Elsass

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Elsass (Begriffsklärung) aufgeführt.
Elsass
Flagge der Region Elsass Wappen der Region Elsass
Nord-Pas-de-Calais Picardie Champagne-Ardenne Lothringen Elsass Haute-Normandie Basse-Normandie Bretagne Centre Ile-de-France Burgund Franche-Comté Pays de la Loire Poitou-Charentes Limousin Aquitanien Midi-Pyrénées Languedoc-Roussillon Auvergne Rhône-Alpes Provence-Alpes-Côte d’Azur Korsika Andorra Monaco Liechtenstein Österreich Luxemburg Belgien Niederlande Vereinigtes Königreich Deutschland Schweiz Italien Guernsey Jersey SpanienLage der Region Elsass in Frankreich
Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz Straßburg
Präsident des Regionalrats Philippe Richert[1] UMP
Bevölkerung

 – gesamt 1. Januar 2011
 – Dichte

1.852.325 Einwohner
223,7 Einwohner je km²

Fläche

 – gesamt
 – Anteil an Frankreich:

8.280 km²
1,3 %

Départements 2
Arrondissements 13
Kantone 75
Gemeinden 904
ISO 3166-2-Code FR-A

Das Elsass (in älterer Schreibweise auch Elsaß, elsässisch ’s Elsàss, frz. Alsace [alˈzas]) ist eine Landschaft und Region im Osten Frankreichs. Es erstreckt sich über den westlichen Teil der Oberrheinischen Tiefebene und reicht im Nordwesten mit dem Krummen Elsass bis auf das lothringische Plateau. Im Norden und Osten grenzt das Elsass an Deutschland und im Süden an die Schweiz.

Die französische Verwaltungsregion Elsass (Région Alsace) besteht seit 1973 aus den beiden Départements Bas-Rhin (Niederrhein) und Haut-Rhin (Oberrhein). Mit 8280 km² ist das Elsass die flächenmäßig kleinste Region auf dem französischen Festland und hat 1.852.325 Einwohner (Stand 1. Januar 2011). Hauptstadt der Region ist Straßburg.

Der Name Elsass bezeichnet eine bereits im Frühmittelalter bezeugte landschaftliche und politische Entität. Der Name leitet sich möglicherweise von althochdeutsch ali-saz (Fremdsitz) oder vom Fluss Ill ab und entstand nach der Schlacht bei Zülpich im Jahr 496, als die Franken die Alemannen besiegten und das linke Rheinufer zwischen Basel und der Pfalz zum fränkischen Herzogtum wurde.

Landschaftlich wird das Elsass zumeist als die Gegend zwischen Vogesen und Rhein beschrieben. Die politischen Grenzen, die das Elsass definieren, haben sich dagegen im Verlauf seiner Geschichte mehrfach geändert. Historisch bedeutend sind hier vor allem das Herzogtum Elsass (7. und 8. Jahrhundert), die beiden Landgrafschaften des Elsass (12.–17. Jahrhundert) innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die erstmals französische Provinz Elsass (17.–18. Jahrhundert). Die gegenwärtigen Grenzen der Region Elsass beruhen auf den Grenzziehungen der französischen Revolutionszeit (Départementgrenzen, Krummes Elsass) und des Frankfurter Friedens 1871 (Belfort wird vom Elsass abgetrennt).

Durch seine Lage an der Grenze des Deutschen Reiches zu Frankreich wechselte das Elsass seit dem 17. Jahrhundert mehrfach seine politische Zugehörigkeit zwischen Frankreich (F) und deutschen Staatsverbänden (D): von (D) 1648/1798 nach (F), 1871 (D), 1918 (F), 1940 (D), 1944/45 (F).

Geographie[Bearbeiten]

Topografie des Elsass

Die Region Elsass grenzt an die französischen Regionen Franche-Comté im Südwesten und Lothringen im Westen, an Deutschland (im Norden Rheinland-Pfalz, im Osten Baden-Württemberg) und an die Schweiz (Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn).

Das heutige Elsass hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 190 Kilometern, während die West-Ost-Ausdehnung nur 50 Kilometer beträgt. Im Osten wird das Elsass durch den Rhein begrenzt, im Westen auf weiten Strecken durch den Hauptkamm der Vogesen. Im Norden markieren Bienwald und Pfälzerwald wichtige Grenzgegenden, im Süden der Nordrand des Jura und im Südwesten, in der offenen Torlandschaft der Burgundischen Pforte, nähert sich die erst auf 1871 zurückgehende, heutige Regionengrenze an die Wasserscheide zwischen Rhône und Rhein an.

Im Elsass finden sich folgende naturräumliche Haupteinheiten:

  • Der überwiegende Teil wird von der Elsässischen Ebene (Plaine d’Alsace) eingenommen, die mit Breisgau und Ortenau auf der deutschen Seite, und das Petit und Grand Ried auf der elsässischen Seite den südlichen Teil des Oberrheingrabens bildet. Sie wird von der Ill durchflossen und ist vom Getreideanbau geprägt. Es gibt auch große Waldgebiete wie den Hagenauer Forst im Norden und den Harthwald im Süden. Neben weiten Ebenen treten zudem wellige bis hügelige Gegenden auf (beispielsweise Kochersberg nordwestlich Straßburgs, westlicher Sundgau und östliche Burgundische Pforte, Gebiet zwischen Hagenauer Wald und Bienwald).
  • Im Westen wird das Landschaftsbild von den Vogesen dominiert, die von den breiten Tälern der Illzuflüsse durchzogen sind. Hier findet man Hochweiden (Hautes Chaumes), die sich mit Wäldern abwechseln. Der Große Belchen (Grand Ballon) ist mit 1424 m der höchste Gipfel im Elsass und in den Vogesen. In Frankreich werden auch die Gebiete nördlich der Zaberner Senke zu den Vogesen gezählt (Vosges du Nord), sie bilden aber eine naturräumliche Einheit mit dem Pfälzerwald.
  • Zwischen Ebene und Vogesen vermittelt (analog zum westlichen Schwarzwaldrand) eine schmale Vorbergzone. Typisch für dieses „Piemont der Vogesen“ ist der Weinanbau.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein weißer Schrägrechtsbalken mit einem Lilienmäander und drei goldenen Kronen beidseitig nach dem Balken gelegt. Neben dem Balken sind 6 goldene Kronen

Geschichte[Bearbeiten]

Traditionelle Kopfbedeckungen für Frauen im Musée alsacien de Strasbourg
Hauptartikel: Geschichte des Elsass

Vor- und Frühgeschichte bis 58/52 v. Chr.[Bearbeiten]

Die heutige Region Elsass wurde etwa vor mindestens 700.000 Jahren erstmals von Menschen, vor etwa 50.000 Jahren vom Homo sapiens besiedelt. Die neolithische Revolution hielt im 6. Jahrtausend v. Chr. Einzug. Erste Funde, die auf eine politische Oberschicht hindeuten, wurden auf etwa 2000 v. Chr. datiert. Für die etwa 550jährige keltische Zeit, die im Elsass von etwa 600 bis 58/52 v. Chr. dauerte, vermutet man das Vorherrschen kleiner Territorien.

Römische Zeit 58/52 v. Chr. bis 476 n. Chr.[Bearbeiten]

Mit der Eroberung Galliens durch Caesar zwischen 58 und 52 v. Chr. kam auch das Elsass zum römischen Herrschaftsgebiet, bei dem es bis zum Ende des Weströmischen Reiches um die Mitte des 5. Jahrhunderts verblieb. In diesen etwa 500 Jahren war der Rhein anfangs und wieder seit dem 3. Jahrhundert römische Reichsgrenze. Es entwickelte sich eine gallorömische Bevölkerung, die seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. auch erste germanische Gruppen assimilierte, ebenso wie die seit etwa 350 dauerhaft siedelnden Alamannen. Letztere entwickelten nur im heutigen Sundgau eine Art vorstaatlicher (und vorfränkischer) Eigenständigkeit.

Anfangs standen die eroberten Gebiete unter Militärverwaltung. Im Jahre 89 oder 90 wurde die Provinz Germania superior (Obergermanien) gegründet, zu der auch das heutige Elsass kam. Im Zuge der diokletianischen Reichsreform wurde das südliche Elsass 297 der Provinz Maxima Sequanorum, das nördliche der Provinz Germania prima (Germania I) zugewiesen. Die dabei gezogene Provinzgrenze entspricht weitestgehend den späteren bzw. heutigen Grenzen zwischen Sundgau, Oberelsass und Haut-Rhin auf der einen und Nordgau, Unterelsass und Bas-Rhin auf der anderen Seite.[2]

Interimszeit[Bearbeiten]

Nach dem Abzug der römischen Truppen um 476 kam das Elsass vermutlich zusammen mit Alemannien unter ostgotisches Protektorat. Bereits etwa 2 Dekaden später, um 496, wurden Elsass und Alemannien Teil des Fränkischen Reiches. Hierin zählte das Elsass zum bis ins 7. Jahrhundert bestehende Herzogtum Alemannien, danach existierte bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts unter den Etichonen ein elsässisches Herzogtum.

Fränkisches Reich 511–925[Bearbeiten]

In der fränkischen Zeit, genauer seit etwa 500, erfolgte eine starke Zuwanderung germanischer Siedler, die die gallorömische Bevölkerung nach und nach überwogen. Seit dieser Zeit ist der Name „Elsass“ belegt. Straßburg, seit 614 Bischofssitz, war neben Basel und Speyer die wichtigste Stadt für die Region.

In der Folge der fränkischen Reichsteilungen wechselte das Elsass zwischen 842 und 925 vier Mal die überregionale politische Zuordnung: 842 zum Mittelfränkischen Reich, 870 zum Ostfrankenreich, 913 zum Westfrankenreich und schließlich 925 wieder zum Ostfrankenreich. Aus diesem wurde langsam der Staatenbund des Heiligen Römischen Reiches, als dessen Teil die meisten der sich entwickelnden elsässischen Regionen und Kleinstaaten bis ins 17. Jahrhundert angesehen wurden. Straßburg entwickelte sich zur zweitgrößten Stadt im Ostfrankenreich (nach Köln).

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 925–1648[Bearbeiten]

Wieder beim Ostfrankenreich (925) spielte das Elsass anfangs eine politische Sonderrolle, bildete aber spätestens 988 bis 1254 einen Teil des Herzogtums Schwaben. Zwischen dem Ende des 8. und der Mitte des 10. Jahrhunderts wurden als Verwaltungsbezirke die zwei Grafschaften Nordgau und Sundgau eingerichtet. Dabei wurden die bisher zum Elsass gehörenden Juragegenden (südlich bis zur Aare) abgetrennt.

Vor allem durch das Ende der Staufer 1254 und damit verbundenen Quasi-Auflösung ihres Herzogtums Schwaben, aber auch aufgrund des langsamen allgemeinen Zerfalls der Zentralgewalt im Reich, bildeten sich viele verschiedene politische Herrschaften heraus. Diese werden schnell zu den eigentlichen Trägern der wichtigsten politischen Regierungsgewalten. Sie agierten unter dem Dach des Reiches, seit dem 17. Jahrhundert unter dem des Königreichs Frankreich, und waren in sehr unterschiedlichem Maße an das Reich bzw. an Frankreich gebunden. Regionale politische Institutionen sind die Landstände und die Reichskreise, in der französischen Zeit Intendance, Gouverneur und Conseil souverain.

Zu den wichtigsten Mächten des Elsass dieser Zeit kann man die Fürstenhäuser Habsburg (nur bis 1648), Hanau-Lichtenberg, Württemberg und Rappoltstein, die Stadt Straßburg und die Städte des Zehnstädtebunds, die weltlichen Herrschaften der Bistümer Straßburg und Basel, das Kloster Murbach sowie die Besitzungen der Unterelsässischen Ritterschaft rechnen. Die Reichsstadt Mülhausen schloss sich 1525 als Zugewandter Ort der älteren Schweizer Eidgenossenschaft an und blieb damit eines der wenigen Gebilde ohne französische landesherrliche Rechte (bis 1798).

Französisches Königreich 1648–1789[Bearbeiten]

Zwischen 1633 und 1681 übernahm das Königreich Frankreich nach und nach, teils durch Verträge (de iure), teils durch Annexion (de facto), in den meisten elsässischen Regionen die Landesherrschaft, meist aber nicht die unterhalb der Ebene der Landesherrschaft liegenden Rechte. Habsburg hingegen trat im Westfälischen Frieden 1648 seine elsässischen Rechte und Besitzungen komplett ab. Die Annexionen (zuletzt Straßburg 1681) führte Frankreich vor allem im Rahmen seiner sogenannten Reunionspolitik durch. Aufgrund der Friedensschlüsse von Rijswijk 1697 und Rastatt 1714 übernahm das Königreich Frankreich nun auch de jure die politische Gewalt in den annektierten Gebieten.

Die neu gewonnenen Gebiete zog Frankreich jedoch nicht zum eigenen Zollgebiet – die französische Zollgrenze verlief weiterhin über die Vogesen. Viele Herrschaften standen nur unter französischer Oberhoheit, manche von ihnen konnten weiterhin mehr oder weniger autonom und selbstverwaltet agieren.

Die Verbindung von einheitlicher Oberherrschaft und dem Verbleib beim überkommenen Zoll- und Wirtschaftsraum waren wichtige Faktoren der kulturellen und wirtschaftlichen Blütezeit, die das Elsass zwischen 1648 und 1789 erlebte. Das Französische verbreitete sich in Europa, und noch deutlich stärker im Elsass, als Verwaltungs-, Handels- und Diplomatensprache innerhalb der städtischen und ländlichen Eliten. Ansonsten blieben die germanischen (und romanischen) elsässischen Dialekte und die deutsche Sprache erhalten; an der Universität Straßburg beispielsweise wurde nach wie vor auf Deutsch gelehrt.

Nach der frz. Revolution 1789–1871[Bearbeiten]

Zu Beginn der französischen Revolution wurden 1789 im Zuge der Vereinheitlichung und Zentralisierung Frankreichs die überkommenen Rechte der elsässischen Herrschaften aufgelöst und die beiden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin gegründet. Seit dem Beitritt Mülhausens zur französischen Republik 1798 war das gesamte heutige Elsass Teil Frankreichs. Der zweite Friede von Paris 1815 legte die bis heute gültigen französischen Außengrenzen fest (Landau und weitere kleinere Gebiete im Nordelsass kamen zu Bayern). Wie in anderen nicht französischsprachigen Regionen Frankreichs oder anderen Minderheitenregionen anderer europäischer Staaten wurde die Minderheitensprache vor allem in den Schulen zunehmend durch die Sprache der Mehrheit ergänzt oder von ihr verdrängt.

Deutsches Reichsland Elsass-Lothringen 1871–1918[Bearbeiten]

Als Folge des zwischen Frankreich und Preußen unter Beteiligung der süddeutschen Staaten geführten Krieges 1870–1871 wurden im Frankfurter Frieden von 1871 Teile Ostfrankreichs, der überwiegende Teil der beiden elsässischen Départements und ungefähr die Nordhälfte des benachbarten Lothringen an das (1871 während des Krieges gegründete und von Preußen angeführte) Deutsche Kaiserreich abgetreten. Die Grenzziehung erfolgte dabei nicht ausschließlich unter sprachlichen, sondern auch unter militärischen Aspekten. So wurde im Raum Schirmeck ein Gebiet mit einer französischsprachigen Bevölkerung östlich des Vogesenkamms in das Deutsche Reich einbezogen, ebenso ein breiter französischsprachiger Streifen entlang der neuen Grenze in Lothringen mit der Stadt Metz. Das französischsprachige Belfort mit Umgebung (heutiges Territoire de Belfort) blieb aufgrund von Wünschen des preußischen Militärs (kürzest mögliche Grenzlinie zwischen Vogesen und Jura) bei Frankreich. Innerhalb des bundesstaatlich organisierten Deutschen Reiches bildeten die abgetretenen Gebiete, die zum sogenannten „Reichsland Elsaß-Lothringen“ formiert wurden, zunächst kein den anderen Teilstaaten gleichrangiges Gebiet, sondern wurden ähnlich einer Kolonie von Behörden des Reichs und Preußens verwaltet. Erst 1911 wurde Elsass-Lothringen den übrigen deutschen Bundesstaaten gleichgestellt.[3]

Der Frankfurter Friede beinhaltete auch die sogenannte „Option“: Bis zum Oktober 1872 konnten die Einwohner des neuen Landes Elsass-Lothringen entscheiden, ob sie lieber französische Staatsbürger werden bzw. bleiben wollten, was bedeutete, Elsass-Lothringen verlassen zu müssen. Für etwa ein Zehntel der Bevölkerung Elsass-Lothringens, also circa 161.000 Menschen, wurden Optionen bei den Behörden abgegeben, etwa 50.000 Bürger nahmen sie letztendlich wahr. Französischsprachige Gemeinden und Familien Elsass-Lothringens sahen sich ähnlich wie die polnischsprachigen Regionen Preußens Germanisierungs- und Assimilationsversuchen ausgesetzt. Nur teilweise blieb dort das Französische Schul- und Amtssprache.[4]

Frankreich Zwischenkriegszeit 1918–1940[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg legte Frankreich im Versailler Vertrag[5] fest, dass das 1871 abgetretene Gebiet wieder Frankreich angegliedert wurde. Das Territoire de Belfort, das bis 1871 Teil des nun wieder errichteten Département Haut-Rhin gewesen war, wurde nicht wieder mit diesem vereinigt. Das politische Leben formierte sich weitgehend anhand der Muster aus der Vorkriegszeit. Neben nun zwei liberalen Parteien gründete sich die Elsaß-Lothringische Zentrumspartei neu als Union Populaire Républicaine (UPR).

Von den 1.874.000 Einwohnern Elsass-Lothringens waren 1.634.000 als deutsche Muttersprachler registriert, wobei in „Deutsch-Lothringen“ der moselfränkische und im Elsass der alemannische Dialekt vorherrschte. Die sich vor diesem Hintergrund entwickelnden Ideen und Bestrebungen nach einer regionalen Autonomie innerhalb Frankreichs[6] hatten keinen Erfolg und der 1918 gegründete Elsass-Lothringische Nationalrat löste sich bald wieder auf. Auch das 1919 gebildete Generalkommissariat verlor schnell an Bedeutung. Nach 1924 entstand eine Autonomiebewegung, die zuerst konfessionelle, dann eher kulturelle (auch sprachliche) Autonomie einforderte und 1927 in der Gründung der Autonomistischen Landespartei mündete. Nach dem sogenannten „Komplott-Prozess“ von Colmar (die vier Verurteilten wurden nach zwei Monaten begnadigt) entstand das parteiübergreifende Bündnis „Heimatrechtliche Volksfront“, deren Vertreter 1929 in Colmar und Straßburg zum Bürgermeister gewählt wurden. Aufgrund der Sympathisierung der Autonomistischen Landespartei mit der NSDAP zerbrach das Bündnis 1933 durch den Austritt der UPR.

Die französische Sprache wurde als verbindliche Amts- und Schulsprache eingeführt. Die reichsdeutschen Beamten und nach 1871 Zugezogene und deren Nachfahren (insgesamt 300.000 Menschen) mussten das Elsass verlassen. Wer die deutsche „Option“ ausübte, wurde als preußischer Staatsbürger eingebürgert. Im Gegenzug kehrten viele ältere Menschen zurück, die 1871 nach Frankreich gezogen waren.

Reichsanschluss im Zweiten Weltkrieg 1940–1945[Bearbeiten]

Mit dem Abschluss des Westfeldzugs 1940 besetzte zunächst die deutsche Wehrmacht das Elsass, unterstellte es einer reichsdeutschen Zivilverwaltung und schloss es mit dem Gau Baden zum neuen Gau Baden-Elsass zusammen. Durch die Annexion (de facto) übernahm das Reich wieder die Landesherrschaft; zur offiziellen Abtretung des Gebietes durch Verträge (de jure) mit Frankreich kam es aufgrund des weiteren Kriegsgeschehens aber nicht mehr. Robert Wagner, der Gauleiter von Baden und Chef der Zivilverwaltung im Elsass, betrieb unabhängig von der Muttersprache eine gewaltsame Germanisierungspolitik, bei der 45.000 Menschen aus dem Elsass verwiesen bzw. deportiert wurden. Von den etwa 130.000 zwischen 1942 und 1944 als Volksdeutsche in die Wehrmacht und die Waffen-SS rekrutierten Elsässern und Lothringern (darunter auch viele Freiwillige) kamen etwa 42.500 ums Leben. Die meisten der im Elsass Malgré-nous (sinngemäß: gegen unseren Willen) genannten Soldaten waren an der Ostfront eingesetzt worden. Zuvor waren viele Elsässer von der französischen Armee rekrutiert worden, es gab jedoch auch elsässische Freiwillige der Waffen-SS. Wenige Elsässer gehörten dem französischen Widerstand (Résistance) an. In einer Offensive ab November 1944 rückten die Alliierten unter Beteiligung der neuformierten französischen 1re Armée in weite Teile des Elsass ein und eroberten es für Frankreich zurück. Einige Teile des Nordelsass kamen erst im März 1945 durch die Operation Undertone unter französische Kontrolle.

Frankreich seit 1945[Bearbeiten]

1949 erhielt der neu gegründete Europarat seinen Sitz in Straßburg; er begründete die „europäische Tradition“ des Elsass. 1972 erhielt Frankreich als Gebietskörperschaften 21 Regionen (vgl. Regionen Frankreichs). Die beiden Départements am Rhein (Haut-Rhin und Bas-Rhin) bilden seitdem die „Region Elsass“ (Région Alsace). Die Regionshauptstadt Straßburg wurde 1979 zum Tagungsort des europäischen Parlaments gewählt, was das Elsass zusammen mit dem Benelux zu einer Kernregion der Europäischen Union macht. Zunächst tagte das Europäische Parlament im Sitzungssaal („hémicycle“) des Europarates; 1999 siedelte es in ein eigenes Gebäude über. Enge wirtschaftliche Verflechtungen zu Nachbarregionen finden sich vor allem innerhalb der Regio Basiliensis.

In den 1980er Jahren stellte die deutsche Bundesregierung eine finanzielle Entschädigung für die während der NS-Zeit in die Wehrmacht eingezogenen Elsässer zur Verfügung, im Durchschnitt etwas mehr als 3000 DM pro Berechtigtem.

Seit Kriegsende wurde die elsässischen Sprache und Kultur von amtlicher und politischer Seite marginalisiert, so dass ein großer Teil der Bevölkerung zu Französisch als Standardsprache überging. Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft, Verstädterung und Einwanderungen aus anderen Teilen Frankreichs sowie Italien, Portugal, der Türkei und dem Maghreb veränderte sich außerdem die Zusammensetzung der Bevölkerung.

Amts- und Schulsprache im Elsass ist heute ausschließlich Französisch. Kenntnisse der autochthonen alemannischen Dialekte (zusammengefasst im Begriff Elsässisch oder Elsässerdeutsch) oder des Hochdeutschen sind daher stark rückläufig und werden vorwiegend nur noch von älteren Menschen verwendet. Allerdings wird Hochdeutsch im Elsass (Stand 2010) von 48,1 % der Kinder in der Vorschule und 91,1 % der Kinder in der Grundschule als Fremdsprache gelernt. In der Mittelstufe sind es noch 73,2 %, in der gymnasialen Oberstufe (Lycée) nur noch 15,4 %. Dies sind allerdings alles Werte weit über dem französischen Durchschnitt.

Städte[Bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Städte im Elsass sind:

Stadt Einwohner (Jahr) Département
Straßburg 272.222 (2011) Bas-Rhin
Mülhausen 110.351 (2011) Haut-Rhin
Colmar 67.409 (2011) Haut-Rhin
Haguenau 34.619 (2011) Bas-Rhin
Schiltigheim 31.633 (2011) Bas-Rhin
Illkirch-Graffenstaden 26.467 (2011) Bas-Rhin
Saint-Louis (Haut-Rhin) 20.294 (2011) Haut-Rhin
Sélestat 19.181 (2011) Bas-Rhin
Bischheim 17.570 (2011) Bas-Rhin
Lingolsheim 16.703 (2011) Bas-Rhin

Politik[Bearbeiten]

Politische Gliederung[Bearbeiten]

Die Region Elsass untergliedert sich in zwei Départements:

Département Präfektur ISO 3166-2 Arrondissements Kantone Gemeinden Einwohner (Jahr) Fläche
(km²)
Dichte
(Einw./km²)
Bas-Rhin Straßburg FR-67 7 44 527
000000001099269.00000000001.099.269 (2011)
000000000004755.00000000004.755 000000000000231.2000000000231,2
Haut-Rhin Colmar FR-68 6 31 377
000000000753056.0000000000753.056 (2011)
000000000003525.00000000003.525 000000000000213.6000000000213,6
Die 28 Gemeinden der Communauté urbaine de Strasbourg

Das Elsass hat eine hohe Zahl von Gemeinden, da es in Frankreich – anders als in Deutschland oder in der Schweiz – nie zu nennenswerten Gemeindefusionen kam. Viele Gemeinden haben sich lediglich zu einem Gemeindeverband zusammengeschlossen, an den sie aber nur einige Rechte delegiert haben. Je nach Größe und Status werden sie als Communauté urbaine (CU), Communauté d'agglomération (CA) oder Communauté de communes (CC) bezeichnet.

Die Communauté urbaine de Strasbourg ist eine der ersten vier 1966 gegründeten CUs Frankreichs und bis heute die einzige im Elsass. Sie umfasst derzeit 28 Gemeinden mit etwa 453.000 Einwohnern.

Im Elsass gibt es zwei CAs. Die Mulhouse Alsace Agglomération umfasst 32 Gemeinden und 255.000 Bewohner, die Communauté d'agglomération de Colmar 9 Gemeinden und 95.000 Bewohner.

Am 7. April 2013 fand ein Referendum über die Schaffung einer elsässischen Gebietskörperschaft durch Zusammenlegung der Conseil général du Haut-Rhin und Bas Rhin sowie des Conseil régional d’Alsace statt. Das Referendum wurde zwar von einer Mehrheit der Abstimmenden angenommen, jedoch war die Wahlbeteiligung zu gering so dass es keine Rechtskraft erlangte.

→ Eine Auflistung und Gegenüberstellung französischer und standarddeutscher Versionen elsässischer Ortsnamen findet sich in der Liste deutsch-französischer Ortsnamen im Elsass.

Regionalverwaltung[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Regionalrat, Periode 2010–14
Sitzverteilung im Regionalrat, 2004–10

Regionalregierung und Spitze der Regionalverwaltung ist der Conseil Régional d’Alsace, der Regionalrat. Sitz des Regionalrats ist Straßburg. Eine Liste der Präsidenten des Regionalrates findet sich hier. Das Elsass ist traditionell bürgerlich-konservativ geprägt, seit den Regionalwahlen 2010 ist es die einzige Region, die nicht von einer linken Regierung geführt wird: Die Regierungspartei UMP und ihre Verbündeten stellen 28 Vertreter im Regionalrat, Sozialisten und Grüne 14, der Front national, der hier lange Zeit eine seiner Hochburgen hatte (siehe unten), inzwischen aber hier nur noch durchschnittliche Wahlergebnisse erzielt, 4.

Partnerregionen[Bearbeiten]

Der Regionalrat schloss ein „Abkommen zur internationalen Zusammenarbeit“ (Accord de coopération internationale) mit folgenden Regionen ab:[7]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 28.470 Euro pro Einwohner steht das Elsass an zweiter Stelle aller Regionen in Frankreich. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 107,2 (EU-25: 100) (2003).[8]

Das Elsass ist eine Region, in der viele Wirtschaftszweige ansässig sind:

Weinanbau bei Sigolsheim nördlich von Colmar

Das Elsass ist wirtschaftlich stark international ausgerichtet: an etwa 35 % der Unternehmen im Elsass sind Firmen aus Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Skandinavien beteiligt.

Im Jahr 2002 kamen rund 38,5 % der elsässischen Importe aus Deutschland. Bisher von hohen Arbeitslosenzahlen verschont geblieben, hat sich dies mittlerweile geändert und durch die Krise auf dem Arbeitsmarkt stiegen die Zahlen stark an (+ 20 % zwischen März 2002 und März 2003 auf 6,8 %). Verursacht wurde dies vor allem durch die wirtschaftlichen Probleme der Industriebetriebe, die 26 % der Elsässer beschäftigen. Die elsässische Wirtschaft versucht sich daher umzuorientieren und neue Arbeitsfelder auf dem Dienstleistungssektor und in der Forschung zu erschließen.

Im Bergbau, der ein Jahrhundert lang rund 560 Millionen Tonnen Kalisalz gefördert hat, arbeiteten noch im Jahr 1950 etwa 13.000 Beschäftigte im Kalirevier. Heute ist der Bergbau nur noch Thema eines Museums bei Wittelsheim.

Das Elsass ist eines der größten europäischen Anbaugebiete für Weißkohl, der zu Sauerkraut weiter verarbeitet wird.

Seit dem Mittelalter spielte auch der Flachsanbau und die Leinenweberei insbesondere in der Gegend um Colmar eine große Rolle. Ein typisch elsässisches Leinengewebe ist der karierte Kelsch.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßennetz[Bearbeiten]

Die A 35 an der Ausfahrt Bartenheim (35), Richtung Mulhouse

Die wichtigste Straßenverbindung im Elsass ist die mautfreie Autobahn A 35, sie ist die Nord-Süd-Verbindung von Lauterbourg (dt. Lauterburg) bis St. Louis bei Basel. Südlich von Straßburg verläuft die A 35 auf einer kurzen Strecke als Nationalstraße, wobei geplant ist, diese Lücke zu schließen.

Die vielbefahrene A 4 führt von Straßburg nach Zabern (frz. Saverne) und weiter bis Paris. Sie ist ab der Mautstelle bei Hochfelden (20 km nordwestlich von Straßburg) mautpflichtig. Die A 36 führt von der deutschen A 5 vom Autobahndreieck Neuenburg aus nach Westen in Richtung Paris/Lyon und wird ab der Mautstelle bei Burnhaupt mautpflichtig.

In den 1970er und 1980er Jahren wurden die Autobahnen in Transitstrecken und in Ausfallstraßen für die großen Ballungsgebiete umgewandelt. Seitdem fließt der Durchgangsverkehr auf zwei bis drei Fahrspuren in 1 km Entfernung um Straßburg und in 1,5 km Entfernung um Mülhausen herum. Die hohe Verkehrsdichte verursacht starke Umweltbelastungen, das gilt vor allem auf der A 35 bei Straßburg mit 170.000 Fahrzeugen pro Tag (Stand: 2002). Auch der starke Stadtverkehr auf der A 36 bei Mülhausen hat regelmäßig Verkehrsbehinderungen zur Folge. Dies konnte nur vorübergehend durch den Ausbau auf drei Fahrspuren pro Richtung vermindert werden.

Um den Nord-Süd-Durchgangsverkehr aufzunehmen und Straßburg zu entlasten, plant man eine neue Autobahntrasse westlich der Stadt. Diese Trasse soll das Autobahndreieck bei Hœrdt im Norden mit Innenheim im Süden verbinden. Die Eröffnung war auf Ende 2011 angesetzt. Man erwartet dann ein Verkehrsaufkommen von 41.000 Fahrzeugen pro Tag. Der Nutzen ist jedoch umstritten, nach einigen Schätzungen wird die neue Trasse nur 10 % des Verkehrsaufkommens der A 35 bei Straßburg aufnehmen.

Hinzu kommt wegen der Einführung der Lkw-Maut in Deutschland 2005 eine erhebliche Zunahme des zuvor über die deutsche A 5 gefahrenen Lastverkehrs auf die parallel verlaufende und mautfreie elsässische Autobahn. Daher forderte Anfang 2005 Adrien Zeller, der Präsident der Région Alsace, die Ausweitung des deutschen Mautsystems Toll Collect auf die elsässische Strecke.

Schienennetz[Bearbeiten]

Umsteigeplatz der Straßenbahn Straßburg auf der Place de l'Homme de Fer

Im Elsass besteht ein Schienennetz, das sowohl an den Hochgeschwindigkeits- als auch an den Regionalverkehr angeschlossen ist. Straßenbahnen (Trams) finden sich in Straßburg (Straßenbahn Straßburg) und Mülhausen (Straßenbahn Mülhausen).

Im Elsass (und im lothringischen Département Moselle) benutzen die Züge bei zweigleisigen Eisenbahnstrecken entgegen der sonst in Frankreich gültigen Regel das rechte Richtungsgleis.

Der Vogesentunnel von Sainte-Marie-aux-Mines (Markirch) nach Saint-Dié war bis 1973 ein Eisenbahntunnel. Seit 1976 ist er als Mautstrecke dem Straßenverkehr vorbehalten. Der Tunnel war von 2004 bis 2008 zur Erweiterung der Sicherheitsvorrichtungen gesperrt und wurde am 1. Oktober 2008 wiedereröffnet.

Von 2007 bis 2009 war Straßburg Endpunkt des Nachfolgers des legendären Orient-Express.

Verlauf des Canal du Rhône au Rhin (RR)

Das Schienennetz befindet sich nach wie vor im Ausbau:

  • LGV Est européenne von Paris nach Straßburg und weiter nach Stuttgart bzw. München, sowie mit Abzweig über Saarbrücken nach Frankfurt
  • LGV Rhin-Rhône von Dijon nach Mülhausen und weiter in Richtung Basel und in Richtung Freiburg
  • Verbindung mit dem deutschen ICE über Kehl nach Frankfurt
  • Stadtbahnen von Mülhausen und Straßburg.

Wasserstraßen[Bearbeiten]

In den elsässischen Häfen werden über 15 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Drei Viertel davon entfallen auf Straßburg, das den zweitgrößten Binnenhafen Frankreichs hat. Die Erweiterung des Rhein-Rhône-Kanals, der die Rhone und damit das Mittelmeer mit dem mitteleuropäischen Flussnetz (Rhein) und damit der Nordsee und der Ostsee verbindet, wurde 1998 wegen der Kosten und der Zerstörung der Landschaft, vor allem im Tal des Doubs, eingestellt.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Lage des EuroAirport Bâle-Mulhouse-Fribourg

Es gibt im Elsass zwei internationale Flughäfen:

Beide Flughäfen hatten 2011 zusammen ein Aufkommen von 6.090.979 Passagieren.

Radwege[Bearbeiten]

Das Elsass besitzt über 2000 Kilometer asphaltierte Radwege.

Drei EuroVelo-Routen führen durch das Elsass:

Kleinere Verbindungen verlinken das Elsass mit den benachbarten Pfalz und Baden, darunter:

Alle Treidelwege der elsässischen Kanäle (Saarkanal, Rhein-Marne-Kanal, Breuschkanal, Rhein-Rhône-Kanal) sind asphaltiert. Viele stillgelegene Bahntrassen sind als Radwege nutzbar, so zum Beispiel:

Kultur[Bearbeiten]

Sprachen und Dialekte[Bearbeiten]

→ Siehe auch: Sprachen und Dialekte im Elsass, Elsässisch, Grenzorte des alemannischen Dialektraums, Romanische Dialekte im Elsass, Welche

Die germanischen und romanischen Dialektgruppen in der Region Elsass im 19. Jahrhundert
Das traditionelle Verbreitungsgebiet westoberdeutscher (=alemannischer) Dialektmerkmale im 19. und 20. Jahrhundert. Das Elsass liegt in dessen nordwestlichem Teil
Die Fontaine de Janus, von Tomi Ungerer 1988 zur 2000-Jahr-Feier Straßburgs entworfen, soll die „Doppelkultur“ der Stadt illustrieren
französische und deutsche Aufschrift auf dem Gebäude der Zunftstube der Ackerleute in Colmar

Seit dem Frühmittelalter sind im Elsass germanische Mundarten beheimatet. Sie werden heute unter dem Begriff „Elsässisch“ (seltener auch „Elsässerdeutsch“) zusammengefasst. Unter diesen herrschen alemannische Dialekte vor, überwiegend Oberrheinalemannisch, ganz im Süden auch Hochalemannisch. Fränkische Dialekte werden ganz im Norden um Weißenburg und Lauterburg und im nordwestlichen Zipfel des Krummen Elsass um Saar-Union gesprochen (Rheinfränkisch). Die Anwendung einer deutschen Standardsprache hing von politischen Gegebenheiten ab.

Im Frühmittelalter wurde jedoch nicht das ganze heutige Elsass sprachlich germanisiert: Romanische Dialekte (Patois) bzw. die französische Sprache sind daher bereits traditionell in manchen Gebieten der Vogesen (oberes Breuschtal, Teile des Weilertals, um Ste.-Marie-aux-Mines und um Lapoutroie) und im westlichen Sundgau (um Montreux) verankert (siehe Romanische Dialekte im Elsass und Grenzorte des alemannischen Dialektraums). Auch das heutige Territoire de Belfort, das bis 1648 bzw. 1789 Teil des habsburgischen bzw. königlich-französischen Sundgau war und erst 1871 vom Département Haut-Rhin abgetrennt wurde, ist traditionell romanisch- bzw. französischsprachig.

Das Französische gewann vor allem zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert sukzessive an Gewicht. Das hing vor allem mit der politischen Geschichte zusammen, aber auch partiell mit dem Ansehen, das das Französische vor allem in der Frühen Neuzeit europaweit in Adel und gehobenem Bürgertum genoss.

Nach der Eroberung durch französische Truppen 1639–1681 kam das Französische beispielsweise mit den königlichen Verwaltungsbeamten sowie Einwanderern und Händlern aus Zentralfrankreich ins Elsass. Die überwiegenden Bevölkerungskreise verwendeten jedoch weiterhin Deutsch bzw. ihren jeweiligen germanischen oder romanischen Dialekt.

Das Französische verbreitete sich in Europa und noch stärker im Elsass als Verwaltungs-, Handels- und Diplomatensprache innerhalb der städtischen und ländlichen Eliten. Ansonsten blieben die germanischen (und romanischen) elsässischen Dialekte und die deutsche Sprache erhalten; an der Universität Straßburg beispielsweise wurde nach wie vor auf Deutsch gelehrt.

Nach der Französischen Revolution änderte sich die Sprachpolitik des französischen Staates, der nun für Frankreich sprachliche Einheit propagierte. Darüber hinaus fand Französisch vor allem in diejenigen Bevölkerungskreise Eingang, die mit den Ideen der Revolution sympathisierten. Deutsch bzw. die deutschen Dialekte waren nun Teil einer Entwicklung zu partieller Zweisprachigkeit. In den Gegenden des Patois setzte sich aufgrund des Schulunterrichts das Französische durch. Wie in anderen nicht französischsprachigen Regionen Frankreichs oder anderen Minderheitenregionen anderer europäischer Staaten wurde die Minderheitensprache vor allem in den Schulen zunehmend durch die Sprache der Mehrheit ergänzt oder von ihr verdrängt.

Während der Zugehörigkeit zum Deutschen Kaiserreich (Reichsland Elsass-Lothringen, 1871–1918) wurde die „Sprachenfrage“ in einem Gesetz vom März 1872 zunächst so geregelt, dass als Amtssprache grundsätzlich Deutsch bestimmt wurde. In den Landesteilen mit überwiegend französischsprachiger Bevölkerung sollte den öffentlichen Bekanntmachungen und Erlassen jedoch eine französische Übersetzung beigefügt werden. In einem weiteren Gesetz von 1873 wurde für diejenigen Verwaltungseinheiten, in denen Französisch ganz oder teilweise vorherrschte, der Gebrauch des Französischen als Geschäftssprache zugelassen. In einem Gesetz über das Unterrichtswesen von 1873 wurde geregelt, dass in den deutschsprachigen Gebieten Deutsch ausschließliche Schulsprache war, während in den französischsprachigen Gebieten der Unterricht ausschließlich auf Französisch gehalten werden sollte. Französischsprachige Gemeinden und Familien Elsass-Lothringens sahen sich ähnlich wie die polnischsprachigen Regionen Preußens insgesamt jedoch Germanisierungs- und Assimilationsversuchen ausgesetzt. Nur teilweise blieb dort das Französische Schul- und Amtssprache.

Die französische Sprachpolitik zwischen 1918 und 1940 war streng gegen die deutsche Sprache bzw. den Elsässischen Dialekt ausgerichtet. Die französische Sprache wurde als verbindliche Amts- und Schulsprache eingeführt. In Schule und Verwaltung wurde ausschließlich Französisch zugelassen, zeitweise wurde bei Strafe verboten, Deutsch bzw. Dialekt zu sprechen. Seit den Wahlen vom November 1919 und bis Anfang 2008 war es jedoch den Kandidaten aus den drei elsass-lothringischen Départements Haut-Rhin, Bas-Rhin und Moselle gestattet, Wahlkampfschriften in beiden Sprachen, Französisch und Deutsch, zu verbreiten.[9]

Während der Besetzung durch das nationalsozialistische Regime Deutschlands zwischen 1940 und 1944 erlebte das Elsass erneut eine Steigerung an restriktiver Sprachpolitik. Diese war rücksichtslos an die NS-Ideologie angepasst. Die Umwandlung von französischen Vornamen in deutsche gehört sicherlich zu den harmloseren, aber typischen Beispielen. Die Politik der NSDAP und der von ihr beherrschten Zivilverwaltung (Unterdrückung der Bevölkerung, Germanisierungspolitik, groteske antifranzösische Kulturpolitik, Einzug in die Wehrmacht u. a.) förderte nachhaltig die Abwendung des Elsass von Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Französisch zur Verkehrs-, Amts- und Schulsprache. Kenntnisse bzw. vor allem aktiver Gebrauch der autochthonen alemannischen oder fränkischen Dialekte (zusammengefasst im Begriff Elsässisch) oder des Standarddeutschen sind daher stark rückläufig und zunehmend auf die ältere Generation beschränkt.

Die französische Sprachpolitik der Vorkriegszeit setzte sich im Prinzip fort, verstärkt infolge der Besetzung Frankreichs und des nationalsozialistischen Terrors. Die älteren Generationen kommunizierten weiterhin in elsässischen Dialekten, während die Transmission, die Weitergabe an die Folgegenerationen, mehr und mehr nachließ – vor allem in der Sorge, dass die Kinder „gutes Französisch“ lernen mussten. Die jüngeren Generationen, insbesondere in den größeren Städten, benutzen entsprechend ihrer Schulbildung mehr und mehr die französische Sprache.[10] In den Schulen wird Deutsch überwiegend als Fremdsprache unterrichtet. Seit Beginn der 1990er Jahre steigt kontinuierlich die Anzahl der Schüler, die bilinguale Schulen bzw. Kindergärten besuchen.[11] Bilinguale Schulen, in denen der Unterricht teilweise auf Deutsch gehalten wird, wurden im September 2003 von 13.000 Schülern besucht.

Während es im statistisch stark erforschten Frankreich keine offiziellen Erhebungen über Privates wie z. B. die Muttersprache gibt, zeigen Umfragen, dass sich selbst im dritten Jahrtausend noch mehr als die Hälfte der Bevölkerung selbst Fähigkeiten im regionalen Dialekt zuschreibt. Wie das in Straßburg ansässige Office pour la Langue et Culture d’Alsace (OLCA, „Amt für Sprache und Kultur im Elsass“) angibt, bezeichneten sich noch 2001 61 % (1997: 63 %) der Befragten einer Studie als „dialektsprachig“ – das entspräche etwa 1,2 Millionen Einwohnern. Am stärksten finden sich diese hauptsächlichen Muttersprachler im ländlichen Raum, in Dörfern, in geringerem Umfang aber auch in den Städten. Selbst unter den 18- bis 29-Jährigen fanden sich 1997 noch 38 % Elsässischsprecher.[12]

Unter dem Motto E Friehjohr fer unseri Sproch finden sich seit 2001 Theater- und Musikgruppen, Mundartdichter, Heimatvereine und Sprachpfleger zusammen, um Werbung für den Erhalt des Elsässischen zu machen. Zudem subventioniert der Regionalrat elsässische Sprachkurse. France 3 Alsace sendet von Montag bis Freitag die Nachrichtensendung „Rund Um“, in der ausschließlich Elsässisch gesprochen wird. Eine Gefahr besteht in der Folklorisierung der Dialekte, eine Tendenz, die aber auch in deutschsprachigen Ländern beobachtet werden kann. Das Verschwinden des Deutschen bzw. der deutschen Dialekte ist Thema mancher bekannter Schriftsteller geworden (René Schickele, André Weckmann, Hans Arp u. a.).

In der politischen Debatte um den Erhalt des Deutschen ist eine eindeutige Präferenz zugunsten der Dialekte und zu Ungunsten des Standarddeutschen gesetzt worden. Man orientiert sich also weniger an der Schweiz, wo Mundart und zugehörige Standardsprache nebeneinander existieren (Diglossie), sondern mehr an Sprachmodellen wie Luxemburg, wo der Dialekt gegenüber der zugehörigen Standardsprache höher bewertet wird und sogar zur Schriftsprache ausgebaut wird. So hat man sich beispielsweise in Straßburg im Zusammenhang mit der Dokumentation von deutschen Straßennamen auf Straßenschildern nach langer Diskussion nicht für Standarddeutsch, sondern für die Straßburger Mundart entschieden. Das Problem bei der Höherbewertung der Dialekte gegenüber der zugehörigen Standardsprache ist, dass auch im Elsass Mundarten regional und sozial starke Unterschiede aufweisen. Ein Überleben der Dialekte hängt dann möglicherweise auch davon ab, inwiefern ein „Standardelsässisch“ (analog beispielsweise zum „Standardschweizerdeutsch“) etabliert ist oder etabliert werden kann.

Die 1992 von der französischen Regierung unterzeichnete Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen wurde bis heute (Stand: 2009) nicht vom französischen Parlament ratifiziert und besitzt daher weiterhin keine gesetzliche Geltung in Frankreich.

Deutsch wird im Elsass heute (Stand 2010) von 48,1 % der Kinder in der Vorschule und 91,1 % der Kinder in der Grundschule als Fremdsprache gelernt. In der Mittelstufe sind es noch 73,2 %, im Gymnasium dann 15,4 %. Dies sind alles Werte weit über dem französischen Durchschnitt. Auch werden ein Viertel aller AbiBac-Abschlüsse in Frankreich im Elsass gemacht. Dennoch ist aus Sicht des Schulamts die Erfolgsbilanz durchwachsen. Zwar steigen 10 % der Kindergartenschüler in einen paritätischen Deutschunterricht ein, aber von den anfänglichen 19.000 Schülern sind im Collège nur noch 3500 übrig. Im Gymnasium sind es nur noch unter 1000 Schüler. Zudem besteht ein Lehrermangel, den man durch Kooperationen mit deutschen Schulen bekämpfen will. Insgesamt ist eine Investition von einer Million Euro zur Förderung des deutschsprachigen Unterrichts vorgesehen. Zu den Bemühungen gehört auch eine Werbekampagne für die deutsche Sprache. Die Politik unterstützt dies, da nur noch rund 1 % der Erstklässler Elsässisch beherrschten und sich die Elsässer seit 2005 auf 10.000 Stellen nicht mehr bewerben könnten, weil es an Sprachkenntnissen mangele.[13] Bei einer Umfrage 2012 gaben 43 % der Befragten an gut elsässisch zu sprechen, 33 % gaben an wenig zu sprechen, und 25 % gaben an über keine Elsässisch-Kenntnisse zu verfügen. Dabei war wieder ein großes Altersgefälle zu beobachten: Laut Angabe der Eltern beherrschten nur noch 3 % der 3- bis 17-Jährigen elsässisch, während 74 % der ab Sechzigjährigen noch gute Elsässisch-Kenntnisse haben.[14]

Religionen[Bearbeiten]

Das Elsass wurde im 5. Jahrhundert christianisiert und brachte im Mittelalter eine Reihe bedeutender Kirchen und Klöster hervor. In der Reformation spielte das Elsass durch Persönlichkeiten wie Martin Bucer eine große Rolle, und die Reichsstadt Straßburg wurde zu einem Zentrum der Reformation in Südwestdeutschland, jedoch blieb bis auf einige Territorien der größte Teil des Elsass katholisch.

Die christlichen Konfessionen im Elsass haben sich bis heute ihre historisch bedingte Bindung an den Staat bewahrt. So bekommen die Gemeinden – anders als im übrigen Frankreich, wo 1905 die Trennung von Staat und Kirche vollzogen wurde – immer noch aufgrund der napoleonischen sogenannten Organischen Artikel Zuschüsse zu der Pfarrerbesoldung vom Staat als Staatsleistung. Die Protestantische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses von Elsass und Lothringen gehört mit der Reformierten Kirche von Elsass und Lothringen zu der eigenständigen Union Protestantischer Kirchen von Elsass und Lothringen. Der gleiche Status, der damit den Zustand des napoleonischen Konkordats von 1801 wiedergibt, gilt für die Elsässer Gemeinden der Römisch-katholischen Kirche in Frankreich.

Insgesamt sind im Elsass etwa 70 % der Bevölkerung katholisch, 12 % protestantisch und 5 % gehören anderen Religionen an. Das ist der höchste Anteil an Protestanten in allen heutigen französischen Regionen. Historisch waren die jüdischen Gemeinden stark vertreten, insbesondere verglichen zum inneren Frankreich. Dies hatte seinen Grund darin, dass die Juden schon im Mittelalter vollständig aus Frankreich vertrieben wurden, während sie sich im Elsass, das damals zum Heiligen Römischen Reich gehörte und erst viel später zu Frankreich kam, behaupten konnten. In den Jahren 1940–44 wurden viele elsässische Juden deportiert und ermordet, seit den 1960er Jahren siedelten sich vor allem in Straßburg viele sephardische Juden aus Nordafrika an, die die Gemeinden neu belebten. Organisatorisch sind die jüdischen Gemeinden vertreten durch die Konsistorien für den Hochrhein und den Niederrhein. Inzwischen sind auch Muslime hier stark vertreten, insbesondere durch Einwanderer aus der Türkei und dem Maghreb. Damit ist das Elsass der "religiöseste Teil Frankreichs".[15]

Essen und Trinken[Bearbeiten]

Choucroute garnie
Baeckeoffe-Eintopf
Flammeküech mit Zwiebeln und Speck

Das Elsass ist für einige kulinarische Spezialitäten bekannt. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Flammkuchen (tarte flambée) (elsässisch: „Flammekuech“ – „ue“: üe oder ö gespr.)
  • Gugelhupf (Hefe-Napfkuchen) (im Elsass: Kugelhopf; els.: „Köjelhopf“, frz. oft „Kouglof“)
  • Choucroute (Sauerkraut) (els.: „Sürkrüt“)
  • Baeckeoffe (= „Bäckerofen“: Eintopf aus Fleisch, Kartoffeln und Lauch, das elsässische Hauptgericht)
  • Schiffala (Geräucherte Schweineschulter)
  • Bredele („Brötlein“: Butterplätzchen mit Zimt und Nüssen)
  • Mignardises (süße Törtchen)
  • Friands (süße Teigpasteten)
  • Birewecke (Früchtebrot)
  • Crémant d’Alsace (elsässischer Schaumwein)
  • Tarte aux pommes (Elsässer Apfelkuchen)
  • Tarte aux quetsches (Zwetschgentorte) (els.: "Zwatschgawaia")
  • Galettes de pommes de terre (kleine Kartoffelpfannkuchen) (els.: „Grumbeerekiechle“, wörtlich „Grundbirnenküchlein“. Auch in einigen Gegenden von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sagt man „Krummbeere“ für „Kartoffel“)
  • Tarte à l'oignon (Elsässer Zwiebelkuchen) (els.: „Zwiwwelkuech“)
  • Coq au vin (unter Verwendung von Elsässer Riesling)
  • Foie gras (Pastete aus der Leber gestopfter Gänse oder Enten)
  • Munster (Münsterkäse; intensiv schmeckender, cremiger Käse mit rötlicher Rinde) (els.: „Minschterkas“)

Identität und Fremdenfeindlichkeit[Bearbeiten]

Sowohl in einigen Dörfern und Kleinstädten wie den oberelsässischen Illzach und Wittenheim als auch in manchen suburban geprägten Vorstädten bspw. Straßburgs mit einem hohen Anteil an Zuwanderern erhält der fremdenfeindliche Front National (FN), in dessen Programmatik das Thema Einwanderung breiten Raum einnimmt, regelmäßig überproportionale Wählerzustimmung.

Sport[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

Die Fußballer von Racing Straßburg spielten viele Jahre in der Ligue 1, der höchsten Spielklasse im französischen Fußball, und gehörten dort Ende der 1970er Jahre sogar zu den Spitzenmannschaften. 1979 wurde der Klub zum ersten und bisher einzigen Mal französischer Meister. Racing schaffte in der Saison 2012/13 den Wiederaufstieg in Frankreichs dritte Liga und trifft dort in der Saison 2013/14 auf den SR Colmar, während der FC Mulhouse in der vierten Liga antritt. Die meisten Vereine im Elsass haben, aufgrund dessen wechselhafter Geschichte, ihre Wurzeln in deutschen Vorgängerklubs. So zum Beispiel wurde Racing Straßburg 1906 als FC Neudorf gegründet.

Zeitungen, Zeitschriften, Periodika[Bearbeiten]

Bekannte Elsässer[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

  • Die Elsässer. Spielfilm, Frankreich, 1996, unter anderem mit Irina Wanka und Sebastian Koch[16]
  • Bilderbuch Deutschland. Elsass – Die südliche Weinstraße. Dokumentation, 2007, 45 Min., Buch und Regie: Willy Meyer, Produktion: SWR, Erstsendung: 17. Juni 2007, Inhaltsangabe (Version vom 25. September 2009 im Internet Archive) der ARD
  • Bilderbuch Deutschland. Elsass – Die nördliche Weinstraße. Dokumentation, 2008, 45 Min., Buch und Regie: Willy Meyer, Produktion: SWR, Erstsendung: 9. März 2008, Inhaltsangabe (Version vom 25. September 2009 im Internet Archive) der ARD
  • Die Linden von Lautenbach. TV-Spielfilm, Frankreich / BR Deutschland 1982, Regie Bernard Saint-Jacques, mit Mario Adorf. Nach dem Buch von Jean Egen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Das Elsass. Ein literarischer Reisebegleiter. Insel, Frankfurt 2001, ISBN 3-458-34446-2.[17]
  • Michael Erbe (Hrsg.): Das Elsass. Historische Landschaft im Wandel der Zeiten. Kohlhammer, Stuttgart 2002, ISBN 3-17-015771-X.
  • Gustav Faber: Elsass. Artemis-Cicerone Kunst- und Reiseführer, München 1989.
  • Frédéric Hartweg: Das Elsaß. Stein des Anstoßes und Prüfstein der deutsch-französischen Beziehungen. In: Robert Picht u. a. (Hrsg.): Fremde Freunde. Deutsche und Franzosen vor dem 21. Jahrhundert. Piper, München 2002, ISBN 3-492-03956-1, S. 62–68.
  • Marianne Mehling (Hrsg.): Knaurs Kulturführer in Farbe Elsaß. Droemer Knaur, München 1984.
  • Hermann Schreiber: Das Elsaß und seine Geschichte, eine Kulturlandschaft im Spannungsfeld zweier Völker. Weltbild, Augsburg 1996.
  • Bernard Vogler: Kleine Geschichte des Elsass. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2010, ISBN 3-7650-8515-4.
  • Rudolf Wackernagel: Geschichte des Elsasses, Basel 1919.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Topographia Alsatiae – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Elsass – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Elsass – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Elsass – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. region-alsace.eu: Conseil Régional d'Alsace, abgerufen am 3. Januar 2014
  2. Ausführlicher Reinhard Stupperich, Das Elsass in römischer Zeit, in: Michael Erbe (Hrsg.), Das Elsass, S. 18–28.
  3. Gesetz über die Verfassung Elsaß-Lothringens vom 31. Mai 1911 (Volltext)
  4. siehe auch Stefan Fisch: Nation, ‚Heimat' und ‚petite patrie' im Elsaß unter deutscher Herrschaft 1870/71–1918, in: Marco BELLABARBA u. Reinhard STAUBER (Hrsg.), Identità territoriali e cultura politica nella prima età moderna (= Territoriale Identität und politische Kultur in der Frühen Neuzeit), Bologna/Berlin 1998, S. 359–373.
  5. Artikel 27 Absatz 3
  6. siehe Kap. 5 in Christopher J. Fischer: Alsace to the Alsatians?: Visions and Divisions of Alsatian Regionalism, 1870-1939. 2010 (Hardcover), 2014 (ISBN 978-1782383949). Beide vom Verlag Berghahn Books
  7. „Les Accords de coopération entre l’Alsace et ...“ (Version vom 9. März 2009 im Internet Archive), region-alsace.eu, 20. Januar 2009
  8. Eurostat Pressemitteilung 63/2006 (PDF-Datei; 580 kB)
  9. Parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Jean-Louis Masson aus dem Dept. Moselle vom 9. Dezember 1991 an den französischen Innenminister
  10. olcalsace.org: Histoire de la langue, (Zugriff am 14. April 2014)
  11. ABCM Zweisprachigkeit. Association pour le Bilinguisme en Classe dès la Maternelle
  12. Le dialecte en chiffres
  13. Badisches Tagblatt, „Elsass will mehr Deutsch büffeln“
  14. Etude sur le dialecte alsacien Zuletzt Aufgerufen am 4. Januar 2014
  15. http://www.eurel.info/FR/index.php?rubrique=87&pais=5 Géographie réligieuse: France
  16. Der Film besteht aus vier Episoden von je 90 Minuten und erzählt die Geschichte des Elsass zwischen 1870 und 1953 mittels Geschichten fiktiver Familien
  17. Elsässische Impressionen von fünfzig Schriftsteller/-innen aus fünf Jahrhunderten

48.2490519444447.5280580555556Koordinaten: 48° N, 8° O