Landkreis Kusel
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Verwaltungssitz: | Kusel |
| Fläche: | 573,42 km² |
| Einwohner: |
71.848 (31. Dez. 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 125 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | KUS |
| Kreisschlüssel: | 07 3 36 |
| NUTS: | DEB3G |
| Kreisgliederung: | 98 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Trierer Straße 49–51 66869 Kusel |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Winfried Hirschberger (SPD) |
| Lage des Landkreises Kusel in Rheinland-Pfalz | |
Der Landkreis Kusel ist ein Kreis im Südwesten von Rheinland-Pfalz, Deutschland. Benachbarte Kreise sind (nach dem Uhrzeigersinn): Landkreis Birkenfeld, Landkreis Bad Kreuznach, Donnersbergkreis, Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz und Saarpfalz-Kreis, Landkreis Neunkirchen und Landkreis St. Wendel im Saarland. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Dörfern mit weniger als 1000 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Der Landkreis Kusel liegt im Nordpfälzer Bergland. Höchste Erhebungen sind der Steinberg (406 m), der Selberg (546 m), der Potzberg (562 m) und der Königsberg (568 m). Größte Flüsse sind die Lauter und der Glan. Im Süden hat der Kreis Anteil an der Kaiserslauterer Senke.
Geschichte [Bearbeiten]
Der heutige Kreis Kusel entstammt einem zu Anfang des 19. Jahrhunderts gebildeten Verwaltungsbezirks, als die Pfalz an Bayern fiel. 1939 wurde hieraus der Landkreis Kusel. 1947 verließen die Ostertaler Orte Osterbrücken, Hoof, Marth, Saal, Niederkirchen und Bubach (heute Stadtteile der Kreisstadt St. Wendel) nach einer Volksabstimmung den Kreis. Hauptanliegen der Ostertaler Bevölkerung war die Arbeitsplatzsicherheit für die meist im Saarland arbeitenden Menschen. Die Ängste schienen begründet, da 1929 Pfälzer die ersten waren, die von Entlassungen im damals französisch verwalteten Saargebiet betroffen waren. Bei der Kreisreform 1969/72 wurden die Grenzen des Landkreises etwas verändert. Teile des Kreises Birkenfeld wurden dem Kreis Kusel zugeordnet, wobei es sich um die meisten nördlich des Glan liegenden Orte im heutigen Kreisgebiet handelte. Im Gegenzug wurden die heutigen Gemeinden Becherbach (inklusive Gangloff und Roth), Reiffelbach und Schmittweiler dem Kreis Bad Kreuznach zugeschlagen. Außerdem wurden einzelne Gemeinden, die im südlichen Teil des Kreises lagen, dem Landkreis Kaiserslautern zugeordnet. 1994 wurden durch das rheinland-pfälzische „Landesgesetz über die Auflösung des Gutsbezirks Baumholder und seine kommunale Neugliederung“ vom 2. Nov. 1993 (GVBl. S. 518) Teile des Truppenübungsplatzes Baumholder, darunter die ehemaligen Gemarkungen Ilgesheim und Oberjeckenbach, in den Landkreis Kusel umgegliedert.[2]
Die alten Grenzen zeigen sich heute noch in den Gliederungen der evangelischen und der katholischen Kirche. Teile der Verbandsgemeinden Kusel und Lauterecken gehören zum Kirchenkreis St. Wendel, welcher zur Evangelischen Kirche im Rheinland gehört. Die restlichen Gemeinden im Kreis gehören der Evangelischen Kirche der Pfalz an. Ebenso verläuft die Grenze zwischen den Bistümern Trier und Speyer.
Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.
Politik [Bearbeiten]
Landräte [Bearbeiten]
- 1946-1948: Theodor Henrich
- 1948-1956: Erwin Simon
- 1956-1985: Gustav Adolf Held (SPD)
- seit 1985: Dr. Winfried Hirschberger (SPD)
Kreistag [Bearbeiten]
Bei den Wahlen zum Kreistag am 7. Juni 2009 ergab sich folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2009 |
Sitze 2009 |
% 2004 |
Sitze 2004 |
% 1999 |
Sitze 1999 |
|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 39,3 | 15 | 40,7 | 15 | 51,0 | 22 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 25,2 | 10 | 33,4 | 13 | 28,4 | 12 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 7,1 | 3 | 5,0 | 2 | 3,9 | 2 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 6,6 | 2 | 4,8 | 2 | 3,6 | 1 |
| LINKE | Die Linke | 6,6 | 2 | – | – | – | – |
| FWG | Freie Wählergruppe | 10,3 | 4 | 16,0 | 6 | 8,5 | 3 |
| Jung | Wählergruppe | 4,9 | 2 | – | – | – | – |
| REP | Die Republikaner | – | – | – | – | 4,7 | 2 |
| gesamt | 100,0 | 38 | 100,0 | 38 | 100,0 | 42 | |
| Wahlbeteiligung in % | 59,1 | 61,7 | 66,8 | ||||
Aufgrund sinkender Einwohnerzahlen in den letzten Jahren ist die Zahl der Sitze im Kreistag von 42 auf 38 verringert worden.
Wappen [Bearbeiten]
Beschreibung:
Gespalten: Vorne in Schwarz ein linksgewendeter, rot bewehrter goldener Löwe, hinten in Silber ein rot bewehrter, blauer Löwe. (Wappen-Genehmigung 13. Dezember 1965)
Bedeutung:
Die beiden Löwen stehen für die beiden Herrschaften, die sich das überwiegende Kreisgebiet früher teilten, der goldene Löwe der Herrschaft Pfalz-Zweibrücken und der blaue Löwe der Grafschaft Veldenz.
- Siehe auch Liste der Wappen im Landkreis Kusel
Verkehr [Bearbeiten]
Im Landkreis Kusel erbaute die Gesellschaft der Pfälzischen Nordbahnen das Eisenbahnnetz. Schon 1868 wurde die Kreisstadt Kusel mit Landstuhl verbunden. Fünfzehn Jahre später – 1883 – entstand die Linie Kaiserslautern–Lauterecken. Von hier ging es 1896 weiter talabwärts in Richtung Nahetal nach Odernheim. In der Gegenrichtung konnte man ab 1904 bis Altenglan und unter Benutzung der Kuseler Bahn weiter von Glan-Münchweiler nach Homburg fahren.
Aus militärischen Gründen führte die Deutsche Reichsbahn 1936 die Kuseler Strecke weiter nach Schwarzerden und besaß nun ein Netz von 81 km Länge im heutigen Kreisgebiet. Davon wurde über die Hälfte stillgelegt:
- 1951: Kusel – Pfeffelbach (– Schwarzerden), 9 km
- 1981: Homburg – Jägersburg – Waldmohr (– Homburg), 12 km
- 1985: Altenglan – Lauterecken-Grumbach, 20 km
- 1986: Lauterecken-Grumbach – Odenbach (– Staudernheim), 8 km
Wichtige Bahnhöfe im Kreis gebiet sind Altenglan, Glan-Münchweiler, Kusel, Lauterecken-Grumbach und Wolfstein.
Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 62 Pirmasens–Kusel–Birkenfeld. Durch den Süden des Kreises führt außerdem ein kleines Stück der Bundesautobahn 6. Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 420 und B 423.
Städte und Gemeinden [Bearbeiten]
(Einwohner am 31. Dezember 2011[3])
Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:
(Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung *)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ zum Kartenvergleich: alte Gemeindegrenzenkarte: Walther Hubatsch (Hg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Band 7, Marburg/Lahn, 1978, Karten-Anlage 8; neue Gemeindegrenzenkarte: Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Rheinland-Pfalz (Hg.): Übersichtskarte mit Gemeindegrenzen Ausgabe B, ISBN 3-89637-316-1
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB)
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website des Landkreises Kusel
- Literatur von Landkreis Kusel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Ahrweiler | Altenkirchen (Westerwald) | Alzey-Worms | Bad Dürkheim | Bad Kreuznach | Bernkastel-Wittlich | Birkenfeld | Cochem-Zell | Donnersbergkreis | Eifelkreis Bitburg-Prüm | Frankenthal (Pfalz) | Germersheim | Kaiserslautern | Kaiserslautern (Stadt) | Koblenz | Kusel | Landau in der Pfalz | Ludwigshafen am Rhein | Mainz | Mainz-Bingen | Mayen-Koblenz | Neustadt an der Weinstraße | Neuwied | Pirmasens | Rhein-Hunsrück-Kreis | Rhein-Lahn-Kreis | Rhein-Pfalz-Kreis | Speyer | Südliche Weinstraße | Südwestpfalz | Trier | Trier-Saarburg | Vulkaneifel | Westerwaldkreis | Worms | Zweibrücken
