Landsmannschaft der Deutschen aus Litauen

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Die Landsmannschaft der Deutschen aus Litauen e. V. ist ein Vertriebenenverband. Die Landsmannschaft ist Mitglied im Bund der Vertriebenen (BdV), Bundesvorsitzender ist heute Hardy Mett. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Litauen ist in verschiedenen Landesverbänden organisiert. Gegründet wurde die Landsmannschaft der Deutschen aus Litauen im Jahr 1951 und wies bald weit über 10.000 Mitglieder auf. Heute ist die Zahl deutlich zurückgegangen und beträgt noch knapp 1000.

Geschichte[Bearbeiten]

Während die Vertriebene aus Lettland und Estland in der Deutsch-Baltischen Gesellschaft organisiert sind, entschieden sich die Vertriebenen aus Litauen für einen eigenen Verband. Dies geht auf historisch begründete kulturellen Unterschiede zurück. Während die Baltendeutschen im Zuge der Eroberungen des Deutschen Ordens im 13. und 14. Jahrhundert einwanderten und eine Führungsschicht bildeten, kamen die Litauendeutschen erst im 18. Jahrhundert in das damals konstitutionell mit Polen verbundene Land und bildeten eine bäuerliche Volksgruppe.

Im Hitler-Stalin-Pakt wurde eine sowjetische Besetzung Litauens und eine Umsiedlung der Deutschen ins Reich beschlossen. Im Jahr 1941 wurden daher etwa 52.000 Personen umgesiedelt. Nach der deutschen Besetzung Litauens kehrte etwa ein Fünftel wieder zurück bis 1944 erneut eine Fluchtwelle vor der Roten Armee einsetze.[1]

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Landsmannschaft übernahm anfangs insbesondere soziale Aufgaben. Im Mittelpunkt stand die Unterstützung der Vertriebenen bei der Eingliederung in die Bundesrepublik. Dabei führte sie zum Teil die Aufgaben des Hilfskomitees der Deutschen aus Litauen im Hilfswerk der evangelischen Kirche in Deutschland im Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland fort. Zu den Aufgaben gehörte ein Reise- und Besuchsdienst für oft verstreut lebende Landsleute, Hilfslieferungen, Altenbetreuung, Erholungsreisen für Kinder, seelsorgerische Betreuung. Zunehmend wurde die soziale Arbeit durch die Traditionspflege und kulturelle Aktivitäten abgelöst.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Die Raute[Bearbeiten]

Seit Januar 1950 verfügt die Landsmannschaft mit „Die Raute“, "Kultur- und Nachrichtenblatt der Deutschen aus Litauen" über eine Verbandszeitung (ISSN: 0949-8974)[2]. Die Raute wurde im Jahr 1950 unter dem Titel „Heimatstimme“ vom „Hilfskomitee der Deutschen aus Litauen im Hilfswerk der evangelischen Kirche in Deutschland“, einem der Vorgänger des heutigen Verbandes gegründet[3].

Heimatgruß[Bearbeiten]

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Litauen ist Herausgeber einer Reihe von Jahrbüchern der Deutschen aus Litauen unter dem Titel „Heimatgruss“[4].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hardy Mett im Interview
  2. Deutsche Nationalbibliothek
  3. Deutsche Nationalbibliothek
  4. Deutsche Nationalbibliothek