Landkreis Limburg-Weilburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Limburg-Weilburg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Limburg-Weilburg hervorgehoben50.3868758.0595138888889Koordinaten: 50° 23′ N, 8° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Verwaltungssitz: Limburg a. d. Lahn
Fläche: 738,48 km²
Einwohner: 169.904 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 230 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LM, WEL
Kreisschlüssel: 06 5 33
Kreisgliederung: 19 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Schiede 43
65549 Limburg a. d. Lahn
Webpräsenz: www.landkreis-limburg-weilburg.de
Landrat: Manfred Michel (CDU)
Lage des Landkreises Limburg-Weilburg in Hessen
Kassel Landkreis Kassel Werra-Meißner-Kreis Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Waldeck-Frankenberg Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-Kreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Gießen Main-Kinzig-Kreis Wetteraukreis Rheingau-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Wiesbaden Main-Taunus-Kreis Kreis Groß-Gerau Frankfurt am Main Offenbach am Main Landkreis Offenbach Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Odenwaldkreis Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz Bayern Nordrhein-Westfalen Niedersachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Naturräume im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen

Der Landkreis Limburg-Weilburg liegt im Regierungsbezirk Gießen im Land Hessen. Kreisstadt ist Limburg a. d. Lahn. Angrenzende Kreise sind der Lahn-Dill-Kreis, Hochtaunuskreis und Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, sowie der Rhein-Lahn-Kreis und der Westerwaldkreis im Land Rheinland-Pfalz.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis liegt zwischen den Mittelgebirgen Taunus und Westerwald in Mittelhessen. Dabei wird ein großer Teil des Kreisgebietes von den Tallandschaften der Lahn (Weilburger Lahntalgebiet und Limburger Becken) eingenommen, welche den Kreis von Nordosten nach Südwesten durchfließt. Das Limburger Becken bildet mit seiner Boden- und Klimagunst eine der ertragreichsten Agrarlandschaften Hessens und hat darüber hinaus als Lahnübergang seit dem Mittelalter eine hohe verkehrsgeographische Bedeutung. Im Anschluss an das Limburger Becken setzt sich der Goldene Grund im Emsbachtal fort. Dort ist ebenfalls ein sehr ertragreiches Agrargebiet. Nördlich des Limburger Beckens und dem weiter östlich verlaufenden Weilburger Lahntalgebiets liegen Teile des Kreises im Westerwald. Südlich davon erstreckt sich der Landkreis im östlichen Hintertaunus mit den Hochflächen und dem Weiltal mit seinen Nebentälern.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2012 zählte der Landkreis Limburg-Weilburg 169.904 Einwohner. Gemäß der Ergebnisse des Zensus 2011 gab es im Landkreis mehr Frauen (50,8 Prozent) als Männer (49,2 Prozent). Der Ausländeranteil lag bei 7,2 Prozent, während sich der Anteil an der Bevölkerung mit Migrationshintergrund auf 18,1 Prozent bezifferte.[2] 44,7 Prozent der Einwohner waren laut Zensus römisch-katholisch, während 31,8 Prozent der evangelischen Kirche angehörten. 23,5 Prozent waren weiteren Glaubensgemeinschaften zugehörig, gehörten keiner Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angaben.

Geschichte[Bearbeiten]

Weit über das Frühmittelalter hinaus datieren frühgeschichtliche Funde, wie das eiszeitliche Lössprofil, das bei archäologischen Grabungen auf dem Gelände der ICE-Stadt Limburg gefunden wurde. Siedlungsspuren aus der mittleren Altsteinzeit (vor etwa 100.000 Jahren) bezeugen die heute zerstörten Steinkistenfunde von Niedertiefenbach, Ober- und Niederzeuzheim, die zerstörte Wildscheuerhöhle bei Steeden und die Wallanlage auf der Dornburg bei Wilsenroth. Im Südkreis stehen die Hünengräber aus der Hallstattzeit (750–450 v. Chr.) für eine Siedlungskontinuität ebenso wie die merowingischen Gräber in Neesbach. Das Kreisgebiet birgt in einigen Gemarkungen eine besondere Funddichte und jedes Fundstück dokumentiert die einstige Bedeutung der Region, des Niederlahngaus.

Die im fränkischen Reich hoch angesehene frühmittelalterliche gräfliche Adelsfamilie der Konradiner beherrschte den Lahnraum des heutigen Kreisgebietes. Zu der Gründung einer Stiftkirche auf der Lintpurc, dem ersten urkundlichen Zeugnis von 910 für die heutige Kreisstadt Limburg an der Lahn, gesellt sich das Walpurgisstift in Weilburg. Auch für das Weilburger Stift liegt eine Urkunde vor, nach der Konrad I. dem Stift für das Seelenheil seiner Vorfahren 912 eine Güterschenkung zukommen ließ. Die konradinische Hauspolitik bezeugt eine große verkehrspolitische Weitsicht bei der Erschließung ihres Territoriums. Im Abstand von Tagesetappen sicherten die Konradiner ihren Herrschaftsraum durch Stiftsgründungen entlang der Lahn (Limburg, Weilburg, Wetzlar) und auf dem Westerwald (Montabaur). Reichspolitisch erfährt die Familie mit König Konrad I., der einzige konradinische Herrscher auf dem deutschen (ostfränkischen) Thron, ihren Zenit. Auf dem Sterbebett, so überliefert der Chronist Widukind, habe Konrad staatsmännische Größe gezeigt, als er seinen Bruder bat, die Reichsinsignien seinem erbitterten Gegner, dem Sachsenherzog Heinrich, zu überbringen, dem so genannten Weilburger Testament.

Limburg am Schnittpunkt wichtiger alter Straßen kam (samt Burg und Stiftsvogtei) zu Beginn des 13. Jahrhunderts an die Herren von Ysenburg, 1344 zur Hälfte, 1420 ganz an das Kurfürstentum Trier und blieb bis zur Säkularisation im Jahr 1803 trierisch und damit katholisch. Im Jahr 1803 ging es an Nassau-Weilburg, 1806 an das Herzogtum Nassau und mit diesem 1866 an Preußen.

Weilburg, über einer großen Lahnschleife gelegen, ursprünglich ebenfalls im Besitz der Konradiner Grafen, hatten die Wormser Bischöfe seit dem 10. Jahrhundert als Reichslehen. Als deren Vögte fungierten seit 1195 die Grafen von Nassau, die 1294, als mit Adolf einer der ihren deutscher König war, Ort und Burg als Eigentum erwarben. Die Stadt (seit 1295) wurde 1355 Residenz der Grafen (ab 1737 Fürsten) von Nassau-Weilburg und blieb dies bis 1816.

Während der von Trier beherrschte Teil katholisch war, trat das Haus Nassau zum protestantischen Glauben über. Der erst 19-jährige Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg berief im Herbst 1526 den evangelischen Pfarrer Erhard Schnepf nach Weilburg. Seine öffentliche Disputation im Hause des Stiftsdekans am 31. Oktober des gleichen Jahres gilt als Beginn der Reformation in Weilburg.

Die Glaubenszerrissenheit des 17. Jahrhunderts lässt sich am Haus Nassau-Hadamar besonders gut veranschaulichen. Johann VI. von Nassau-Dillenburg war zunächst Lutheraner, dann überzeugter Calvinist und ließ seinen fünften am 12. August 1590 in dritter Ehe mit Johannetta von Sayn-Wittgenstein geborenen Sohn Johann Ludwig in diesem Sinne erziehen. Johann Ludwig von Nassau-Hadamar, 1650 in den Reichsfürstenstand erhoben, trat 1629 zum Katholizismus über und vollzog mit großem Eifer und mit Hilfe der von ihm ins Land geholten Jesuiten die Rekatholisierung der Grafschaft. Das 1652 von ihm initiierte Gymnasium wurde bis 1773 von Jesuiten geleitet. Er tolerierte weiterhin den reformierten Glauben seiner Gattin, Gräfin Ursula von Lippe-Detmold. Als kaiserlicher Gesandter stellte er 1638 in Köln, Münster und Osnabrück bei den Verhandlungen über den Westfälischen Frieden sein diplomatisches Geschick unter Beweis. Die Kandidatur des inzwischen verwitweten Fürsten auf den Bischofsstuhl von Münster (1650) scheiterte jedoch.

Aus den territorialen Veränderungen der deutschen Länder zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging das Herzogtum Nassau (1806) hervor, dessen Regierung zunächst in gemeinsamer Hand von Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen und Fürst Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg lag. Nach deren beider Tod 1816 ging die alleinige Regentschaft an das nassau-weilburgische Haus über. Das Schloss in Weilburg, das heute den Rahmen für die Weilburger Schlosskonzerte bietet, trat nun hinter das Biebricher Schloss in Wiesbaden zurück. Nassau, das 1866 auf Seiten Österreichs kämpfte, wurde zur Kriegsbeute und am 20. September 1866 offiziell durch Preußen annektiert. Herzog Adolph ging nach Luxemburg und wurde Großherzog von Luxemburg. Nassau bestand als Regierungsbezirk Wiesbaden in der Provinz Hessen-Nassau (mit Kassel) fort.

Das Gebiet um Weilburg war schon früh Teil des Herzogtums Nassau. Nach der im Juni 1866 erfolgten Besetzung durch das Königreich Preußen wurde 1867, durch die preußische Verordnung vom 22. Februar, der Oberlahnkreis mit Weilburg als Sitz gebildet. Fast 20 Jahre später entstand 1886 aus den Ämtern Limburg (vorher Unterlahnkreis), Hadamar (vorher Oberlahnkreis) und Camberg (vorher Untertaunuskreis) der Kreis Limburg mit Sitz in Limburg an der Lahn.

Im Rahmen der hessischen Kreisreform vereinigte sich der Oberlahnkreis mit dem Kreis Limburg durch einen freiwilligen Gebietsänderungsvertrag vom 1. Juli 1974 zum Landkreis Limburg-Weilburg. Hierbei wechselten drei Gemeinden in benachbarte Landkreise über. Hasselbach (Taunus) wurde Teil der Großgemeinde Weilrod und schloss sich somit dem Hochtaunuskreis an. Altenkirchen und Philippstein, vormals dem Oberlahnkreis zugehörig, wurden zu Stadtteilen der Stadt Braunfels und gehören somit nunmehr dem Lahn-Dill-Kreis an.

Als erster kreisweiter Verband im neu gebildeten Landkreis wurde am 20. September 1975 in Obertiefenbach der Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg gegründet. Die Delegierten der ehemaligen Kreisfeuerwehrverbände Limburg und Oberlahn hatten beschlossen, sich zusammenzuschließen.

Die ältesten Städte (mit ersten Erwähnungsdaten) sind Hadamar (832), Weilburg (906), Limburg (910) und Bad Camberg (1000).

Mit Wirkung vom 2. Januar 2013 wurde das für den ehemaligen Oberlahnkreis stehende Kfz-Kennzeichen WEL für den gesamten Landkreis als alternatives Kennzeichen zu LM wieder eingeführt.[3]

Politik[Bearbeiten]

Am 23. September 2008 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Kreistag[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
43,5 %
30,1 %
12,6 %
8,0 %
3,2 %
2,6 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,5 %p
-1,8 %p
+7,4 %p
+0,5 %p
-0,1 %p
+0,4 %p
-1,9 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f 2006: WASG
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,5 31 48,0 34
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 30,1 21 31,9 23
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,6 9 5,2 4
FWG Freie Wähler Limburg-Weilburg 8,0 6 7,5 5
FDP Freie Demokratische Partei 3,2 2 3,3 2
LINKE Die Linke 2,6 2
REP Die Republikaner 1,9 1
DIE LINKE.WASG Die Linke.WASG 2,2 2
Gesamt 100,0 71 100,0 71
Wahlbeteiligung in % 47,2 46,1

Landrat[Bearbeiten]

Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg ist seit 22. Dezember 2006 Manfred Michel (CDU) nach erfolgreicher Direktwahl am 26. November 2006. Er wurde Nachfolger von Manfred Fluck (SPD), der aus Altersgründen ausschied. Bei der Direktwahl am 9. September 2012 verteidigte Manfred Michel sein Amt mit 62,6 Prozent der Stimmen.

Seit der Entstehung des Landkreises Limburg-Weilburg gab es vier Landräte. 1974 übernahm der Landrat des ehemaligen Kreises Limburg, Heinrich Anton Wolf (CDU), kommissarisch diese Aufgabe im neu geschaffenen Landkreis, bevor Georg Wuermeling (CDU) in dieses Amt im Februar 1975 gewählt wurde. Nachfolger wurde im Juli 1989 Manfred Fluck (SPD), der im Jahr 2006 sein inzwischen direkt gewähltes Amt abgab.

Helmut Jung (SPD) ist seit 2007 Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Limburg-Weilburg. Er wurde im Februar 2007 vom Kreistag gewählt und am 16. März 2007 in sein Amt eingeführt. Er wurde Nachfolger von Manfred Michel.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Landkreis Limburg-Weilburg
Blasonierung:

„In Blau ein durchgehendes, rot-silbern geschachtes Kreuz, belegt mit einem blauen Schild, darin zwischen goldenen Schindeln ein rot bewehrter goldener Löwe.[4]

Beschreibung:

Das Kreuz steht für das Bistum Limburg und wurde bereits im alten Kreiswappen von Limburg aus dem Jahre 1957 geführt. Der Löwe ist das Wappensymbol von Nassau, der bereits im früheren Kreiswappen des Oberlahnkreises von 1936 zu sehen war. (Wappen-Verleihung: 18. April 1975)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die wichtigste Fernverkehrsstraße des Landkreises Limburg-Weilburg ist die Bundesautobahn 3 (FrankfurtKöln) mit den Anschlussstellen 42 (Limburg-Nord), 43 (Limburg-Süd) und 44 (Bad Camberg). Wichtige Bundesstraßen sind die B 8, B 49 (Lange Meil), B 54, B 417 und B 456.

Durch den Kreis führt auch die Trasse der ICE-Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. In Limburg, in unmittelbarer Nähe zur Anschlussstelle Limburg-Süd der A 3, befindet sich ein ICE-Fernbahnhof.

Bildung[Bearbeiten]

Der Landkreis Limburg-Weilburg ist Träger von 37 Grundschulen, drei kombinierten Grund- und Hauptschulen, sechs Grund-, Haupt- und Realschulen, drei Haupt- und Realschulen, zwei Gymnasien, zwei integrativen Gesamtschulen, drei kooperative Gesamtschulen, vier Förderschulen und vier beruflichen Schulen. Im Jahr 2006 wurden diese Schulen von rund 29.000 Schülern besucht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Limburger Dom
Das Weilburger Schloss

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012[5])

Städte

  1. Limburg a. d. Lahn (33.619)
  2. Bad Camberg (13.912)
  3. Weilburg (12.663)
  4. Hadamar (12.131)
  5. Runkel (9577)

Gemeinden

  1. Beselich (5541)
  2. Brechen (6547)
  3. Dornburg (8470)
  4. Elbtal (2286)
  5. Elz (8037)
  6. Hünfelden (9727)
  7. Löhnberg (4285)
  8. Mengerskirchen, Marktflecken (5645)
  9. Merenberg, Marktflecken (3330)
  10. Selters (Taunus) (8047)
  11. Villmar, Marktflecken (6936)
  12. Waldbrunn (Westerwald) (5768)
  13. Weilmünster, Marktflecken (8890)
  14. Weinbach (4493)

Gemeinden im Kreis

Rheinland-Pfalz Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Lahn-Dill-Kreis Bad Camberg Beselich Brechen (Hessen) Dornburg (Hessen) Elbtal (Hessen) Elz (Westerwald) Hadamar Hünfelden Limburg an der Lahn Limburg an der Lahn Löhnberg Mengerskirchen Merenberg Runkel Selters (Taunus) Villmar Waldbrunn (Westerwald) Weilburg Weilmünster WeinbachStädte und Gemeinden im Landkreis
Über dieses Bild

Partnerschaft[Bearbeiten]

Seit rund 50 Jahren besteht eine enge, von lebendiger Aufgeschlossenheit geprägte Freundschaft mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin. Im Mai 1962 – wenige Monate nach dem Mauerbau – fuhren Vertreter des früheren Oberlahnkreises an die Spree, um dort ihre Solidarität mit den Menschen der zweigeteilten Stadt zu bekunden. Sie übernahmen inmitten Kreuzbergs, in der Hagelberger Straße, die Patenschaft für ein Kinderheim, das fortan Weilburger Land heißt. Damit legten sie den Grundstein zur offiziellen Partnerschaft, die am 22. März 1980 und 28. Juni 1980 in Berlin und Limburg feierlich begründet wurde. Was diese Partnerschaft besonders auszeichnet, sind die vielfältigen persönlichen Bindungen und Kontakte zwischen Vereinen und Schulen, Begegnungen von Sportlern, Polizeibeamten oder in den Personalräten aus Limburg-Weilburg und Berlin.

Kreishaus[Bearbeiten]

Kreisverwaltung in Limburg an der Lahn

Sitz der Kreisverwaltung ist das Kreishaus in Limburg an der Lahn mit Adresse Schiede 43. Das dreigeschossige Gebäude mit hohem Walmdach steht unter Denkmalschutz und wurde 1925/26 nach Plänen der Architekten F. Gais und G. Schaupp aus Frankfurt errichtet. Die elfachsige westliche Front folgt dem leicht gebogenen Verlauf der Schiede, während die südlichen Bauabschnitte vom Straßenverlauf zurückspringen, um so die Einmündung der Diezer Straße optisch zu erweitern.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Landkreis Limburg-Weilburg: Ergebnisse des Zensus.. Abgerufen am 11. August 2013.
  3. Landkreis Limburg-Weilburg: WEL-Reservierung ist telefonisch möglich. Abgerufen am 25. November 2012.
  4. Landkreis Limburg-Weilburg: Geschichte des Landkreises Limburg-Weilburg
  5. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  6. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Schiede 43. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Limburg-Weilburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien