Landkreis Bautzen (1994–2008)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Bautzen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Bautzen hervorgehoben51.1814.43Koordinaten: 51° 11′ N, 14° 26′ O
Basisdaten (Stand 2008)
Bestandszeitraum: 1994–2008
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Region: Neiße
Verwaltungssitz: Bautzen
Fläche: 961,12 km²
Einwohner: 146.197 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: BZ
Kreisschlüssel: 14 2 72
Kreisgliederung: 30 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstraße 9
02625 Bautzen
Webpräsenz: www.landkreis-bautzen.de
Landrat: Michael Harig (CDU)
Lage des Landkreises Bautzen in Sachsen
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Über dieses Bild

Der 1994 gebildete Landkreis Bautzen (obersorbisch Wokrjes Budyšin) war ein Landkreis in Ostsachsen mit Bautzen und Bischofswerda als Großen Kreisstädten. Er grenzte im Westen und Norden an den Landkreis Kamenz, im Osten an den Niederschlesischen Oberlausitzkreis, im Südosten an den Landkreis Löbau-Zittau und im Süden an die Tschechische Republik sowie den Landkreis Sächsische Schweiz. Der Kreis war Mitglied der Euroregion Neiße.

Geographie[Bearbeiten]

Der Kreis erstreckte sich von der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft im Norden über das Lausitzer Bergland um Wilthen und Cunewalde (umgangssprachlich als Oberland bezeichnet) bis zur tschechischen Grenze bei Sohland an der Spree. Der größte Fluss im Kreisgebiet war die Spree, die durch Bautzen fließt. Kleinere Flüsse waren das Löbauer Wasser, die Kleine Spree und die Wesenitz, an der Bischofswerda liegt. Das flächenmäßig größte Gewässer war die Talsperre Bautzen. Im nördlichen Teil des Landkreises gab es zahlreiche Teiche und Seen, die zu Zwecken der Fischerei angelegt wurden. Das 955 km² große ehemalige Kreisgebiet war im Norden vorwiegend mit Kiefernwald bedeckt, der mittlere Teil wurde intensiv bewirtschaftet, während im Lausitzer Bergland Fichten- oder Mischwald überwog.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Landkreis verliefen die Bundesstraßen 6 (Dresden–Bautzen–Görlitz), 96 (Hoyerswerda–Bautzen–Zittau), 98 (Bischofswerda–Oppach) und 156 (WeißwasserBautzen). Außerdem verlief die Bundesautobahn 4 (Dresden–Görlitz) über das Gebiet des Landkreises. In diesem befanden sich sechs Anschlussstellen, nämlich Burkau, Uhyst am Taucher, Salzenforst, Bautzen-West, Bautzen-Ost und Weißenberg. Ein Verkehrsflugplatz befand sich in Litten östlich von Bautzen, ein Segelflugplatz in Klix, etwa 12 Kilometer nördlich der Stadt. Eisenbahnverbindungen bestanden von Dresden nach Görlitz über Bischofswerda und Bautzen (ehemals Sächsisch-Schlesische Eisenbahngesellschaft) sowie davon abzweigend die Bahnstrecke Bischofswerda–Zittau (ehemals zur Reichsbahndirektion Cottbus gehörend).

Geschichte[Bearbeiten]

Seine Gestalt erhielt der Landkreis im Rahmen einer sächsischen Kreisreform am 1. August 1994, als der ehemalige Kreis Bautzen um den größten Teil des Kreises Bischofswerda vergrößert wurde. Er wurde durch eine weitere Kreisreform am 1. August 2008 mit dem Landkreis Kamenz und der bis dahin kreisfreien Stadt Hoyerswerda zum neuen Landkreis Bautzen vereinigt.

Politik[Bearbeiten]

Der letzte Landrat vor der Gebietsreform von 2008 war Michael Harig (CDU).

Kreistag[Bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 49,3 % (1999: 59,8 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,2 %
19,5 %
12,1 %
8,7 %
8,5 %
4,2 %
3,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1999
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,7 %p
+3,5 %p
+7,6 %p
+0,6 %p
-3,0 %p
-0,3 %p
+0,5 %p

Die 62 Sitze im Kreistag verteilten sich zuletzt folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen BZ. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_alt/pkg_w04_ver.prc_ver?p_bz_bzid=KT04&p_ebene=LK&p_ort=14272