Landkreis Tübingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Tübingen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Tübingen hervorgehoben48.5111111111119.0466666666667Koordinaten: 48° 31′ N, 9° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Region: Neckar-Alb
Verwaltungssitz: Tübingen
Fläche: 519,18 km²
Einwohner: 214.894 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 414 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen:
Kreisschlüssel: 08 4 16
Kreisgliederung: 15 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Wilhelm-Keil-Str. 50
72072 Tübingen
Webpräsenz: www.kreis-tuebingen.de
Landrat: Joachim Walter (CDU)
Lage des Landkreises Tübingen in Baden-Württemberg
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Über dieses Bild

Der Landkreis Tübingen ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er bildet zusammen mit dem Landkreis Reutlingen und dem Zollernalbkreis die Region Neckar-Alb im Regierungsbezirk Tübingen.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis Tübingen hat Anteil am Oberen Gäu und am Schönbuch. Im Südosten reicht er über das Albvorland bis an die Schwäbische Alb (Albtrauf). Der Neckar durchfließt das Kreisgebiet von Südwesten nach Nordosten. Die Höhenlage erstreckt sich von 301 m ü. NN am Kirchentellinsfurter Baggersee bis 854 m ü. NN auf dem Dreifürstenstein bei Mössingen.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis Tübingen grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Böblingen, Reutlingen, Zollernalbkreis, Freudenstadt und Calw.

Natur[Bearbeiten]

Im Landkreis Tübingen gibt es folgende Naturschutzgebiete:

  1. Altwiesen: 23,2 ha; Gemarkung Bodelshausen
  2. Bei der Olgahöhe: 25,0 ha; Gemarkung Mössingen
  3. Bergrutsch am Hirschkopf: 45,0 ha; Gemarkung Mössingen
  4. Blaulach: 12,0 ha; Gemarkungen Kusterdingen und Tübingen
  5. Bühler Tal und Unterer Bürg: 78,5 ha; Gemarkungen Tübingen und Rottenburg am Neckar
  6. Burglehen: 16,3 ha; Gemarkung Rottenburg am Neckar
  7. Eisenbachhain: 8,3 ha; Gemarkung Dettenhausen
  8. Espenloch-Hintere Halde: 22,3 ha; Gemarkungen Hirrlingen und Rangendingen (Zollernalbkreis)
  9. Filsenberg: 35,8 ha; Gemarkung Mössingen
  10. Hirschauer Berg: 22,2 ha; Gemarkung Tübingen
  11. Kapfhalde: 11,8 ha; Gemarkungen Hirrlingen, Rottenburg am Neckar
  12. Katzenbach-Dünnbachtal: 121,3 ha; Gemarkungen Rottenburg am Neckar und Ofterdingen
  13. Kochhartgraben und Ammertalhänge: 106,8 ha; Gemarkungen Rottenburg am Neckar und Ammerbuch
  14. Oberes Steinach 7,5 ha; Gemarkungen Tübingen und Rottenburg am Neckar
  15. Öschenbachtal: 59,0 ha; Gemarkung Mössingen
  16. Rappenberg: 15,8 ha; Gemarkung Rottenburg am Neckar
  17. Schaichtal: 467,8 ha; Gemarkung Dettenhausen, Walddorfhäslach (Landkreis Reutlingen), Aichtal (Landkreis Esslingen), Waldenbuch (Landkreis Böblingen)
  18. Schönbuch-Westhang/Ammerbuch: 459,0 ha; Gemarkung Ammerbuch
  19. Spitzberg - Ödenburg 9,9 ha; Gemarkung Tübingen
  20. Trichter-Ehehalde: 2,7 ha; Gemarkung Rottenburg am Neckar
  21. Vollmershalde: 52,0 ha; Gemarkung Rottenburg am Neckar
  22. Winterhalde: 54,0 ha; Gemarkungen Bodelshausen und Hechingen (Zollernalbkreis)

Geschichte[Bearbeiten]

Vor 1800 gehörte der größte Teil des heutigen Kreisgebiets entweder zum Herzogtum Württemberg (Oberamt Tübingen) oder zu Vorderösterreich. 1803/06 kamen die vorderösterreichischen und übrigen nicht-württembergischen Gebiete des heutigen Landkreises ebenfalls zum Königreich Württemberg. 1811 wurde das Oberamt Rottenburg am Neckar errichtet und 1934 wurden beide Oberämter in Landkreise überführt. 1938 wurde der Landkreis Tübingen erheblich vergrößert. Zum Kreisgebiet kamen nahezu alle Gemeinden des Landkreises Rottenburg sowie einige Gemeinden des Kreises Herrenberg und die Gemeinde Stockach vom Kreis Reutlingen.

Bei der Kreisreform wurde der Landkreis Tübingen am 1. Januar 1973 auf seinen heutigen Umfang vergrößert, indem er drei Gemeinden vom aufgelösten Landkreis Horb hinzugewann. Im Gegenzug musste er drei Gemeinden an den Landkreis Reutlingen abgeben, bekam von diesem jedoch auch die Gemeinde Gomaringen.[2]

Bereits am 1. April 1972 (Bieringen) und am 1. Dezember 1972 (Baisingen und Ergenzingen) wurden Gemeinden aus dem Landkreis Horb eingegliedert. Sie wurden in die Stadt Rottenburg am Neckar eingemeindet.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Tübingen noch 15 Gemeinden, darunter 3 Städte, welche gleichzeitig auch Große Kreisstädte sind (Rottenburg am Neckar, Tübingen und Mössingen, letztgenannte aber erst ab 1. Januar 2009). Der Landkreis Tübingen ist damit der Landkreis mit den wenigsten Gemeinden mit Stadtrecht in Baden-Württemberg. Größte Stadt des Kreises ist Tübingen, kleinste Gemeinde ist Hirrlingen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohner
31. Dezember 1973 164.617
31. Dezember 1975 165.487
31. Dezember 1980 172.803
31. Dezember 1985 179.937
27. Mai 1987 ¹ 175.855
Datum Einwohner
31. Dezember 1990 193.334
31. Dezember 1995 203.968
31. Dezember 2000 208.535
31. Dezember 2005 216.477
31. Dezember 2010 221.304

Politik[Bearbeiten]

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 54,0 %
 %
30
20
10
0
25,2 %
24,7 %
20,7 %
16,5 %
8,3 %
4,3 %
0,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,3 %p
+0,5 %p
-0,6 %p
+0,1 %p
+2,1 %p
-3,7 %p
+0,3 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,2 16 23,9 14
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 24,7 14 24,2 12
FW Freie Wählervereinigung Stadt und Land 20,7 17 21,3 17
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,5 9 16,4 9
LINKE Die Linke/Wählerinitiative Tübinger Linke e. V. 8,3 4 6,2 3
FDP Freie Demokratische Partei 4,3 2 8,0 4
UB Unabhängige Bürger 0,3 0
gesamt 100,0 62 100,0 59
Wahlbeteiligung 54,0 % 54,4 %

Landrat[Bearbeiten]

Der Landrat wird vom Kreistag für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Er ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse, hat aber in den Gremien kein Stimmrecht. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Oberamtmänner des Oberamts Tübingen von 1809 bis 1934 sind im Artikel Oberamt Tübingen dargestellt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen des Landkreises Tübingen zeigt in Silber an schräg aus dem Untergrund hervorkommendem schwarzem Speer eine dreilatzige rote Fahne. Das Wappen wurde 1955 und nach der Kreisreform am 3. September 1973 neu verliehen.

Die Fahne war das Symbol der Pfalzgrafschaft Tübingen, deren Herrschaftsgebiet im Kreisgebiet lag. Die Farben spiegeln die Grafen von Hohenberg wider.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Dem Neckar folgt die 1861 von der Württembergischen Staatsbahn eröffnete Strecke Stuttgart–Tübingen (heute „Neckar-Alb-Bahn“). Sie wurde 1861 bis Rottenburg und 1864 bis Eyach fortgeführt. Im Jahre 1866 erreichte sie Horb, von wo sie 1867/68 bis Rottweil verlängert wurde. Dieser Abschnitt wurde später Teil der „Gäubahn“, die seit 1879 im Kreisgebiet die Station Ergenzingen anbindet. Seit 1869 ist Tübingen auch Ausgangspunkt der „Zollernalbbahn“ nach Hechingen.

Als Querverbindung von der Gäubahn bei Herrenberg nach Tübingen wurde in den Jahren 1909/10 die „Ammertalbahn“ in Betrieb genommen. Der Bahnhof Eyach im Neckartal ist seit 1901 nördlicher Endpunkt der „Hohenzollerischen Landesbahn“ in Richtung Haigerloch–Hechingen.

1902 erbaute die Badische Lokal-Eisenbahn-Gesellschaft die Nebenbahn Reutlingen–Gönningen, von der nur zwei Stationen im Kreis Tübingen lagen. Von der 1911 durch die Württembergische Staatsbahn eröffneten Nebenbahn Böblingen–Dettenhausen gehört nur die Endstation zum Kreis; sie verkehrt seit 1996 als regionale „Schönbuchbahn“ im Betrieb der Württembergischen Eisenbahngesellschaft.

Das nunmehr 86 Kilometer umfassende Bahnnetz ist bis auf 8 Kilometer immer noch (oder wieder) in Betrieb; weitere 8 Kilometer waren etwa 30 Jahre lang stillgelegt:

  • 1972 stillgelegt: Eyach–Haigerloch–Stetten–Hechingen Lbf. (2 km)
  • 1976 stillgelegt: Reutlingen–Mähringen–Gomaringen–Gönningen (6 km)
  • 1966–1999 stillgelegt: Entringen–Altingen–Herrenberg (6 km)
  • 1966–1996 stillgelegt: Böblingen–Holzgerlingen–Dettenhausen (2 km)

Regionalstadtbahn[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren verfolgen die Kreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb die Einrichtung einer Regionalstadtbahn Neckar-Alb nach dem Karlsruher Modell. Hierzu soll insbesondere eine Stadtbahnstrecke vom Hauptbahnhof über Universität und Universitätskliniken zum Wohngebiet Waldhäuser Ost entstehen, die mit dem regionalen Zugverkehr durchgebunden wird. Eine Machbarkeitsstudie ergab eine äußerst positive volkswirtschaftliche Nutzen-Kosten-Relation von 2,0.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Das Kreisgebiet wird im äußersten Westen von der Bundesautobahn 81 StuttgartSingen (Hohentwiel) berührt. Ferner wird er durch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Die wichtigsten sind die B 27 Stuttgart–Rottweil und die B 28 FreudenstadtReutlingen.

Kreiseinrichtungen[Bearbeiten]

Der Landkreis Tübingen ist Träger folgender Beruflicher Schulen: Berufliche Schule (Gewerbliche, Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schule) Rottenburg am Neckar, Gewerbliche Schule Tübingen, Mathilde-Weber-Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) Tübingen (unter anderem mit Ernährungswissenschaftlichem und Biotechnologischem Gymnasium) und Wilhelm-Schickard-Schule (Kaufmännische Schule) Tübingen ferner folgender Sonderschulen: Lindenschule für Geistigbehinderte Rottenburg am Neckar, Kirnbachschule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Tübingen.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012[3])

Städte

  1. Mössingen, Große Kreisstadt, Regionshauptstadt (19.414)
  2. Rottenburg am Neckar, Große Kreisstadt (41.402)
  3. Tübingen, Große Kreisstadt (84.496)

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Mössingen mit den Gemeinden Bodelshausen und Ofterdingen
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Rottenburg am Neckar mit den Gemeinden Hirrlingen, Neustetten und Starzach
  3. Gemeindeverwaltungsverband „Steinlach-Wiesaz” mit Sitz in Gomaringen; Mitgliedsgemeinden: Dußlingen, Gomaringen und Nehren

Gemeinden

  1. Ammerbuch (11.146)
  2. Bodelshausen (5632)
  3. Dettenhausen (5370)
  4. Dußlingen (5623)
  5. Gomaringen (8733)
  6. Hirrlingen (2970)
  7. Kirchentellinsfurt (5523)
  8. Kusterdingen (8187)
  9. Nehren (4159)
  10. Neustetten (3404)
  11. Ofterdingen (4527)
  12. Starzach (4308)
Landkreis Böblingen Landkreis Calw Landkreis Esslingen Landkreis Freudenstadt Landkreis Reutlingen Landkreis Rottweil Zollernalbkreis Ammerbuch Bodelshausen Dettenhausen Dußlingen Gomaringen Hirrlingen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Mössingen Nehren (Württemberg) Neustetten Ofterdingen Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Starzach TübingenKarte Landkreis Tübingen.png
Über dieses Bild

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform[Bearbeiten]

Landkreis Tübingen vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform am 1. Januar 1973 und der Gemeindereform gehörten zum alten Landkreis Tübingen seit 1938 insgesamt 54 Gemeinden, darunter 2 Städte. 1974 wurde Mössingen zur 3. Stadt des Landkreises Tübingen erhoben.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Tübingen machten am 1. Dezember 1971 mehrere Gemeinden, die in die Stadt Rottenburg am Neckar eingegliedert wurden. Ferner entstand zum 1. Dezember 1971 die neue Gemeinde Ammerbuch. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Die meisten noch verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Tübingen gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Tübingen auf, sechs Gemeinden kamen zum Landkreis Reutlingen.

Die größte Gemeinde des alten Landkreises Tübingen war die Kreisstadt Tübingen, die seit dem 1. April 1956 Große Kreisstadt ist. Die kleinste Gemeinde war Dörnach.

Der alte Landkreis Tübingen umfasste zuletzt eine Fläche von 482 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 147.428 Einwohner.

In der Tabelle wird die Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Tübingen bis 1970 angegeben. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Datum Einwohner
17. Mai 1939 84.098
13. September 1950 100.583
Datum Einwohner
6. Juni 1961 123.854
27. Mai 1970 147.428

In der Tabelle stehen die Gemeinden des alten Landkreises Tübingen vor der Gemeindereform.[2]

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis Einwohner
am 6. Juni 1961
Altingen Ammerbuch Tübingen 1.068
Bad Niedernau Rottenburg am Neckar Tübingen 522
Bebenhausen Tübingen Tübingen 440
Bodelshausen Bodelshausen Tübingen 2.483
Breitenholz Ammerbuch Tübingen 448
Bühl Tübingen Tübingen 894
Dettenhausen Dettenhausen Tübingen 2.482
Dettingen Rottenburg am Neckar Tübingen 1.026
Dörnach Pliezhausen Reutlingen 263
Dußlingen Dußlingen Tübingen 3.860
Entringen Ammerbuch Tübingen 1.654
Frommenhausen Rottenburg am Neckar Tübingen 328
Gniebel Pliezhausen Reutlingen 694
Hagelloch Tübingen Tübingen 1.023
Hailfingen Rottenburg am Neckar Tübingen 662
Häslach Walddorfhäslach Reutlingen 584
Hemmendorf Rottenburg am Neckar Tübingen 568
Hirrlingen Hirrlingen Tübingen 1.677
Hirschau Tübingen Tübingen 1.347
Immenhausen Kusterdingen Tübingen 421
Jettenburg Kusterdingen Tübingen 574
Kiebingen Rottenburg am Neckar Tübingen 1.040
Kilchberg Tübingen Tübingen 608
Kirchentellinsfurt Kirchentellinsfurt Tübingen 3.666
Kusterdingen Kusterdingen Tübingen 2.231
Mähringen Kusterdingen Tübingen 766
Mössingen Mössingen Tübingen 6.568
Nehren Nehren Tübingen 1.996
Nellingsheim Neustetten Tübingen 278
Obernau Rottenburg am Neckar Tübingen 387
Oberndorf Rottenburg am Neckar Tübingen 808
Ofterdingen Ofterdingen Tübingen 2.291
Öschingen Mössingen Tübingen 1.403
Pfäffingen Ammerbuch Tübingen 997
Pfrondorf Tübingen Tübingen 1.799
Pliezhausen Pliezhausen Reutlingen 2.679
Poltringen Ammerbuch Tübingen 845
Remmingsheim Neustetten Tübingen 694
Reusten Ammerbuch Tübingen 626
Rottenburg am Neckar, Stadt Rottenburg am Neckar Tübingen 10.786
Rübgarten Pliezhausen Reutlingen 705
Schwalldorf Rottenburg am Neckar Tübingen 461
Seebronn Rottenburg am Neckar Tübingen 716
Stockach Gomaringen Tübingen 279
Talheim Mössingen Tübingen 1.089
Tübingen, Große Kreisstadt Tübingen Tübingen 49.631
Unterjesingen Tübingen Tübingen 1.568
Walddorf Walddorfhäslach Reutlingen 1.427
Wankheim Kusterdingen Tübingen 740
Weiler Rottenburg am Neckar Tübingen 455
Weilheim Tübingen Tübingen 845
Wendelsheim Rottenburg am Neckar Tübingen 842
Wolfenhausen Neustetten Tübingen 429
Wurmlingen Rottenburg am Neckar Tübingen 1.181

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 534f und 539.
  3. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)

Literatur[Bearbeiten]

  • Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band VII: Regierungsbezirk Tübingen, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4
  • Wolfgang Sannwald: Politische Räume im Landkreis Tübingen während der Weimarer Republik. In: Tubingensia: Impulse zur Stadt- und Universitätsgeschichte. Festschrift für Wilfried Setzler zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Sönke Lorenz und Volker [Karl] Schäfer in Verbindung mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen. Redaktion: Susanne Borgards. (Ostfildern:) Jan Thorbecke Verlag, 2008 (Tübinger Bausteine zur Landesgeschichte, 10), S. 559–603, ISBN 978-3-7995-5510-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Tübingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien