Lamstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lamstedt
Lamstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lamstedt hervorgehoben
53.6350611111119.097297222222225Koordinaten: 53° 38′ N, 9° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Börde Lamstedt
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 52,64 km²
Einwohner: 3313 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21769
Vorwahl: 04773
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 029
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schützenstraße 20
21769 Lamstedt
Webpräsenz: www.lamstedt.de
Bürgermeister: Manfred Knust (CDU)
Lage der Gemeinde Lamstedt im Landkreis Cuxhaven
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Über dieses Bild

Lamstedt (plattdeutsch Loomst) ist eine Gemeinde im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen). Sie gehört der Samtgemeinde Börde Lamstedt an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt inmitten einiger Endmoränen der letzten Eiszeit, wie dem Westerberg. In Richtung Osten grenzt Lamstedt an das Ostetal, wo zum Teil kleine Moorflächen vorhanden sind. Nördlich befindet sich der Westerberg, ein Mischwald mit vorwiegend Nadelbaumbewuchs.

Geschichte[Bearbeiten]

Lamstedt wurde erstmals 1115 als parochia lamstede in Kirchenunterlagen erwähnt. Archäologische Funde weisen aber aus, dass die Börde schon wesentlich früher besiedelt gewesen sein muss. Sie ist im Vörder Register um 1500 niedergeschrieben und damit namentlich erstmals erwähnt. Dabei handelte es sich aber noch nicht um die kommunale Einheit, sondern um den kirchlichen Amtsbezirk. Über Lamstedt wüteten in Verganheit viel Feuerbrünste.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Hackemühlen, Ihlbeck, Nindorf und Wohlenbeck eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Lamstedt zeigt in Blau ein silbernes Hünengrab über einem braun-gelben erhöhten Schildfuß. Eines ist bis in die Gegenwart erhalten geblieben, der "Steinofen" im Westerberg.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die St. Bartholomäuskirche zu Lamstedt
Das Bördehuus, ein wiederaufgebautes Niederdeutsches Hallenhaus
Der Landschaftspark am Bördehuus hinter dem Rathaus und der Bördehalle
Großsteingrab am Westerberg
Steingarten am Westerberg

Lamstedt liegt an der Deutschen Fährstraße.

Im Wald nördlich des Ortes liegt die Megalithanlage Steenaben.

St. Bartholomäuskirche zu Lamstedt[Bearbeiten]

Die evangelische St.-Bartholomäuskirche ist eine Pfarrkirche. Erste Erwähnung fand sie 1300 in einem Ablassbrief von Papst Bonifatius III.. Aus dieser Zeit stammt das Kirchenschiff aus Feldsteinmauerwerk, mit einer polygonalen geschlossenen Ostseite. Im Schiff findet man hölzerne Segmentbogentonnen von 1768 und eine Nordempore aus dieser Zeit. Die Westempore kam um 1700.

Der etwas eigenwillige Westturm wurde 1768 nach Plänen von Oberlandbaumeister Christian Wundram in Backsteinmauerwerk erstellt, nachdem viele Jahre zuvor der alte hölzerne Kirchturm abgebrochen werden musste. Der Kuppelhelm stammt von 1820. Dieser Turm brannte 1812 während einer großen Feuersbrunst aus. Er wurde 1820 wiederhergestellt.

Der Altarretabel kam um 1730 mit einem großen Säulenrahmen und dem Kreuzigungsgemälde. Die Kanzel ist Ende des 17. Jahrhunderts entstanden. In der Turmhalle steht ein Holzkruzifix. Erwähnenswert ist auch der Kelch, beides aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.[3]

Museen[Bearbeiten]

  • Das Norddeutsche Radiomuseum mit über 200 alten Radios, der Entstehungsgeschichte der ersten Funkübertragung, der Radiosender in Deutschland uvm.
  • Das Bördemuseum. mit bäuerlichen Kulturgütern und den überlieferten Trachten der Geestbewohner.

Bauwerke[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

  • Landschaftspark hinter dem Rathaus
  • Steingarten im Westerberg mit dem Vorgeschichts- und Waldlehrpfad
  • Park von Gut Haneworth (unter Denkmalschutz)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Schwimmbad Lambada

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule Börde Lamstedt mit den Außenstellen Armstorf, Mittelstenahe und Basbecker Berg
  • Oberschule Am Hohen Rade

Sport[Bearbeiten]

Lamstedt bietet ein großes Sportzentrum, hier befinden sich mehrere Sportplätze, zwei Turnhallen und eine Schwimmhalle. Außerdem besitzt Lamstedt mehrere schöne und ausgedehnte Fuß- und Radwege. Es befinden sich in der Gemeinde Tafeln, auf denen die Routen und Sehenswürdigkeiten stehen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Lamstedt geboren[Bearbeiten]

  • Wolfgang Rolff (* 1959), ehemaliger deutscher Fußballnationalspieler, gehörte von 2004 bis 2013 dem Trainerstab von Werder Bremen an.
  • Heinrich Evers, Flugpionier und Rennfahrer
  • Claus Spreckels (1828–1908) Zuckerfabrikant in den USA (Sugar King von Hawaii und Kalifornien). Finanziell zweiterfolgreichster deutscher Emigrant des 19. Jahrhunderts: Nr. 40 auf der Liste der reichsten Amerikaner aller Zeiten.

Mit Lamstedt verbunden[Bearbeiten]

  • Ursula Kirchberg, deutsche Kinderbuchillustratorin, lebt und arbeitet seit 1981 in Lamstedt.

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Die heilige Ziege
  • Einer Mutter Liebe
  • Pastor Block
  • Der Westerberger Wald
  • Die Pennkuhle
  • Der Schuhberg[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lamstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 243.
  3. Dehio: Bremen/Niedersachsen. 1977, S. 566.
  4. Männern vom Morgenstern (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das grosse Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.