Landkreis Torgau-Oschatz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Torgau-Oschatz Deutschlandkarte, Position des Landkreises Torgau-Oschatz hervorgehoben51.5613.01Koordinaten: 51° 34′ N, 13° 1′ O
Basisdaten (Stand 2008)
Bestandszeitraum: 1994–2008
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Leipzig
Verwaltungssitz: Torgau
Fläche: 1.167,53 km²
Einwohner:

93.409 (31. Dez. 2007)

Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: TO
Kreisschlüssel: 14 3 89
Kreisgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Schlossstraße 27
04860 Torgau
Webpräsenz: www.torgau-oschatz.de
Landrat: Robert Schöpp (CDU)
Lage des Landkreises Torgau-Oschatz in Sachsen
Chemnitz Dresden Görlitz Hoyerswerda Leipzig Plauen Zwickau Landkreis Annaberg Landkreis Aue-Schwarzenberg Landkreis Bautzen Landkreis Chemnitzer Land Landkreis Delitzsch Landkreis Döbeln Landkreis Freiberg Landkreis Kamenz Landkreis Leipziger Land Landkreis Löbau-Zittau Landkreis Meißen Mittlerer Erzgebirgskreis Landkreis Mittweida Muldentalkreis Niederschlesischer Oberlausitzkreis Landkreis Riesa-Großenhain Landkreis Sächsische Schweiz Landkreis Stollberg Landkreis Torgau-Oschatz Vogtlandkreis Weißeritzkreis Landkreis Zwickauer LandKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Torgau-Oschatz war der nördlichste Landkreis des Freistaates Sachsen. Nachbarkreise waren im Norden der sachsen-anhaltische Landkreis Wittenberg, im Osten der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster und der Landkreis Riesa-Großenhain, im Süden der Landkreis Döbeln und im Westen die Landkreise Muldentalkreis und Delitzsch.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Landkreis entstand 1994 durch Zusammenlegung der Kreise Oschatz und Torgau sowie von sechs Gemeinden des ehemaligen Kreises Eilenburg. Nach der Kreisreform Sachsen 2008 am 1. August 2008 wurde der Kreis aufgelöst und sein Gebiet gehört seitdem zum neuen Landkreis Nordsachsen.

[Bearbeiten] Heraldik

Der auf dem Wappen dargestellte Löwe ist der Meißener Löwe, der sich aufgrund der früheren Gebietszugehörigkeiten im Wappen von vielen Gemeinden in der Umgebung wiederfindet. Der Zweig (ein Lindenzweig), den der Löwe in den Klauen hält, ist ein Symbol für die Landwirtschaft und die Beforstung der Elblandschaft in der Gegend, weshalb der stilisierte Fluss im unteren Bereich des Wappens auch die Elbe verkörpern soll. Der im sächsischen häufig anzutreffende Hintergrund in Gelb bzw. Gold bezieht sich auf die askanischen Herzöge.

[Bearbeiten] Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2006)

Städte

  1. Belgern (5.075)
  2. Dahlen (4.979)
  3. Dommitzsch (2.976)
  4. Mügeln (4.700)
  5. Oschatz (16.012)
  6. Schildau, Gneisenaustadt (3.732)
  7. Torgau (18.340)

Verwaltungsgemeinschaften

Gemeinden

  1. Arzberg (2.243)
  2. Beilrode (2.648)
  3. Cavertitz (2.549)
  4. Dreiheide (2.436)
  5. Elsnig (1.674)
  6. Großtreben-Zwethau (2.050)
  7. Liebschützberg (3.457)
  8. Mockrehna (5.529)
  9. Naundorf (2.614)
  10. Pflückuff (2.456)
  11. Sornzig-Ablaß (2.375)
  12. Trossin (1.497)
  13. Wermsdorf (5.900)
  14. Zinna (1.658)

Zwischen 1990 und 2004 stieg das Durchschnittsalter in Landkreis von 37 auf 43 Jahre. Damit war Torgau-Oschatz aber immer noch einer der "jüngsten" Landkreise in Sachsen und lag deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

  • Kreisstatistik 2004 für Torgau-Oschatz [1] [2]

[Bearbeiten] Verkehr

Die Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie eröffnete schon 1838 den Abschnitt, der die Stadt Oschatz und somit den heutigen Kreis berührt.

Die Stadt Torgau erhielt erst 1872 durch die Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn-Gesellschaft ihren Anschluss an das Schienennetz. Ein kleiner Bahnknoten entstand hier, als die Preußische Staatsbahn 1890 eine Nebenbahn, die Dübener-Heide-Bahn, nach Pretzsch (in Richtung Wittenberg) und 1914/15 eine Stichbahn nach Belgern eröffnete (Bahnstrecke Torgau-Belgern). Eine weitere Abzweigung von der Strecke Cottbus – Leipzig wurde 1922 durch die Kleinbahn-AG Schildau–Mockrehna geschaffen.

Im Raum Oschatz entstand ab 1885 ein von den Sächsischen Staatseisenbahnen betriebenes Schmalspurnetz, dessen Mittelpunkt Mügeln mit dem seinerzeit größten Schmalspurbahnhof Europas bildete:

  • 1884 Döbeln – Mügeln
  • 1885 Mügeln – Oschatz
  • 1888 Mügeln – Nebitzschen – Neicha-Zöhda
  • 1891 Oschatz – Strehla
  • 1903 Nebitzschen – Kemmlitz – Kroptewitz

Eine Teilstrecke dieses Netzes wurde seit 1993 von der Döllnitzbahn GmbH zwischen Oschatz und Kemmlitz betrieben.

Das Netz hatte einen Umfang von 135 km Länge erreicht. Davon wurden 70 km stillgelegt:

  • 1964: Kemmlitz − Kroptewitz =750= 1 km und Döbeln Hbf − Lüttnitz − Mügeln =750= 4 km
  • 1971: Gneisenaustadt Schildau - Mockrehna 11 km
  • 1972: Nebitzschen − Wermsdorf − Neichen-Zöhda =750= 10 km und Oschatz − Zaußwitz − Strehla (ex =750=) 9 km
  • 1997: Torgau − Wörblitz − Pretzsch 18 km
  • 1995: Torgau − Belgern 17 km

[Bearbeiten] Literatur

  • Matthias Donath: Leipziger Land. Kulturlandschaften Sachsens Bd. 2, Edition Leipzig, Leipzig 2010
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