Landkreis Krumbach (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Krumbach (Schwaben) Koordinaten fehlen
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Basisdaten (Stand 1972)
Bestandszeitraum: 1939–1972
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Verwaltungssitz: Krumbach (Schwaben)
Einwohner: 36.556 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: KRU
Kreisschlüssel: 09 7 40
Kreisgliederung: 49 Gemeinden
Landrat: Karl Graf
Lage des Landkreises Krumbach (Schwaben) in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Krumbach (Schwaben) (Kfz-Kennzeichen KRU) war ein Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Krumbach (Schwaben) war die Kreisstadt. Die größten Orte des Landkreises, der vor seiner Auflösung aus 49 Gemeinden bestand, waren Krumbach, Thannhausen, Ziemetshausen und Ursberg.

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis Krumbach lag im Südwesten von Bayern, ungefähr in der Mitte des Regierungsbezirks Schwaben.

Nachbarlandkreise[Bearbeiten]

Im Norden grenzte der Landkreis Krumbach an den Landkreis Günzburg, im Osten an den Landkreis Augsburg (bis 1929: Bezirksamt Zusmarshausen), im Südosten an den Landkreis Schwabmünchen (bis 1900: Bezirksamt Augsburg) im Süden an den Landkreis Mindelheim, im Südwesten an den Landkreis Illertissen und im Nordwesten an den Landkreis Neu-Ulm.

Geschichte[Bearbeiten]

1804 wurde der Landkreis als Landgericht Ursberg gegründet. 1837 wurde der Sitz des Landkreises nach Krumbach verlegt und in Landgericht Krumbach umbenannt, 25 Jahre später erfolgte 1862 die Umbenennung in Bezirksamt Krumbach. 1880 wurde das Bezirksamt durch einige Gemeinden der Bezirksämter Illertissen und Mindelheim vergrößert, gab jedoch auch Gemeinden an das Bezirksamt Augsburg (war von 1900 bis 1972 das Bezirksamt beziehungsweise der Landkreis Schwabmünchen) ab. 1939 erfolgte schließlich die Umbenennung in Landkreis.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Krumbach (Schwaben) im Zuge der Gebietsreform in Bayern mit dem Landkreis Günzburg, der kreisfreien Stadt Günzburg und den Gemeinden Schönebach und Uttenhofen (heute Ortsteile von Ziemetshausen), die bis zu diesem Zeitpunkt zum Landkreis Augsburg gehörten, zum Günzkreis zusammengefasst. Die ehemaligen Gemeinden Hasberg und Tiefenried im Süden des Landkreises Krumbach kamen zum Landkreis Unterallgäu. Am 1. Mai 1973 erhielt der neue Landkreis den heute gültigen Namen Landkreis Günzburg.

Geographie[Bearbeiten]

Der größte Teil des Gebiets des ehemaligen Landkreises liegt auf den Untere Iller-Lech-Schotterplatten. Nur die Bereiche östlich des Mindeltals liegen auf der Staudenplatte. Der ehemalige Landkreis wird von Süden nach Norden von folgenden Flüssen durchflossen: Günz, Kammel, Mindel, Zusam sowie einigen Bächen, die in diese Flüsse münden; → siehe auch: Liste der Gewässer im Flusssystem Günz und Liste der Gewässer im Flusssystem Mindel;

Der höchste Punkt des ehemaligen Landkreises liegt bei Weiler mit ungefähr 605m ü. NN, der tiefste im Kammeltal bei Ried beziehungsweise Behlingen mit 470m ü. NN.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Bei seiner Auflösung hatte der Landkreis 49 Gemeinden[1]. Im Jahr 1900 hatte der damals noch Bezirksamt Krumbach genannte Landkreis noch drei Gemeinden mehr. Im Jahr 1902 wurde Hürben nach Krumbach eingemeindet. Drei Jahre später schlossen sich die Gemeinden Bayersried und Ursberg zur Gemeinde Bayersried-Ursberg zusammen[2]. Im Jahr 1926 schloss sich die Gemeinde Höselhurst der Gemeinde Wattenweiler an[3].

Bei den Gemeinden, die aufgelöst wurden, ist in Klammern vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört. Die Gemeinden, die heute noch bestehen, sind fett geschrieben.

Der ehemalige Landkreis Krumbach vor der Gebietsreform im Jahr 1972; eingezeichnet sind alle für Gemeinden namensgebende Orte; alle nicht fett beschrifteten Gemeinden wurden im Zuge der Gebietsreform aufgelöst;

Städte

Märkte

Gemeinden

Gemeindefreie Gebiete[2]
Buch
Ebershauser-Nattenhauser Wald (besteht heute noch)
Großer Buchwald
Lettenberg
Winzer Wald (besteht heute noch)

Bezirksamtmänner beziehungsweise Landräte 1862–1972[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Habel: Landkreis Krumbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Bd. 29, ISSN 0522-5264). Deutscher Kunstverlag, München 1969.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite über den ehemaligen Landkreis Krumbach bei verwaltungsgeschichte.de
  2. a b Seite über den ehemaligen Landkreis Krumbach bei gemeindeverzeichnis.de – abgerufen am 24. Oktober 2009
  3. Internetseite der Marktgemeinde Neuburg an der Kammel