8 895 1199,4 1500 1800

Es gibt Typen mit abweichenden Längen, die nur von wenigen Herstellern angeboten werden.

Bajonettsockel[Bearbeiten]

Der Bajonettsockel wird nach Joseph Wilson Swan auch als Swansockel oder Swanfassung bezeichnet. Er besteht aus einem glatten Metallzylinder mit zwei isolierten Erhebungen. Zum Befestigen wird er zunächst eingeschoben und dann durch eine Drehung fixiert (Bajonettverschluss).

Mehrere Lampen in einem Gehäuse mit jeweils eigenem zugeordneten Fußkontakt sind möglich. Da Bajonettlampen in zwei Richtungen und damit um 180 Grad verdreht eingesetzt werden können, liegen die Fußkontakte dann auf den falschen Gegenpolen der Fassung oder daneben. Insbesondere wenn die zugeordneten Lampen unterschiedliche Eigenschaften haben, ist deren Funktionszuordnung dann vertauscht oder sie leuchten alle oder teilweise nicht.

Bei einigen Bajonettlampen ist einer der Bajonettnippel dünner. Ist dies auch bei der Fassung berücksichtigt, wird das um 180 Grad verdrehte Einsetzen verhindert. Andere Lampen verhindern dies durch Sockelnippel, die sich nicht um 180 Grad gegenüberstehen. Diese Verfahren sind zwar nicht genormt, gewinnen aber bei neueren Mehrkontaktlampen und -fassungen an Verbreitung.

Kennzeichnung[Bearbeiten]

Der Großbuchstabe in der Bezeichnung gibt Auskunft über die Bauform. Das „B“ steht für Bajonett-Sockel. Folgt ein „A“, so steht diese Kennzeichnung für „Automotive“, die Anwendung des Sockels im Automobilbereich. Folgt danach ein „Y“, so steht das für die Farbe „Yellow“, zu deutsch „gelb“. Fehlt das „Y“, ist die Farbe weiß. Die Zahl ist der Durchmesser des Sockels ohne Bajonettnippel, angegeben in Millimetern.

Der Kleinbuchstabe gibt die Anzahl der Fußkontakte neben dem gemeinsam umlaufenden Metallkontakt an.

  • s single (einer)
  • d double (zwei)
  • t triple (drei)
  • q quadruple (vier)
  • p penta (fünf)

Hinter einem Bindestrich können zuletzt weitere Merkmale zur Spezifizierung angegeben sein.

Beispiel: In der Abkürzung B15d steht B für Bajonett-Sockel, 15 für 15 mm Durchmesser der Sockelhülse, d für zwei Fußanschlüsse. BA15s entsprechend für eine Bauform mit einem Fußanschluss (single).

Type IEC DIN
B15d IEC 60061-1 (7004-11) DIN 49721
BA15d IEC 7004-11 A DIN 49720
BA15s IEC 7004-11 A DIN 49720
BA20d IEC 7004-12 DIN 49730
B21s-4
B22d IEC 60061-1 (7004-10)
B24s-3

Anwendung[Bearbeiten]

Diese Sockelbauweise wird insbesondere an Geräten und Maschinen – etwa bei Autoscheinwerfern – verwendet, um ein Lösen infolge mechanischer Schwingungen oder Erschütterungen sicher zu vermeiden. Für Signallampen, früher auch für Fahrzeugscheinwerfer, wird der asymmetrische Bajonettsockel BA20d verwendet. Dieser garantiert, dass sich der Glühfaden ohne weitere Justierarbeiten im Brennpunkt der Signaloptik befindet. Bei Doppelfadenlampen stellt er weiterhin sicher, dass Haupt- und Nebenfaden richtig geschaltet werden. Für Beleuchtungszwecke sind Bajonettsockel beispielsweise in Großbritannien und Irland, den USA, teilweise auch in Frankreich, gebräuchlich (B15d und B22d).

Sockelbezeichnungen für Kfz-Glühlampen[Bearbeiten]

  • BA7s – Innenraumbeleuchtung (Hintergrundbeleuchtung von Tachometern)
  • BA9s – Standlicht (auch für Signalleuchten weit verbreitet)
  • BA15s – Blink-, Stopp-, Rückfahr-, Nebelschluss-, Schluss-, Tagfahrlicht- oder Kennzeichenlampen
  • BAU15s – Blinkleuchten (farbige Leuchtmittel)
  • BA15d – Zwei Anschlusspole unten, entweder für Zweifadenlampe (Brems- und Schlusslicht) oder Einfadenlampe mit potentialfreiem Sockel (Ankerlicht bei Booten)
  • BAX15d, BAY15d, BAZ15d – wie BA15d, jedoch mit höhen- oder gradversetzten Sockelpins
  • Position der Pins: BAU = „9 + 4 Uhr“, BA/BAY = „9 + 3 Uhr“, BAX = „9 + 2 Uhr“
Weitere Bajonettsockel
  • BA20s – Fahrzeugbeleuchtung, insbesondere bei Eisenbahnfahrzeugen
  • BA20d – Signallampen
  • B15 oder B22 für 230-V-Glühlampen

Der Stecksockel P13,5 sieht dem Bajonettesockel ähnlich.

Stiftsockel für Halogenlampen (Bipin)[Bearbeiten]

Die Bipin-Fuß-Normierung (englisch Two pin, bipin cap of bipin socket) ist Standard bei Lampensockeln für Halogenlampen und gehört zur IEC-Normierung. Dieser Lampensockel wurde 1892 von George Westinghouse für die im Jahr 1893 in Chicago stattgefundene Weltausstellung World’s Columbian Exposition entwickelt. Der Grund für die Entwicklung war die Vermeidung von Lizenzproblemen mit dem von Edison patentierten Edisonsockel.[3]

Bei kleineren Ausführungen, bei denen die Stifte dichter zusammenstehen, spricht man auch von Mini-Bipin. Der Buchstabe „U“ steht für eine Ausführung mit mechanischem Halt der Lampe im Fassungssystem. Der Lampensockel hat hierbei zwei Quernuten im Glas, in die eine fassungsseitig eingebaute Feder beidseitig einrasten kann.

Die Pins sind parallele Stifte aus Metall, das auch bei höheren Temperaturen kaum korrodiert und so kontaktsicher bleibt. Jeder Stift ist am freistehenden Ende abgerundet oder fast zugespitzt, um das Einschieben zwischen die geschlossenen Schenkel des „U“ der Kontaktfeder in der Fassung zu erleichtern. Die Pins sind im Glassockel in bestimmtem Mitte-Mitte-Abstand eingeschmolzen, über Punktschweißung folgen nach innen kleine Blechstreifen (welche die Gasdichtheit gewähren) und die Enden des in der Mitte gewendelten Glühfadens aus Wolfram.

Typ IEC Pin-Abstand Pin-Durchmesser übliche Nennspannung Bemerkung
G4 IEC 60061-1 (7004-72) 4,0 mm 0,65–0,75 mm Niedervoltlampen mit 5…50 W
GU4 IEC 60061-1 (7004-108) 4,0 mm 0,95–1,05 mm 12 V
GY4 IEC 60061-1 (7004-72A) 4,0 mm 0,65–0,75 mm 12 V
GZ4 IEC 60061-1 (7004-64) 4,0 mm 0,95–1,05 mm 12 V
G5 IEC 60061-1 (7004-52-5) 5,0 mm
G5.3 IEC 60061-1 (7004-73) 5,33 mm 1,47–1,65 mm 12 V
G5.3–4.8 IEC 60061-1 (7004-126-1)
GU5.3 IEC 60061-1 (7004-109) 5,33 mm 1,45–1,6 mm 12 V
GX5.3 IEC 60061-1 (7004-73A) 5,33 mm 1,45–1,6 mm 12 V
GY5.3 IEC 60061-1 (7004-73B) 5,33 mm 0,58–0,79 mm × 1,78–2,29 mm 12 V Flachpins (Nennmaß 0,7 × 2,0 mm)
G6.35 IEC 60061-1 (7004-59) 6,35 mm 0,95–1,05 mm 12 V
GX6.35 IEC 60061-1 (7004-59) 6,35 mm 0,95–1,05 mm 12 V
GY6.35 IEC 60061-1 (7004-59) 6,35 mm 1,2–1,3 mm 12 V Niedervoltlampen ab 20 W
GZ6.35 IEC 60061-1 (7004-59A) 6,35 mm 0,95–1,05 mm 12 V
G8.5 IEC 60061-1 (7004-122) 8,5 mm 0,95–1,05 mm
G9 IEC 60061-1 (7004-129) 9,0 mm 115–230 V Hochvoltlampen ohne Reflektor
GU10 IEC 60061-1 (7004-121) 10 mm 5 mm am Ende 115–230 V Drehverriegelung, Hochvoltreflektorlampen (230 V)
GZ10 IEC 60061-1 (7004-120) 10 mm 5 mm am Ende Drehverriegelung
G12 12 mm 2 mm Stecksockel
G38 38 mm 11,1 mm Stecksockel

Glasquetschsockel[Bearbeiten]

Lampen mit Glasquetschfußsockel (engl. wedge-base lamps) kommen meist als Instrumentenlampen, im Kfz-Bereich, bei Halogenglühlampen und in Lichterketten zum Einsatz. In den letzten Jahren halten sie auch als Blinker- und Bremslicht Einzug in Kraftfahrzeuge. Denn die Lampenfassungen lassen sich bei dieser Sockelung vergleichsweise gut und damit kostengünstig in das entsprechende Gehäuseformteil aus Kunststoff einarbeiten. Bei LED-Lampen ist der Sockel durch ein Kunststoffformteil mit eingelegten blanken Anschlussdrähten oder eine Leiterplatte nachgebildet.

Kennzeichnung[Bearbeiten]

Gebräuchliche Quetschsockelbezeichnungen sind hier:

W2×4,6d, W2,1×9,5d, W3×16d oder W3×16q
W steht für das englische Wedge,
die nachfolgende Zahl für die Dicke des Glasquetschsockel in Millimeter,
die nächste durch × getrennte für die Breite des Glasquetschsockels in Millimeter,
der Kleinbuchstabe für die Anzahl der Kontakte:
d für Duo, zwei Kontakte
t für Triple, drei Kontakte
q für Quadruple, vier Kontakte

Halogenstab[Bearbeiten]

Halogenstäbe für 230 V Netzspannung mit der Fassungsbezeichnung R7s gibt es in unterschiedlichen Längen und je Länge auch in unterschiedlichen Leistungsstufen. Alle sind waagerecht und hinter einem Schutzglas zu betreiben. Klassisch ist die 118 mm lange Variante mit bis zu 500 W, eingesteckt in eine Reflektorlampe aus Aluguss mit Alublechreflektor und Haltebügel als Baustellen- oder Vorplatzbeleuchtung. Geringere Leistungen werden verwendet, um Stromkosten und Abwärme zu senken.

Die gestreckte Glühwendel wird durch @-förmige Federdrähte (selten jedoch durch Glaseinstülpungen) axial in der Mitte des Quarzglasrohrs gehalten. Dieses ist an jedem Ende gequetscht, wo ein dünner Blechstreifen und angeschweißter Draht den Kontakt nach außen führt. An jedem Quetschflansch ist ein geschlitztes helles Keramikröhrchen angekittet, das an seinem Ende eine versilberte Kontaktmulde einfasst. Die identischen Fassungshälften sind mit jeweils einem kräftig gefederten Kontakt in standardisierten Abständen montiert. Stäbe können beim Einsetzen durch die Handkraft brechen, daher sind Handschuhe günstig. Um den Stab ohne Fettflecken (von der Haut) einzusetzen, sollte er mit einem Tuch gehalten und bei Bedarf mit Alkohol gereinigt werden. In die Fassungsschlitze aus Keramik passen nur die Schmalseiten der gequetschten Rohrenden. Durch zuerst einseitiges Einrücken des Halogenstabs in eine Fassungsseite und vollständiges Eindrücken in dessen Kontaktfeder findet auch das andere Stabende Platz in der gegenüberliegenden Fassungsseite. Wenn sich der eingesetzte Stab axial einen kleinen Winkel leicht drehen lässt, dann sind seine Mulden gut zwischen den beiden Kontaktbuckeln der Fassung eingespannt.

Norm-Länge (Mass in Zoll) (Länge / Kontaktabstand) / Leistungsstufen:

78 mm ( = 3,07" ) ( 78,3 / 74,9 ) / (48), 60, 100, 150, (190), (200) W

118 mm (= 4 5/8") (117,6 / 114,2) / (80),150, 200, 300, 500 W

189 mm ( = 7" ) (189,1 / 185,7) / (500), (750), 1000 W

254 mm (= 10") (254,1 / 250,7 (?)) / 1000, 1500 W

327 mm (= 12 7/8") (327,4 / 324 (?)) / 2000 W (*)

(*) dasselbe Glasrohr 230 V 2000 W kommt auch mit Fassung Fa4: Ohne Keramikröhrchen stehen die Drahtkontakte frei vor und sind mit Metallhülsen von etwa 3 mm Durchmesser und 10 mm Länge verpresst, Gesamtlänge dann 334,4 mm. Die relativ großen Kontaktkräfte wirken dann nur quer innerhalb der Steckbuchsen.

Leistungswerte in Klammern: selten.

R7s-Halogenstäbe kommen in denselben Längen auch für die niedrigere Netzspannung 110–130 V, in Norm-Länge 118 mm auch für die Kleinspannungen 24–28 V und 42 V.

Soffittenlampe[Bearbeiten]

Eine Soffittenlampe ist ein kleines zylindrisches Leuchtmittel niedriger Leistung, dessen stumpfkegelige Kontakte an den beiden axialen Enden liegen. Das mittige dünnwandige Glasrohr (keine Halogenlampe) ist an den Enden verjüngt und abgeschmolzen. Hier tritt je ein Kontaktdraht aus, der mit dem axialen Loch der vernickelten, aufgekitteten Messingkappe verlötet ist. Sind die kegeligen Enden in Rillen, Löcher oder Mulden der federnden Kontaktbleche eingesetzt, lässt sich die Lampe rundum drehen. Das in Form geblasene Glasrohr bietet Sitz für die Kontakthülsen und kann dazwischen mehr oder weniger aufgeweitet sein. Anwendungsbereiche sind beispielsweise Kennzeichen- und Innenraumbeleuchtung von Kraftfahrzeugen oder Spielzeug.

  • D6,3 × L30 mm (Form wie Feinsicherungen)
  • D8, L31 mm
  • D11, L39 mm
  • SV8,5-8 Soffittenlampe für Schluss-, Kennzeichen- oder Innenraumleuchten

(5-mm-Feinsicherungen haben jedoch zylindrische Kontakthülsen.)

Scheinwerferlampen für Kraftfahrzeuge[Bearbeiten]

Die vielfältigen Typen der Leuchten sind an die jeweilige originär bestückte Lampe gebunden. Eine Änderung führt zu ungenügender Lichtkeistung oder zu thermischer Überlastung.

  • R2-Zweifadenlampe, Sockel P45t („BILUX“-Lampe, Warenzeichen von OSRAM)
  • BA20d, Zweifadenlampe (Zweiräder von 15/15 W bis 35/35 W)
  • H1-Halogenlampe, Sockel P14,5s, auch für Rundumkennleuchten verwendet
  • H2-Halogenlampe X511 (Verwendung in Nebel-, Rallyscheinwerfern und Fernlicht Hella/Zender)
  • H3-Halogenlampe PK22s
  • H11-Halogenlampe PGJ19-2 55 W (Verwendung Abblendlicht, Fernlicht und Nebellicht)
  • HB3-Halogenlampe, typ. Fernlicht 65 W
  • H4-Halogen-Zweifadenlampe P43t (für Kfz: 60/55 W)
  • HB4-Halogenlampe (ähnlich H4, aber mit anderer Fassung), typ. Abblendlicht 55W, Nebelscheinwerfer
  • PX43t, HS1-Halogen-Zweifadenlampe (für Zweiräder, Quads, Snowmobile etc. 35/35 W)
  • PX13,5s, HS3-Halogen-Einfadenlampe (für Zweiräder etc. 6 V/2,4 W; ähnlich P13,5)
  • PX26d, H7-Halogenlampe
  • PGJ19-1, H8-Halogenlampe (35 W, für Kfz-Nebelscheinwerfer)
  • PGJ19-5, H9-Halogenlampe

Wegen der Vielzahl der verschiedenen Fahrzeuge bieten Hersteller mittlerweile eine Online-Suche an. Diese „Lampenfinder“ ermöglichen die Zuordnung von Leuchtmitteln zum gewählten Fahrzeug.

Stecksockel[Bearbeiten]

  • P13,5 – Prefocus-Sockel für Taschenlampen und Fahrradscheinwerfer: Blechbund am Sockel hat eine 90°-V-Ausnehmung zur Positionierung gegen Verdrehen. V unten bedeutet Glühfaden waagrecht, für Prefocus-Lampen (Glühfadenposition justiert), diese meist mit dünnwandigem elliptischen Glaskolben mit kegeliger Spitze oft zur formschlüssigen Aufnahme des Endes eines gewinkelt verlängerten Stützdrahts oder aber Halogenlampen mit kleinerem, dickwandigerem zylindrischen Quarzglaskolben. Sie wird in die Halterung gesteckt und durch mechanische Spannung der Minuspol-Kontaktfeder in der Leuchtmittelaufnahme vor dem Herausfallen gesichert.
  • MG5,7S/9: Miniaturlampen, etwa für Modellbau
  • G17q: besonders für Projektionslampen
  • Bakelitstecksockel nach DIN 49601: Fernmeldelampe, umgangssprachlich auch Telefonstecklampe oder Telefonlampe genannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. weitere Angaben unter: Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatProducts entering into the scope of the enec agreement. European Electrical Products Certification Association, 28. Oktober 2008, archiviert vom Original am 23. Juni 2012, abgerufen am 4. November 2008 (englisch).
  2. Den Sockel G24d gibt es als G24d-1 / G24d-2 / G24d-3. Die Zahl am Ende entscheidet darüber, wo sich der kleine Einsteckstift befindet. Bei G24d-1 ist dieser in der Mitte, bei G24d-2 links und bei G24d-3 rechts (entsprechend natürlich auch bei den G24q Leuchtmitteln). spar-helferchen.de
  3. Patent US543280: Incandescent electric lamp. Angemeldet am 29. August 1892, veröffentlicht am 23. Juni 1895, Erfinder: George Westinghouse.