Landesbergen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Musiker vgl. Frits Landesbergen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Landesbergen
Landesbergen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Landesbergen hervorgehoben
52.5580555555569.1231Koordinaten: 52° 33′ N, 9° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Mittelweser
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 41,92 km²
Einwohner: 2748 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31628
Vorwahl: 05025
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 017
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hinter den Höfen 13
31628 Landesbergen
Webpräsenz: www.landesbergen.de
Bürgermeisterin: Heidrun Kuhlmann (SPD)
Lage der Gemeinde Landesbergen im Landkreis Nienburg/Weser
Steinhuder Meer Nordrhein-Westfalen Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Schaumburg Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Region Hannover Balge Binnen Binnen Binnen Binnen Bücken Diepenau Drakenburg Estorf (Weser) Eystrup Eystrup Gandesbergen Hämelhausen Hämelhausen Haßbergen Haßbergen Hassel (Weser) Hassel (Weser) Heemsen Hilgermissen Hoya Hoyerhagen Husum (bei Nienburg) Landesbergen Leese Liebenau (Niedersachsen) Linsburg Linsburg Marklohe Nienburg/Weser Pennigsehl Raddestorf Rehburg-Loccum Rodewald Rohrsen Schweringen Steimbke Steyerberg Steyerberg Stöckse Stolzenau Uchte Warmsen Wietzen WarpeKarte
Über dieses Bild

Landesbergen ist eine Gemeinde im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen (Deutschland). Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Mittelweser an.

Geografie[Bearbeiten]

Landesbergen liegt am Naturpark Steinhuder Meer direkt an der Weser und ungefähr in der Mitte zwischen Nienburg/Weser und Stadthagen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die vier Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Landesbergen
  • Brokeloh
  • Hahnenberg
  • Heidhausen

Geschichte[Bearbeiten]

Gedenkstein 950 Jahre Landesbergen
Rathaus Landesbergen

Landsbergen wurde im Jahre 1055 erstmals urkundlich erwähnt. Im Dorf hatte früher ein adeliges Geschlecht, das sich Landesbergen nannte, seinen Stammsitz. Im Jahre 2005 beging die Gemeinde ihr 950-jähriges Jubiläum mit einer Festveranstaltung.

Landesbergen war Sitz der Samtgemeinde Landesbergen. Diese entstand durch eine Verwaltungsreform am 1. Juli 1967, mit der die selbständigen Gemeinden Hahnenberg, Landesbergen, Leese und Leeseringen zusammengeschlossen wurden. Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen fand sie am 1. März zu ihrer abschließenden Form 1974 mit den Mitgliedsgemeinden Estorf, Husum, Landesbergen und Leese. Am 1. November 2011 bildeten die Samtgemeinde Landesbergen und die Gemeinde Stolzenau die Samtgemeinde Mittelweser mit Sitz in Stolzenau.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Brokeloh und Hahnenberg eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2011[3][4]
Wahlbeteiligung: 63,56 % (2006: 64,27 %)
 %
50
40
30
20
10
0
49,08 %
42,00 %
7,59 %
1,32 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
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  -6
-5,43 %p
+1,59 %p
+7,59 %p
+1,32 %p
-5,07 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Landesbergen besteht aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • CDU: 6 Sitze (–2)
  • SPD: 6 Sitze (±0)
  • GRÜNE: 1 Sitz (+1)

(Stand: Kommunalwahl vom 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ehrenamtliche Bürgermeisterin ist Heidrun Kuhlmann.

Gemeindedirektor[Bearbeiten]

Gemeindedirektor ist seit dem 1. November 2011 der hauptamtliche Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein laufender roter Fuchs, in Rot ein silberner Schrägwellenbalken, begleitet oben von goldenem Blitz, unten von goldener Ähre.“

Der Fuchs entstammt dem Wappen des Adelsgeschlechts „von Land(e)sberg“, das auch für die Namensgebung Pate stand, der Schrägwellenbalken symbolisiert den Fluss Weser. Ähre und Blitz stehen für Landwirtschaft sowie Energieerzeugung durch das Kraftwerk Landesbergen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Galerieholländerwindmühle Landesbergen steht auf einem zweistöckigen quadratischen Sockel von 1872. Sie wurde nach einem Brand in den Jahren 1915 bis 1980 ohne Flügel mit einem Elektromotor betrieben. In einer groß angelegten Renovierung der Jahre 1985-1987 erhielt die sogenannte Hochzeitsmühle in den Innenräumen ein Heimatmuseum sowie ein Trauzimmer.
  • Der Mühlenplatz bildet heute mit der Mühle sowie weiteren anliegenden, hierher versetzten Fachwerkhäusern das Kulturzentrum der Gemeinde.
  • Die ehemalige Schweringer Weserfähre steht seit Dezember 1999 am Mühlenplatz in Landesbergen. Eine solche Fähre wurde erstmals 1560 erwähnt.
  • Die romanische Feldsteinkirche des Ortes wurde ab 1230 errichtet, der Turm kam erst im Jahr 1806 hinzu. Ihre Orgel wurde 2006 unter Verwendung des Gehäuses sowie einiger Pfeifen der Vorgängerorgel neu gebaut.

Wirtschaft, Infrastruktur und Kultur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 215, die von Nienburg/Weser nach Verden (Aller) führt.
Ferner befindet sich Landesbergen (Han) an der Bahnstrecke Nienburg–Minden. Züge passieren den Ort ohne Halt.

Energie[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Im Ort besteht der Landesberger SV (LSV), dessen Fußballer in der Kreisliga spielen. Des Weiteren gibt es den Reit- und Fahrverein Landesbergen und den Modellflugverein Milan Landesbergen e.V..

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Seit 2004 findet im Ortsteil Brokeloh jährlich das Live-Rollenspiel Conquest of Mythodea statt. An der Veranstaltung beteiligen sich jedes Jahr rund 6.000 Fantasy-Rollenspiel-Fans aus Europa, Japan, Amerika und anderen Ländern.

Musik[Bearbeiten]

Es bestehen ein Feuerwehrmusikzug, ein Posaunenchor, ein Männergesangverein, ein Singkreis sowie der Vokalchor "Die Tontreffer".

Personen aus Landesbergen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Freitag: Rund um Landesbergen. Geschichtsbilder zwischen Meerbach und Weser. 1971
  • Günther Deking u. a.: Landesbergen 1055-2005, Das Buch zum Fest! 2005
  • Jörg Backhaus und Thomas Mosimann: Kiesabbau schafft eine neue Landschaft. Geographisches Institut der Universität Hannover (Geosynthesis M3, Multimedia-CD), 2005; ISBN 3-927053-42-2 siehe auch: Kiesabbau Mittelweser

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 199.
  3. http://www.happy-net.de/wahlen/gr_la_11/00_tabelle.html
  4. http://www.sg-mittelweser.de/wahl2006/gemldbg/00_tabelle.html

Weblinks[Bearbeiten]