Landkreis Märkisch-Oderland

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Märkisch Oderland Deutschlandkarte, Position des Landkreises Märkisch Oderland hervorgehoben52.6114.15Koordinaten: 52° 37′ N, 14° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Seelow
Fläche: 2.127,99 km²
Einwohner: 187.668 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Kreisschlüssel: 12 0 64
Kreisgliederung: 45 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Puschkinplatz 12
15306 Seelow
Webpräsenz: www.maerkisch-oderland.de
Landrat: Gernot Schmidt (SPD)
Lage des Landkreises Märkisch Oderland in Brandenburg
Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Märkisch-Oderland ist ein Landkreis im Osten des Landes Brandenburg. Benachbart sind im Norden der Landkreis Barnim, im Osten die Republik Polen, im Süden die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) und der Landkreis Oder-Spree und im Westen das Land Berlin. Der Naturpark Märkische Schweiz liegt im Landkreis. Die Grenzziehung erfolgte nach dem Prinzip der Bildung von Sektoralkreisen.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis, der im östlichen Brandenburg östlich der Bundeshauptstadt Berlin liegt, umfasst die Landschaften des Oberbarnims, den deutschen Teil des Landes Lebus und das Oderbruch bis zum deutsch-polnischen Grenzfluss Oder.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis entstand 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Bad Freienwalde, Seelow, Strausberg und teilweise aus dem Kreis Fürstenwalde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Märkisch-Oderland (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992 Gebietsstand: 6. Dezember 1993).[2]

Jahr Einwohner
1990 173.557
1991 171.572
1992 170.995
1993 169.985
1994 170.631
1995 172.577
1996 175.033
1997 178.958
1998 182.968
1999 186.573
Jahr Einwohner
2000 188.277
2001 189.634
2002 190.678
2003 191.729
2004 192.131
2005 192.122
2006 191.998
2007 191.640
2008 191.241
2009 191.067
Jahr Einwohner
2010 190.502
2011 187.085
2012 186.925
2013 187.668
Windräder vor Mohnblumen in Märkisch-Oderland

Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen[Bearbeiten]

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons.

Politik[Bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten]

  • 1993–1997: Gunter Fritsch (SPD)
  • 1997–2005: Jürgen Reinking (SPD)
  • seit 2005: Gernot Schmidt (SPD)

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2008[3][4]
 %
40
30
20
10
0
30,59 %
23,38 %
16,78 %
7,49 %
7,30 %
3,70 %
3,29 %
2,83 %
4,64 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+5,74 %p
+1,31 %p
-9,72 %p
-0,58 %p
+2,00 %p
+0,51 %p
+0,85 %p
-1,46 %p
+1,35 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a 2003: PDS

Die 56 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl vom 28. September 2008 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen:[5]

Partei/Gruppierung Sitze
LINKE
17
SPD
13
CDU
9
Bauernverband
4
FDP
4
GRÜNE
2
DVU (fraktionslos)
2
Wählergruppe Pro Zukunft
2
BVB/50Plus
1
Die Rechte (fraktionslos)
1
Wählergruppe UBB (fraktionslos)
1

Bündnis 90/Die Grünen und die Wählergruppe Pro Zukunft bilden die Fraktion GRÜNE/B90-Pro Zukunft.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 2. Juli 1996 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Rot; oben wachsend ein goldbewehrter, roter Adler, die Flügel mit goldenen Kleestengeln belegt; unten ein silberner Wellenbalken, belegt mit einem roten Wellenfaden und bedeckt mit schräggekreuzten, begrifften goldenen Bootshaken, oben bewinkelt von einem goldenen Stern.“[6]

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Märkisch-Oderland.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Nach Abschluss der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 45 Gemeinden, darunter acht Städte.

Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Märkisch-Oderland

(Einwohner am 31. Dezember 2013)[7]

Städte
¹ amtsangehörige Stadt

  1. Altlandsberg (8894)
  2. Bad Freienwalde (Oder) (12.403)
  3. Buckow (Märkische Schweiz) ¹ (1500)
  4. Lebus ¹ (3144)
  5. Müncheberg (6722)
  6. Seelow * (5465)
  7. Strausberg (25.744)
  8. Wriezen * (7379)

Amtsfreie Gemeinden

  1. Fredersdorf-Vogelsdorf (12.771)
  2. Hoppegarten (16.920)
  3. Letschin (4132)
  4. Neuenhagen bei Berlin (17.185)
  5. Petershagen/Eggersdorf (14.204)
  6. Rüdersdorf bei Berlin (15.117)
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgMunicipalities in MOL.png
Über dieses Bild

Ämter und zugehörige Gemeinden
(Sitz der Amtsverwaltung *)

1. Barnim-Oderbruch (6530)
[Sitz: Wriezen]

  1. Bliesdorf (923)
  2. Neulewin (914)
  3. Neutrebbin (1483)
  4. Oderaue (1685)
  5. Prötzel (963)
  6. Reichenow-Möglin (562)

2. Falkenberg-Höhe (4613)

  1. Beiersdorf-Freudenberg (594)
  2. Falkenberg * (2274)
  3. Heckelberg-Brunow (694)
  4. Höhenland (1051)

3. Golzow (5411)

  1. Alt Tucheband (790)
  2. Bleyen-Genschmar (492)
  3. Golzow * (856)
  4. Küstriner Vorland (2598)
  5. Zechin (675)

4. Lebus (6106)

  1. Lebus, Stadt * (3144)
  2. Podelzig (879)
  3. Reitwein (454)
  4. Treplin (382)
  5. Zeschdorf (1247)

5. Märkische Schweiz (9004)

  1. Buckow (Märkische Schweiz), Stadt * (1500)
  2. Garzau-Garzin (729)
  3. Oberbarnim (1386)
  4. Rehfelde (4575)
  5. Waldsieversdorf (814)

6. Neuhardenberg (4275)

  1. Gusow-Platkow (1202)
  2. Märkische Höhe (594)
  3. Neuhardenberg * (2479)

7. Seelow-Land (4793) [Sitz: Seelow]

  1. Falkenhagen (Mark) (719)
  2. Fichtenhöhe (529)
  3. Lietzen (676)
  4. Lindendorf (1406)
  5. Vierlinden (1463)

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen MOL zugewiesen und seitdem ausgegeben.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Bad Freienwalde A bis E 1 bis 999
AA bis EZ
Altkreis Seelow F bis K
FA bis KY
Altkreis Strausberg L bis Z
LA bis ZZ

Seit dem 18. März 2013 sind zudem die Unterscheidungszeichen FRW (Bad Freienwalde), SEE (Seelow) und SRB (Strausberg) erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Märkisch-Oderland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg (PDF; 11 kB)
  3. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/publikationen/Stat_Berichte/2008/SB_B7-3-4_j05-08_BB.pdf#page=64
  4. http://www.wahlen.brandenburg.de/kw2003/kt/ergebnisse/kreis/37.html
  5. Landkreis Märkisch-Oderland Kreistagswahl (PDF; 18 kB)
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)