Landkreis Döbeln

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Döbeln Deutschlandkarte, Position des Landkreises Döbeln hervorgehoben51.1213.11Koordinaten: 51° 7′ N, 13° 7′ O
Basisdaten (Stand 2008)
Bestandszeitraum: 1990–2008
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Leipzig
Verwaltungssitz: Döbeln
Fläche: 424,34 km²
Einwohner: 70.533 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: S und U (1953–1990)
SF, SG (1974–1990)
DL Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Kreisschlüssel: 14 3 75
Kreisgliederung: 13 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Straße des Friedens 20
04720 Döbeln
Landrat: Manfred Graetz (CDU)
Lage des Landkreises Döbeln in Sachsen
Landkreis Delitzsch Leipzig Plauen Hoyerswerda Landkreis Leipziger Land Muldentalkreis Landkreis Torgau-Oschatz Landkreis Döbeln Landkreis Riesa-Großenhain Landkreis Meißen Dresden Landkreis Kamenz Niederschlesischer Oberlausitzkreis Görlitz Landkreis Löbau-Zittau Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz Weißeritzkreis Landkreis Freiberg Landkreis Mittweida Mittlerer Erzgebirgskreis Landkreis Annaberg Chemnitz Landkreis Stollberg Landkreis Aue-Schwarzenberg Landkreis Chemnitzer Land Zwickau Vogtlandkreis Landkreis Zwickauer LandKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Döbeln war von 1990 bis 2008 ein Landkreis in der Mitte des Freistaates Sachsen, sein Gebiet gehört heute zum Landkreis Mittelsachsen. Nachbarkreise waren zuletzt im Norden der Landkreis Torgau-Oschatz, im Osten die Landkreise Riesa-Großenhain und Meißen, im Süden der Landkreis Mittweida und im Westen der Muldentalkreis.

Geschichte[Bearbeiten]

Als geografische Einheit existierte bereits im Königreich Sachsen die Amtshauptmannschaft Döbeln und später in der DDR der Kreis Döbeln im Bezirk Leipzig.

Im Zuge der Sächsischen Kreisreform 2008 fusionierte der Landkreis Döbeln mit den Landkreisen Freiberg und Mittweida zum Landkreis Mittelsachsen. Bis dahin war der Landkreis Döbeln der einzige in Sachsen, dessen Grenzen seit 1952 nicht durch Neugliederungen oder Fusionen der Kreisgrenzen verändert wurden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 Stichtag 31. Dezember):

  • 3. Oktober 1990: 87.751
  • 2000: 77.942
  • 2005: 72.545

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespaltenen von Gold und Silber/Grün vorn ein schwarzer Meißner Löwe, hinten das Döbelner Stadtwappen.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtigste Arbeitgeber waren das traditionell in Waldheim und Döbeln ansässige Kosmetikunternehmen Florena (Beiersdorf AG), sowie neuangesiedelte Firmen des produzierenden Gewerbes (beispielsweise der Kfz-Zulieferer Autoliv und der Briefkasten-Hersteller Renz).

Die ausgeschriebenen Gewerbeflächen (Gewerbegebiete) waren in den verschiedenen Städten des Landkreises unterschiedlich ausgelastet. In der Kreisstadt Döbeln waren zuletzt dank starker Ansiedlungen nur noch Restflächen verfügbar, während andere Gebiete größtenteils noch unbebaut waren.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Straßenverkehr

Der Landkreis Döbeln lag verkehrsgünstig an der Bundesautobahn 14 (Anschlussstellen Döbeln-Ost und Döbeln-Nord) sowie an den Bundesstraßen 169 und 175.

Schienenverkehr

Ferner befand sich in Döbeln ein Eisenbahnknotenpunkt. Zentral erschlossen wurde der Landkreis mit den Strecken Riesa–Chemnitz und Borsdorf–Coswig, daneben waren die Strecken Roßwein–Niederwiesa, Waldheim–Kriebethal und Waldheim–Rochlitz von nur untergeordneter Bedeutung. Zudem wurden Teile des Landkreises durch Schmalspurbahnen erschlossen, dies waren die Strecken Nebitzschen–Kroptewitz, Oschatz–Mügeln–Döbeln und Wilsdruff–Gärtitz, allerdings wurden die den Landkreis berührenden Streckenteile bereits in den 1960er- und 70er Jahren stillgelegt.

Politik[Bearbeiten]

Letzter Landrat des Kreises Döbeln war Manfred Graetz (CDU).

Kreistag[Bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 44,6 % (1999: 54,5 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,4 %
24,6 %
14,9 %
9,0 %
keine
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1999
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,1 %p
+6,4 %p
-3,3 %p
-1,1 %p
-3,2 %p
Sonst.

Im letzten Kreistag vor der Fusion 2008 verteilten sich die 50 Sitze wie folgt:

Partei
Sitze
CDU
27
LINKE
12
SPD
7
FDP
4

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2007)

Städte

  1. Döbeln (20.939)
  2. Hartha (8.193)
  3. Leisnig (6.752)
  4. Roßwein (7.325)
  5. Waldheim (8.805)

Verwaltungsgemeinschaften

Gemeinden

  1. Bockelwitz (2.797)
  2. Ebersbach (1.082)
  3. Großweitzschen (3.243)
  4. Mochau (2.662)
  5. Niederstriegis (1.344)
  6. Ostrau (4.266)
  7. Ziegra-Knobelsdorf (2.319)
  8. Zschaitz-Ottewig (Sitz: Zschaitz, 1.436)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_alt/pkg_w04_ver.prc_ver?p_bz_bzid=KT04&p_ebene=LK&p_ort=14375