Landkreis Mainburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Mainburg Koordinaten fehlen
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Basisdaten (Stand 1972)
Bestandszeitraum: 1901–1972
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Verwaltungssitz: Mainburg
Einwohner: 22.062 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: MAI
Kreisschlüssel: 09 2 41
Kreisgliederung: 36 Gemeinden
Lage des Landkreises Mainburg in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Mainburg gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Niederbayern. Der Landkreis hatte vor der Auflösung 36 Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten]

Wichtige Orte[Bearbeiten]

Die größten Orte waren Mainburg, Au in der Hallertau, Aiglsbach und Volkenschwand.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Kelheim, Rottenburg an der Laaber, Landshut, Freising und Pfaffenhofen an der Ilm.

Geschichte[Bearbeiten]

Bezirksamt[Bearbeiten]

Im Jahr 1857 wurde aus 17 Gemeinden des Landgerichts Abensberg, 15 Gemeinden des Landgerichts Moosburg und vier Gemeinden des Landgerichts Pfaffenhofen a.d.Ilm, das Landgericht gebildet, das fünf Jahre später, 1862, Teil des Bezirksamtes Rottenburg an der Laaber wurde.

Im Jahr 1901 wurde aus dem Gebiet des Landgerichts Mainburg durch Ausgliederung aus dem Bezirksamt Rottenburg an der Laaber ein Bezirksamt.

Landkreis[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[1] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Mainburg.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Mainburg im Zuge der Gebietsreform in Bayern mit Teilen des Landkreises Riedenburg dem Landkreis Kelheim zugeschlagen. Weitere Gemeinden kamen zum Landkreis Landshut und zu den oberbayerischen Landkreisen Pfaffenhofen an der Ilm und Freising.[2][3]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinden des Landkreises Mainburg vor der Gemeindereform in den 1970er Jahren.[4][5] (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Aiglsbach Aiglsbach Landkreis Kelheim
Appersdorf Elsendorf Landkreis Kelheim
Attenhofen Attenhofen Landkreis Kelheim
Au i.d.Hallertau (Markt) Au i.d.Hallertau Landkreis Freising
Berg Rudelzhausen Landkreis Freising
Berghausen Aiglsbach Landkreis Kelheim
Ebrantshausen Mainburg Landkreis Kelheim
Enzelhausen Rudelzhausen Landkreis Freising
Grafendorf Rudelzhausen Landkreis Freising
Großgundertshausen Volkenschwand Landkreis Kelheim
Grünberg Rudelzhausen Landkreis Freising
Günzenhausen Au i.d.Hallertau Landkreis Freising
Haslach Au i.d.Hallertau Landkreis Freising
Holzmannshausen Mainburg Landkreis Kelheim
Larsbach Wolnzach Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm
Leibersdorf Volkenschwand Landkreis Kelheim
Lindkirchen Mainburg Landkreis Kelheim
Mainburg (seit 1954 Stadt) Mainburg Landkreis Kelheim
Martinszell Obersüßbach Landkreis Landshut
Meilenhofen Mainburg Landkreis Kelheim
Mitterstetten Elsendorf Landkreis Kelheim
Oberempfenbach Mainburg Landkreis Kelheim
Obermünchen Obersüßbach Landkreis Landshut
Oberpindhart Aiglsbach Landkreis Kelheim
Obersüßbach Obersüßbach Landkreis Landshut
Oberwangenbach Attenhofen Landkreis Kelheim
Osseltshausen Au i.d.Hallertau Landkreis Freising
Osterwaal Au i.d.Hallertau Landkreis Freising
Pötzmes Attenhofen Landkreis Kelheim
Ratzenhofen Elsendorf Landkreis Kelheim
Rudertshausen Au i.d.Hallertau Landkreis Freising
Sandelzhausen Mainburg Landkreis Kelheim
Steinbach Mainburg Landkreis Kelheim
Tegernbach Rudelzhausen Landkreis Freising
Volkenschwand Volkenschwand Landkreis Kelheim
Walkertshofen Attenhofen Landkreis Kelheim

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen MAI zugewiesen. Es wurde bis zum 28. April 1973 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es im Landkreis Kelheim, seit dem 25. Juli 2014 auch im Landkreis Landshut wieder erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 618.
  3.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 515 f..
  4. Seite über den Landkreis Mainburg auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 13. November 2010)
  5. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung