Landkreis Cuxhaven

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Cuxhaven Deutschlandkarte, Position des Landkreises Cuxhaven hervorgehoben53.628.81Koordinaten: 53° 37′ N, 8° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Verwaltungssitz: Cuxhaven
Fläche: 2.057,78 km²
Einwohner: 196.607 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: CUX
Kreisschlüssel: 03 3 52
Kreisgliederung: 45 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Vincent-Lübeck-Straße 2
27474 Cuxhaven
Webpräsenz: www.landkreis-cuxhaven.de
Landrat: Kai-Uwe Bielefeld (parteilos)
Lage des Landkreises Cuxhaven in Niedersachsen
Landkreis Göttingen Landkreis Holzminden Landkreis Schaumburg Landkreis Goslar Region Hannover Landkreis Hildesheim Salzgitter Landkreis Wolfenbüttel Braunschweig Landkreis Wolfenbüttel Landkreis Peine Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Helmstedt Wolfsburg Landkreis Gifhorn Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz Landkreis Diepholz Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen Hamburg Hamburg Königreich der Niederlande Nordrhein-Westfalen Hessen Thüringen Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen-Anhalt Osnabrück Landkreis Osnabrück Delmenhorst Oldenburg (Oldenburg) Landkreis Wesermarsch Landkreis Vechta Landkreis Emsland Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Emden Landkreis Leer Landkreis Cloppenburg Landkreis Ammerland Wilhelmshaven Mellum Landkreis Aurich Landkreis Aurich Landkreis Wittmund Landkreis Aurich Landkreis Friesland Landkreis Oldenburg Landkreis Cuxhaven Landkreis Osterholz Landkreis Verden Landkreis Stade Landkreis Harburg Landkreis Lüneburg Landkreis Lüchow-Dannenberg Landkreis Heidekreis Landkreis Uelzen Landkreis Celle Landkreis Rotenburg (Wümme)Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Cuxhaven ist, gemessen an seiner Fläche, einer der größten Landkreise Niedersachsens und einer der größeren im Bundesgebiet. Im Vergleich ist das Saarland als Bundesland mit 2568,70 km² nur ein Viertel größer, hat jedoch fünfmal so viel Einwohner. Mit einer Einwohnerdichte von etwa 97 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt der Landkreis unter dem halben Bundesdurchschnitt.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Seine Lage im Verhältnis zum restlichen Bundesgebiet charakterisiert sich als eine ausgeprägte Randlage, die durch die natürlichen Grenzen in der Elbe- und Wesermündung zu den benachbarten Gebieten sogar noch verstärkt wird.

Die Kreisstadt Cuxhaven stellt in diesem abgelegenen Gebiet dann noch einmal den mathematisch von allen anderen Punkten des Landkreises am weitesten entfernten Ort dar. Die Fläche der Stadt ist mit der Fläche Hannovers vergleichbar, ist aber nach der Einwohnerzahl nur der Mittelstadt-Kategorie zuzuordnen. Der Landkreis gehört sowohl zur Metropolregion Bremen/Oldenburg als auch zur Metropolregion Hamburg, wobei der Altkreis Land Hadeln mit der Stadt Cuxhaven eher nach Hamburg, der Altkreis Wesermünde unter anderem durch die direkte Autobahnverbindung A27 eher nach Bremerhaven/Bremen tendiert.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Im Mündungsgebiet der Weser in die Nordsee ragt das Gebiet der kreisfreien Seestadt Bremerhaven (Land Bremen) in das Kreisgebiet. Die Küstenlinie verläuft in nördlicher Richtung bis Cuxhaven, ab dort bildet die Elbe in östlicher Richtung bis zur Grenze mit dem Landkreis Stade eine natürliche Grenze. Weitere benachbarte Landkreise sind im Uhrzeigersinn die Landkreise Rotenburg (Wümme), Osterholz und - westlich der Weser - Wesermarsch.

Bodenverhältnisse und Geologie[Bearbeiten]

Den Untergrund im Gebiet des Landkreises bilden im Wesentlichen die Moränen und Schmelzwasserablagerungen der Saaleeiszeit, der vorletzten Vereisungsperiode des Pleistozäns. Diese formen die sandigen Rücken der Geest mit ihren typischen Findlingen aus Granit und Gneis, wie die Nord-Süd verlaufenden Höhenzüge der Wingst und des Westerberges, sowie der Hohen Lieth (Wurster Heide). Die Endmoränen der letzten Vereisung (Weichseleiszeit) haben das Gebiet nicht mehr erreicht. Deshalb sind die Geländeformen hier sehr viel sanfter und flacher, als z. B. in der „Holsteinischen Schweiz“.

Abgesehen von kleinen, umgelagerten Sedimentresten aus dem Tertiär und elstereiszeitlichem „Lauenburger Ton“, finden sich nur noch bei Hemmoor ältere Gesteine: die weiße „Schreibkreide“ aus der geologischen Formation Kreide. Es handelt sich um dieselben Schichten, die auch die berühmten Kreidekliffs auf Rügen bilden. Bis zur Schließung des Werks in Hemmoor wurden diese Gesteine zur Produktion von Portland-Zement abgebaut.

Mit Beginn des Holozäns erfolgte durch das Abschmelzen der Gletscher ein deutlicher Meeresspiegel-Anstieg. Die küstennahen Niederungen wurden überflutet; in den Senken im Landesinneren, wie den Niederungen der Geeste, Lune und Drepte, bildeten sich wegen des gleichzeitig ansteigenden Grundwasserspiegels die ersten Niedermoore.

In der Hadler Bucht und in der Wesermündung formten sich nun ausgedehnte Wattflächen. Jedes Mal, wenn das Watt überspült wurde, fielen die im Seewasser mitgeführten Schwebstoffe aus und lagerten sich nach und nach in leicht erhöhten Marren, oder Platen ab. Aus diesen sandigen Schlickbänken bildeten sich die heutigen „Hochländer“, die Seemarschen Land Hadeln, Land Wursten und Landwürden. Die Unterläufe der heutigen Flüsse Medem und Oste entwickelten sich aus Prielen im Watt.

Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,50 m bei einem Deichbruch am Glameyer Stack, Otterndorf.

In den Randgebieten zur Geest, die durch die Marren von der offenen See abgeschnitten waren, bildeten sich jedoch nur Brackwasser- und Flussmarschen, die heutigen „Sietländer“ (von niederdeutsch: siet = niedrig), später auch Niedermoore.

In Niederungen mit besonders ungünstigen Abflussverhältnissen kam es sogar zur Bildung von Hochmooren, wie Ahlenmoor, Langes Moor, Hymenmoor und Königsmoor (Moor), mit Torfmächtigkeiten von zwei bis sechs Metern, stellenweise sogar bis zu acht Metern. Erst durch die neuzeitliche Kultivierung und Entwässerung wurde das Moorwachstum gestoppt. Die Torfmoose wurden zunächst durch Heide und Zwergsträucher verdrängt, diese dann durch Pfeifengras und Birken. Besonders im Ahlenmoor bemüht man sich heute aber wieder um die Wiedervernässung und Renaturierung der Moorflächen.

Abgesehen von anderen Gebieten an der deutschen Nordseeküste findet sich eine ähnliche Verbindung von so unterschiedlichen Landschaften, wie Watt, Marsch, Moor und Geest wohl nur noch im Wash an der Küste von Lincolnshire und Norfolk (Großbritannien).

Die Lage an Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das häufig nur wenig über dem Meeresspiegel liegende Kreisgebiet zu weiten Teilen überflutet werden würde. Ein mögliches Szenario für das Land Hadeln wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.

Großstädtische Einzugsbereiche[Bearbeiten]

Der ländlich strukturierte Landkreis Cuxhaven besteht aus dem eher nach Hamburg ausgerichteten Altkreis Land Hadeln und dem eher nach Bremerhaven und Bremen ausgerichteten Altkreis Wesermünde. Um dieser unterschiedlichen Ausrichtung Rechnung zu tragen, ist er sowohl Teil der Metropolregion Hamburg als auch der Metropolregion Bremen/Oldenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis Cuxhaven wurde 1977 aus der ehemals kreisfreien Stadt Cuxhaven sowie den Landkreisen Land Hadeln und Wesermünde gebildet.

Verwaltungsreformen[Bearbeiten]

Innerhalb des Landkreises kam es in den vergangenen Jahren zu Kommunalreformen. Weitere Reformen sind geplant. So kam es zu Fusionen der Samtgemeinden Hadeln und Sietland. 2011 wurde die Samtgemeinde Beverstedt in eine Einheitsgemeinde umgewandelt, 2014 erfolgte die Umwandlung der Samtgemeinde Hagen in eine Einheitsgemeinde. Die Fusion der Samtgemeinde Bederkesa mit der Stadt Langen zur Stadt Geestland und die Fusion der Samtgemeinde Land Wursten mit der Gemeinde Nordholz zur Einheitsgemeinde Wurster Nordseeküste sind vorgesehen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Einwohner 189.702 194.964 200.636 206.304 202.933 202.124 201.188 200.464 199.443 197.433

(jeweils zum 31. Dezember)[2]

Religion[Bearbeiten]

Traditionell ist das Gebiet des heutigen Landkreises Cuxhaven evangelisch-lutherisch geprägt. Die Gemeinden gehören zur Landeskirche Hannover. Insbesondere nach dem Krieg haben sich durch Zuzug vieler Heimatvertriebener, Gastarbeiter aus Südeuropa und Aussiedler aus Ostmittel- und Osteuropa große katholische Gemeinden gebildet, die zum Bistum Hildesheim gehören. Durch Kirchenaustritte sind beide großen christlichen Kirchen Umstrukturierungsprozessen unterworfen. Ferner leben im Kreisgebiet u. a. Muslime, Angehörige von Freikirchen und Zeugen Jehovas.

Politik[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Kreiswahl 2011[3][4]
Wahlbeteiligung: 53,80 % (2006: 51,00 %)
 %
40
30
20
10
0
39,69 %
38,10 %
10,90 %
4,11 %
2,28 %
2,17 %
1,98 %
0,49 %
0,23 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,55 %p
+0,25 %p
+5,35 %p
+4,11 %p
-3,28 %p
+2,17 %p
-0,67 %p
+0,49 %p
-1,90 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
i 2011:
– Einzelwahlvorschlag Dieck (0,22 %)
– Einzelwahlvorschlag Posny (0,01 %)
2006:
LINKE ALTERNATIVE (2,13 %; 1 Sitz)
Sitzverteilung im Kreistag
1
22
6
3
1
2
23
22 23 
Von 58 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2011
Sitze
2011
Prozent
2006
Sitze
2006
Prozent
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 39,69 23 46,24 29 48,4 32
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,10 22 37,85 24 39,0 25
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 10,90 6 5,55 3 5,7 3
FDP Freie Demokratische Partei 2,28 2 5,56 3 3,7 2
Linke Die Linke 2,17 1
FW Freie Wähler 4,11 3
BF Bürgerfraktion, Wählergemeinschaft im Landkreis Cuxhaven 1,98 1 2,65 3 2,1 1
Gesamt 100 58 100 62 100 63
Wahlbeteiligung in Prozent 53,6 51,0 56,7

[5] [6]

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Wappen nimmt Motive aus denjenigen der Vorgängerkreise auf: Den Bischof Nikolaus aus dem Land Hadeln, den Schildfuß aus Wesermünde.

Das Wappen des Landkreises Cuxhaven zeigt in Gold über von Rot und Silber wellenförmig geteiltem Schildfuß den Heiligen Bischof Nikolaus, in grünem, silbergerändertem Ornat, mit silbernen Schuhen und silbernem Krummstab, dessen Krümme in einer grünen vierblättrigen Rose endet, die rechte Hand zum Segen erhoben, mit silbernen Haaren und natürlicher Fleischfarbe.[7]

Das Wappen wird in der Kreisflagge verwendet: Die Flagge des Landkreises Cuxhaven zeigt die Farben grün und weiß mit dem Wappen, das in der Mitte der Flagge angeordnet ist.[8]

Kultur[Bearbeiten]

Zur Pflege kultureller Einrichtungen wurde der Landschaftsverband Stade als eingetragener Verein gegründet.

Jüdische Friedhöfe[Bearbeiten]

Für den Landkreis Cuxhaven sind 8 jüdische Friedhöfe dokumentiert: in Bederkesa, Beverstedt, Cuxhaven, Dedesdorf, Hagen im Bremischen, Midlum, Stotel und Wingst.[9]. Es sind schützenswerte Kulturdenkmäler – steinerne Zeugen für ehemals existierende jüdische Gemeinden und eines regen jüdischen Gemeindelebens, oftmals bis in die 1930er Jahre.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftliches Oberzentrum der Region und Sitz auch einiger niedersächsischer Einrichtungen (Finanzamt, Schulen) ist nicht die Stadt Cuxhaven, sondern die zum Land Bremen gehörende Seestadt Bremerhaven.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Ökonomische Grundlage des Landkreises ist, wie seit Jahrhunderten, immer noch die Landwirtschaft, wenn sie auch durch den Strukturwandel der letzten Jahrzehnte stark an Bedeutung verloren hat. Im Jahr 1979 wirtschafteten im Landkreis noch insgesamt 5.167 Betriebe, 2001 nur noch 3.126, davon 65 % im Haupterwerb. Die Zahl der Betriebe nimmt weiterhin mit steigender Tendenz ab. Die frei werdenden Flächen fallen in der Regel jedoch nicht brach, sondern werden meist vollständig von den verbleibenden Höfen übernommen.

Über 70 % des Kreisgebietes wird landwirtschaftlich genutzt (ca. 140.000 Hektar). Hiervon sind hinwiederum etwa 70 % Grünland und 30 % Ackerland. Die Grünlandflächen, mit Futterbau und Rindviehhaltung (85 % der Betriebe), dominieren in allen Moor- und Geestgebieten, aber besonders in der Marsch Landwürden und im Hadelner Sietland. Auf der Geest wird die Landschaft zusätzlich von den ausgedehnten Forst- und Waldgebiete geprägt. Von den 294.000 Rindern sind etwa 85.000 Milchkühe. Diese stellen damit die Existenzgrundlage der meisten Bauern dar. Dennoch ist der Viehbesatz mit 1,53 Großvieheinheiten je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche verhältnismäßig niedrig, und den natürlichen Gegebenheiten angemessen. Die im Kreisgebiet gezüchteten Hochleistungstiere werden z. T. weltweit vermarktet.

Der spezialisierte Ackerbau (etwa 7 % der Betriebe), z. B. von verschiedenen Kohlsorten und anderen Gemüsesorten, sowie der Garten- und Obstbau (3,3 % der Betriebe), besonders von Äpfeln und Kirschen, konzentriert sich hingegen in den Marschgebieten (v. a. im Hadelner Hochland). Etwa 4,7 % der Betriebe (mit zunehmender Tendenz) widmen sich der Veredelung von Schweinen und Geflügel. In den Pferdezuchtvereinen Wesermünde und Land Hadeln sind insgesamt 1.700 Zuchtstuten eingetragen. Auf Grund der Zuchtergebnisse genießen diese Vereine ein bundesweites Ansehen.

1999 arbeiteten noch etwa 10 % der Beschäftigten direkt in landwirtschaftlichen Betrieben, der größte Teil von ihnen als Familienarbeitskräfte. Die nachgelagerte Lebensmittelindustrie mit ihren Schlachthöfen, Molkereien, verarbeitenden Betrieben, Händlern und weiteren Dienstleistungen beschäftigt weitere 13 %.

Tourismus[Bearbeiten]

Von großer Bedeutung ist im Landkreis Cuxhaven der Fremdenverkehr. Insbesondere in den Cuxhavener Stadtteilen Duhnen, Döse und Sahlenburg, sowie in der Stadt Otterndorf, im Bad Bederkesa, und in den Sielhäfen von Dorum und Wremen, existiert eine dichte touristische Infrastruktur mit Hotels aller Kategorien, Campingplätzen, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen. Zum Zwecke der Tourismuswerbung verwendet die Region für sich den Kunstbegriff „Cuxland“, bei dem es sich nicht um eine historische Landschaftsbezeichnung handelt.

Seehafen[Bearbeiten]

Wichtige Wirtschaftsfaktoren sind außerdem die hafenassoziierten Dienstleistungen in Cuxhaven und im außerhalb des Kreisgebietes gelegenen Bremerhaven. Beide Seehäfen sind unter anderem wichtige Standorte von Fischereiflotten, Frachthäfen und Seenotkreuzern.

Sozial- und Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Kliniken

  • In Cuxhaven besteht ein Krankenhaus der Rhön-Klinikum AG (früher Stadtkrankenhaus) und das HELIOS Seehospital Sahlenburg.
  • In Otterndorf wird ein Krankenhaus der Capio-Gruppe betrieben (früher das Kreiskrankenhaus).
  • In Langen-Debstedt befindet sich die Seeparkklinik Debstedt.
  • Außerdem spielt für die Versorgung des südlichen Bereichs das Kreiskrankenhaus Osterholz in Osterholz-Scharmbeck (Landkreis Osterholz) eine wichtige Rolle.
  • Der Kreisteil Hadeln wird durch das Krankenhaus in Bremervörde und die Elbekliniken in Stade mit versorgt.

Bildung

  • Das Kreisgymnasium Wesermünde steht in Bremerhaven-Geestemünde, Humboldstraße 12.

Verkehr[Bearbeiten]

Schifffahrt

Traditionell von großer Bedeutung für die Region ist die Seefahrt. In Cuxhaven sowie im zum Kreisgebiet benachbarten Bremerhaven befinden sich Seehäfen, die wichtige Faktoren für den örtlichen Arbeitsmarkt bilden. Von touristischer Bedeutung ist die Binnenschifffahrt auf dem Hadelner Kanal und auf der Medem bei Otterndorf.

Eisenbahn
Ein Interregio bei Cuxhaven, ca. 1994

Das Kreisgebiet wurde 1862 von der Hannöverschen Staatsbahn zunächst nur im Süden mit der Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven erschlossen. Erst 1881 erreichte die Unterelbesche Eisenbahngesellschaft Cuxhaven von Hamburg über Stade.

Die zweite Verbindung nach Cuxhaven schuf die Preußische Staatsbahn mit der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven im Jahre 1896; sie nahm gleichzeitig die Nebenbahn Bremerhaven-Speckenbüttel–Bederkesa in Betrieb. 1899 folgte die Linie Bremerhaven–Bremervörde.

Die Kleinbahn Farge-Wulsdorf GmbH verkehrte seit 1911 parallel zur Unterweser und nannte sich später Niederweserbahn.

Der Endpunkt Itzwörden der seit 1899 von Stade ausgehenden Kehdinger Kreisbahn lag ebenfalls im heutigen Kreisgebiet.

Das Eisenbahnnetz von mehr als 160 km Länge wurde um über ein Viertel (46 km) reduziert:

  • 1931: Sandstedt–Wurthfleth–Aschwarden–Farge Klb 15 km
  • 1932: Stade–Freiburg–Itzwörden 1 km (Meterspur)
  • 1964: Bremerhaven-Wulsdorf Klb–Welle–Lanhausen–Sandstedt 18 km
  • 1968: Bremerhaven-Speckenbüttel–Langen–Bederkesa 17 km (heute Museumseisenbahn)

Die auf einer Militärbahn betriebene Straßenbahn Cuxhaven verkehrte nur einen Monat im Jahre 1914 zum Kurviertel Döse. Von der Straßenbahn Bremerhaven wurde von 1919 bis 1958 auch die Stadt Langen bedient.

Durch das Kreisgebiet führen heute die Eisenbahnen BremenBremerhavenCuxhaven (Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven und „Nordseebahn“), BremerhavenBremervördeHamburg (Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude der EVB) sowie HamburgStadeCuxhaven („Niederelbebahn“).

Straßen

Durch das Kreisgebiet verlaufen die Bundesautobahn 27 sowie die Bundesstraßen 6, 71, 73, 437 und 495. Die Vorzugsvariante der geplanten Bundesautobahn 20 läuft durch das südliche Kreisgebiet.

Flugverkehr

In Nordholz befindet sich der überwiegend militärisch genutzte Flughafen Cuxhaven-Nordholz. Dieser ist der größte Militärflugplatz Deutschlands, soll aber auch für den privaten Flugverkehr stärker ausgebaut werden. Zudem ist die Landebahn offiziell als Notlandebahn für das Spaceshuttle der NASA ausgewiesen.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2013)[10]

Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenMunicipalities in CUX.svg
Über dieses Bild

Einheitsgemeinden

  1. Beverstedt (13.502)
  2. Cuxhaven, Kreisstadt, große selbständige Stadt (48.325)
  3. Hagen im Bremischen (10.960)
  4. Langen, Stadt (18.330)
  1. Loxstedt (15.827)
  2. Nordholz (7248)
  3. Schiffdorf (13.733)

Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden

* Sitz der Samtgemeindeverwaltung

  1. Belum (809)
  2. Bülkau (889)
  3. Cadenberge * (3392)
  4. Geversdorf (726)
  5. Neuhaus (Oste), Flecken (1187)
  6. Oberndorf (1401)
  7. Wingst (3415)
  1. Bad Bederkesa, Flecken * (5227)
  2. Drangstedt (1451)
  3. Elmlohe (813)
  4. Flögeln (626)
  5. Köhlen (937)
  6. Kührstedt (999)
  7. Lintig (1226)
  8. Ringstedt (802)
  1. Armstorf (640)
  2. Hollnseth (905)
  3. Lamstedt * (3319)
  4. Mittelstenahe (602)
  5. Stinstedt (562)
  1. Hechthausen (3445)
  2. Hemmoor, Stadt * (8714)
  3. Osten (1838)
  1. Ihlienworth (1549)
  2. Neuenkirchen (1346)
  3. Nordleda (1085)
  4. Odisheim (511)
  5. Osterbruch (526)
  6. Otterndorf, Stadt * (7142)
  7. Steinau (859)
  8. Wanna (2188)
  1. Cappel (705)
  2. Dorum * (3767)
  3. Midlum (1681)
  4. Misselwarden (426)
  5. Mulsum (543)
  6. Padingbüttel (485)
  7. Wremen (1944)

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde der kreisfreien Stadt Cuxhaven bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen CUX zugewiesen. Es wird im Landkreis Cuxhaven durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich von Lehe: Geschichte des Landes Wursten. Mit einem Beitrag von Werner Haarnagel. Bremerhaven 1973
  • Rudolf Lembcke (Hrsg.): Kreis Land Hadeln. Geschichte und Gegenwart. Otterndorf 1976
  • Rudolf Lembcke: 100 Jahre Kreise an Elb- und Wesermündung 1885 - 1985. Der Landkreis Cuxhaven und seine Rechtsvorgänger. Otterndorf 1985
  • Hans Jürgen Hansen, Klaus Rohmeyer: Küstenkreis Cuxhaven. Urbes Verlag Gräfelfing vor München, 1983

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Cuxhaven – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. LSKN-Online
  3. http://wahl.kdo.de/?kommune=Landkreis%20Cuxhaven&instflash=yes&noflash=&wahl=2011_____Kreiswahl%2011.09.2011_____110803135991515&showData=tabelle
  4. http://wahl.kdo.de/?kommune=Landkreis%20Cuxhaven&instflash=yes&noflash=&wahl=2006_____Kreiswahl%202006%2010.09.2006_____060807131007656&showData=tabelle
  5. [1] Ergebnisse der Kommunalwahlen 2001 und 2006
  6. [2] Ergebnis der Kommunalwahlen 2011
  7. § 2 Abs. 1 der Hauptsatzung des Landkreises Cuxhaven vom 11. Dezember 1996 in der Fassung der Vierten Änderungssatzung vom 24. Februar 2004, abgelesen unter http://www.landkreis-cuxhaven.de/media/custom/578_2895_1.PDF?La=1&object=med%7C578.2895.1 am 9. Mai 2009.
  8. § 2 Abs. 2 der Hauptsatzung des Landkreises Cuxhaven vom 11. Dezember 1996 in der Fassung der Vierten Änderungssatzung vom 24. Februar 2004, abgelesen unter http://www.landkreis-cuxhaven.de/media/custom/578_2895_1.PDF?La=1&object=med%7C578.2895.1 am 9. Mai 2009.
  9. LANDKREIS CUXHAVEN. In: Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland; hier: Niedersachsen. Bearbeiter: Tobias Kostial. Liste nach der heutigen Verwaltungsgliederung / REGIERUNGSBEZIRK LÜNEBURG
  10. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014)