Landesbank Hessen-Thüringen
| Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale | |
|---|---|
| Rechtsform | Anstalt des öffentlichen Rechts |
| Gründung | 1. Juni 1953 |
| Sitz | Frankfurt am Main und Erfurt |
| Leitung | Hans-Dieter Brenner (Vorstandsvorsitzender) |
| Mitarbeiter | 6.000 (2011) |
| Bilanzsumme | 157.7 Mrd. EUR (1. Halbjahr 2011) |
| Branche | Landesbank und internationale Geschäftsbank |
| Website | [http://www.helaba.de www.helaba.de] |
Die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) ist eine Geschäftsbank mit Stammregionen in Hessen und Thüringen sowie Ausrichtung auf das Großkundengeschäft. Sie ist außerdem Landesbank für die beiden Bundesländer, Kommunalbank für deren Kommunen und Verbundbank für die dortigen Sparkassen.
Mit etwa 6.000 Mitarbeitern gehört der Helaba-Konzern zu den größeren deutschen Landesbanken. Die Helaba ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Ihre beiden Hauptsitze sind Frankfurt am Main und Erfurt. Die Bank hat Niederlassungen in Kassel (Landeskreditkasse zu Kassel), New York, London, Paris und Dublin und ist mit weiteren Standorten in Madrid, Moskau und Shanghai vertreten. Zum Konzern gehören die Frankfurter Sparkasse, die Tochtergesellschaften, Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft, die Frankfurter Bankgesellschaft und die OFB-Gruppe, die in der Immobilienprojektentwicklung tätig ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschäftsfelder
- Die Unternehmenssparte „Großkundengeschäft“ beinhaltet Finanzdienstleistungen für Unternehmen, Banken sowie institutionellen Investoren.
- Zur Unternehmenssparte „Privatkunden und Mittelstandsgeschäft“ zählen neben der Verbundbank die Landesbausparkasse Hessen-Thüringen, die Frankfurter Sparkasse mit der 1822direkt sowie die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG.
- Im „Öffentlichen Förder- und Infrastrukturgeschäft“ als dritter Unternehmenssparte nimmt die Helaba über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) im Auftrag des Landes Hessen öffentliche Förderaufgaben wahr, insbesondere in den Bereichen Wohnungs- und Städtebau, Infrastruktur, Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt.
[Bearbeiten] Beteiligungs- und Tochtergesellschaften
- Frankfurter Sparkasse
- 1822direkt Gesellschaft der Frankfurter Sparkasse mbH
- Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG
- Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG
- Helaba Invest
- GWH
- OFB Projektgesellschaft GmbH
- GGM
- Helaba Dublin
- Helaba International Finance plc
[Bearbeiten] Organisationsstruktur
Die Helaba ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Eigentümer und Träger der Landesbank Hessen-Thüringen sind der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen (85 %), das Land Hessen (10 %) und der Freistaat Thüringen (5 %). Die Organe der Bank sind die Trägerversammlung, der Verwaltungsrat und der Vorstand.
[Bearbeiten] Vorstand
- Hans-Dieter Brenner (Vorsitzender des Vorstandes)
- Johann Berger (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes)
- Klaus-Dieter Gröb
- Detlef Hosemann
- Rainer Krick
- Gerrit Raupach
- Norbert Schraad
[Bearbeiten] Frühere Vorstandsvorsitzende
- Herbert Lauffer (1953–1964)
- Wilhelm Conrad (1964–1971)
- Gustav Bothe (1971)
- Wilhelm Hankel (1971–1973)
- Leopold Bröker (1973–1975)
- Heinz Sippel (1975–1985)
- Herbert J. Kazmierzak (1985–1993)
- Karl Kauermann (1993–1995)
- Hermann-Adolf Kunisch (1995–1996)
- Walter Schäfer (1996–2001)
- Günther Merl (2001–2008)
[Bearbeiten] Hauptgebäude
Die Grundsteinlegung des Main Towers in Frankfurt fand im Oktober 1996 statt, drei Jahre später zog die Helaba ein. Mit einer Höhe von 200 Metern ist er der vierthöchste Wolkenkratzer in Deutschland. Zuvor hatte die Bank ihren Sitz in den angrenzenden Garden Towers.
Zweiter Sitz der Landesbank ist ein aus mehreren Gebäuden bestehender Bürokomplex aus den 1990er-Jahren im Südwesten der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt (Stadtteil Brühlervorstadt) auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnereien von Ernst Benary.
[Bearbeiten] Geschichte
Am 1. Juni 1953 entstand die Hessische Landesbank Girozentrale aus dem Zusammenschluss der Hessischen Landesbank Darmstadt Girozentrale (gegründet 1940), der Nassauischen Landesbank Wiesbaden (gegründet 1840) und der Landeskreditkasse zu Kassel (gegründet 1832). In den 1970er Jahren brachte der Helaba-Skandal die Hessische Landesbank in erhebliche Bedrängnis. Am 1. Juli 1992 wurde durch einen Staatsvertrag über eine gemeinsame Sparkassenorganisation zwischen Hessen und Thüringen die gemeinsame Landesbank geschaffen. Sie war damit die erste über Ländergrenzen hinaus bestehende Landesbank. Im Jahr 2005 erwarb die Helaba die Frankfurter Sparkasse und stieg damit wieder ins Privatkundengeschäft ein, das sie bereits bis 2003 über ihre Niederlassung Darmstadt sowie am Standort Kassel durch die Landeskreditkasse zu Kassel betrieben hatte.
[Bearbeiten] EU Banken-Stresstests
Im Juli 2011 wurde berichtet, die Helaba hätte sich aus den EU-Banken-Stresstests herausgezogen, um in der Öffentlichkeit den Eindruck eines Ausfalls zu vermeiden [1].
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ "German bank Helaba 'to pull out of stress tests'", The BBC, 14. Juli 2011
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