Landkreis Oder-Spree
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Brandenburg |
| Verwaltungssitz: | Beeskow |
| Fläche: | 2.242,71 km² |
| Einwohner: |
177.764 (31. Dez. 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 79 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | LOS |
| Kreisschlüssel: | 12 0 67 |
| NUTS: | DE415 |
| Kreisgliederung: | 38 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Breitscheidstraße 7 15848 Beeskow |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Manfred Zalenga (parteilos) |
| Lage des Landkreises Oder-Spree in Brandenburg | |
Der Landkreis Oder-Spree (niedersorbisch Wokrejs Odra-Sprjewja) ist ein Landkreis im Osten Brandenburgs.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Der Landkreis grenzt im Süden an den Landkreis Spree-Neiße, im Süden und Südwesten an den Landkreis Dahme-Spreewald, im Westen an Berlin, im Norden an den Landkreis Märkisch-Oderland und die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder), im Osten an Polen.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Landkreis Oder-Spree entstand mit der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 durch Zusammenlegung der kreisfreien Stadt Eisenhüttenstadt und der Landkreise Eisenhüttenstadt, Beeskow und Fürstenwalde.
Dem Antrag, den alten Landkreis Guben (bis 1950) in einem neuen Oder-Neiße-Kreis wieder herzustellen, wurde zugunsten der Bildung eines Großkreises, der an Berlin und Polen grenzt, nicht entsprochen, obwohl es dazu Beschlüsse der Kreistage von Eisenhüttenstadt-Stadt, Eisenhüttenstadt-Land und Guben sowie eine Verfassungsbeschwerde von 1993 gab.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Oder-Spree (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992: Gebietsstand 6. Dezember 1993).
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Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen
Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons.
Politik[Bearbeiten]
Landräte[Bearbeiten]
- 1994–2002 – Jürgen Schröter (Bürgerverband Oder-Spree)
- seit 2002 – Manfred Zalenga (parteilos, bis 2005 SPD)
Kreistag[Bearbeiten]
Bei der Wahl zum Kreistag am 28. September 2008 ergab sich bei einer Wahlbeteiligung von 52,00 % folgende Verteilung der insgesamt 56 Sitze:
Quelle: Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik im Auftrag des Landeswahlleiters Wappen[Bearbeiten]Das Wappen wurde am 23. Februar 1996 genehmigt. Blasonierung: „Gevierteilt; oben vorn in Gold zwei gekreuzte rote Bootshaken oben bewinkelt von einem sechsstrahligen roten Stern, hinten in Schwarz ein rot-silber geschachter Schräglinksbalken; unten vorn in Rot drei mit den Spitzen nach außen gekehrte, auf dem Rücken liegende silberne Sensenklingen übereinander, hinten in Gold eine fünfendige rote Hirschstange.“[2] Die roten Bootshaken auf goldenem Grund gehen auf das Bistum Lebus zurück. Der rot-silberne Schachbalken steht als „Zisterzienserbalken“ für das Kloster Neuzelle und das Kloster Zinna. Die silbernen Klingen auf rotem Grund erinnern an die Herren von Strehla, die rote Hirschstange auf goldenem Grund an die Herren von Bieberstein. Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Oder-Spree. Wirtschaft[Bearbeiten]Die wirtschaftliche Entwicklung vollzieht sich im Landkreis in drei Schwerpunkten. Im Speckgürtel von Berlin ist die Wirtschaft eng mit dem Berliner Ballungsraum verflochten. Im Zentrum dominiert die Eisen- und Stahlindustrie in Eisenhüttenstadt, Maschinen- und Anlagenindustrie wie Chemieindustrie in Fürstenwalde/Spree, die Holzverarbeitungsindustrie in Beeskow, die Landwirtschaft und der Tourismus. Die Wirtschaftsstandorte Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde bilden zwei von 15 regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert. Ein ausgebautes Radwegenetz lädt zu Radtouren ein und das Oder-Spree-Seengebiet ist ein attraktives Gebiet für Wasserwanderer. Weitere Reiseziele sind unter anderem das Thermalbad in Bad Saarow, der eiszeitlich geprägte Naturpark Schlaubetal und das Kloster Neuzelle. Die Arbeitslosigkeit des Landkreises lag im Juli 2006 bei 14,9 Prozent was 14.700 Menschen ohne Arbeit entspricht. Die angegebene Quote lag im Juni 2006 noch bei 17 Prozent, allerdings waren die Zahlen seit etwa anderthalb Jahren hier nur auf Grund mathematischer Modelle geschätzt worden.[3] Verkehr[Bearbeiten]Die Bundesautobahn A 12 durchquert den Landkreis in Ost-West-Richtung. Sie verbindet den Berliner Ring mit der polnischen Grenze bei Frankfurt (Oder). In Nord-Süd-Richtung wird gegenwärtig entlang der polnischen Grenze die Oder-Lausitz-Trasse gebaut. Mit Flussschiffen kann der Landkreis über die Oder, die Spree, den Oder-Spree-Kanal und den Storkower Kanal erreicht werden. Mit dem Flugzeug ist der Landkreis über die Berliner Flughäfen gut zu erreichen. Bei Eisenhüttenstadt gibt es den Verkehrslandeplatz „Flugplatz Eisenhüttenstadt“ für Kleinflugzeuge. Schienenverkehr[Bearbeiten]Die wichtigste Eisenbahnstrecke im Kreisgebiet ist die Bahnstrecke Berlin–Frankfurt (Oder). An den Bahnhöfen Erkner und Fürstenwalde/Spree halten zweimal stündlich Regionalexpresszüge der DB Regio AG, in Fangschleuse, Hangelsberg, Berkenbrück, Briesen (Mark), Jacobsdorf (Mark) und Pillgram stündlich. Eine weitere West-Ost-Achse ist die Bahnstrecke Königs Wusterhausen–Grunow. An den Zugangsstellen Kummersdorf, Storkow (Mark), Hubertushöhe, Wendisch-Rietz, Lindenberg, Buckow, Beeskow, Oegeln, Schneeberg, Grunow (Niederlausitz), Mixdorf und Müllrose verkehren stündlich, am Wochenende teilweise nur alle zwei Stunden Regionalzüge der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG). Die beiden genannten Strecken verbindet die Bahnstrecke Fürstenwalde–Beeskow; allerdings wird nur der Abschnitt von Fürstenwalde (Spree) über Fürstenwalde Süd nach Bad Saarow-Pieskow Klinikum betrieben. Dort verkehren stündlich Regionalbahnen der ODEG. Am östlichen Rande des Kreisgebietes verläuft in Nord-Süd-Richtung die Bahnstrecke Cottbus–Frankfurt (Oder). Stündliche Regionalexpresszüge der DB Regio AG halten an den Zugangsstellen Kraftwerk Finkenheerd, Finkenheerd, Wiesenau, Ziltendorf, Eisenhüttenstadt, Neuzelle, Wellmitz und Coschen. Von Eisenhüttenstadt fahren außerdem direkte Regionalexpresszüge nach Berlin. Städte und Gemeinden[Bearbeiten]Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 38 Gemeinden, darunter sieben Städte. → Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Oder-Spree (Einwohner am 31. Dezember 2011)[4]
Ämter und zugehörige Gemeinden
Weblinks[Bearbeiten]Einzelnachweise[Bearbeiten]
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