Landkreis Dingolfing-Landau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Dingolfing-Landau Deutschlandkarte, Position des Landkreises Dingolfing-Landau hervorgehoben48.6412.61Koordinaten: 48° 38′ N, 12° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Verwaltungssitz: Dingolfing
Fläche: 877,8 km²
Einwohner: 92.565 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: DGF
Kreisschlüssel: 09 2 79
Kreisgliederung: 15 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Obere Stadt 1
84130 Dingolfing
Webpräsenz: www.lkr-dgf.bayern.de
Landrat: Heinrich Trapp (SPD)
Lage des Landkreises Dingolfing-Landau in Bayern
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Über dieses Bild

Der Landkreis Dingolfing-Landau liegt in der westlichen Mitte des bayerischen Regierungsbezirks Niederbayern.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis Dingolfing-Landau wird von West nach Ost von der Isar durchzogen. Im Norden der Isar liegt das Aitrachtal und südlich das Vilstal. Alle drei Flüsse sind rechte Nebenflüsse der Donau, die außerhalb des Kreisgebietes münden. Die Landschaft im Kreisgebiet ist flach und teilweise hügelig und erreicht im Süden Höhen bis etwa 500 m. Der geografische Mittelpunkt des Landkreises wurde zwischen den Orten Mamming und Bubach ermittelt.

Nachbarlandkreise[Bearbeiten]

Nachbarlandkreise sind im Norden der Landkreis Straubing-Bogen, im Osten der Landkreis Deggendorf, im Süden der Landkreis Rottal-Inn und im Westen der Landkreis Landshut.

Geschichte[Bearbeiten]

Landgerichte[Bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Landkreises Dingolfing-Landau gehörte schon früh zu Bayern. 1803 wurde im Kreisgebiet das Landgericht Landau errichtet, das ab 1808 zum Unterdonaukreis gehörte. Aus Teilen seines Gebiets wurden 1838 die Landgerichte Dingolfing und Osterhofen errichtet. Alle Landgerichte gehörten dann zum Kreis Niederbayern.

Bezirksämter[Bearbeiten]

Im Jahr 1862 entstanden im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung auf unterer Ebene die Bezirksämter Dingolfing und Landau neben den bisherigen gleichnamigen Landgerichtsbezirken, wobei das Landgericht Dingolfing einige Gemeinden abgab, die fortan den Gerichtsbezirk Arnstorf bildeten, der dem Bezirksamt Eggenfelden zugeordnet wurde. Dabei ist zu beachten, dass „Bezirksamt“ in der bayerischen Verwaltungssprache dem heutigen Landkreis entsprach, während „Kreis“ die mittlere Verwaltungsebene, also den heutigen „Bezirk“ meinte. Das Gebiet Osterhofen kam seinerzeit zum Bezirksamt Vilshofen.

Landkreise[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Dingolfing und Landau a.d.Isar.

Landkreis Dingolfing-Landau[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die Landkreise Dingolfing und Landau (mit Ausnahme von Lailling, das heute zur Gemeinde Otzing, Landkreis Deggendorf, gehört) sowie die Gemeinden Mühlhausen und Süßkofen des Landkreises Mallersdorf sowie die Gemeinden Frontenhausen und Rampoldstetten des Landkreises Vilsbiburg zu einem neuen Landkreis zusammengeschlossen, der zunächst den Namen Landkreis Untere Isar erhielt, jedoch am 1. Mai 1973 in Landkreis Dingolfing-Landau umbenannt wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Dingolfing-Landau um über 15.000 Einwohner bzw. um rund 20 %. Allerdings ist die Tendenz seit 2004 nach einem Höchststand von rund 92.000 Einwohnern leicht rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 40.921 50.073 55.310 80.098 70.939 72.063 75.517 86.589 90.562 91.906 91.116 91.267

Politik[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Kreistag 2014

Landrat[Bearbeiten]

Heinrich Trapp (SPD) ist seit dem 22. Juni 1991 Landrat des Kreises.

Stellvertretender Landrat ist Werner Bumeder (CSU), weitere stellvertretende Landrätin ist Manuela Wälischmiller (Freie Wähler).

Kreispartnerschaften[Bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht seit 1999 mit dem Landkreis Łomża in Polen.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten gespalten; vorne in Rot ein silberner Löwe, der auf einem silbernen Seitenvierberg emporsteigt, (ehemals Grafen von Leonsberg), hinten im Kerbschnitt dreimal geteilt von Rot und Silber (ehe- mals Hochstift Regensburg)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das bedeutendste Unternehmen im Landkreis ist das Dingolfinger Werk der BMW AG.

Arbeitsplatzzentren sind daneben Landau a.d.Isar (Einhell AG, Dräxlmaier, Automobilzulieferer) und Marklkofen (Mann & Hummel, Filterproduktion)

Verkehr[Bearbeiten]

Die frühere Kreisstadt Landau erhielt 1875 durch die AG der Bayerischen Ostbahnen ihren ersten Bahnhof an der Strecke Plattling – Neumarkt-St.Veit – Mühldorf. Im benachbarten Pilsting ließ die Bayerische Staatsbahn ab 1880 die Linie isaraufwärts nach Landshut – München abzweigen.

Von Landau nahm 1903 die staatliche Lokalbahn nach Arnstorf ihren Ausgang mit einer 1915 eröffneten Zweigbahn nach Kröhstorf. Beide Bahnen verloren 1962/64 den Personenverkehr; ebenso 1969/70 auch der Abschnitt Pilsting – Neumarkt-St.Veit an der Bahnstrecke Mühldorf–Pilsting. Damit schrumpfte das Netz der Personenzüge von 95 km auf jetzt noch 36 km; diese halten nur noch in den drei Bahnhöfen Dingolfing, Landau und Wallersdorf im Kreisgebiet.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Gemeinden des Landkreises Dingolfing-Landau

(Einwohner am 31. Dezember 2013[4])

Städte

  1. Dingolfing (18.506)
  2. Landau a.d.Isar (12.729)

Märkte

  1. Eichendorf (6476)
  2. Frontenhausen (4553)
  3. Pilsting (6421)
  4. Reisbach (7635)
  5. Simbach (3697)
  6. Wallersdorf (6741)

Gemeinden

  1. Gottfrieding (2159)
  2. Loiching (3520)
  3. Mamming (3021)
  4. Marklkofen (3738)
  5. Mengkofen (6044)
  6. Moosthenning (4818)
  7. Niederviehbach (2507)

Verwaltungsgemeinschaft

  1. Mamming
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Gottfrieding und Mamming

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich elf (Stand September 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 2. Mai 1973 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Dingolfing gültige Unterscheidungszeichen DGF zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3. Współpraca Powiatu Łomżyńskiego z partnerami zagranicznymi (polnisch)
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Dingolfing-Landau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien