Landkreis Bad Doberan

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Bad Doberan Deutschlandkarte, Position des Landkreises Bad Doberan hervorgehoben54.0512.08Koordinaten: 54° 3′ N, 12° 5′ O
Basisdaten (Stand 2011)
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Bad Doberan
Fläche: 1.362 km²
Einwohner:

117.197 (31. Dez. 2010)

Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: DBR
Kreisgliederung: 59 Gemeinden
Lage des Landkreises Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis Müritz Polen Königreich Dänemark Schleswig-Holstein Niedersachsen Brandenburg Sachsen-Anhalt Greifswald Neubrandenburg Rostock Schwerin Stralsund Wismar Landkreis Bad Doberan Landkreis Demmin Landkreis Güstrow Landkreis Ludwigslust Landkreis Mecklenburg-Strelitz Landkreis Rügen Landkreis Nordvorpommern Landkreis Ostvorpommern Landkreis Uecker-Randow Landkreis Parchim Landkreis NordwestmecklenburgKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Bad Doberan war ein Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern, der im Zuge der Kreisgebietsreform 2011 mit dem Landkreis Güstrow zum Landkreis Rostock zusammengelegt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Landkreis Bad Doberan lag im Nordwesten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Er grenzte im Norden an die Ostsee. Nachbarkreise waren im Osten der Landkreis Nordvorpommern, im Süden der Landkreis Güstrow und im Westen der Landkreis Nordwestmecklenburg. Die kreisfreie Stadt Rostock ragte von Norden in das nordöstliche Kreisgebiet.

Das Gebiet des ehemaligen Kreises ist durch Grund- und Endmoränen geprägt. Im Westen ragt die Halbinsel Wustrow in die Ostsee und umschließt mit dem Festland das Salzhaff. Östlich davon liegt der Höhenzug der Kühlung. Nördlich der Stadt Bad Doberan bietet der Conventer See jedes Frühjahr und jeden Herbst zahlreichen Zugvögeln eine willkommene Rastmöglichkeit.

Den Süden des ehemaligen Landkreises durchfließt die Warnow.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Landkreis Bad Doberan entstand am 12. Juli 1994 aus der Fusion der aufgelösten Kreise Bad Doberan und Rostock-Land sowie dem Amt Schwaan aus dem aufgelösten Kreis Bützow. Mit der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 wurde der Landkreis Bad Doberan mit dem Landkreis Güstrow zum neuen Landkreis Rostock vereinigt. Der vorgesehene Kreisverwaltungssitz ist Güstrow.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1990 93.982
1991 92.590
1992 92.693
1993 93.344
1994 96.495
1995 100.866
1996 105.212
1997 109.844
1998 113.850
Jahr Einwohner
1999 116.462
2000 118.119
2001 118.719
2002 119.220
2003 119.645
2004 119.905
2005 119.912
2006 119.486
2008 118.103

[Bearbeiten] Religion

Bad Doberaner Münster

Im Landkreis Bad Doberan gibt es evangelisch-lutherische Kirchgemeinden, diese gehören größtenteils zum Kirchenkreis Rostock, teilweise auch zum Kirchenkreis Güstrow der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.

Die katholischen Gemeinden gehören größtenteils zum Dekanat Rostock und teilweise auch zum Dekanat Güstrow des Erzbistums Hamburg. Im Landkreis gibt es vier Gemeinden der Neuapostolischen Kirche, sie gehören zum Bezirk Rostock in der Gebietskirche Mecklenburg-Vorpommern, die dem Apostelbezirk Norddeutschland untersteht.

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

Durch das Kreisgebiet verlaufen die Autobahnen A 20 und A 19 sowie die Eisenbahnstrecken Wismar–Rostock, Schwerin–Rostock, Rostock-Güstrow und Rostock–Stralsund sowie Nebenbahnen nach Tessin und nach Graal-Müritz. Eine touristische Attraktion ist die planmäßig verkehrende Dampf-Schmalspurbahn „Molli“ von Kühlungsborn nach Bad Doberan.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Kreistag

Kreistagswahl 2009
Wahlbeteiligung: 52,9 %
 %
40
30
20
10
0
32,8 %
20,3 %
19,5 %
13,4 %
5,9 %
4,2 %
3,2 %
0,6 %
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,9 %p
-2,1 %p
+2,3 %p
+1,8 %p
+1,6 %p
+1,0 %p
+3,2 %p
-1,0 %p
Anmerkungen:
c 2004: PDS
f Zusammengefasstes Ergebnis aller angetretenen Einzelbewerber

Der Kreistag des Landkreises Bad Doberan bestand aus 53 Mitgliedern. Nach der Wahl vom 7. Juni 2009 setzte er sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 18
SPD 11
Die Linke 10
FDP 7
Grüne 3
NPD 2
Einzelbewerber 2

Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 5. Dezember 1995 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 96 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt durch einen liegenden, mit der Krümme nach vorn und oben gekehrten silbernen Abtstab; oben in Blau ein schreitender goldener Greif mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge; unten in Gold ein hersehender schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und silbernen Hörnern, auf der Stirn eine goldene Fürstenkrone, von der fünf abwechselnd mit Lilien und Perlen besteckte Zinken sichtbar sind.“

Das Wappen wurde von dem Freudenberger Manfred Gerth gestaltet.

Das Wappen des Landkreises wurde bei der Kreisgebietsreform aus den Wappen von Rostock und Bad Doberan gebildet. Es besteht aus:

  • dem goldenen Greif auf blauem Hintergrund, der die frühere Zugehörigkeit einiger Gebiete zu Rostock symbolisiert,
  • dem Werlschen Stierkopf, der die frühere Zugehörigkeit einiger Gebiete zur Herrschaft Werle darstellt, und
  • dem silbernen Krummstab auf der Teilungslinie der Wappenfelder, der kirchliche Besitztümer repräsentiert. Auch erinnert er an die 1160 in Althof gegründete Zisterziensergemeinde, welche 1186 nach Doberan zog.

[Bearbeiten] Flagge

Die Flagge des Landkreises ist gleichmäßig längsgestreift von Gold (Gelb) und Blau. In der Mitte liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des goldenen (gelben) und des blauen Streifens übergreifend, das Wappen des Landkreises. Die Höhe der Flagge verhält sich zur Länge wie 3:5.

[Bearbeiten] Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2010[1])

Amtsfreie Gemeinden

  1. Bad Doberan, Stadt * (11.325)
  2. Dummerstorf (7231)
  3. Graal-Müritz (4236)
  4. Kröpelin, Stadt (4745)
  5. Kühlungsborn, Stadt (7158)
  6. Neubukow, Stadt * (4019)
  7. Sanitz (5780)
  8. Satow (5601)

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten

Sitz der Amtsverwaltung *
  1. Admannshagen-Bargeshagen (2834)
  2. Bartenshagen-Parkentin (1268)
  3. Börgerende-Rethwisch (1715)
  4. Hohenfelde (831)
  5. Nienhagen (1838)
  6. Reddelich (910)
  7. Retschow (941)
  8. Steffenshagen (475)
  9. Wittenbeck (805)
  1. Broderstorf * (3088)
  2. Klein Kussewitz (761)
  3. Mandelshagen (256)
  4. Poppendorf (688)
  5. Roggentin (2705)
  6. Steinfeld (565)
  7. Thulendorf (566)
  1. Alt Bukow (547)
  2. Am Salzhaff (519)
  3. Bastorf (1090)
  4. Biendorf (1266)
  5. Carinerland (1152)
  6. Kirch Mulsow (329)
  7. Rerik, Stadt (2218)
  1. Bentwisch (2549)
  2. Blankenhagen (813)
  3. Gelbensande * (1723)
  4. Mönchhagen (1118)
  5. Rövershagen (2525)
  1. Benitz (363)
  2. Bröbberow (510)
  3. Kassow (374)
  4. Rukieten (310)
  5. Schwaan, Stadt * (5087)
  6. Vorbeck (327)
  7. Wiendorf (787)
  1. Cammin (811)
  2. Gnewitz (221)
  3. Grammow (181)
  4. Nustrow (159)
  5. Selpin (518)
  6. Stubbendorf (145)
  7. Tessin, Stadt * (3898)
  8. Thelkow (451)
  9. Zarnewanz (391)
  1. Elmenhorst/Lichtenhagen (4196)
  2. Kritzmow * (3246)
  3. Lambrechtshagen (2880)
  4. Papendorf (2482)
  5. Pölchow (925)
  6. Stäbelow (1350)
  7. Ziesendorf (1395)

[Bearbeiten] Gebietsänderungen

In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Bad Doberan wie im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Gebietsänderungen statt.

Aus den ursprünglich 10 Ämtern wurden nach Abschluss der Gebietsreform am 1. Januar 2005 acht Ämter. Die Stadt Tessin verlor ihre Amtsfreiheit, die Stadt Kröpelin wurde amtsfrei. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 85 auf 64.

Durch Auflösung des Amtes Warnow-Ost und Bildung der amtsfreien Gemeinde Dummerstorf am 7. Juni 2009 verringerte sich die Anzahl der Ämter auf 7 und die der Gemeinden auf 59.

[Bearbeiten] Ämterauflösungen, Ämterfusionen

[Bearbeiten] Eingemeindungen, Gemeindeneubildungen

  • Auflösung der Gemeinden Groß Lüsewitz, Niekrenz und Reppelin - Eingemeindung nach Sanitz (1. Oktober 1997)
  • Auflösung der Gemeinde Gubkow - Eingemeindung nach Sanitz (15. Dezember 1997)
  • Auflösung der Gemeinde Kowalz - Eingemeindung nach Thelkow (15. Dezember 1997)
  • Auflösung der Gemeinde Jörnstorf - Eingemeindung nach Biendorf (1. Juli 1998)
  • Auflösung der Gemeinde Bandow - Eingemeindung nach Schwaan (1. Januar 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Roggow - Eingemeindung nach Rerik (1. Januar 2002)
  • Auflösung der Gemeinden Bölkow, Hanstorf, Heiligenhagen, Radegast, Reinshagen und Satow (Altgemeinde) - Neubildung der Gemeinde Satow (1. Juli 2003)
  • Auflösung der Gemeinden Kamin, Karin, Krempin und Ravensberg - Neubildung der Gemeinde Carinerland (15. März 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Altenhagen. Jennewitz und Schmadebeck - Eingemeindung nach Kröpelin (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Pepelow und Rakow - Neubildung der Gemeinde Am Salzhaff (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Westenbrügge - Eingemeindung nach Biendorf (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Damm, Dummerstorf, Kavelstorf, Kessin, Lieblingshof und Prisannewitz - Bildung der neuen Gemeinde Dummerstorf (7. Juni 2009)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Landkreis Bad Doberan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 KB)
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