Rhein-Pfalz-Kreis
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Verwaltungssitz: | Ludwigshafen am Rhein |
| Fläche: | 304,88 km² |
| Einwohner: |
148.475 (31. Dez. 2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 487 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | RP |
| Kreisschlüssel: | 07 3 38 |
| NUTS: | DEB3I |
| Kreisgliederung: | 25 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Europaplatz 5 67063 Ludwigshafen am Rhein |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Clemens Körner (CDU) |
| Lage des Rhein-Pfalz-Kreises in Rheinland-Pfalz | |
Der Rhein-Pfalz-Kreis (bis 31. Dezember 2003 „Landkreis Ludwigshafen“) ist ein Landkreis im Südosten von Rheinland-Pfalz in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Der Rhein-Pfalz-Kreis liegt im Rheingraben (Oberrheinische Tiefebene). Unmittelbar benachbart liegen (im Uhrzeigersinn) die kreisfreie Stadt Worms, der hessische Kreis Bergstraße, die Städte Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein und das baden-württembergische Mannheim , der ebenfalls baden-württembergische Rhein-Neckar-Kreis, die Stadt Speyer, sowie der baden-Württembergische Kreis Karlsruhe, und die Kreise Germersheim, Südliche Weinstraße und Bad Dürkheim.
[Bearbeiten] Klima
Es herrscht ein sehr mildes Klima. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt meist nicht einmal 500 mm. Im Sommer ist es sehr heiß und schwül (liegt in der wärmsten Region Deutschlands, dem Rheingraben), dazu gibt es Gewitter mit überdurchschnittlich stark ausgeprägten Begleiterscheinungen. Im Winter ist die Region schneearm.
[Bearbeiten] Geschichte
1886 wurde das Bezirksamt Ludwigshafen gegründet. Dieser Gründungsakt war eine der letzten Amtshandlungen des bayerischen Königs Ludwig II.. Da die Bevölkerung rund um Speyer stark angewachsen war, war eine Teilung des bisherigen Bezirksamtes Speyer notwendig geworden. 1920 wurde die Stadt Ludwigshafen aus dem Bezirksamt ausgegliedert und erhielt den Status einer kreisunmittelbaren Stadt,[2] ab 1935 Stadtkreis genannt. Aus dem Bezirksamt Ludwigshafen ging 1939 der gleichnamige Landkreis hervor,[3] welcher 1969 um den aufgelösten Landkreis Speyer, den östlichen Teil des ebenfalls aufgelösten Landkreises Frankenthal sowie den Ort Rödersheim aus dem Landkreis Neustadt an der Weinstraße vergrößert wurde, wobei man Rödersheim mit Alsheim-Gronau zur Ortsgemeinde Rödersheim-Gronau vereinigte.
Am 19. Mai 2003 beschloss der Kreistag, den Landkreis in „Rhein-Pfalz-Kreis“ umzubenennen. Am 27. August 2003 wurde die Namensänderung vom Mainzer Innenministerium genehmigt. Die entsprechende Urkunde nahm Landrat Werner Schröter am 28. Oktober 2003 in Mutterstadt aus den Händen von Innenminister Walter Zuber entgegen. Am 18. August 2005 wurde schließlich auch die Änderung des Kfz-Kennzeichens genehmigt. Seit dem 1. September 2005 tragen neu angemeldete Fahrzeuge das Kennzeichen RP statt des bisherigen LU.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Kreistag
Der Kreistag wurde zuletzt am 7. Juni 2009 gewählt:
| Parteien und Wählergemeinschaften |
% 2009 |
Sitze 2009 |
% 2004 |
Sitze 2004 |
% 1999 |
Sitze 1999 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 39,1 | 18 | 42,5 | 20 | 45,1 | 21 |
| SPD | 29,7 | 14 | 26,9 | 12 | 35,2 | 16 |
| FDP | 9,8 | 4 | 6,0 | 3 | 4,5 | 2 |
| FWG | 8,5 | 4 | 11,7 | 5 | 6,4 | 3 |
| GRÜNE | 8,5 | 4 | 8,1 | 4 | 5,3 | 2 |
| REP | 3,5 | 2 | 4,9 | 2 | 3,5 | 2 |
| LINKE | 0,9 | 0 | - | - | - | - |
| gesamt | 100,0 | 46 | 100,0 | 46 | 100,0 | 46 |
| Wahlbeteiligung in % | 56,7 | 61,0 | 65,6 | |||
[Bearbeiten] Landräte
- 1946–1948: Franz Theato (SPD) - nur für Teilgebiet
- 1948–1956: Rudolf Hammer (SPD) - nur für Teilgebiet
- 1956–1964: Dr. Kurt Becker-Marx (SPD) - nur für Teilgebiet[4]
- 1964–1969: Dr. Hermann Scherer (SPD) - nur für Teilgebiet
- 1969–1983: Dr. Paul Schädler (CDU)
- 1983–2001: Dr. Ernst Bartholomé (CDU)[5]
- 2001-2009: Werner Schröter (SPD)
- seit 2009: Clemens Körner (CDU)
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: Im schräglinks durch einen silbernen Wellenbalken geteilten Schild nach oben rechts in Schwarz ein goldener, rotbewehrter, nach links schreitender Löwe, links unten in Blau ein silbernes schwebendes Kreuz, aufgelegt ein rotes Herzschild mit zwei goldenen Seerosenblättern, an sich zweimal kreuzenden Stengeln.
Das Wappen wurde am 18. Januar 1971 genehmigt und am 28. Oktober 1977 farblich verändert. Der Pfälzer Löwe steht für die kurpfälzischen Gebiete des Kreises und das Kreuz steht für die Gebiete des ehemaligen Hochstifts Speyer. Die Seerosenblätter symbolisieren die Auenlandschaft südlich von Ludwigshafen, der Wellenbalken den Rhein.
→ Liste der Wappen im Rhein-Pfalz-Kreis
[Bearbeiten] Kreispartnerschaften
- 1964 mit Schnals und Naturns in Südtirol, Italien. Der Kreis Speyer brachte die Partnerschaften mit Schlanders und Martelltal, ebenfalls in Südtirol, mit ein.
- 1983 mit Kinyami, Ruanda
- Nach der Wiedervereinigung entstand mit dem Saalkreis in Sachsen-Anhalt eine Partnerschaft
- 1991 mit Radviliškis in Litauen
- 2002 mit dem Kreis Opole in Polen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Die Kaufkraft der Kreisbevölkerung liegt um 16 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 6 (Saarbrücken–Mannheim), 61 (Speyer–Koblenz), 65 (Karlsruhe–Ludwigshafen) und 650 (Bad Dürkheim–Ludwigshafen). Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 9 (Wörth am Rhein–Kleve), sowie als Schifffahrtsweg der Rhein.
Das Gebiet des Kreises ist auch relativ gut für den Schienenverkehr erschlossen. Unter anderem gibt es sechs S-Bahn-Stationen.
[Bearbeiten] Kultur und Freizeit
Der Kreis beherbergt die größte Kreisvolkshochschule von Rheinland-Pfalz. Außerdem gibt es eine Kreismusikschule, zwei Gymnasien, eine Integrierte Gesamtschule und drei Realschulen.
[Bearbeiten] Sport
Auf der Website des Kreises heißt es:
- „Kaum ein Jahr vergeht, in dem nicht wenigstens eine Deutsche Meisterschaft in irgendeiner Disziplin zu verzeichnen ist.“
Zu den herausragenden Sportvereinen gehören die Ringer vom VfK Schifferstadt und die Gewichtheber vom AC Mutterstadt.
Für den Breitensport stehen vier Kreisbäder, Badeseen und weitere Sportstätten bis zum Golfpark Kurpfalz (bei Limburgerhof) zur Verfügung.
[Bearbeiten] Camping
In den Rheinauen befindet sich das mit 123 Hektar Fläche umfangreichste Campinggebiet Deutschlands. Nahezu 5.000 Stellplätze für Wohnwägen sind dauerhaft vermietet.
[Bearbeiten] Städte und Gemeinden
(Einwohner am 31. Dezember 2010[6])
[Bearbeiten] Verbandsfreie Gemeinden/Städte
| Altrip | 7653 Einwohner | 10,5 km² | ||
| Bobenheim-Roxheim | 9878 Einwohner | 20,5 km² | ||
| Böhl-Iggelheim | 10.456 Einwohner | 32,8 km² | ||
| Lambsheim | 6369 Einwohner | 12,8 km² | ||
| Limburgerhof | 10.834 Einwohner | 9,0 km² | ||
| Mutterstadt | 12.659 Einwohner | 20,5 km² | ||
| Neuhofen | 7041 Einwohner | 12,3 km² | ||
| Römerberg Sitz: Heiligenstein |
9305 Einwohner | 27,9 km² | ||
| Stadt Schifferstadt | 19.375 Einwohner | 28,0 km² |
[Bearbeiten] Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden
Sitz der Verbandsgemeinde *
| Verbandsgemeinde Dannstadt- Schauernheim |
12.783 Einwohner | 33,2 km² | |||
| Dannstadt- Schauernheim * |
6897 Einwohner | 15,3 km² | |||
| Hochdorf- Assenheim |
3059 Einwohner | 9,7 km² | |||
| Rödersheim- Gronau |
2827 Einwohner | 8,2 km² | |||
| Verbandsgemeinde Dudenhofen |
11.188 Einwohner | 27,1 km² | |||
| Dudenhofen * | 5706 Einwohner | 13 km² | |||
| Hanhofen | 2420 Einwohner | 5,8 km² | |||
| Harthausen | 3062 Einwohner | 8,4 km² | |||
| Verbandsgemeinde Heßheim |
9566 Einwohner | 24,9 km² | |||
| Beindersheim | 3018 Einwohner | 5,7 km² | |||
| Großniedesheim | 1367 Einwohner | 3,8 km² | |||
| Heßheim * | 2991 Einwohner | 5,8 km² | |||
| Heuchelheim bei Frankenthal |
1258 Einwohner | 5,8 km² | |||
| Kleinniedesheim | 932 Einwohner | 3,9 km² | |||
| Verbandsgemeinde Maxdorf |
12.714 Einwohner | 16,9 km² | |||
| Birkenheide | 3159 Einwohner | 2,9 km² | |||
| Fußgönheim | 2546 Einwohner | 6,7 km² | |||
| Maxdorf * | 7009 Einwohner | 7,4 km² | |||
| Verbandsgemeinde Waldsee |
8654 Einwohner | 28,5 km² | |||
| Otterstadt | 3314 Einwohner | 15,6 km² | |||
| Waldsee * | 5340 Einwohner | 12,9 km² |
[Bearbeiten] Literatur
- Heimatkalender des Landkreises Ludwigshafen am Rhein. Hrsg. von der Kreisverwaltung. Schiffer, Rheinberg (Rhld.) Jg. 1960 (1959).
- Hans-Einhart Springmann (Red.): Kreis Ludwigshafen 1970/71. Hrsg.: Kreis Ludwigshafen. Geier, Schifferstadt 1971.
- Heimat-Jahrbuch. Rhein-Pfalz-Kreis (anfangs: Landkreis Ludwigshafen). Hrsg.: Kreisverwaltung. Bd. 1. 1985–. ISSN 0939-0103. (Index in Bd. 21. 2005, S. 81–157.)
- Gerhard Sellinger: Daheim im Rhein-Pfalz-Kreis. Sellinger, Schifferstadt 2010. (Enthält Biographien bekannter Kreisbürger.)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ http://territorial.de/index.htm
- ↑ http://territorial.de/index.htm
- ↑ Rainer Rund: Dr. Kurt Becker-Marx (1921-2004). Der dritte Nachkriegs-Landrat im ehemaligen Landkreis Ludwigshafen. In: Heimat-Jahrbuch. Rhein-Pfalz-Kreis. Bd. 27 (2010), S. 126-141.
- ↑ Dr. Ernst Bartolomä. In: Gerhard Sellinger: Daheim im Rhein-Pfalz-Kreis. Sellinger, Schifferstadt 2010, S. 19.
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB)
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website des Rhein-Pfalz-Kreises
- Literatur von Rhein-Pfalz-Kreis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur über Rhein-Pfalz-Kreis in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
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