Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen hervorgehoben49.0310.89Koordinaten: 49° 2′ N, 10° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Verwaltungssitz: Weißenburg i.Bay.
Fläche: 970,83 km²
Einwohner: 92.331 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Kreisschlüssel: 09 5 77
Kreisgliederung: 27 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstraße 2
91781 Weißenburg
Webpräsenz: www.landkreis-wug.de
Landrat: Gerhard Wägemann (CSU)
Lage des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern
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Über dieses Bild

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist der südlichste Landkreis des bayerischen Regierungsbezirks Mittelfranken. Er entstand 1972 durch die Zusammenlegung der Landkreise Gunzenhausen und Weißenburg sowie der vorher kreisfreien Stadt Weißenburg in Bayern.

Der Landkreis hat 92.331 Einwohner in 27 Gemeinden auf einer Gesamtfläche von 970,83 km². Er gehört zur Planungsregion Westmittelfranken und ist Mitglied der Metropolregion Nürnberg.[2]

Mit 17.732 Einwohnern ist die Große Kreisstadt Weißenburg in Bayern die größte Stadt des Landkreises und Sitz des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen. Die Städte Weißenburg und Gunzenhausen sind zwei von insgesamt sechs Mittelzentren in der Planungsregion Westmittelfranken, während die Stadt Treuchtlingen ein mögliches Mittelzentrum ist.[3]

Seit 2010 verwendet der Landkreis das Motto Altmühlfranken – der starke Süden“, um für die Region zu werben.[4] Dank des Naturparks Altmühltal und des Fränkischen Seenlandes kann ein touristischer Aufschwung im Landkreis beobachtet werden.[5]

Geografie[Bearbeiten]

Luftaufnahme des Großen Brombachsees
Der Gelbe Berg
Der Wülzburger Berg
Der Altmühlzuleiter bei Muhr am See
Zwölf-Apostel-Felsen im Altmühltal
Touristen am Hahnenkammsee
Dezembernebel über dem Kleinen Brombachsee
Die Echse von Christian Rösner am Ufer des Kleinen Brombachsees

Lage[Bearbeiten]

Das Kreisgebiet umfasst drei Landschaften: Im Süden erstreckt sich die Fränkische Alb mit ihren Teilgebirgen Weißenburger Alb und Hahnenkamm mit bewaldeten Hochflächen, sie geht im mittleren Teil in das Albvorland und dieses im Norden in das Mittelfränkische Becken über. Der Landkreis liegt im nördlichen Teil des Naturparks Altmühltal, der mit rund 3000 km² Fläche[6] der drittgrößte Naturpark Deutschlands ist. Mit insgesamt sechs Stück ist es der Landkreis mit den meisten Steinernen Rinnen in Deutschland.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Ansbach, Roth, Eichstätt und Donau-Ries.

Berge und Erhebungen[Bearbeiten]

Die höchste Erhebung des Landkreises und zugleich die zweithöchste Mittelfrankens ist der Dürrenberg bei Heidenheim am Hahnenkamm mit 656,4 m ü. NHN. Die nächstkleineren Berge im Landkreisgebiet sind der Efferaberg (645,2 m), der Spielberg (642,4 m), der Laubbichel (635,7 m), der Hörlesbuck (634,7 m), der Steinbühl (632,1 m), der Gelbe Berg (628,4 m) und der Wülzburger Berg (620 m). Mit 634 m Höhe ist der Treuchtlinger Stadtteil Auernheim der höchstgelegene Ort Mittelfrankens.[7]

Gewässer[Bearbeiten]

Durch den Landkreis fließt von Nordwesten nach Südosten die Altmühl, an der unter anderem die Orte Gunzenhausen, Markt Berolzheim, Treuchtlingen, Solnhofen und Pappenheim liegen.[8] Weitere Flüsse sind die 27,8 km lange Anlauter, die durch Nennslingen fließt, die 19 km lange Rohrach durch Polsingen und Heidenheim und die rund 27 km lange Schwäbische Rezat, die durch Ellingen, Weißenburg in Bayern und Pleinfeld fließt.[8] Größere Fließgewässer sind weiterhin der Felchbach (12,7 km), der Wurmbach (13,5 km), Banzerbach (9,5 km) und der Brombach (11,5 km). Künstliche Gewässer sind der Altmühlüberleiter (erbaut von 1976 bis 1978), der Altmühlzuleiter (erbaut in den 1970ern) und die Fossa Carolina, die um 793 Karl der Große bauen ließ.

Die Europäische Hauptwasserscheide trennt im Landkreis die Flusssysteme von Rhein (nördlicher Teil des Landkreises) und Donau (südlicher Teil des Landkreises).[8]

Im Zuge der Wasserregulierung des Main-Donau-Kanals und zur Wasserversorgung des wasserarmen Nordbayern sowie als Naherholungs- und Fremdenverkehrsgebiet wurde ab den 1970er Jahren folgende Seen des Fränkischen Seenlandes auf dem Landkreisgebiet gebildet:[9]

See Erbauung Fläche Speichervermögen Besonderheiten
Großer Brombachsee 1983–1999 8,7 km² 132,4 Mio. m³ Der Große Brombachsee ist der Hauptsee und größte See des Seenlands. Zu den Freizeitangeboten zählen unter anderem Wassersport einschließlich Baden, Segeln, Windsurfen, Kitesurfen und Rundfahrten mit dem Trimaran MS Brombachsee. Der Badespaß wird im Sommer oft durch eine Algenplage beeinträchtigt.[10]
Altmühlsee 1976–1985 2,5 km² 13,8 Mio. m³ Mit einer Kronenlänge von 12,5 km hat der großflächige, flache Altmühlsee den größten Staudamm Deutschlands. Der See wird durch das überschüssige Wasser der Altmühl bei Hochwasser gespeist. Mit dem Altmühlzuleiter ist der See mit der Altmühl, mit dem Altmühlüberleiter mit dem Brombachsee verbunden. Fast die Hälfte des touristisch intensiv genutzten Sees ist Naturschutzgebiet.
Kleiner Brombachsee 1975–1985 2,5 km² 12,96 Mio. m³ Der Kleiner Brombachsee ist eine Vorsperre des Großen Brombachsees. Sein Wasser bekommt der See via Altmühlüberleiter vom Altmühlsee. Abgegeben wird das Wasser wiederum durch einen im Osten befindlichen Damm an den etwas tiefer liegenden „Großen Bruder“, den Großen Brombachsee.
Igelsbachsee 1979–1985 0,9 km² 4,4 Mio. m³ Der Igelsbachsee ist eine Vorsperre des etwas tiefer liegenden Großen Brombachsees. Der See wird vom namensgebendem Igelsbach gespeist.
Hahnenkammsee Einweihung: 1977 0,23 km²  ? Der Hahnenkammsee ist der älteste und kleinste Stausee des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zwar hat er nichts mit der wasserwirtschaftlichen Aufgabe des Fränkischen Seenlands zu tun, zählt aber touristisch und verwaltungsmäßig zum Seenland. Er entstand wesentlich früher als die anderen Seen und dient als Ausgleich für die verlorenen Retentionsflächen im Zuge der Flurbereinigung und als Erholungssee. Der See ist bekannt für seine reichen Fischbestände.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind 13 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 551,57 Hektar ausgewiesen.[11] Das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Flachwasser- und Inselzone im Altmühlsee mit der Inselgruppe Vogelinsel wird jährlich von über 200 Vogelarten aufgesucht und ist mit 202 Hektar das größte unter Naturschutz stehende Feuchtgebiet. Das Schambachried hingegen ist das älteste Naturschutzgebiet Mittelfrankens. Im Märzenbecherwald bei Ettenstatt bei Ettenstatt verwandelt der seltene Märzenbecher, der das Wappen der Gemeinde Ettenstatt ziert, im Frühling den Waldboden in einen weißen Teppich.[12] Andere unter Naturschutz stehende Waldgebiete sind der Auwald bei Westheim und der Eichen-Hainbuchenwald Laubenbuch bei Rothenstein. Das Naturschutzgebiet Grafenmühle am Südufer des Großen Brombachsees umfasst zwar auch Trockenwälder, aber das Niedermoor und die flache Uferzone waren die ausschlaggebenden Gründe für die Ernennung zum Naturschutzgebiet. Am Südufer des kleinen Brombachsees befindet sich die Halbinsel im Kleinen Brombachsee [13] und nördlich von Niederhofen[14] die geschützten Magerrasen. Weitere Naturschutzgebiete sind das Brombachmoor als letztes erhaltenes Gebiet des Brombachtals, die landschaftsprägenden Zwölf-Apostel-Felsen, die Buchleite bei Markt Berolzheim, die Stauwurzel des Igelsbachsees und die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn.

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich 48 (Stand September 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Weitere Schutzgebiete[Bearbeiten]

Die bereits erwähnten Naturschutzgebiete Schambachried, Auwald bei Westheim und der Eichen-Hainbuchenwald Laubenbuch bei Rothenstein sind noch zusätzlich als Fauna-Flora-Habitate (FFH-Gebiete)[15] der Europäischen Union zugewiesen, zum besseren Schutz wildlebender Arten und deren Lebensräume sowie die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen.

Zu den Landschaftsschutzgebieten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zählen beispielsweise die Schutzgebiete Südhang Absberg (16,40 Hektar), Kleiner Brombachsee (362,45 Hektar) und die 1633 km² große Schutzzone im Naturpark Altmühltal, welcher im Landkreis eine Fläche von 372,3 km² einnimmt.[16] Ferner liegen noch teilweise auf Landkreisgebiet das insgesamt 145,5 km² große Schutzgebiet Südliches Mittelfränkisches Becken westlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit Spalter Hügelland, Abenberger Hügelgruppe und Heidenberg, kurz LSG West, sowie das insgesamt 253,5 km² große Schutzgebiet Südliches Mittelfränkisches Becken östlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit Vorland der Mittleren Frankenalb, kurz LSG Ost, die jeweils zwei 0,76 Hektar große Flächen im Landkreisgebiet einnehmen.[17]

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gehört mehrheitlich zum 1969 gegründeten Naturpark Altmühltal. Der Naturpark ist geprägt von den Mittelgebirgslandschaften der Südlichen Frankenalb. Typische Landschaftsmerkmale sind Trockenrasen, Wacholderheiden, Feuchtwiesen und Steinbrüche. Etwa die Hälfte der Naturparkfläche ist bewaldet.

Flächennutzung und Ausdehnung[Bearbeiten]

Der Umfang der Landkreisgrenze beträgt rund 172 km.[18] Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung zwischen Oberhöhberg und der Waldflur Oberholz südlich von Langenaltheim liegt bei rund 40,8 km;[18] die größte West-Ost-Ausdehnung zwischen dem Auwald bei Westheim und Biburg bei rund 42,1 km.[18] Die geografische Mitte des Landkreises befindet sich zwischen Holzingen und Markt Berolzheim, einige 100 Meter östlich vom Gipfel des Trommetsheimer Berges.[18] Die insgesamt 970,83 km² Landkreisfläche verteilten sich 2006 auf[19]

  • 16,23 km² Wohngebiete (1,67 %)
  • 4,19 km² Gewerbegebiete (0,43 %)
  • 21,76 km² sonstige Wohnfläche (2,24 %)
  • 3,53 km² Abbauland (0,36 %)
  • 1,19 km² Grünanlagen (0,12 %)
  • 56,71 km² Verkehrsfläche (5,84 %)
  • 502,8 km² Landwirtschaftsfläche (51,79 %)
  • 325,48 km² Wald (33,52 %)
  • 27,08 km² Wasserfläche (2,79 %)
  • 11,94 km² sonstige Flächen (1,23 %)

Geschichte[Bearbeiten]

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen kam erst Anfang des 19. Jahrhunderts zu Bayern. 1808 wurden die Landgerichte Weißenburg, Gunzenhausen und Heidenheim eingerichtet, die zunächst zum Altmühlkreis, ab 1810 zum Oberdonaukreis und ab 1817 zum Rezatkreis gehörten, der 1838 in Mittelfranken umbenannt wurde. 1852 wurden aus den ehemaligen Herrschaftsgerichten Ellingen und Pappenheim die gleichnamigen Landgerichte, die ab 1862 mit dem Landgericht Weißenburg das Bezirksamt Weißenburg bildeten. Die Landgerichte Gunzenhausen und Heidenheim wurden zum Bezirksamt Gunzenhausen zusammengefasst. Die Stadt Weißenburg schied am 16. Juli 1863 aus dem Bezirksamt Weißenburg aus und wurde eine kreisunmittelbare Stadt. 1880 wurde das Bezirksamt Gunzenhausen um vier Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Heilsbronn vergrößert.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[20] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Gunzenhausen und Weißenburg in Bayern.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 der Landkreis Weißenburg in Bayern (mit Ausnahme einer Gemeinde, die dem Landkreis Roth angegliedert wurde), der Landkreis Gunzenhausen (mit Ausnahme einiger Gemeinden, die zu den Landkreisen Roth und Ansbach kamen) sowie die bis dato kreisfreie Stadt Weißenburg in Bayern zu einem neuen Landkreis vereinigt, der zunächst Landkreis Weißenburg in Bayern hieß. 1973 erhielt er den Doppelnamen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Urgeschichte bis Frühmittelalter[Bearbeiten]

Wachposten des Limes bei Gunzenhausen

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es menschliche Spuren von der Mittelsteinzeit bis in die Hallstatt-[21] und die keltische Latènezeit. Von der Anwesenheit der Kelten zeugen Grabhügel, Viereckschanzen und Abschnittswälle.[22]

Merowingerzeitliche Grabbeigaben, Westheim

15 v. Chr. wurde die römische Provinz Raetia eingerichtet. Es entstanden Villen und Kastelle, wie die Biriciana bei Weißenburg, ein Alenlager von knapp 3 ha Fläche. Mitte des 2. Jahrhunderts entwickelte sich daraus ein gemauertes Steinkastell von 3,1 Hektar Fläche. Wohl um 253, spätestens 254, wurden Kastell und Vicus im Zuge der Alamanneneinfälle zerstört. Bei Dittenheim fand sich eine alamannische Höhenburg, die Gelbe Bürg. Aus merowingischer Zeit stammt der Reihengräberfriedhof von Westheim.[23]

Das Christentum breitete sich nach Gründung des Bistums Eichstätt unter den Heiligen Walburga, Sola und Wunibald aus. In dieser Zeit wurden die meisten Ortschaften im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen erstmals urkundlich erwähnt, wie zum Beispiel Weißenburg im Jahr 867, Gunzenhausen im Jahr 823, Pappenheim im Jahr 802 und Ettenstatt im Jahr 985. Karl der Große besuchte mehrere Orte im Landkreisgebiet während des Baus der Fossa Carolina südlich von Treuchtlingen.

Mittelalter, Barock und Napoleonische Zeit[Bearbeiten]

Barockkirche in Stopfenheim

Die Gemeinden des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen waren im Mittelalter durch das Territorialbestreben kirchlicher und weltlicher Würdenträger auf verschiedene Herrschaftsgebiete aufgeteilt. Der Deutsche Orden, das Bistum Eichstätt, die Herren von Pappenheim, der Schenk von Geyern und die Markgrafen von Ansbach hatten Besitztümer, während Weißenburg seit 1296 eine Freie Reichsstadt war. Diese Herrscher und ansässige Adelsfamilien prägten das Gebiet über viele Jahrhunderte mit ihren Burgen und Schlössern, von denen noch einige vollständig, andere als Ruine erhalten sind.

Der Bayerische Krieg von 1420 bis 1422, auch Großer Krieg der Herren genannt, war eine Auseinandersetzung zwischen Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt und Heinrich XVI. von Bayern-Landshut. Der Krieg zog das untere Altmühltal und den Hahnenkamm schwer in Mitleidenschaft;[24] so wurde auf dem Landkreisgebiet Dettenheim niedergebrannt und Dornhausen weitgehend zerstört.

Zerstörung der Burg Absberg am 21. Juli 1523

In der Absberger Fehde im Jahre 1523 zerstörte der Schwäbische Bund mehrere Raubritterburgen, deren Besitzer Hans Thomas von Absberg unterstützten. Auf dem Gebiet des Landkreises waren das die Burg Berolzheim[25] und die Burg Absberg, die vollständig zerstört wurden. Die Zerstörungen sind in den Wandereisen-Holzschnitten von 1523 von Hans Wandereisen festgehalten.

Die Reformation sorgte für eine Zweiteilung der Region in einige wenige katholische Gemeinden unter vielen protestantischen Dörfern, wobei die Bevölkerung die Konfession des Herrschers annehmen musste. So war der Deutsche Orden traditionell katholisch, während das Fürstentum Ansbach protestantisch geprägt war. Am 15. November 1530 wurde mit einer großen Mehrheit in der Weißenburger Stadtkirche beschlossen, die Confessio Augustana anzunehmen und evangelisch zu werden. Um diese Zeit besuchte Philipp Melanchton nachweislich zweimal die Reichsstadt Weißenburg. Als eine der ersten Reichsstädte bekannte sie sich auf dem Reichstag in Augsburg 1530 öffentlich zur Confessio Augustana. Nicht alle Orte wurden gleichzeitig reformiert. So wurde die Reformation in Pflaumfeld 1525 eingeführt[26] und in Unterwurmbach erst 1580. Im 16. Jahrhundert zogen mehrere Zehntausend Exulanten aus Österreich durch die Gegend. Etliche Hundert bis Tausend ließen sich im Gebiet des Landkreises nieder. Auch vom Bauernkrieg blieb die Region nicht verschont.

Im Dreißigjährigen Krieg wurden fast alle Dörfer zerstört und zwei Drittel der damaligen Bevölkerung des heutigen Landkreisgebietes starben. So wurde Markt Berolzheim gebrandschatzt[27] die Heilig-Kreuz-Kapelle bei Pfofeld zerstört, die Festung Wülzburg von den Truppen von Johann t’Serclaes von Tilly eingenommen und Weißenburg im Januar 1647 belagert. Danach blühten Handel und Handwerk auf, Häuser wurden wieder aufgebaut und Barockbauten errichtet. Während der Napoleonischen Kriege wurde die Gegend wiederholt von preußischen, russischen, österreichischen und bayerischen Truppen besetzt. Die reichsfreie Stadt Weißenburg verlor 1802 ihre Reichsfreiheit, kam zuerst zu Kurbayern, dann zu Preußen und 1806 endgültig zum Königreich Bayern.

NS-Zeit[Bearbeiten]

Wrackteile einer Dampflokomotive, die in Treuchtlingen zerstört wurde

Als eine der ersten Städte im Reichsgebiet tat sich Gunzenhausen mit der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung hervor. Im April 1933 wurde dort das erste Hitler-Denkmal im Deutschen Reich errichtet. Am 25. März 1934 kam es zum ersten Juden-Pogrom in Bayern. Der Übergriff brachte Gunzenhausen weltweit ein negatives Presseecho.[28] Einen Tag vor der Reichspogromnacht 1938 kaufte Gunzenhausen der israelitischen Kultusgemeinde die Synagoge ab, so blieb sie auf Intervention des Feuerwehrleiters als städtischer Besitz von einer Brandschatzung verschont. In der Reichspogromnacht wurde die jüdische Gemeinde von Altenmuhr gewaltsam aufgelöst. 1940 wurde auf dem Gelände des jüdischen Friedhofs von Pappenheim, der in der Pogromnacht ebenfalls geschändet worden war, drei Baracken errichtet. Die die restliche Fläche wurde als Spielplatz verwendet.

Am 23. Februar 1945 erfolgte gegen 11:00 Uhr ein Luftangriff auf den Bahnhof Treuchtlingen (Operation Clarion). Insgesamt wurden im Bahnhof und in seiner Umgebung fast 600 Menschen getötet und weitere 900 verletzt. Die meisten der Bombenopfer sind in der Gedenkstätte der Kriegsgräberfürsorge auf dem Nagelberg beigesetzt. Bei einem zweiten Angriff am 11. April wurden keine Menschen getötet. Beim alliierten Bombenangriff auf Weißenburg am 23. Februar wurden 22 Menschen getötet; das Kriegsende in Weißenburg war am 23. April mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen.

Jüngere Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Landkreisgebiet zur Amerikanischen Besatzungszone. Mehrere 10.000 ausgebombte Städter und Heimatvertriebene aus dem Sudetenland und Schlesien ließen sich dort nieder. Im Weißenburger Pogromprozess, dem bis dahin größten Pogromprozess der Amerikanischen Besatzungszone, wurden 1946 bis 1947 die Verantwortlichen des Pogroms 1938 gegen die jüdische Bevölkerung der Stadt Treuchtlingen verurteilt.

Auf Initiative von Ernst Lechner beschloss der Bayerische Landtag am 16. Juli 1970, im südlichen Mittelfranken das Fränkische Seenland einzurichten, um die Wasserregulierung des Main-Donau-Kanals zu sichern und die Wasserversorgung des wasserarmen Nordbayern zu verbessern.

Gemeindegebietsreform[Bearbeiten]

Wappen des Landkreises Weißenburg in Bayern
Wappen des Landkreises Gunzenhausen

Mit der Gemeindegebietsreform in Bayern wurden die ehemals selbstständigen Landkreise Weißenburg in Bayern, Gunzenhausen und die kreisfreie Stadt Weißenburg am 1. Juli 1972 zu einem neuen Landkreis. Weißenburg verlor seine Kreisfreiheit und wurde eine Große Kreisstadt. Einzelne Orte aus dem Landkreis Donauwörth, dem Landkreis Eichstätt sowie dem ehemaligen Landkreis Hilpoltstein wurden dabei in den neuen Landkreis integriert, während andere wiederum an den Landkreis Ansbach bzw. den Landkreis Roth abgegeben wurden. Am 1. Mai 1973 erhielt er seinen bis heute gültigen Namen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Beide Landkreise hatten insgesamt 132 Gemeinden,[29][30] davon blieben 30 übrig, von denen drei gegenwärtig zum Landkreis Ansbach gehören.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1999 2005 2008 2010 2012
Einwohnerzahl[31] 55.513 57.956 62.157 65.359 64.497 94.193 85.958 88.201 86.381 94.990 94.660 93.009 92.326 92.187

Im Jahr 2005 lebten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 94.660 Personen, davon 46.593 Männer (49,2 %) und 48.067 Frauen (50,8 %). Der Ausländeranteil betrug 2005 6,1 %.[19] Es gibt 25.842 Wohngebäude mit 41.776 Wohnungen. Die Gesamtwohnfläche beträgt 4.260.621 m², was 45,01 m² Wohnfläche pro Person entspricht. Dieser Wert liegt leicht über dem bayerischen Durchschnitt von 42 m² pro Person.[19] Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung prognostiziert für das Jahr 2030 einen Bevölkerungsstand von 84.200 Einwohnern.[32]

Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen um über 6000 Einwohner bzw. um rund 7 %. Seit 2003 ist die Tendenz nach einem Höchststand von über 95.000 Einwohnern rückläufig.

Die seit den 2000er Jahren sinkenden Bevölkerungszahlen hängen mit dem Wegzug qualifizierter Menschen zusammen, die aufgrund fehlender Hochschulstandorte in der näheren Umgebung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen keine Perspektive sehen. Das ist ein allgemeines Problem in ländlichen Regionen Bayerns. Diesem Trend soll mit der Fachhochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen und dem noch in Planung befindlichen Technologietransferzentrum für Kunststofftechnologie in Weißenburg entgegengewirkt werden.[33]

Sehenswertes, Kunst & Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Alte Rathaus von Weißenburg
Archaeopteryx-Denkmal in Solnhofen
Ein Jurahaus mit Fachwerk in Bergen
  • Die Fossa Carolina (auch Karlsgraben) war eine Verbindung zwischen Schwäbischer Rezat und Altmühl und damit zwischen den großen Flusssystemen von Rhein/Main und Donau, womit der Karlsgraben in gewisser Weise Vorläufer des Ludwig-Donau-Main-Kanals und des Main-Donau-Kanals ist.[34] Die Fossa Carolina musste die Europäische Wasserscheide überwinden.
  • Der größte See des Fränkischen Seenlandes ist der Große Brombachsee, der so groß ist wie der Tegernsee. Hier befindet sich der größte Binnensegelhafen Deutschlands und der größte Trimaran Europas, die MS Brombachsee. Der nahe Altmühlsee, der die Ausmaße des Königssees besitzt, wird vom größten Staudamm Deutschlands angestaut und ist bei Surfern sehr beliebt. An den vielen Seen und Weihern werden unterschiedliche Wassersportarten, wie Tauchen und Angeln betrieben.
  • Weißenburg-Gunzenhausen ist der Landkreis mit den meisten Steinernen Rinnen in Bayern, z. B. gibt es welche bei Ettenstatt, Gnotzheim und Meinheim. Die Steinerne Rinne von Heidenheim mit etwa 150 m Länge und 0,2 m Höhe und die Steinerne Rinne von Wolfsbronn mit 128 m Länge und 1,5 m Höhe sind die längsten Bayerns.
  • Zu den sehenswerten Naturschutzgebieten im Landkreis gehört der Märzenbecherwald bei Ettenstatt, wo der seltene Märzenbecher im Frühling den Waldboden in einen weißen Teppich verwandelt.[56] Die Vogelinsel ist ein aus 40 einzelnen Inseln bestehendes Naturschutzgebiet im Altmühlsee. Das Schambachried ist das älteste Naturschutzgebiet Mittelfrankens. Andere Naturschutzgebiete sind z. B die Buchleite bei Markt Berolzheim und der Zwölf Apostel bei Solnhofen.
  • Im Kurort Treuchtlingen befindet sich das einzige Thermalbad des Naturpark Altmühltal, die Altmühltherme.
  • Das Jurahaus ist eine im Altmühltal vorkommende Häuserform, die häufig in Nennslingen, Bieswang, Burgsalach, Bergen und Langenaltheim zu sehen ist. Charakteristisch für diese Bauart sind relativ flach geneigte und mit mehreren Schichten dünner Kalkplatten aus Solnhofener Plattenkalk, so genannten Legschieferplatten, gedeckte Dächer.[57]

Museen[Bearbeiten]

Das Apothekenmuseum in Weißenburg

Viele der Museen in den Ortschaften des Landkreises befassen sich mit der Regionsgeschichte. Unter anderem gibt es das Heimat- und Brauereimuseum Pleinfeld, der seit 1984 die Geschichte Pleinfelds zeigt, sowie das erste Brauereimuseum Mittelfrankens enthält.[58] In Weißenburg befinden sich das Römermuseum, ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München,[59] das Apothekenmuseum mit einer Apothekeneinrichtung aus dem 19. Jahrhundert und das Reichsstadtmuseum mit dem Haus Kaaden, das die Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei thematisiert. Das Kulturzentrum Ostpreußen liegt im Ostflügel des Ellinger Schlosses. Dort wird die ostpreußische Landeskunde und Kulturgeschichte sowie zeitgenössische Kunst gezeigt.[60] Ebenfalls in Ellingen befindet sich im Pleinfelder Tor das Spielzeug- und Bauernmöbelmuseum.

Im Museum für Vor- und Frühgeschichte Gunzenhausen werden Funde von der Jungsteinzeit bis in das frühe Mittelalter gezeigt; besondere Objekte der Ausstellung sind Grabbeigaben aus dem Gräberfeld von Westheim, sowie römische, hallstattzeitliche und latènezeitliche Funde.[61] Ebenfalls in Gunzenhausen befindet sich im Palais Zocha das Stadtmuseum Gunzenhausen mit dem Themaschwerpunkt Mittelalter. Im Informationszentrum Fränkisches Seenland ist die Entstehung des Fränkischen Seenlandes und die Folgen zu sehen. Im Burgmuseum Pappenheim wird sowohl die Geschichte der Burgruine als auch der Stadt Pappenheim gezeigt. Daneben gibt es in Pappenheim noch ein kleines Jagdmuseum.

Viele Fossilienfunde und zwei Archaeopterixe aus den o.g. örtlichen Steinbrüchen sind im Bürgermeister Müller-Museum in Solnhofen zu sehen. Das Volkskundemuseum in Treuchtlingen zeigt die Geschichte des deutschen Wirtschaftswunders. Das Heimatmuseum Treuchtlingen ist eine ehemalige Posamenten-Fabrik mit Dauerausstellungen über die Burgruine Treuchtlingen. In Bergen befindet sich eine historisch nachempfundene Schmiede, in dem unter anderem generalüberholte Bohr-, Dreh-, Fräß- und Schmiedemaschinen aus den Jahren 1905 bis 1920 zu sehen sind.

Das Altmühlsee-Informationszentrum befindet sich am Muhrer Bürgerhof. Dort wird Technik, Natur und Kultur rund um den Altmühlsee beschrieben. Im Bäuerlichen Heimatmuseum in Gundelsheim a. d. Altmühl werden alte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen sowie alte Haushaltsgeräte ausgestellt.[62]

Veranstaltungen, Feste und Festivals[Bearbeiten]

Altmühlsee-Halbmarathon 2008 am Zugang zum Altmühlsee

Zu den sportlichen Highlights im Landkreis zählen der Seenlandmarathon und der Altmühlseelauf.

Die Weißenburger Kirchweih ist Treffpunkt der Weißenburger aus der ganzen Welt. Das erstmals 1455 erwähnte Volksfest ist mit etwa 70.000 Besuchern das größte Volksfest im südlichen Franken.[63] Die Auswanderer nach Amerika feierten im 19. Jahrhundert die Weißenburger Kirchweih in New York City.

Auf der Freilichtbühne des Naturtheaters Bergwaldtheater in Weißenburg werden jährlich von Juni bis August die Sommerfestspiele veranstaltet, wo Opern und Theaterstücke gezeigt werden.

Die Lichtmessmärkte mit verkaufsoffenem Sonntag finden in Weißenburg und Gunzenhausen am ersten, in Treuchtlingen am zweiten Februarsonntag statt.

Zu den großen Weihnachtsmärkten der Region zählen der St. Andreas-Weihnachtsmarkt am Vorplatz der Stadtkirche in Weißenburg und der Gunzenhäuser Weihnachtsmarkt.

Jüdische Kultur[Bearbeiten]

Im Gebiet des heutigen Landkreises siedelten sich im Mittelalter die ersten Juden an und stellten über Jahre in einigen Orten bis zu ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Es gründeten sich zahlreiche Jüdische Gemeinden, beispielsweise in Altenmuhr, Ellingen, Cronheim, Treuchtlingen, Weimersheim, Dittenheim, Pappenheim, Berolzheim und Heidenheim. All diese Gemeinden wurden in der Reichspogromnacht 1938 ausgelöscht. Zum ersten Judenpogrom der NS-Zeit kam es bereits 1934 in Gunzenhausen, was die Stadt weltweit negativ in die Presse brachte. Im Landkreis gibt es drei jüdische Friedhöfe: in Pappenheim, in Treuchtlingen und in Gunzenhausen. Der Friedhof in Pappenheim ist der älteste und größte.

Politik[Bearbeiten]

Landrat[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 62,7 % (2008: 65,4 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,2 %
25,6 %
12,0 %
9,4 %
3,1 %
3,1 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
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  -4
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+0,7 %p
-1,8 %p
+2,8 %p
-1,5 %p
+0,3 %p
+1,0 %p

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Kreistag:[65][66]

2008 2014
CSU 28 27
SPD 15 15
Freie Wähler 8 7
Grüne 4 6
ÖDP 1 2
FDP 3 2
Die Linke 1 -
Die Linke/Piraten - 1
Summe 60 60

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen.svg

Das seit 1976 geführte Wappen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen weist auf die Geschichte des Landkreises hin. Das Stammwappen der Grafen von Truhendingen mit Rot-Gold-Teilung steht für das frühere Oberamt Hohentrüdingen der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach. Der halbe Reichsadler auf goldenem Grund weist auf die Reichsstadt Weißenburg hin. Die silber-blauen Reihen von Eisenhütlein beziehen sich auf die Grafen von Pappenheim.[67]

Die Wappenbeschreibung lautet "Über Schildfuß, darin Eisenhutfeh von Silber und Blau, gespalten; vorne dreimal geteilt von Rot und Gold, hinten in Gold ein halber, rot bewehrter schwarzer Adler am Spalt."

Alle Wappen des Landkreises sind unter Liste der Wappen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aufgeführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft allgemein[Bearbeiten]

Die meisten Unternehmen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind mittelständisch.[68] Rund die Hälfte der Arbeitsplätze verteilen sich auf das produzierende Gewerbe, die andere Hälfte auf den Dienstleistungssektor.[68] Im Landkreis gibt es rund 26.300 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.[68] Die bedeutendsten Industriezweige sind die kunststoffverarbeitende Industrie und die Automobilzulieferbrache.[68] Der größte Arbeitgeber ist die Faurecia GmbH. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt rund 2,3 Milliarden Euro.[68] Obwohl die Landwirtschaft nur 3 % des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, spielt sie im Landkreis eine große Rolle.[68] Der Tourismus ist durch den Naturpark Altmühltal und das Fränkischen Seenland ein immer größer werdender Wirtschaftszweig. Der Bereich der regenerativen Energien bekommt wachsende Bedeutung.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten]

Ein Wegweiser der Deutschen Limes-Straße in Ellingen

Durch den Bau der Fränkischen Seen in den 1970er Jahren entstand hier ein völlig neues Urlaubs- und Erholungsgebiet. Eine weitere Erholungslandschaft ist der Naturpark Altmühltal. Auch die zahlreichen Hinterlassenschaften der Römer tragen zum Bekanntheitsgrad der Region bei. Die Städte und Gemeinden profitieren von den ständig wachsenden Besucherzahlen, wobei auf sanften Tourismus gesetzt wird. Der Ort mit den meisten Übernachtungen im Landkreis ist Gunzenhausen. Die historischen Altstädte, Burgen und Häuser ziehen Touristen an.

Die Ferienstraße Deutsche Limes-Straße führt aus Richtung Aalen kommend über Gunzenhausen, Weißenburg und Ellingen nach Regensburg, die Deutsche Ferienroute Alpen-Ostsee, Deutschlands längste Touristenroute, verläuft entlang der Altmühl durch den südlichen und westlichen Teil des Landkreises. Mehrere überregionale Rad- und Wanderwege, so zum Beispiel der Frankenweg, der Altmühltal-Panoramaweg, der Main-Donau-Weg oder der Deutscher Limes-Radweg führen durch den Landkreis.

Energie[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2001 wird im Landkreis verstärkt an die Produktion von Erneuerbarer Energie (EEG) gedacht. Mit einem EEG-Stromanteil von 38 % (Stand 24. Oktober 2011)[69] liegt der Landkreis weit über dem mittelfränkischen Durchschnitt von 13 % und damit auf Platz 9 der bayerischen Landkreise. Rund 44 % der erneuerbaren Energie kommt von den insgesamt 62 Biogasanlagen; Solarstrom macht rund 37 % aus.[70] Bei Degersheim befindet sich der größte Windpark Bayerns mit 9 Windanlagen. 2010 gab es im Landkreis 11 Nähwärmenetze, weitere 18 waren in der Bau- oder Planungsphase.

Steinabbau[Bearbeiten]

Ein Alleinstellungsmerkmal bildet die Steinindustrie.[68] So werden im Landkreis der Jura-Marmor, ein feinkörniger Kalkstein, und der Solnhofener Plattenkalk, das weltbeste Gestein für Lithografie und bekannt als eine der bedeutendsten Fossillagerstätten der Welt, abgebaut. Bereits die Römer verwendeten im 2. Jahrhundert Solnhofener Plattenkalk. Die Bodenbeläge der Hagia Sofia in Konstantinopel besteht aus Solnhofener Platten. Es wird angenommen, dass der erstmalige großflächige Abbau von Jura-Kalkstein beim Bau der Willibaldsburg (1351–1365) stattfand. Durch die Finanzkrise ab 2007 und das Aufkommen von billigeren Gesteinen aus China gehen die Verkaufszahlen für Gesteine aus dem Landkreis zurück.

Brauereien[Bearbeiten]

Die Braukunst hat im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine große und langwährende Tradition. So ist beispielsweise die seit dem Jahr 1135 existierende Brauerei Wurm die zweitälteste Brauerei Frankens.[71] Mit der Schlossbrauerei Ellingen befindet sich das einzige noch verbliebene fürstliche Brauhaus Frankens auf Landkreisgebiet. Daneben gibt es viele kleinere und jüngere Brauereien, wie Schneider Bräu und Brauerei Sigwart in Weißenburg, Ritter-Bräu in Nennslingen, Felsenbräu Thalmannsfeld in Thalmannsfeld, Brauerei Strauß in Wettelsheim und Schorsch-Bräu in Gunzenhausen.

Medien[Bearbeiten]

Im Printmedienbereich gibt es im Landkreis drei große Tageszeitungen: Das Weißenburger Tagblatt, der Altmühl-Bote und der Treuchtlinger Kurier; alle drei sind Lokalausgaben der Nürnberger Nachrichten.

Behörden und öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Sämtliche Behörden des Landkreises, darunter zum Beispiel das Landratsamt, das Schulamt oder das Gesundheitsamt haben ihren Sitz in Weißenburg. Die KFZ-Zulassungsbehörde hat als eine der wenigen Behörden eine Nebendienststelle in Gunzenhausen.[72]

Die Arbeitsagentur Weißenburg ist für den gesamten Landkreis sowie für den Landkreis Roth zuständig und hat im Landkreis Geschäftsstellen in Weißenburg und Gunzenhausen.[73]

Die gesamte Polizei im Landkreis ist der Polizeidirektion Ansbach zugeordnet, drei Polizeiinspektionen existieren in Weißenburg, Treuchtlingen und Gunzenhausen.

Bildung[Bearbeiten]

In allen Gemeinden existieren Grundschulen, teilweise auch Mittelschulen, die zum Teil in Schulverbänden kooperieren. Realschulen befinden sich in Weißenburg[74] und Gunzenhausen.[74] Neben dem Werner-von-Siemens-Gymnasium in Weißenburg[74] und dem Simon-Marius-Gymnasium in Gunzenhausen[74] gibt es die Kooperative Gesamtschule Senefelder-Schule in Treuchtlingen[74] mit Mittel-, Realschul- und Gymnasiumszweig.[75] Daneben ist in Gunzenhausen und Weißenburg jeweils eine Berufsschule,[74] eine Berufsoberschule[74] sowie eine Fachoberschule vorhanden.[74] Im Beruflichen Schulzentrum Gunzenhausen sind Berufsschule, Wirtschaftsschule und eine Meisterschule für Schreinerei vereinigt.[76] Daneben gibt es eine Landwirtschaftsschule in Gunzenhausen und zwei Berufsfachschulen für Krankenpflege.[74] In Weißenburg und Gunzenhausen befinden sich mehrere Förderschulen.

Die nächsten staatlichen Hochschulen sind in Nürnberg, Erlangen, Eichstätt und Regensburg. Daneben übernehmen vor allem die Volkshochschulen in Gunzenhausen und Weißenburg[77] sowie mehrere Bibliotheken den Bildungsauftrag gegenüber der Bevölkerung. Zu den größten Bibliotheken im Landkreis gehören die Stadtbibliothek Weißenburg und die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen.

Zu den 65 Kindergärten des Landkreises[19] gehört ein Montessori-Kindergarten in Weimersheim.

Gesundheit[Bearbeiten]

Im Landkreis gibt es zwei Kreiskrankenhäuser:

  • Die Kreisklinik Weißenburg, die seit 1985 besteht, hat 350 Beschäftigte und 190 Betten. Jährlich werden 5.000 Operationen durchgeführt.[78] Zuvor existierte in Weißenburg ein städtisches Krankenhaus.
  • Die Kreisklinik Gunzenhausen mit 350 Beschäftigten und 190 Betten. Ca. 7.000 stationäre Patienten jährlich werden medizinisch versorgt und ca. 4.000 operative Eingriffe vorgenommen.[79]

Beide Krankenhäuser dienen der Grund- und Regelversorgung und gehören seit 2002 zusammen zum selbständigen Kommunalunternehmen Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Seit März 2013 firmieren beide unter dem Namen Klinikum Altmühlfranken.[80]

Daneben gibt es ein städtisches Krankenhaus in Treuchtlingen, das sogenannte Gesundheitszentrum Treuchtlingen.

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrsgeschichte[Bearbeiten]

Bahnhof von Treuchtlingen
Der Flugplatz Treuchtlingen-Bubenheim

Die staatliche Ludwigs-Süd-Nord-Bahn eröffnete im heutigen Kreisgebiet 1849 das Teilstück Pleinfeld–GunzenhausenCronheim–Nördlingen ihrer Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg.

Die Stadt Ansbach baute im Jahr 1859 auf eigene Kosten eine Anschlussbahn nach Gunzenhausen, die von den Bayerischen Staatseisenbahnen 1869 nach Treuchtlingen verlängert wurde. Gleichzeitig kam die direkte Verbindung von Pleinfeld über Weißenburg nach Treuchtlingen zustande, die 1870 durch das Altmühltal nach Eichstätt und Ingolstadt weitergeführt wurde. Die Strecke von Treuchtlingen in Richtung Donauwörth–Augsburg über die Fränkische Alb konnte erst 1906 in Betrieb genommen werden. Seit 1985 ruht auf der Bahnstrecke Nördlingen–Gunzenhausen der reguläre Personenverkehr. Sie dient jetzt neben dem noch regelmäßigen Güterverkehr einer Museumsbahn.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Durch den Landkreis führen die Hauptstrecken Treuchtlingen–Würzburg, Ingolstadt–Treuchtlingen und Nürnberg–Augsburg sowie die Nebenstrecke Gunzenhausen–Pleinfeld. Die Bahnstrecke Nördlingen–Gunzenhausen wird planmäßig nur im Güterverkehr befahren. Personenbeförderung wird auf dieser Strecke nur noch bei Sonderfahrten mit Museumszügen durchgeführt.

Die Stadt Treuchtlingen ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten in Bayern. Mit der Eröffnung der ICE-Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt hat er im Fernverkehr an Bedeutung verloren, bildet jedoch immer noch ein Nadelöhr für den überregionalen Güterverkehr. Alle Bahnhöfe des Landkreises sind im Artikel Bahnhöfe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aufgeführt.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Der Landkreis ist neben den Landkreisen Cham und Kronach einer von drei bayerischen Landkreisen ohne eigenen Autobahnanschluss. Wichtigste Verkehrsachsen sind daher überwiegend Bundesstraßen sowie Kreisstraßen und Gemeindestraßen.

  • Bundesstraße 2:

Die wichtigste Nord-Süd-Verbindung ist die teilweise vierspurige, teilweise dreispurige Bundesstraße 2, die von Nürnberg bzw. Roth her kommt. Wegen des Autobahnanschlusses Roth an der A 6 besteht eine Verbindung des Landkreises zur A 73 (Bamberg-Feucht) und zur A 9 (Berlin-Nürnberg-München). Diese führt an Pleinfeld und Ellingen vorbei und übernimmt dort die B 13, mit der sie von Ellingen gemeinsam eine Trasse bis zur Abzweigung Weißenburg-Mitte bildet. Südlich von Weißenburg verläuft die B 2 an Treuchtlingen vorbei. Der südlichste Punkt der B 2 im Landkreis ist der Weiler Büttelbronn, ein Ortsteil der Gemeinde Langenaltheim. Von dort aus überschreitet sie die fränkisch-schwäbische Grenze und führt nach Donauwörth. Weiter bestehen Straßenverbindungen nach Augsburg und Richtung Allgäu und von Süden gibt es einen Anschluss zu den Autobahnen A 8 (Ulm-Augsburg-München) und A 96 (Bregenz-Memmingen-München).

  • Bundesstraße 13:

Die Bundesstraße 13, die bei Ansbach die Autobahn 6 kreuzt, erreicht den Landkreis bei Muhr am See. Kurz danach, bei Gunzenhausen, kreuzt sie sich mit der Bundesstraße 466 und durchquert anschließend die Ortschaften Unterasbach, Dornhausen, Theilenhofen und Stopfenheim. Westlich von Ellingen mündet die B 13 in die B 2 ein, mit der sie eine gemeinsame Trassenführung auf einer vierspurigen Straße eingeht. Diese geht nach der Anschlussstelle Weißenburg-Nord in ein zweispurige Strecke über, die gemeinsame Trasse endet am Abzweig Weißenburg-Mitte, wo die B 13 Weißenburg in Richtung Eichstätt (Ost-Südost) verlässt. Nach einer kurzen Serpentinstrecke wird das Bergwaldtheater Weißenburg erreicht. Von dort aus geht es durch Buchenwälder Richtung Rothenstein, dem südöstlichen Punkt der B 13 im Landkreis. Etwa 15 km ist die benachbarte Kreisstadt Eichstätt entfernt und ca. 50 km die oberbayerische Großstadt Ingolstadt. Über diese Verbindung besteht Anschluss an die A 9 und darüber hinaus Richtung Ostbayern.

  • Bundesstraße 466:

Die Bundesstraße 466, die von Schwabach westlich des Brombachsee in den Landkreis kommt, durchläuft Haundorf-Obererlbach und führt weiter Richtung Gunzenhausen. Mit der B 13 gibt es eine kurze gemeinsame Trassenführung, um den Ort zu umfahren. Westlich des Knotens Gunzenhausen-West verlässt die B 13 die gemeinsame Trasse und die B 466 wird nun durch Gnotzheim, Ostheim und Westheim Richtung Oettingen im benachbarten Landkreis Donau-Ries geführt. Von Oettingen bzw. Nördlingen aus besteht über die Bundesstraßen 25 und 29 Anschluss an die A 7 (Kempten-Ulm-Würzburg) bei der Ausfahrt Aalen-Westhausen. Zudem verbindet die B 29 Nördlingen mit der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart.

  • Geplante Bundesstraße 131n:

Die geplante Bundesstraße 131 neu soll im Endausbau die Verbindung zwischen den Autobahnen 7 und 9 darstellen und damit dem Landkreis einen eigenen Autobahnanschluss geben.[81]

  • Kreisstraßen:

Alle 35 Landkreisstraßen sind unter Liste der Kreisstraßen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aufgeführt.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Der Öffentliche Personennahverkehr im Kreis wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sichergestellt. Im größten Verkehrsverbund Bayerns ist der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Mitglied.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Nächster Verkehrsflughafen ist der Flughafen Nürnberg. Im Landkreis gibt es den Flugplatz Gunzenhausen-Reutberg, den Flugplatz Weißenburg-Wülzburg und den Flugplatz Treuchtlingen-Bubenheim.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohnerzahlen, Stand 31. Dezember 2013[82])

Städte

  1. Ellingen (3671)
  2. Gunzenhausen (16.222)
  3. Pappenheim (3964)
  4. Treuchtlingen (12.576)
  5. Weißenburg i.Bay., Große Kreisstadt (17.732)

Märkte

  1. Absberg (1320)
  2. Gnotzheim (832)
  3. Heidenheim (2560)
  4. Markt Berolzheim (1280)
  5. Nennslingen (1375)
  6. Pleinfeld (7464)

Gemeinden

  1. Alesheim (975)
  2. Bergen (1122)
  3. Burgsalach (1156)
  4. Dittenheim (1751)
  5. Ettenstatt (852)
  6. Haundorf (2639)
  7. Höttingen (1116)
  8. Langenaltheim (2231)
  9. Meinheim (849)
  10. Muhr am See (2167)
  11. Pfofeld (1474)
  12. Polsingen (1840)
  13. Raitenbuch (1179)
  14. Solnhofen (1693)
  15. Theilenhofen (1128)
  16. Westheim (1163)
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättMunicipalities in WUG.svg
Über dieses Bild

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Altmühltal mit Sitz in Meinheim
    und den Mitgliedsgemeinden
    Alesheim, Dittenheim, Markt Berolzheim (Markt) und Meinheim
  2. Ellingen mit den Mitgliedsgemeinden
    Ellingen (Stadt), Ettenstatt und Höttingen
  3. Gunzenhausen mit den Mitgliedsgemeinden
    Absberg (Markt), Haundorf, Pfofeld und Theilenhofen
  4. Hahnenkamm mit Sitz in Heidenheim
    und den Mitgliedsgemeinden Gnotzheim (Markt), Heidenheim (Markt) und Westheim
  5. Nennslingen mit den Mitgliedsgemeinden
    Bergen, Burgsalach, Nennslingen (Markt) und Raitenbuch

Keine Gemeindefreien Gebiete

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 2. Mai 1973 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Weißenburg i.Bay. gültige Unterscheidungszeichen WUG zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist im Rahmen der Kennzeichenliberalisierung auch wieder das Unterscheidungszeichen GUN (Gunzenhausen) erhältlich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sigrid Rabinger: Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen: Geschichte- Zeugnisse- Informationen, Manz, 1984, ISBN 3-7863-0955-8
  • Konrad Spindler (Hrsg.): Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen – Archäologie und Geschichte, Theiss, 1987
  • Konrad Spindler (Hrsg.): Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen – Denkmäler und Fundstätten, Theiss, 1987
  • Der Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen informiert, Weka Informationsschr.- und Werbefachverl., 1992
  • Adolf Wilsch: Zur Stadtentwicklung von Weißenburg in Bayern (Uuizinburc-Weissenburg, 867-1967), Weißenburg 1967.
  • Gotthard Kießling (Hrsg.): Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Lipp, München 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Metropolregion Nürnberg
  3. Internetseite der Planungsregion Westmittelfranken
  4. Altmühlfranken
  5. Links zu Sehenswürdigkeiten
  6. Angaben über den Naturpark Altmühltal
  7. Auernheim
  8. a b c Flüsse und Seen des Landkreises sowie Verlauf der Europäischen Hauptwasserscheide. Mittelfranken, abgerufen am 13. Februar 2012 (PDF; 412 kB).
  9. Fränkisches Seenland
  10. Artikel, Altmühl- und Brombachsee: Kampfansage an Algen (Abgerufen 3-12-2012)
  11. Errechnet aus den Angaben der Internetseite des Regierungsbezirkes Mittelfranken (abgerufen am 6. November 2013)
  12. Der Märzenbecherwald
  13. Naturschutzgebiet 52 - Halbinsel im Kleinen Brombachsee, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
  14. Naturschutzgebiet 49 -Quellhorizonte und Magerrasen am Albtrauf bei Niederhofen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
  15. Übersicht über die FFH-Gebiete in Bayern (PDF; 49 kB)
  16. Grüne Liste der Landschaftsschutzgebiete in Bayern (PDF; 1,1 MB)
  17. Grüne Liste der Landschaftsschutzgebiete in Mittelfranken (PDF; 269 kB)
  18. a b c d BayernViewer. Bayerisches Vermessungsamt, abgerufen am 17. Dezember 2011.
  19.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  20. Cordula Nagler-Zanier: Ringschmuck der Hallstattzeit aus Bayern, Franz Steiner, Stuttgart 2005, S. 46.
  21. Konrad Spindler (Hrsg.): Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen. Archäologie und Geschichte, Theiss, Aalen S. 87.
  22. Robert Reiß: Der merowingerzeitliche Reihengräberfriedhof von Westheim (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen). Forschungen zur frühmittelalterlichen Landesgeschichte im südlichen Mittelfranken, Wiss. Beibde z. Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 10 (1994).
  23. Landkreis Gunzenhausen, München/Assling 1966, S. 202
  24. Oberes Und Unteres Schloss
  25. Landkreis Gunzenhausen. München/Assling 1966, S. 232
  26. Sammelblatt HV Eichstätt 48 (1933), S. 32
  27. Werner Falk: Ein früher Hass auf Juden in Nürnberger Nachrichten vom 25. März 2009
  28. Bayerische Verwaltungsgeschichte (Landkreis Weißenburg in Bayern)
  29. Bayerische Verwaltungsgeschichte (Landkreis Gunzenhausen)
  30. Statistik für den Landkreis (PDF) abgerufen 16. Januar 2011
  31. Bevölkerungsentwicklung in altmühlfranken, www.altmuehlfranken.de, Zukunftsinitiative des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen
  32. Hochschule für Weißenburg: Technologietransferzentrum kommt, www.nordbayern.de, erschienen im Weißenburger Tagblatt am 10. November 2011
  33. Karlsgraben und Karlsgrabenausstellung
  34. Informationen über die Residenz Ellingen
  35. Beschreibung des Schlosses auf www.hahnenkamm.de
  36. Festung Wülzburg
  37. Muhr und die Räuber von Friedrich Schiller - Eine für unmöglich gehaltene Parallele ist Realität (PDF; 81 kB)
  38. Burgruine Pappenheim
  39. Die Burg Bechthal auf burgenseite
  40. Therme Weißenburg
  41. Kleinkastell "In der Harlach" in Burgsalach
  42. Der obergermanisch-rätische Limes
  43. Klöster in Bayern: Heidenheim
  44. Denkmalliste Weißenburgs (PDF; 243 kB)
  45. Beschreibung des Ellinger Tors
  46. Stadtmauerrundgang Weißenburg
  47. Reichsstädtisches (Altes) Rathaus
  48. Marktplatz mit Schweppermannsbrunnen
  49. Sehenswürdigkeiten in Gunzenhausen
  50. "Daran erkenne ich meine Pappenheimer"
  51. Geschichte Solnhofens
  52. Sehenswertes in Solnhofen
  53. Exkursion Solnhofen und Umgebung
  54. Lithografie
  55. Der Märzenbecherwald
  56. Aus der Chronik des Marktes Nennslingen: Das Jura-Wohnhaus
  57. Heimat- u. Brauereimuseum Pleinfeld
  58. Römermuseum Weißenburg auf der offiziellen Webpräsenz der Archäologischen Staatssammlung
  59. Homepage des Kulturzentums Ostpreußen
  60. Museum für Vor- und Frühgeschichte
  61. Offizielle Homepage des Bäuerlichen Heimatmuseums
  62. Aus einer Sonderbeilage der WZ am 17. August 2011
  63. nordbayern.de – Gerhard Wägemann ist neuer Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen (abgerufen am 21. November 2011)
  64. Wahlübersicht, Statistik über die Kreistageswahl 2014 auf der Webseite des Landkreises
  65. Wahlarchiv, Statistik über die Kreistageswahl 2008 auf der Webseite des Landkreises
  66. Das Wappen des Landkreises
  67. a b c d e f g Wirtschaftsstandort Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen. Abgerufen am 14. Februar 2012.
  68. EnergyMap.info
  69. Aktuelle Situation der Erneuerbaren Energien und der „Energielandwirtschaft“ im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (PDF; 384 kB)
  70. Bieswang
  71. KFZ-Zulassungsstelle Gunzenhausen
  72. Bundesagentur für Arbeit
  73. a b c d e f g h i Die allgemein bildenden und beruflichen Schulen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 16. Februar 2012.
  74. Senefelder-Schule Treuchtlingen
  75. Berufliches Schulzentrum Gunzenhausen
  76. Volkshochschulen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
  77. Klinik Weißenburg
  78. Klinik Gunzenhausen
  79. „Klinikum Altmühlfranken“ als neue Marke, nordbayern.de vom 6. Februar 2013
  80. Bundesstraße 'B 131n': Direkte Verbindung von der Autobahn zum Fränkischen Seenland
  81. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
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