Landkreis Elbe-Elster

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Elbe-Elster Deutschlandkarte, Position des Landkreises Elbe-Elster hervorgehobenp1
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Herzberg (Elster)
Fläche: 1 889,34 km²
Einwohner: 117 522 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: EE
Kreisschlüssel: 12 0 62
Kreisgliederung: 33 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Ludwig-Jahn-Straße 2
04916 Herzberg (Elster)
Webpräsenz:
Landrat: Klaus Richter (SPD)
Lage des Landkreises Elbe-Elster in Brandenburg
Karte

Der Landkreis Elbe-Elster (niedersorb. Wokrejs Łobjo-Hałštrow; obersorb. Wokrjes Łobje-Hałštrowy) ist ein Landkreis im Süden des Landes Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Der Kreis liegt im Süden Brandenburgs. Neben dem Landkreis Prignitz ist er der einzige brandenburgische Kreis, der (mit der Stadt Mühlberg) an der Elbe liegt. Der andere namengebende Fluss, die Schwarze Elster, fließt durch den Süden und den Westen des Landkreises.

Nachbarkreise sind im Nordwesten der sachsen-anhaltische Landkreis Wittenberg, im Norden die Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald, im Osten der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, im Süden der sächsische Landkreis Meißen und im Westen der Landkreis Nordsachsen.

Die Gesamtfläche des Kreisgebietes beträgt 1 889 km², davon werden 972 km² landwirtschaftlich, 673 km² waldwirtschaftlich, und 66 km² als Gebäude- und Freifläche genutzt. (mit Stand vom 31. Dezember 2005)

[Bearbeiten] Städte und Gemeinden des Landkreises

Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 33 Gemeinden, darunter elf Städte. In Klammern die Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2007[1]

Städte
¹ amtsangehörige Städte

  1. Bad Liebenwerda (10.391)
  2. Doberlug-Kirchhain (9530)
  3. Elsterwerda (9096)
  4. Falkenberg/Elster (7497)
  5. Finsterwalde (18.162)
  6. Herzberg (Elster) (10.524)
  7. Mühlberg/Elbe (4485)
  8. Schlieben (2775) ¹
  9. Schönewalde (3505)
  10. Sonnewalde (3567)
  11. Uebigau-Wahrenbrück (6145)

Amtsfreie Gemeinde

  1. Röderland (4551)

Ämter und zugehörige Gemeinden

  1. Elsterland (5375)
    1. Heideland (593)
    2. Rückersdorf (1678)
    3. Schilda (527)
    4. Schönborn (1791)
    5. Tröbitz (786)
  2. Kleine Elster (Niederlausitz) (6465)
    1. Crinitz (1373)
    2. Lichterfeld-Schacksdorf (1151)
    3. Massen-Niederlausitz (2214)
    4. Sallgast (1727)
  3. Plessa (7033)
    1. Gorden-Staupitz (1101)
    2. Hohenleipisch (2304)
    3. Plessa (3051)
    4. Schraden (577)
  4. Schlieben (6030)
    1. Fichtwald (709)
    2. Hohenbucko (709)
    3. Kremitzaue (962)
    4. Lebusa (875)
    5. Schlieben, Stadt (2775)
  5. Schradenland (5166)
    1. Gröden (1596)
    2. Großthiemig (1190)
    3. Hirschfeld (1433)
    4. Merzdorf (947)

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Kreisgeschichte

Der Landkreis Elbe-Elster entstand am 6. Dezember 1993 im Zuge der Kreisreform in Brandenburg aus den ehemaligen (Land)-Kreisen Finsterwalde, Bad Liebenwerda und Herzberg, ohne die Gemeinde Schöna-Kolpien des Amtes Dahme/Mark.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Elbe-Elster (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992 Gebietsstand 5. Dezember 1993).[2]

Jahr Einwohner
1990 142.679
1991 139.850
1992 139.065
1993 139.058
1994 137.947
1995 136.889
1996 136.286
1997 135.624
Jahr Einwohner
1998 134.684
1999 132.873
2000 131.161
2001 129.066
2002 127.159
2003 125.526
2004 124.041
2005 122.031

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Landrat

Landrat des Kreises Elbe-Elster ist Klaus Richter (SPD).

[Bearbeiten] Kreistag

Die 50 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl vom 28. September 2008 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen:

Partei/Gruppierung
Sitze
CDU
14
SPD
10
Die Linke
10
Landwirtschaft, Umwelt, Natur (LUN)
5
FDP
3
DVU
3
BVB/50 Plus
2
UWG
1
Bündnis 90/Grüne
1
Bürger für Finsterwalde
1

Im Kreistag haben sich folgende Fraktionen gebildet: CDU (14 Mitglieder), SPD/Grüne/Bü90 (11 Mitglieder), Die Linke (10 Mitglieder), WG LUN/BVB/50Plus (7 Mitglieder), FDP/UWG E-E/BfF (5 Mitglieder). Es gibt 3 Fraktionslose der DVU.

Die Fraktionen von CDU, SPD/Grüne/Bü90 und FDP/UWG E-E/BfF bilden eine Koalition. Diese umfasst 30 der 50 Sitze.

[Bearbeiten] Wappen

Dem Landkreis Elbe-Elster ist am 24. April 1995 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.

Blasonierung: „Im gevierteilten Schild oben vorn neunmal von Gold und Schwarz geteilt, hinten in Silber ein goldbewehrter rückschauender roter Stier; unten vorn in Gold ein rotbewehrter und rotgezungter, aufgerichteter schwarzer Löwe, hinten neunmal von Rot und Silber geteilt.“[3]

Bei dem goldbewehrten rückschauenden roten Stier handelt es sich um den niederlausitzischen Stier (auch Luckauer Stier). Beim rotbewehrten und rotgezungten, aufgerichteten schwarzen Löwen um den meißnischen Löwen. Beide gehen gemeinsam in dieselbe Richtung, wachsam nach allen Seiten. Die schwarzen und goldenen Streifen gehen zurück auf das Herzogtum Sachsen-Wittenberg des späten 12. Jahrhunderts. Die roten und silbernen Streifen stehen für das brandenburgische Wappen, da 1815 die sächsischen Ämter Doberlug und Finsterwalde, sowie die Standesherrschaft Sonnewalde, welche unter sächsischer Lehnshoheit stand, 1815 der Provinz Brandenburg in den Kreis Luckau zur Niederlausitz, welcher sie bis in das 15. Jahrhundert bereits angehörten, zugegliedert wurden.

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Elbe-Elster.

[Bearbeiten] Dienstsiegel

„Das Dienstsiegel enthält das Wappen des Landkreises Elbe-Elster und führt oberhalb des Wappens in Großbuchstaben die Umschrift: LANDKREIS Elbe-Elster.“
(§ 2 Abs. 1 der Hauptsatzung) [4]

[Bearbeiten] Flagge

„Der Landkreis führt eine von Schwarz und Gold geteilte Flagge. Die Farben der Flagge sind aus den sächsischen des Wappens abgeleitet. Die Flagge ist sowohl bei senkrechter wie waagerechter Aufhängung senkrecht geteilt und trägt das Wappen so, dass die Spaltlinie des Schildes auf die Farbtrennungslinie zu liegen kommt.“
(§ 2 Abs. 3 der Hauptsatzung) [4]

[Bearbeiten] Literatur

  • Autorenkollektiv des MUG Brandenburg e.V.: Heimatbuch Landkreis Elbe-Elster. Herzberg 1996.
  • Denkmale in Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster. 7.1.
  • Renate Völker, Anja Schmidke; Druck- und Verlagshaus Delitzsch GmbH (Hrsg.): Entdeckungen im Landkreis Elbe-Elster. Delitzsch 1995.
  • Manfred Woitzik; Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster (Hrsg.): „Wer zuerst kommt - mahlt zuerst“ eine Kulturgeschichte der Mühlen im Landkreis Elbe-Elster. Herzberg.
  • Andreas Pöschl (Hrsg.): Kohle, Wind und Wasser. Ein energiehistorischer Streifzug durch das Elbe-Elsterland. Hrsg. v. Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster. Herzberg/Elster 2001. ISBN 3-00-008956-X
  • Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster, Kreismuseum Bad Liebenwerda, Sparkasse Elbe-Elster (Hrsg.): Orgellandschaft Elbe-Elster. Herzberg/Elster 2005.
  • Sven Gückel; KDI Euroverlag (Hrsg.): Im Elbe-Elster Land - In Elbe-Elster Country. Cottbus 2005. (deutsch/ englisch)

[Bearbeiten] Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 40,33 KB)
  2. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg
  3. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  4. a b Hauptsatzung für den Landkreis Elbe-Elster vom 7. Februar 2006

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Landkreis Elbe-Elster – Bilder, Videos und Audiodateien
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