Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg

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Landesakademie in der ehemaligen Reichsabtei der Benediktiner in Ochsenhausen (2009)

Die Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg ist eine 1989 eröffnete staatliche Einrichtung des Bundeslandes Baden-Württemberg in den Räumlichkeiten der ehemaligen Reichsabtei der Benediktiner in Ochsenhausen in Oberschwaben.

Einrichtung der Akademie[Bearbeiten]

In den Jahren 1964 bis 1992 erfolgte mit einem Mitteleinsatz von 28 Millionen DM die Sanierung des ehemaligen Benediktinerklosters in Ochsenhausen durch das Land Baden-Württemberg. 1989 wurde in dem Gebäude die Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg eröffnet. In der Rechtsform einer Stiftung kooperiert die Landesakademie mit anderen Einrichtungen der schulischen und außerschulischen musikalischen Jugendbildung, sowie mit der Staatlichen Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg und freien Organisationen des baden-württembergischen Musiklebens. Die Akademie hat einen achtköpfigen Vorstand. Es besteht auch ein Kuratorium von 20 Mitgliedern, die vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport berufen werden. Vorsitzender des Kuratoriums ist der Präsident des Landesmusikrats, Herrmann Wilske. Direktor der Akademie ist Klaus K. Weigele und Geschäftsführerin ist Brigitte Sonntag

Aufgabe[Bearbeiten]

Die Aufgabe der Akademie liegt in der Fort- und Weiterbildung von Schülern, Lehrern und sonstigen Musikinteressierten. Dafür wird eine Vielzahl an Arbeitstagen und Probenwochen für Jugend- und Schulchöre und Orchester angeboten.

Im Einzelnen sind dies:

  • Lehrgangsarbeit in der Jugend- und Schulmusik
  • Internationale Jugendbegegnungen
  • Probenwochen für Liebhaberorchester
  • Arbeitsphasen für qualifizierte Jugendensembles aus Baden-Württemberg
  • Meisterkurse für besonders begabte Jugendliche und Studenten

Darüber hinaus werden verstärkt Kurse im Bereich der Multiplikatorenausbildung angeboten, z.B. die Aus- und Fortbildung von Leitungskräften in der Musikerziehung und eine Vielzahl an Fortbildungen für Musiklehrkräfte aller Schularten. Die Landesakademie ist Mitglied im Arbeitskreis der Musikbildungsstätten in Deutschland, in dem nichtkommerzielle Landesmusikakademien, Bundesakademien und andere Fortbildungsstätten zusammengeschlossen sind. Der Arbeitskreis ist Mitglied im Deutschen Musikrat.

Einrichtung[Bearbeiten]

Die Akademie beschäftigt 38 im Jahre 2008 fest angestellte Mitarbeiter, zwei Auszubildende und zwei Duale Studenten. Die Akademie hat eine Gesamtbettenanzahl von 177 und ist damit die größte Bildungseinrichtung ihrer Art in Deutschland. Arbeits- und Aufenthaltsräume sind in folgender Größe und Ausstattung vorhanden.

Bräuhaus[Bearbeiten]

Nummer Bezeichnung des Raumes Größe in m² Ausstattung
008 Stimmraum 128 Pfeiffer-Klavier
009 Akademiekeller 101 Pfeiffer-Klavier
013 Vestibül 122
105 Bräuhaussaal 496 Steinway-Flügel D-274, Pfeiffer-Klavier

Konvent[Bearbeiten]

Nummer Bezeichnung des Raumes Größe in m² Ausstattung
044 Übungsraum 15 Boston-Klavier
045 Übungsraum 15 Pfeiffer-Klavier
046 Übungsraum 14 Pfeiffer-Klavier
047 Übungsraum 16 Pfeiffer-Klavier
048 Übungsraum 16 Pfeiffer-Klavier
049 Übungsraum 19 Pfeiffer-Klavier
050 Übungsraum 19 Pfeiffer-Klavier
111 Chorsaal 159 Steinway-Flügel B-211, Grotrian-Steinway-Klavier
123 Abtszimmer 42 Pfeiffer-Klavier
130 Armarium 127 Boston-Flügel
131 Kapitelsaal 119 Schimmel-Klavier
206 Kammerorchestersaal 320 Schimmel-Flügel 205-T, 2 Cembalos, Continuoorgel
210 Jagdzimmer 60 Steinway-Flügel B-211
228 Instrumentalraum 56 Pfeiffer-Klavier
229 Bibliothekssaal 426 Steinway-Flügel D-274
312 Instrumentalraum 56 Pfeiffer-Klavier
306a Büro / Übungsraum 24 Pfeiffer-Klavier
329 Instrumentalraum 56 Pfeiffer-Klavier

Pächterwohngebäude[Bearbeiten]

Klosterwaal beim Kloster
Nummer Bezeichnung des Raumes Größe in m² Ausstattung
P109 Seminarraum 50 Pfeiffer-Klavier
P026 Schulungsraum Multimedia 24 Aufnahme-Studio für Multimedia Raum
P031 Schulungsraum Multimedia 38

Bibliothek, Ensembles, Klosterwaal[Bearbeiten]

Über 12.600 Noten stehen dem Nutzer in der Bibliothek zur Verfügung. 4950 Bücher, 9200 Tonträger und 10.900 Exemplare als Chor- bzw. Klassensätze. Eine Vielzahl von Instrumenten befindet sich im Bestand der Landesakademie. Hinter dem Kloster liegt der einstige Brevierweg der Mönche am Klosterwaal, einer der schönsten Wanderwege Oberschwabens. In Richtung Steinhausen liegt ein idyllischer Naturbadeweiher. In Ochsenhausen beginnt die Schmalspurbahn Öchsle. Die weltberühmten Orgelbauer Joseph Gabler und Höß sind Söhne der Stadt. Die Städtische Galerie im Fruchtkasten bietet wechselnde Ausstellungen und die Josef-Gabler Hauptschule ihre sportlichen Anlagen.

Ensembles der Akademie sind der Kinderchor SingsalaSing und das Orpheus Vokalensemble.

Weblinks[Bearbeiten]

48.0641666666679.9513888888889Koordinaten: 48° 3′ 51″ N, 9° 57′ 5″ O