Landkreis Trier-Saarburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Trier-Saarburg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Trier-Saarburg hervorgehoben49.76.69Koordinaten: 49° 42′ N, 6° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Trier
Fläche: 1.101 km²
Einwohner: 143.893 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Kreisschlüssel: 07 2 35
Kreisgliederung: 104 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Willy-Brandt-Platz 1
54290 Trier
Webpräsenz: www.trier-saarburg.de
Landrat: Günther Schartz (CDU)
Lage des Landkreises Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Trier-Saarburg ist ein Landkreis im Westen von Rheinland-Pfalz an der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg. Er grenzt im Norden an den Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Norden und Osten an den Landkreis Bernkastel-Wittlich, im Osten kurz an den Landkreis Birkenfeld und im Süden an die saarländischen Landkreise St. Wendel und Merzig-Wadern sowie im Westen an die luxemburgischen Kantone Remich, Grevenmacher und Echternach. Die kreisfreie Stadt Trier, die ganz vom Landkreis Trier-Saarburg umgeben wird, ist Sitz der Kreisverwaltung.

Geographie[Bearbeiten]

Der Landkreis Trier-Saarburg erstreckt sich vom Bitburger Land über die Mosel bis in den westlichen Hunsrück hinein. Im Westen bilden die Sauer und die Obermosel die Grenze zu Luxemburg. Größere Flüsse im Kreisgebiet sind neben der Mosel, die Saar und die Ruwer. Hier liegt ein bedeutendes deutsches Weinanbaugebiet (Mosel-Saar-Ruwer). Der längste Fluss der Eifel, die Kyll, fließt durch das nördliche Kreisgebiet. Der höchste Berg im Landkreis ist der Sandkopf (757 m) im Schwarzwälder Hochwald.

Raumplanung[Bearbeiten]

Nach dem Landesentwicklungsprogramm Rheinland Pfalz (LEP IV) sind im Kreisgebiet die Städte Konz, Saarburg und Hermeskeil als Mittelzentren ausgewiesen. Im regionalen Raumordnungsplan der Region Trier haben Schweich, Föhren/Hetzerath, Leiwen, Waldrach/Osburg, Reinsfeld, Kell am See, Zerf, Nittel/Wincheringen und Welschbillig/Trierweiler die Funktion eines Grundzentrums.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Kreisgebiet gehörte bis 1794 überwiegend zum Kurfürstentum Trier und zum Herzogtum Luxemburg. Von 1798 bis 1814 stand die Region unter französischer Verwaltung und war dem Saardepartement zugeordnet, von 1801 an war sie französisches Staatsgebiet . Nach dem Wiener Kongress (1815) kam das Gebiet an Preußen. Diese bildeten 1816 im Regierungsbezirk Trier die beiden Kreise Trier und Saarburg unter Ausschluss der Stadt Trier, innerhalb der Provinz Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz).

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren seit Juli 1945 beide Kreise Teil der französischen Besatzungszone. Von der französischen Militärregierung wurde am 18. Juli 1946 der gesamte Landkreis Saarburg mit insgesamt 70 Gemeinden sowie vom Landkreis Trier 11 Gemeinden dem Saargebiet zugeordnet, das seit Februar 1946 nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung teilweise zurückgenommen, der Landkreis Saarburg kam somit zum neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz, zu dem der Landkreis Trier schon seit 1946 gehörte. (Siehe auch: Liste der 1946 vom Anschluss an das Saarland betroffenen Gemeinden)

Im Rahmen der in der Mitte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen territorialen Verwaltungsreform wurden beide Kreise am 7. Juni 1969 zum heutigen Landkreis Trier-Saarburg vereinigt.[3]

Der Landkreis gehört seit 1994 zur Initiative Region Trier (IRT), in der regionale öffentliche Institutionen, Verwaltungen, Hochschulen, Unternehmen, Banken und engagierte Einzelpersonen mit dem Ziel, die Zukunft der Region als wirtschaftlich attraktiven, kulturell bedeutsamen und ökologisch intakten Raum mit hohem Lebens- und Freizeitwert zu sichern, partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, bezogen auf das heutige Gebiet des Landkreises Trier-Saarburg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 44.374
1835 63.825
1871 70.398
1905 83.522
1939 104.229
1950 101.782
Jahr Einwohner
1961 110.672
1970 119.832
1987 126.502
1997 136.596
2005 141.043
2011 142.940

Politik[Bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag des Landkreises Trier-Saarburg besteht aus 46 gewählten ehrenamtlichen Kreistagsmitgliedern und dem Landrat als Vorsitzenden. Nach der Kreistagswahl 2014 ergibt sich folgende Sitzverteilung:[5]

 Jahr   SPD   CDU   GRÜNE   FDP   LINKE   AfD   PIRATEN   Summe WG   Sitze   Wahlbeteiligung 
2014 11 20 4 1 1 1 1 7 46 59,9 %
2009 12 19 4 3 8 46 61,2 %
2004 12 22 3 2 7 46 63,8 %
1999 17 23 2 0 4 46 70,0 %

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung

Neunmal von Silber und Blau geteilt, überdeckt von einem durchgehenden roten Kreuz, das mit einem goldenen Herzschild belegt ist, darin auf schwarzem Berg eine rote Zinnenburg mit nach vorne gerücktem Spitzentürmchen (Wappen-Genehmigung vom 31. März 1970).

Bedeutung

Das rote Kreuz steht für das Kurfürstentum Trier, die silber-blaue Schildteilung ist dem Wappen von Luxemburg entnommen und die Burg symbolisiert die Saarburg, die aus dem Stadtwappen der gleichnamigen Stadt entnommen ist.

Kreispartnerschaften[Bearbeiten]

Der Landkreis Trier-Saarburg unterhält drei Partnerschaften:

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 1 Saarbrücken-Trier-Köln, die Bundesautobahn 64 Trier-Luxemburg und die Bundesautobahn 602, die diese Autobahnen verbindet. Ferner wird das Kreisgebiet von mehreren Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Die Bundesstraßen im Landkreis sind die B 49, B 51, B 52, B 53, B 268, B 407, B 418, B 419 und die B 422.

Schiene[Bearbeiten]

Die wichtigsten Bahnstrecken im Landkreis sind die Moselstrecke Koblenz–Trier und deren Verlängerung entlang der Mosel und der Saar von Trier über Konz und Saarburg nach Saarbrücken.

Ferner gibt es die, besonders für Güterverkehr benutzte, Bahnstrecke Thionville–Trier von Konz entlang der Mosel nach Thionville in Frankreich. Die Ruwer-Bahnstrecke vom Trierer Stadtbezirk Ruwer-Eitelsbach über Waldrach und Zerf nach Hermeskeil wurde aufgegeben und zum Ruwer-Hochwald-Radweg umgebaut.[9]

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

1. Klause Kastel mit Grabkammern
4. Burgruine Saarburg
14. Haus Warsberg Saarburg

Der Landkreis weist eine Reihe von Burgen und Schlössern auf:

  1. Klause bei Kastel, keltische Fliehburg
  2. Burg Grimburg, Grimburg
  3. Burg Ramstein, Kordel (Eifel)
  4. Die Saarburg, Saarburg
  5. Burg Welschbillig, Welschbillig
  6. Burgruine Sommerau, Sommerau
  7. Föhrener Schloss derer von Kesselstatt
  8. Schloss Föhren (Prümer Hof)
  9. Schloss Marienlay, Morscheid
  10. Schloss Grünhaus, Mertesdorf
  11. Burgruine Freudenburg
  12. Feller Maximiner Burg
  13. Alte Burg Longuich
  14. Schloss Warsberg, Saarburg
  15. Schloss Saarfels, Serrig
  16. Schloss Thorn, Palzem
  17. Burg Heid, Lampaden
  18. Wasserburg Klüsserath, Klüsserath
  19. Burg Warsberg, Wincheringen
  20. Burg Osburg
  21. Schloss Ayl, Ayl

Kultur[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Freilichtmuseum Roscheider Hof liegt in Konz direkt an der Gemarkungsgrenze zu Trier und wurde 1973 u. a. vom Landkreis Trier-Saarburg und den Städten Trier und Konz gegründet.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

Der Landkreis ist Träger des Kreiskrankenhauses St. Franziskus Saarburg gGmbH.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012[10])

Luxemburg Saarland Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Trier Bescheid (Hunsrück) Beuren (Hochwald) Damflos Geisfeld Grimburg Gusenburg Hermeskeil Hinzert-Pölert Naurath (Wald) Neuhütten (Hochwald) Rascheid Reinsfeld Züsch Baldringen Greimerath (bei Trier) Heddert Hentern Kell am See Lampaden Mandern Paschel Schillingen Schömerich Vierherrenborn Waldweiler Zerf Kanzem Konz Nittel Oberbillig Onsdorf Pellingen Tawern Temmels Wasserliesch Wawern (Saar) Wellen (Mosel) Wiltingen Bonerath Farschweiler Gusterath Gutweiler Herl Hinzenburg Holzerath Kasel (bei Trier) Korlingen Lorscheid Mertesdorf Morscheid Ollmuth Osburg Pluwig Riveris (Gemeinde) Schöndorf (an der Ruwer) Sommerau (an der Ruwer) Thomm Waldrach Ayl Fisch (Saargau) Freudenburg Irsch (bei Saarburg) Kastel-Staadt Kirf Mannebach (bei Saarburg) Merzkirchen Ockfen Palzem Saarburg Schoden Serrig Taben-Rodt Trassem Wincheringen Bekond Detzem Ensch Fell (Mosel) Föhren Kenn Klüsserath Köwerich Leiwen Longen Longuich Mehring (Mosel) Naurath (Eifel) Pölich Riol Schleich Schweich Thörnich Trittenheim Aach (bei Trier) Franzenheim Hockweiler Igel (Mosel) Kordel (Eifel) Langsur Newel Ralingen Trierweiler Welschbillig ZemmerVerbandsgemeinden in TR.svg
Über dieses Bild

Verbandsangehörige Gemeinden, gegliedert nach der verwaltungsmäßigen Zuordnung zu den Verbandsgemeinden:

(Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde *)

  1. Bescheid (406)
  2. Beuren (Hochwald) (941)
  3. Damflos (625)
  4. Geisfeld (544)
  5. Grimburg (505)
  6. Gusenburg (1161)
  7. Hermeskeil, Stadt * (5770)
  8. Hinzert-Pölert (286)
  9. Naurath (Wald) (230)
  10. Neuhütten (770)
  11. Rascheid (478)
  12. Reinsfeld (2332)
  13. Züsch (636)
  1. Baldringen (278)
  2. Greimerath (1030)
  3. Heddert (260)
  4. Hentern (396)
  5. Kell am See * (1925)
  6. Lampaden (567)
  7. Mandern (899)
  8. Paschel (232)
  9. Schillingen (1199)
  10. Schömerich (123)
  11. Vierherrenborn (198)
  12. Waldweiler (813)
  13. Zerf (1563)
  1. Kanzem (650)
  2. Konz, Stadt * (17.550)
  3. Nittel (2275)
  4. Oberbillig (988)
  5. Onsdorf (134)
  6. Pellingen (998)
  7. Tawern (2588)
  8. Temmels (701)
  9. Wasserliesch (2289)
  10. Wawern (585)
  11. Wellen (777)
  12. Wiltingen (1444)
  1. Bonerath (249)
  2. Farschweiler (788)
  3. Gusterath (1894)
  4. Gutweiler (642)
  5. Herl (276)
  6. Hinzenburg (142)
  7. Holzerath (429)
  8. Kasel (1266)
  9. Korlingen (762)
  10. Lorscheid (591)
  11. Mertesdorf (1643)
  12. Morscheid (952)
  13. Ollmuth (161)
  14. Osburg (2391)
  15. Pluwig (1416)
  16. Riveris (414)
  17. Schöndorf (750)
  18. Sommerau (76)
  19. Thomm (1060)
  20. Waldrach * (2013)
  1. Ayl (1464)
  2. Fisch (369)
  3. Freudenburg (1651)
  4. Irsch (1523)
  5. Kastel-Staadt (402)
  6. Kirf (833)
  7. Mannebach (363)
  8. Merzkirchen (719)
  9. Ockfen (638)
  10. Palzem (1486)
  11. Saarburg, Stadt * (6730)
  12. Schoden (733)
  13. Serrig (1631)
  14. Taben-Rodt (804)
  15. Trassem (1172)
  16. Wincheringen (1871)
  1. Bekond (873)
  2. Detzem (570)
  3. Ensch (471)
  4. Fell (2454)
  5. Föhren (2691)
  6. Kenn (2530)
  7. Klüsserath (1087)
  8. Köwerich (331)
  9. Leiwen (1540)
  10. Longen (92)
  11. Longuich (1280)
  12. Mehring (2293)
  13. Naurath (Eifel) (357)
  14. Pölich (470)
  15. Riol (1221)
  16. Schleich (201)
  17. Schweich, Stadt * (7146)
  18. Thörnich (180)
  19. Trittenheim (1083)
  1. Aach (1089)
  2. Franzenheim (360)
  3. Hockweiler (292)
  4. Igel (1995)
  5. Kordel (2072)
  6. Langsur (1635)
  7. Newel (2886)
  8. Ralingen (2056)
  9. Trierweiler (3711)
  10. Welschbillig (2592)
  11. Zemmer (2885)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Trier-Saarburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Planungsgemeinschaft Region Trier (PDF; 2,5 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seite 166
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Wahlergebnisse der Kreistagswahlen, der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
  6. 10 Jahre Kreispartnerschaft mit dem polnischen Landkreis Puck
  7. Partnerschaft Saalfeld-Rudolstadt
  8. Partnerschaft Kibuye Ruanda
  9. Radweg: Home
  10. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)