Landkreis Dingolfing-Landau
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Verwaltungssitz: | Dingolfing |
| Fläche: | 877,8 km² |
| Einwohner: |
90.567 (31. Dez. 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | DGF |
| Kreisschlüssel: | 09 2 79 |
| NUTS: | DE22C |
| Kreisgliederung: | 15 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Obere Stadt 1 84130 Dingolfing |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Heinrich Trapp (SPD) |
| Lage des Landkreises Dingolfing-Landau in Bayern | |
Der Landkreis Dingolfing-Landau liegt in der westlichen Mitte des bayerischen Regierungsbezirks Niederbayern.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Der Landkreis Dingolfing-Landau wird von West nach Ost von der Isar durchzogen. Im Norden der Isar liegt das Aitrachtal und südlich das Vilstal. Alle drei Flüsse sind rechte Nebenflüsse der Donau, die außerhalb des Kreisgebietes münden. Die Landschaft im Kreisgebiet ist flach und teilweise hügelig und erreicht im Süden Höhen bis etwa 500 m. Der geografische Mittelpunkt des Landkreises wurde zwischen den Orten Mamming und Bubach ermittelt.
Nachbarlandkreise[Bearbeiten]
Nachbarlandkreise sind im Norden der Landkreis Straubing-Bogen, im Osten der Landkreis Deggendorf, im Süden der Landkreis Rottal-Inn und im Westen der Landkreis Landshut.
Geschichte[Bearbeiten]
Das Gebiet des heutigen Landkreises Dingolfing-Landau gehörte schon früh zu Bayern. 1803 wurde im Kreisgebiet das Landgericht Landau errichtet, das ab 1808 zum Unterdonaukreis gehörte. Aus Teilen seines Gebiets wurden 1838 die Landgerichte Dingolfing und Osterhofen errichtet. Alle Landgerichte gehörten dann zum Kreis Niederbayern. 1862 entstanden im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung auf unterer Ebene die Bezirksämter Dingolfing und Landau neben den bisherigen gleichnamigen Landgerichtsbezirken, wobei das Landgericht Dingolfing einige Gemeinden abgab, die fortan den Gerichtsbezirk Arnstorf bildeten, der dem Bezirksamt Eggenfelden zugeordnet wurde. Dabei ist zu beachten, dass „Bezirksamt“ in der bayerischen Verwaltungssprache dem heutigen Landkreis entsprach, während „Kreis“ die mittlere Verwaltungsebene, also den heutigen „Bezirk“ meinte. Das Gebiet Osterhofen kam seinerzeit zum Bezirksamt Vilshofen. Ab 1939 wurden die Bezirke in Bayern und damit auch Dingolfing und Landau als Landkreise bezeichnet, da die Nationalsozialisten den preußische Verwaltungsbegriff „Landkreis“ in Bayern zwangsweise anstelle des bisherigen „Bezirksamts“ einführten.
Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurden die Landkreise Dingolfing und Landau (mit Ausnahme von Lailling, das heute zur Gemeinde Otzing, Landkreis Deggendorf, gehört) sowie die Gemeinden Mühlhausen und Süßkofen des Landkreises Mallersdorf sowie die Gemeinden Frontenhausen und Rampoldstetten des Landkreises Vilsbiburg zu einem neuen Landkreis zusammengeschlossen, der zunächst den Namen Landkreis Untere Isar erhielt, jedoch am 1. Mai 1973 in Landkreis Dingolfing-Landau umbenannt wurde.
Politik[Bearbeiten]
Landrat[Bearbeiten]
Heinrich Trapp (SPD) ist seit dem 22. Juni 1991 Landrat des Kreises.
Stellvertretender Landrat ist Georg Eberl (CSU), weitere stellvertretende Landrätin ist Anneliese Apfelböck (Freie Wähler).
Kreispartnerschaften[Bearbeiten]
Eine Partnerschaft besteht seit 1999 mit dem Landkreis Łomża in Polen[2].
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten gespalten; vorne in Rot ein silberner Löwe, der auf einem silbernen Seitenvierberg emporsteigt, (ehemals Grafen von Leonsberg), hinten im Kerbschnitt dreimal geteilt von Rot und Silber (ehe- mals Hochstift Regensburg)
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Das bedeutendste Unternehmen im Landkreis ist das Dingolfinger Werk der BMW AG.
Arbeitsplatzzentren sind daneben Landau a.d.Isar (Einhell AG, Dräxlmaier, Automobilzulieferer), Pilsting (Viseon Bus GmbH) und Marklkofen (Mann & Hummel, Filterproduktion)
Verkehr[Bearbeiten]
Die frühere Kreisstadt Landau erhielt 1875 durch die AG der Bayerischen Ostbahnen ihren ersten Bahnhof an der Strecke Plattling - Neumarkt-St.Veit - Mühldorf. Im benachbarten Pilsting ließ die Bayerische Staatsbahn ab 1880 die Linie isaraufwärts nach Landshut - München abzweigen.
Von Landau nahm 1903 die staatliche Lokalbahn nach Arnstorf ihren Ausgang mit einer 1915 eröffneten Zweigbahn nach Kröhstorf. Beide Bahnen verloren 1962/64 den Personenverkehr; ebenso 1969/70 auch der Abschnitt Pilsting - Neumarkt-St.Veit an der Bahnstrecke Mühldorf–Pilsting. Damit schrumpfte das Netz der Personenzüge von 95 km auf jetzt noch 36 km; diese halten nur noch in den drei Bahnhöfen Dingolfing, Landau und Wallersdorf im Kreisgebiet.
Städte und Gemeinden[Bearbeiten]
(Einwohner am 31. Dezember 2011[3])
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Fußnoten[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Współpraca Powiatu Łomżyńskiego z partnerami zagranicznymi (polnisch)
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website des Landkreises
- Landkreis Dingolfing-Landau: Wappengeschichte vom HdBG
- Literatur von Landkreis Dingolfing-Landau im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Landkreis Dingolfing-Landau: Amtliche Statistik des LStDV
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