Lampertsloch

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Lampertsloch
Wappen von Lampertsloch
Lampertsloch (Frankreich)
Lampertsloch
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Wissembourg
Kanton Wœrth
Gemeindeverband Sauer-Pechelbronn.
Koordinaten 48° 57′ N, 7° 49′ O48.9583333333337.8166666666667207Koordinaten: 48° 57′ N, 7° 49′ O
Höhe 157–511 m
Fläche 10,43 km²
Einwohner 711 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 68 Einw./km²
Postleitzahl 67250
INSEE-Code

Fachwerkhäuser

Lampertsloch ist eine französische Gemeinde mit 711 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Wœrth und zum Kommunalverband Sauer-Pechelbronn.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört zum Naturpark Nordvogesen, dem französischen Teil des Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord. Lampertsloch liegt zwischen den Nachbargemeinden Preuschdorf im Südwesten und Lobsann im Nordosten, 5,6 Kilometer nordöstlich vom Kantonshauptort Woerth, 16 Kilometer nordöstlich von Haguenau und 42 Kilometer nordöstlich von Straßburg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1570 wurde Lampertsloch reformiert.

Am 4. August 1944, im Zweiten Weltkrieg (1939–1945), wurde Lampertsloch bombardiert und die „Pechelbronner Ölbergwerke“ zu 90 % zerstört.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 657 675 703 701 680 644 708

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche Tous-les-Saints ist eine Simultankirche, sie wird seit 1763 für katholische und evangelisch-lutherische Gottesdienste genutzt. Ihr ältestes Bauteil ist der Glockenturm, dessen Dachgewölbe im Erdgeschoss aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt. Das Eingangsportal wurde im 15. Jahrhundert erneuert. Von 1827–1830 wurde die Kirche restauriert und die Einrichtung komplett erneuert. Der Friedhof wurde aus dem Ortskern ausgelagert.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige der Lampertslochois (Einwohner) sind Forstwirtschaft, Eisenbergbau, Obstbau und die Zucht von Hausrindern.[4] Es gibt Erdölvorkommen vor Ort, die schon 1498 erstmals urkundlich erwähnt wurden.[3] Johann Georg Krünitz (1728–1796) schrieb:

„Lampertsloch, ein Dorf, im Amte Wörd, in der hessen-darmstädtischen Herrschaft Lichtenberg, ist wegen des Stein-Oehles, welches aus der Erde quillt, zu merken.“

Oeconomische Encyclopädie[5]

1742 begann Louis Pierre Ancillon de la Sablonnière die Ölvorkommen abzubauen. 1768 kam die Familie Le Bel hinzu und gründete die „Pechelbronner Ölbergwerke“. Die Ölförderung wurde 1952 eingestellt und der Rest des Betriebes 1963.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Webpräsenz der CC Sauer-Pechelbronn (französisch) Abgerufen am 19. Januar 2010
  2. Lampertsloch auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 19. Januar 2010
  3. a b c d Lampertsloch in der Base Mérimée de Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 19. Januar 2010
  4. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=235&req=67&style=fiche Lampertsloch auf quid.fr (französisch) Abgerufen 19. Januar 2010, seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.
  5. Elektronische Version der Oeconomischen Encyclopädie, der Uni-Trier