Landkern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Landkern
Landkern
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Landkern hervorgehoben
50.193827.15229410Koordinaten: 50° 12′ N, 7° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Kaisersesch
Höhe: 410 m ü. NHN
Fläche: 10,61 km²
Einwohner: 949 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56814
Vorwahl: 02653
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 051
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 47
56759 Kaisersesch
Webpräsenz: www.landkern.de
Ortsbürgermeister: Karl-Heinz Münich
Lage der Ortsgemeinde Landkern im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild

Landkern ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaisersesch an. Landkern ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Ostrand des Enderttals zwischen Cochem und Kaisersesch, wenige Kilometer von der Mosel entfernt. 3,55 km² der Gemeindefläche sind bewaldet. Zu Landkern gehören auch die Wohnplätze Altes Forsthaus, Dreifaltigkeitshof, Esperhof, Jagdhaus Jettchen, Jorscheid, Neuhof, Schäferhof, die Häusergruppe Schöne Aussicht und die Siedlung am Meilenstein.[3]

Nachbargemeinden sind Illerich im Osten und Greimersburg im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde zum ersten Mal (als „Kern“) 1051 urkundlich erwähnt, später wurde er „Feldkern“ genannt, seit dem 18. Jahrhundert ist die Bezeichnung „Landkern“ üblich. Seit 1512 wurde in der dortigen Kapelle die Heilige Messe gefeiert. Nach dem Trierer Feuerbuch von 1563 gab es im Ort 14 Haushalte („Feuerstellen“ mit je 7–10 Personen im Schnitt). 1620 kam es im Ort im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges zu Plünderungen. Auch die Kriege mit Frankreich im 17./18. Jahrhundert hinterließen Verwüstungen. Seit dem 18. Jahrhundert existiert im Ort eine Schule. Ab 1794 stand Landkern unter französischer Herrschaft, 1815 wurde die Region und damit der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Im Jahre 1778 zählte man 137 Einwohner,

Die weitere Entwicklung der Einwohnerzahl von Landkern, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 238
1835 727
1871 536
1905 539
1939 753
Jahr Einwohner
1950 602
1961 600
1970 683
1987 701
2005 896

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Landkern besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf drei Wählergruppen.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Der goldene Holzschuh ist das Attribut des Kirchenpatrons des heiligen Servatius; sein Patrozinium weist bereits auf eine mittelalterliche Kapelle im Ort hin (1511). Der Abtstab deutet auf den Besitz der Brauweiler Abtei, die hier seit der Schenkung der Polenkönigin Richeza (1053) große Landgüter besaß. Bis zum Jahre 1728 gehörte der Ort zur Pfarrei und dem Hochgerichtet Klotten, in beiden Siegeln erscheint der Heilige Maximus mit dem Bär. Der goldene Kern veranschaulicht den Ortsnamen. Das grüne Feld deutet auf die noch heute betriebene Landwirtschaft hin. Die Bezirksregierung Koblenz genehmigte am 16. Juli 1980 der Gemeinde die Führung des Wappens.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die katholische St. Servatius-Kirche. Sie wurde 1859–1862 in neogotischem Stil an der Stelle einer älteren Kirche errichtet. Die Pläne lieferte der Kölner Architekt Vinzenz Statz (1819–1898).

Kultur- und Naturdenkmale[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Landkerner Carneval-Club
  • Heimat- und Verkehrsverein
  • Kirchenchor St. Cäcilia
  • SV Blau-Weiß 1922
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Frauengemeinschaft Landkern
  • Jugendgruppe Landkern
  • FC Neuhof

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Es besteht eine regelmäßige Busverbindung nach Cochem und Kaisersesch, wo sich auch die nächsten Bahnhöfe befinden.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine Grundschule und einen Kindergarten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkern – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 22 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen