Landkreis Bad Doberan
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| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Verwaltungssitz: | Bad Doberan |
| Fläche: | 1362 km² |
| Einwohner: | 118 677 (31. Dez. 2007) |
| Bevölkerungsdichte: | 87 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | DBR |
| Kreisschlüssel: | 13 0 51 |
| Kreisgliederung: | 59 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | August-Bebel-Straße 3 18209 Bad Doberan |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Thomas Leuchert (SPD) |
| Lage des Landkreises Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern | |
Der Landkreis Bad Doberan ist ein Landkreis im Nordwesten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Er grenzt im Norden an die Ostsee. Nachbarkreise sind im Osten der Landkreis Nordvorpommern, im Süden der Landkreis Güstrow und im Westen der Landkreis Nordwestmecklenburg. Die kreisfreie Stadt Rostock ragt von Norden in das nordöstliche Kreisgebiet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Das Kreisgebiet ist geprägt durch Grund- und Endmoränen. Im Westen ragt die Halbinsel Wustrow in die Ostsee und umschließt mit dem Festland das Salzhaff. Östlich davon gelegen ist der Höhenzug der Kühlung. Nördlich der Stadt Bad Doberan bietet der Conventer See jedes Frühjahr und jeden Herbst zahlreichen Zugvögeln eine willkommene Rastmöglichkeit. Den Süden des Landeskreises Bad Doberan durchfließt die Warnow.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Landkreis Bad Doberan entstand am 12. Juli 1994 aus der Fusion der aufgelösten Kreise Bad Doberan und Rostock-Land sowie dem Amt Schwaan aus dem aufgelösten Kreis Bützow.
Mit der geplanten Kreisreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 soll der Landkreis Bad Doberan mit dem Landkreis Güstrow zum neuen Landkreis Mittleres Mecklenburg vereinigt werden. Der vorgesehene Kreisverwaltungssitz soll hierbei Güstrow werden.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
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[Bearbeiten] Religion
Im Landkreis Bad Doberan gibt es evangelisch-lutherische Kirchgemeinden, diese gehören größtenteils zum Kirchenkreis Rostock, teilweise auch zum Kirchenkreis Güstrow der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.
Die katholischen Gemeinden gehören größtenteils zum Dekanat Rostock und teilweise auch zum Dekanat Güstrow des Erzbistums Hamburg. Im Landkreis gibt es vier Gemeinden der Neuapostolischen Kirche, sie gehören zum Bezirk Rostock in der Gebietskirche Mecklenburg-Vorpommern, die dem Apostelbezirk Norddeutschland untersteht.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Fremdenverkehr an der Ostsee.
[Bearbeiten] Arbeitsmarkt
| Jahr | Arbeitslose | Quote (%) |
|---|---|---|
| 1998 | 9.581 | 20,1 |
| 1999 | 8.932 | 17,7 |
| 2000 | 8.682 | 16,2 |
| 2001 | 9.072 | 16,3 |
| 2002 | 9.535 | 16,9 |
| 2003 | 10.562 | 18,6 |
| 2004 | 10.354 | 18,0 |
| 2005 | 10.459 | 18,0 |
| 2006 | 9.188 | 15,9 |
| 2007 | 7.517 | 12,9 |
| 2008 | 6.049 | 10,4 |
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Durch das Kreisgebiet verlaufen die Autobahnen A 20 und A 19 sowie die Eisenbahnstrecken Wismar–Rostock, Schwerin–Rostock und Rostock–Stralsund sowie Nebenbahnen nach Tessin und nach Graal-Müritz. Eine touristische Attraktion ist die planmäßig verkehrende Dampf-Schmalspurbahn „Molli“ von Kühlungsborn nach Bad Doberan.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Kreistag
Der Kreistag des Landkreises Bad Doberan besteht aus 53 Mitgliedern. Seit der Wahl vom 13. Juni 2004 setzt er sich wie folgt zusammen:
| Partei | Sitze |
|---|---|
| CDU | 21 |
| SPD | 12 |
| Die Linke | 9 |
| FDP | 6 |
| Grüne | 2 |
| BUMV | 1 |
| Einzelbewerber | 2 |
Der Landkreis (Wahlkreisnummer 51) besteht aus 146 Wahlbezirken mit 101.030 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 49.903, die 4.600 ungültige und 141.039 gültige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 49,4% (alle Daten aus 2004).
Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde am 5. Dezember 1995 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 96 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „Geteilt durch einen liegenden, mit der Krümme nach vorn und oben gekehrten silbernen Abtstab; oben in Blau ein schreitender goldener Greif mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge; unten in Gold ein hersehender schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und silbernen Hörnern, auf der Stirn eine goldene Fürstenkrone, von der fünf abwechselnd mit Lilien und Perlen besteckte Zinken sichtbar sind.“
Das Wappen wurde von dem Freudenberger Manfred Gerth gestaltet.
Das Wappen des Landkreises wurde bei der Kreisgebietsreform aus den Wappen von Rostock und Bad Doberan gebildet. Es besteht aus:
- dem goldenen Greif auf blauem Hintergrund, der die frühere Zugehörigkeit einiger Gebiete zu Rostock symbolisiert,
- dem Werlschen Stierkopf, der die frühere Zugehörigkeit einiger Gebiete zur Herrschaft Werle darstellt, und
- dem silbernen Krummstab auf der Teilungslinie der Wappenfelder, der kirchliche Besitztümer repräsentiert. Auch erinnert er an die 1160 in Althof gegründete Zisterziensergemeinde, welche 1186 nach Doberan zog.
Die einzelnen Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Bad Doberan.
[Bearbeiten] Flagge
Die Flagge des Landkreises ist gleichmäßig längsgestreift von Gold (Gelb) und Blau. In der Mitte liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des goldenen (gelben) und des blauen Streifens übergreifend, das Wappen des Landkreises. Die Höhe der Flagge verhält sich zur Länge wie 3:5.
[Bearbeiten] Partnerschaft
Seit 2000 unterhält der Landkreis Bad Doberan eine Partnerschaft mit dem Powiat Sławieński in Polen.
[Bearbeiten] Städte und Gemeinden
(Einwohner am 31. Dezember 2007[1])
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Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten
[Bearbeiten] Gebietsänderungen
In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Bad Doberan wie im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Gebietsänderungen statt.
Aus den ursprünglich 10 Ämtern wurden nach Abschluss der Gebietsreform am 1. Januar 2005 8 Ämter. Die Stadt Tessin verlor ihre Amtsfreiheit, die Stadt Kröpelin wurde amtsfrei. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 85 auf 64.
Durch Auflösung des Amtes Warnow-Ost und Bildung der amtsfreien Gemeinde Dummerstorf am 7. Juni 2009 verringerte sich die Anzahl der Ämter auf 7 und die der Gemeinden auf 59.
[Bearbeiten] Ämterauflösungen, Ämterfusionen
- Auflösung des Amtes Satow - Bildung der amtsfreien Gemeinde Satow (1. Juli 2003)
- Auflösung des Amtes Kröpelin - Bildung der amtsfreien Stadt Kröpelin (13. Juni 2004)
- Fusion der vormals amtsfreien Stadt Tessin mit dem Amt Tessin-Land zum neuen Amt Tessin (1. Januar 2005)
- Auflösung des Amtes Warnow-Ost - Bildung der amtsfreien Gemeinde Dummerstorf (7. Juni 2009)
[Bearbeiten] Eingemeindungen, Gemeindeneubildungen
- Auflösung der Gemeinden Groß Lüsewitz, Niekrenz und Reppelin - Eingemeindung nach Sanitz (1. Oktober 1997)
- Auflösung der Gemeinde Gubkow - Eingemeindung nach Sanitz (15. Dezember 1997)
- Auflösung der Gemeinde Kowalz - Eingemeindung nach Thelkow (15. Dezember 1997)
- Auflösung der Gemeinde Jörnstorf - Eingemeindung nach Biendorf (1. Juli 1998)
- Auflösung der Gemeinde Bandow - Eingemeindung nach Schwaan (1. Januar 1999)
- Auflösung der Gemeinde Roggow - Eingemeindung nach Rerik (1. Januar 2002)
- Auflösung der Gemeinden Bölkow, Hanstorf, Heiligenhagen, Radegast, Reinshagen und Satow (Altgemeinde) - Neubildung der Gemeinde Satow (1. Juli 2003)
- Auflösung der Gemeinden Kamin, Karin, Krempin und Ravensberg - Neubildung der Gemeinde Carinerland (15. März 2004)
- Auflösung der Gemeinden Altenhagen. Jennewitz und Schmadebeck - Eingemeindung nach Kröpelin (13. Juni 2004)
- Auflösung der Gemeinden Pepelow und Rakow - Neubildung der Gemeinde Am Salzhaff (13. Juni 2004)
- Auflösung der Gemeinde Westenbrügge - Eingemeindung nach Biendorf (13. Juni 2004)
- Auflösung der Gemeinden Damm, Dummerstorf, Kavelstorf, Kessin, Lieblingshof und Prisannewitz - Bildung der neuen Gemeinde Dummerstorf (7. Juni 2009)
[Bearbeiten] Weblinks
- Website des Landkreises Bad Doberan
- Störche im Landkreis Bad Doberan (Informationssystem zu allen Weißstorch-Nestern im Landkreis Bad Doberan)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt - Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2007 (PDF; 522 KB)
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