Landkreis Cochem-Zell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Cochem-Zell Deutschlandkarte, Position des Landkreises Cochem-Zell hervorgehoben50.137.18Koordinaten: 50° 8′ N, 7° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Cochem
Fläche: 691,82 km²
Einwohner: 62.118 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Kreisschlüssel: 07 1 35
Kreisgliederung: 89 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Endertplatz 2
56812 Cochem
Webpräsenz: www.cochem-zell.de
Landrat: Manfred Schnur (CDU)
Lage des Landkreises Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Cochem-Zell ist ein Landkreis in der nördlichen Mitte des Landes Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis Cochem-Zell ist sehr dünn besiedelt. Mittig durch das Kreisgebiet fließt die Mosel. Nördlich des Flusses befindet sich die Eifel, südlich davon der Hunsrück. Das Kreisgebiet ist etwa zur Hälfte mit Wald bedeckt. Im Kreis befindet sich mit dem Kaiser-Wilhelm-Tunnel einer der längsten Eisenbahntunnel Deutschlands zwischen Cochem und Ediger-Eller, die einzige Glaubersalztherme Deutschlands in Bad Bertrich und der steilste Weinberg Europas am Calmont nahe der Ortsgemeinde Bremm. Im Kreisgebiet an der Mosel wachsen hervorragende Weine. Berühmt ist die „Zeller Schwarze Katz“ aus der Gemarkung Zell.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Mayen-Koblenz, Rhein-Hunsrück-Kreis, Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Kreisgebiet von Cochem-Zell kam 1815 unter preußische Verwaltung, 1816 entstanden die beiden Kreise Cochem und Zell im Regierungsbezirk Coblenz. Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Kreisreform (Drittes Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 12. November 1968) wurde aus dem Landkreis Cochem und einem wesentlichen Teil des Landkreises Zell zum 7. Juni 1969 der heutige Landkreis Cochem-Zell neu gebildet. Die Gemeinde Mastershausen kam am 7. November 1970 zum Rhein-Hunsrück-Kreis.[2]

Im Zuge einer Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wechselten zum 1. Juli 2014 die Gemeinden Lahr, Mörsdorf und Zilshausen aus dem Landkreis Cochem-Zell in den Rhein-Hunsrück-Kreis.[3]

Politik[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
Gewichtetes Ergebnis
 %
60
50
40
30
20
10
0
23,5 %
51,6 %
5,0 %
2,9 %
2,8 %
4,9 %
9,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
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  -4
  -6
-0,7 %p
+1,6 %p
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-5,3 %p
+2,8 %p
+4,9 %p
-3,0 %p

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag des Landkreises Cochem-Zell besteht aus 38 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählten Kreistagsmitgliedern und dem Landrat als Vorsitzenden. Nach der letzten Kreistagswahl am 25. Mai 2014 ergibt sich folgende Sitzverteilung:[4]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE AfD FWG Gesamt
2014 9 20 2 1 1 2 3 38 Sitze
2009 9 19 2 3 5 38 Sitze
2004 8 21 1 2 6 38 Sitze
1999 10 24 2 2 38 Sitze
  • Wegen der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Kommunalwahlrechts (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Graphik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, welche das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen am Verwaltungsgebäude in Cochem

Beschreibung: Schräglinks geteilt: vorne in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, belegt mit einem silbernen Hifthorn mit goldenem Riemen; hinten in Schwarz ein wachsender, rot bewehrter, gezungter und gekrönter goldener Löwe (Wappen-Verleihung 20. April 1970)

Bedeutung: Das rote Kreuz steht für das Kurfürstentum Trier, das Horn für die Herrschaft Braunshorn in Beilstein mit großem Besitz im Kreis und der Löwe für die Pfalzgrafen von Aachen, die von 866 bis 1150 das Kreisgebiet beherrschten.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Das nördliche Kreisgebiet wird von der Bundesautobahn 48 (Trier–Koblenz) berührt. Ferner durchziehen es mehrere Bundes- und Kreisstraßen, darunter die B 49, B 259, B 421, und B 416.

Für den Schienenverkehr liegen neun Bahnhöfe und Haltepunkte im Kreis, darunter die IC-Stationen Cochem und Bullay mit Nahverkehrsverbindungen nach Bad Bertrich, zum Flughafen Frankfurt-Hahn, Traben-Trarbach und Zell (Mosel).

Die 1879 von der Preußischen Staatsbahn eröffnete Hauptbahn Koblenz–Trier folgt bis Pünderich dem Moseltal, schneidet aber zwischen der Kreisstadt Cochem und Ediger-Eller im „Kaiser-Wilhelm-Tunnel“ eine große Flussschleife ab, überquert die Mosel, führt durch den Petersberg bei Neef und durchstößt zwischen Bullay und Pünderich den schmalen Bergsporn des „Prinzenkopf“. In der ehemaligen Station Pünderich DB trennt sich die 1883 eröffnete Nebenbahn nach Traben-Trarbach von der Hauptbahn.

In Bullay begann 1905 die Strecke der Moselbahn AG, die allen Windungen des Flusses bis nach Trier hinauf folgte. Sie berührte auch die frühere Kreisstadt Zell (Mosel), bis der Personenverkehr 1961 und der Güterverkehr 1962 eingestellt wurden. Im Norden des Kreises nahm 1895 die Preußische Staatsbahn die Nebenlinie MayenDaun in Betrieb. Nach einer Unterbrechung des Personenverkehrs für etwa 10 Jahre wird dieser bis Kaisersesch wieder regulär bedient, während die Weiterfahrt mit der Eifelquerbahn nach Daun–Gerolstein nur im Sommer möglich ist.

Eine internationale Erschließung erfuhr der Kreis Cochem-Zell durch die Errichtung des Verkehrsflughafens Frankfurt-Hahn. Der Flughafen wird durch die Billigfluggesellschaft Ryanair dominiert.

Ab 2011 soll ein sogenanntes Gäste-Ticket eingeführt werden, damit Gäste den ÖPNV im Landkreis kostenfrei nutzen können, wenn der Beherbergungs-Betrieb pro Übernachtung in seinem Haus pauschal 0,50 € an den Landkreis zahlt.[7] Ähnliches gibt es bereits im Schwarzwald mit der KONUS-Gästekarte und im Bayerischen Wald mit dem Gästeservice Umweltticket.

Mundart im Kreis[Bearbeiten]

Im Kreis Cochem-Zell wird von Ort zu Ort unterschiedlich auch heute noch ausgeprägt in Mundart, Moselfränkisch, gesprochen. Jeder Ort hat sein eigenes „Platt“. Zur Pflege der Mundart im Kreis Cochem-Zell hat sich mit Unterstützung der Kreisverwaltung die „Initiative Mundart im Kreis Cochem-Zell“ gegründet. In einer eigenen Website werden Übersetzungen, „Stückelcher“, Gedichte und Sonstiges mehr gesammelt.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2013[8])

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)

  1. Beilstein (131)
  2. Bremm (791)
  3. Briedern (335)
  4. Bruttig-Fankel (1065)
  5. Cochem, Stadt * (5213)
  6. Dohr (662)
  7. Ediger-Eller (988)
  8. Ellenz-Poltersdorf (852)
  9. Ernst (562)
  10. Faid (1084)
  11. Greimersburg (691)
  12. Klotten (1245)
  13. Lieg (391)
  14. Lütz (343)
  15. Mesenich (308)
  16. Moselkern (550)
  17. Müden (Mosel) (667)
  18. Nehren (103)
  19. Pommern (Mosel) (437)
  20. Senheim (583)
  21. Treis-Karden (2230)
  22. Valwig (423)
  23. Wirfus (202)
  1. Binningen (681)
  2. Brachtendorf (268)
  3. Brieden (139)
  4. Brohl (393)
  5. Dünfus (294)
  6. Düngenheim (1278)
  7. Eppenberg (232)
  8. Eulgem (216)
  9. Forst (Eifel) (372)
  10. Gamlen (533)
  11. Hambuch (734)
  12. Hauroth (299)
  13. Illerich (702)
  14. Kaifenheim (817)
  15. Kail (282)
  16. Kaisersesch, Stadt * (3053)
  17. Kalenborn (213)
  18. Landkern (941)
  19. Laubach (645)
  20. Leienkaul (316)
  21. Masburg (1087)
  22. Möntenich (130)
  23. Müllenbach (633)
  24. Roes (504)
  25. Urmersbach (429)
  26. Zettingen (263)
  1. Alflen (842)
  2. Auderath (629)
  3. Bad Bertrich (1017)
  4. Beuren (443)
  5. Büchel (1117)
  6. Filz (90)
  7. Gevenich (648)
  8. Gillenbeuren (256)
  9. Kliding (221)
  10. Lutzerath (1491)
  11. Schmitt (129)
  12. Ulmen, Stadt * (3299)
  13. Urschmitt (202)
  14. Wagenhausen (58)
  15. Weiler (306)
  16. Wollmerath (213)
  1. Alf (836)
  2. Altlay (467)
  3. Altstrimmig (347)
  4. Blankenrath (1707)
  5. Briedel (989)
  6. Bullay (1493)
  7. Forst (Hunsrück) (65)
  8. Grenderich (388)
  9. Haserich (200)
  10. Hesweiler (132)
  11. Liesenich (320)
  12. Mittelstrimmig (416)
  13. Moritzheim (138)
  14. Neef (457)
  15. Panzweiler (285)
  16. Peterswald-Löffelscheid (737)
  17. Pünderich (870)
  18. Reidenhausen (191)
  19. Sankt Aldegund (611)
  20. Schauren (405)
  21. Sosberg (179)
  22. Tellig (307)
  23. Walhausen (232)
  24. Zell (Mosel), Stadt * (4075)
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisVerbandsgemeinden in COC.svg
Über dieses Bild

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 7. Juni 1969 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Cochem gültige Unterscheidungszeichen COC zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 15. November 2012 ist auch das Unterscheidungszeichen ZEL (Zell (Mosel)) erhältlich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kreisjahrbücher Cochem-Zell; ab 1985
  • Alfons Friderichs: Klöster im Kreis-Cochem-Zell. In: Geschäftsbericht der Kreissparkasse Cochem-Zell. 1989 und 1990.
  • Alfons Friderichs: Wappenbuch des Kreises Cochem-Zell. Darmstadt 2001, ISBN 3-00-008064-3.
  • Alfons Friderichs: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier 2004, ISBN 3-89890-084-3.
  • Alfons Friderichs: Urkunden & Regesten der Städte, Gemeinden, Burgen, Klöster, Mühlen und Höfe im Kreis Cochem-Zell bis 1900. Kliomedia, Trier 2010, ISBN 978-3-89890-125-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Cochem-Zell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 160f (PDF; 2,1 MB)
  3. Rhein-Zeitung: "Ich bin Ihr neuer Landrat": Fleck macht den drei Hunsrückdörfern seine Aufwartung
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Kreistagswahlen
  5. Erläuterung des Landeswahlleiters zum „Gewichteten Ergebnis“
  6. Landkreis Cochem-Zell: Das Kreiswappen
  7. Gäste-Ticket ab 2011
  8. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)