Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern
| Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern |
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| Gegründet | 14. Juli 1990 | |
| Präsident | Joachim Masuch | |
| Adresse | Grubenstraße 48 18055 Rostock |
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| Meister Herren | 1. FC Neubrandenburg 04 | |
| Pokalsieger Herren | F.C. Hansa Rostock | |
| Meister Frauen | SV Hafen Rostock 61 | |
| Pokalsieger Frauen | 1. FC Neubrandenburg 04 | |
| Übergeordneter Verband | Nordostdeutscher Fußballverband | |
| Untergeordnete Verbände | 6 Kreisverbände | |
| Region | ||
| Vereine (ca.) | 490* | |
| Mitglieder (ca.) | 52.183* | |
| Mannschaften (ca.) | 2.109* *Stand: 1. Januar 2011[1] |
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| Homepage | www.lfvm-v.de | |
Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) ist einer der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes und eines von sechs Mitgliedern im Regionalverband Nordostdeutscher Fußballverband. Als solcher bildet der LFV die Dachorganisation aller 490 Fußballvereine in Mecklenburg-Vorpommern mit 52.183 Mitgliedern und 2.109 Mannschaften.[1] Zudem ist der LFV Mitglied im Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern und Träger der Sportschule Parchim. Sitz des LFV ist Rostock, als Präsident steht ihm Joachim Masuch vor.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Ein Mecklenburg(isch)er Fußball-Bund wurde erstmals im Dezember 1904 gegründet. Er hatte anfangs drei Mitgliedsvereine und trat im April 1905 dem neu gegründeten Norddeutschen Fußball-Verband und damit dem DFB bei. Als Bezirk IV (Mecklenburg) des NFV gewann er ab 1907 auch Vereine aus Vorpommern hinzu.
1922 gingen aus einer Strukturreform u. a. die Kreise Lübeck-Mecklenburg-Schwerin sowie Mecklenburg-Strelitz-Vorpommern hervor, jedoch verließen die vorpommerschen Vereine 1925 den Norddeutschen Fußball-Verband und schlossen sich dem Baltenverband an. Der Bezirk Lübeck-Mecklenburg hingegen blieb bis 1933 im (dann aufgelösten) NFV beieinander. Den Meistertitel des Bezirkes gewannen stets Vereine aus Lübeck mit Ausnahme der Jahre 1925 und 1933, als jeweils Schwerin 03 den Titel holte. Der Schweriner Hugo Schmidt gehörte zu den ersten drei Ehrenmitgliedern des NFV, der drei seiner Verbandstage in Rostock und Schwerin abhielt.
Nach Auflösung der Regionalverbände des DFB 1933 gehörte der Bezirk zum Sportgau Nordmark. 1937 wurde Lübeck dem Bezirk Schleswig-Holstein zugeordnet und ab 1942 gab es den eigenen Gau Mecklenburg. Damit endete die Zugehörigkeit zum Norden,[2] die wieder herzustellen bei der NFV-Neugründung 1948 auf Grund der seinerzeitigen Grenzen nicht möglich war und die auch nach 1990 nicht wieder zu Stande kam.
In der Sowjetischen Besatzungszone und danach in der DDR wurden von 1948 bis 1952 Landesmeister ermittelt. Die Landesklasse Mecklenburg war 1949/50 zweithöchste, anschließend dritthöchste Spielklasse, bevor die Länder der DDR aufgelöst wurden und die Fußball-Landesklassen mit ihnen.
Im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung trafen sich im März 1990 die Bezirksfachausschuss-Vorsitzenden und Geschäftsführer der Bezirke Rostock, Neubrandenburg und Schwerin in Güstrow und bereiteten die Gründung des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern vor. Am 14. Juli 1990 bestätigten die 112 Delegierten der drei Bezirksfachausschüsse und der 36 Kreisfachausschüsse die Entwürfe der Satzung und der benötigten Ordnungen, Günther Waak wurde dabei zum ersten Präsidenten des LFV gewählt.
Durch die folgende Kreisgebietsreform wurde die Zahl der Kreisverbände von 36 auf 15 reduziert, seit dem Beitritt des Stralsunder Kreisfußballverbands zum Verband Nordvorpommern bestanden noch 14 Kreisfußballverbände. 2009 gab es eine erneute Kreisreform. Das Verbandsgebiet ist seitdem in die drei Bezirke West, Nord und Ost aufgeteilt, welche wiederum die Kreise Schwerin-Nordwestmecklenburg, Westmecklenburg, Warnow, Nordvorpommern-Rügen, Mecklenburger Seenplatte-Vorpommern und Nordvorpommern umfassen.
[Bearbeiten] Wettbewerbe
Die höchste Liga des Verbands im Herrenbereich stellt die Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern mit 16 Mannschaften dar, die im Deutschen Ligasystem eine der sechsthöchsten Spielklassen bildet. Ihr jeweiliger Meister ist zum Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Nordost berechtigt. Unter der Verbandsliga rangiert die Landesliga, welche seit der Spielzeit 2009/10 in drei je 14 Mannschaften umfassenden Staffeln ausgespielt wird und deren jeweilige Meister die drei Absteiger der Verbandsliga ersetzen. Der wichtigste Pokalwettberwerb im Herrenbereich ist der Landespokal Mecklenburg-Vorpommern, dessen Gewinner im Allgemeinen zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt ist.
Im Bereich der A- und B-Junioren bildet die Verbandsliga Mecklenburg-vorpommern die höchste Spielklasse auf Verbandsebende und berechtigt gegebenenfalls zum Aufstieg in die deutschlandweit zweitklassige Regionalliga Nordost. Ebenfalls wird der Mecklenburg-Vorpommern-Pokal ausgespielt, der im Bereich der A-Jugend zur Teilnahme am DFB-Junioren-Vereinspokal und im Bereich der B-Jugend zur Teilnahme am NOFV-Pokal berechtigt.
Auch im Frauenfußball stellt der Mecklenburg-Vorpommern-Pokal den wichtigsten Pokalwettbewerb auf Verbandsebende dar und berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal. Die ebenfalls bei den Frauen als höchste Liga im Verbandsgebiet geltende Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern ist im Gegensätz zum Männer-Fußball jedoch eine der vierthöchsten Spielklassen im gesamtdeutschen System. Ihr Meister steigt dementsprechend in die drittklassige Regionalliga Nordost auf.
Im Bereich der B-Juniorinnen ist die Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern die höchste Spielklasse des Verbandes, deren Meister zur Teilnahme an der NOFV-Meisterschaft berechtigt ist. NOFV und DFB unterhalten jedoch keine eigene Spielklassen im Bereich der B-Juniorinnen, weshalb die Verbandsliga zusammen mit den Ligen der anderen Landes- und gegebenenfalls Regionalverbände die höchste deutsche Spielklasse dieser Altersklasse darstellt. Auch für die B-Juniorinnen ist der Mecklenburg-Vorpommern-Pokal der wichtigste Pokalwettbewerb im Verbandsgebiet.
[Bearbeiten] LFV-Vereine in höheren Ligen 2011/12
[Bearbeiten] Männer
| Stufe | Bezeichnung | Anzahl | Mannschaften |
|---|---|---|---|
| 1 | Bundesliga | 0 | - |
| 2 | 2. Bundesliga | 1 | F.C. Hansa Rostock |
| 3 | 3. Liga | 0 | - |
| 4 | Regionalliga Nord | 0 | - |
| 5 | NOFV-Oberliga Nord | 6 | Malchower SV 90, 1. FC Neubrandenburg 04, TSG Neustrelitz, F.C. Hansa Rostock II, Torgelower SV Greif, FC Anker Wismar |
[Bearbeiten] A-Junioren
| Stufe | Bezeichnung | Anzahl | Mannschaften |
|---|---|---|---|
| 1 | Bundesliga Nord | 1 | F.C. Hansa Rostock |
| 2 | Regionalliga Nordost | 1 | 1. FC Neubrandenburg 04 |
[Bearbeiten] B-Junioren
| Stufe | Bezeichnung | Anzahl | Mannschaften |
|---|---|---|---|
| 1 | Bundesliga Nord | 0 | - |
| 2 | Regionalliga Nordost | 2 | 1. FC Neubrandenburg 04, F.C. Hansa Rostock |
[Bearbeiten] Frauen
| Stufe | Bezeichnung | Anzahl | Mannschaften |
|---|---|---|---|
| 1 | Bundesliga | 0 | - |
| 2 | 2. Bundesliga Nord | 0 | - |
| 3 | Regionalliga Nordost | 0 | - |
[Bearbeiten] Ligasystem des LFV 2010/11
[Bearbeiten] Männer
| Stufe | Liga | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Landesebene | ||||||
| 6 | Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern 16 Mannschaften |
|||||
| 7 | 3 Staffeln der Landesliga Mecklenburg-Vorpommern 42 Mannschaften |
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| 8 | 6 Staffeln der Landesklasse Mecklenburg-Vorpommern 84 Mannschaften |
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| Kreisebene | ||||||
| 9 | Kreisoberliga Schwerin-Nordwestmecklenburg 14 Mannschaften |
Kreisoberliga Westmecklenburg 14 Mannschaften |
2 Staffeln der Kreisoberliga Warnow 28 Mannschaften |
2 Staffeln der Kreisoberliga Meckl. Seenplatte-Vorpommern 27 Mannschaften |
Kreisoberliga Nordvorpommern-Rügen 14 Mannschaften |
Kreisoberliga Vorpommern 14 Mannschaften |
| 10 | Kreisliga Schwerin-Nordwestmecklenburg 14 Mannschaften |
2 Staffeln der Kreisliga Westmecklenburg 24 Mannschaften |
3 Staffeln der Kreisliga Warnow 38 Mannschaften |
3 Staffeln der Kreisliga Meckl. Seenplatte-Vorpommern 40 Mannschaften |
Kreisliga Nordvorpommern-Rügen 14 Mannschaften |
2 Staffeln der Kreisliga Vorpommern 28 Mannschaften |
| 11 | 3 Staffeln der 1. Kreisklasse Schwerin-Nordwestmecklenburg 35 Mannschaften |
2 Staffeln der Kreisklasse Westmecklenburg 25 Mannschaften |
3 Staffeln der 1. Kreisklasse Warnow 38 Mannschaften |
3 Staffeln der 1. Kreisklasse Meckl. Seenplatte-Vorpommern 30 Mannschaften |
2 Staffeln der 1. Kreisklasse Nordvorpommern-Rügen 24 Mannschaften |
3 Staffeln der Kreisklasse Vorpommern 39 Mannschaften |
[Bearbeiten] A-Junioren
| Stufe | Liga | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Landesebene | ||||||
| 3 | Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern 12 Mannschaften |
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| 4 | 3 Staffeln der Landesliga Mecklenburg-Vorpommern 31 Mannschaften |
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| Kreisebene | ||||||
| 5 | Kreisoberliga Schwerin-Nordwestmecklenburg 7 Mannschaften |
Kreisoberliga Warnow 6 Mannschaften |
Kreisliga Meckl. Seenplatte-Vorpommern 5 Mannschaften |
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[Bearbeiten] B-Junioren
| Stufe | Liga | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Landesebene | ||||||
| 3 | Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern 12 Mannschaften |
|||||
| 4 | 3 Staffeln der Landesliga Mecklenburg-Vorpommern 31 Mannschaften |
|||||
| Kreisebene | ||||||
| 5 | Kreisoberliga Schwerin-Nordwestmecklenburg 8 Mannschaften |
Kreisliga Westmecklenburg (B/C-Junioren) 7 Mannschaften |
Kreisoberliga Warnow 11 Mannschaften |
Kreisliga Meckl. Seenplatte-Vorpommern 8 Mannschaften |
Kreisoberliga Nordvorpommern-Rügen 4 Mannschaften |
Kreisklasse Vorpommern (Kleinfeld) 4 Mannschaften |
[Bearbeiten] Frauen
| Stufe | Liga | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Landesebene | ||||||
| 4 | Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern 10 Mannschaften |
|||||
| Kreisebene | ||||||
| 5 | Kreisliga Westmecklenburg 8 Mannschaften |
Kreisliga Warnow 13 Mannschaften |
Kreisoberliga Vorpommern 8 Mannschaften |
|||
| 6 | Kreisklasse Westmecklenburg 8 Mannschaften |
|||||
[Bearbeiten] B-Juniorinnen
| Stufe | Liga | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Landesebene | ||||||
| 1 | Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern 7 Mannschaften |
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[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b lt. DFB-Mitgliederstatistik 2009, siehe http://www.dfb.de/index.php?id=11015, aufgerufen am 20. Juni 2011
- ↑ Mehr über die „Norddeutschen Jahre“ des mecklenburgischen und vorpommerschen Fußballs in: Jankowski/Pistorius/Prüß, Fußball im Norden, Bremen und Barsinghausen 2005, bes. S. 20–84.
[Bearbeiten] Weblinks
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