Land der Pharaonen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Land der Pharaonen
Originaltitel Land of the Pharaohs
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 144 (Urfassung) Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Howard Hawks
Drehbuch Harold Jack Bloom,
William Faulkner,
Harry Kurnitz
Produktion Howard Hawks/Warner Bros.
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Lee Garmes,
Russell Harlan
Schnitt Rudi Fehr,
Vladimir Sagovsky
Besetzung

Land der Pharaonen (Originaltitel: Land of the Pharaohs) ist ein Monumentalfilm aus dem Jahr 1955 des US-amerikanischen Regisseurs Howard Hawks.

Inhalt[Bearbeiten]

Der ägyptische Pharao Khefu plant für sich den Bau eines Grabmals, welches die größte Pyramide der Welt werden soll. Den genialen Baumeister Vashtar, den er auf seinem letzten Kriegszug gefangen nahm, beauftragt er, das Bauwerk vor Grabräubern sicher zu machen, denn der Pharao hat mit seinen Kriegen riesige Schätze zusammengetragen, von denen er den Großteil mit ins Grab nehmen will für sein Leben nach dem Tode nach ägyptischen Glauben. Als Gegenzug verspricht er die Freiheit für Vashtars versklavtes Volk. Um genügend Arbeiter für den Bau der Pyramide zu bekommen, fordert der Pharao gesonderte Abgaben von allen Ländern, die von Ägypten beherrscht werden. Prinzessin Nellifer aus Zypern kommt anstelle des Tributs, den ihr Volk nicht aufbringen kann. Als der Pharao trotzdem auf Erfüllung beharrt, stellt sich Nellifer ihm trotzig entgegen. Von ihrem Stolz beeindruckt, macht er sie zu seiner zweiten Frau. Doch die macht- und goldgierige Prinzessin verfolgt andere Ziele: sie will den Pharao töten und die Macht und alle Schätze in Ägypten an sich reißen. Kurz vor Fertigstellung der Pyramide gelingt ihr Plan: der Pharao stirbt bei einer Verschwörung. Doch dessen Freund und Berater, der Hohepriester Hamar, ahnt die Wahrheit. Er überlistet Nellifer, indem diese während der Trauerfeier für den Pharao überraschend bei lebendigen Leibe im Grabmal mit eingeschlossen wird, zusammen mit Hamar, der dem Pharao mit einigen Priestern freiwillig in den Tod folgt. Vorher wird Vashtar, der eigentlich nach ägyptischer Sitte den Opfertod der Grabmalbaumeister erleiden soll, von Hamar begnadigt und kann sein Volk selbst in die Freiheit führen.

Anmerkungen[Bearbeiten]

Die Außenaufnahmen für den im CinemaScope-Verfahren gedrehten Film fanden in Ägypten, die Innenaufnahmen in Rom statt. Die deutsche Fassung war um 6 Minuten gekürzt. Mit 12.000 bezahlten Statisten stellte Hawks einen kurzzeitigen Rekord auf, der schon 1 Jahr später von Cecil B. DeMille für dessen Film Die zehn Gebote wieder gebrochen wurde.

Obwohl William Faulkner nur am Drehbuch mitwirkte und es von ihm keine Romanvorlage zu diesem Film gibt, war auf den deutschen Kinoplakaten der Hinweis zu lesen Nach dem Bestseller von William Faulkner.

Die Methode mit dem Sand, mit welchem das Grabmal im Film verschlossen wird, kommt erst bei Pyramiden der späten 12. Dynastie und danach vor und war damals bei weitem nicht so ausgefeilt wie im Film.

Der Mordplan der Prinzessin Nellifer, bei dem der kleine Sohn des Pharao mit seinem Flötenspiel nichtsahnend eine Kobra anlockt, kann so nicht funktionieren, da eine Schlange ein zu geringes Hörvermögen hat, um diesen Klängen folgen zu können. Bei Schlangenbeschwörungen folgen diese Tiere stattdessen durch Sicht den kreisenden Bewegungen, die der Fakir mit seiner Flöte vollzieht.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein in den bautechnischen Details, den Spezialeffekten und Massenszenen eindrucksvolles pseudohistorisches Drama, dessen Schwäche - trotz der Mitwirkung William Faulkners - in seinen papierenen Dialogen liegt.“

Lexikon des internationalen Films

„Handwerklich sauber fotografiertes Kolossalgemälde vom alten Ägypten mit einer abenteuerlichen Handlung. Geschichtlich von geringem Wert. Ab 10 möglich.“

Evangelischer Film-Beobachter, Kritik Nr. 817/1955

Weblinks[Bearbeiten]