Landtagswahl in Tirol 1984

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Landtagswahl 1984
Wahlbeteiligung: 88,77 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
64,64
(+1,81)
25,21
(-4,08)
6,03
(-0,75)
4,12
(+3,02)
Sonst.
1979

1984

Mandatsverteilung im Tiroler Landtag 1984–1989
   
Von 36 Sitzen entfallen auf:

Die Landtagswahl in Tirol 1984 fand am 17. Juni 1984 statt. Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) konnte dabei leichte Gewinne verbuchen und gewann zu ihren bisherigen 24 Mandaten eines hinzu. Damit erzielte die ÖVP das beste Wahlergebnis seit der Landtagswahl 1945. Die Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) büßte hingegen zum dritten Mal in Folge Stimmanteile ein und verlor ein Mandat an die ÖVP. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) verlor ebenfalls Stimmenanteile, konnte jedoch ihre zwei Mandate halten. Die SPÖ stellte im neuen Landtag 9 Mandatare. Die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ), die Liste für ein anderes Tirol (LAT), eine gemeinsame Liste von Alternativer Liste Österreichs und Vereinten Grünen Österreichs, und Die Grünen Österreichs (DGÖ) scheiterten hingegen am Einzug in den Landtag, wobei die Liste DGÖ nicht in den Wahlkreisen West und Ost kandidiert hatte.

1984 waren 403.881 Menschen bei der Landtagswahl stimmberechtigt, wobei dies eine Steigerung der Wahlberechtigten um 32.506 Personen bedeutete. Die Wahlbeteiligung war hingegen gegenüber 1979 von 90,58 % auf 88,77 % gesunken.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Gesamtergebnis[Bearbeiten]

Endergebnis der Landtagswahl 1984[1]
Ergebnisse 1984 Ergebnisse 1979 Differenzen
Wahlberechtigte 403.881 371.375 + 32.506
Wahlbeteiligung 88,77 90,58 % - 1,81 %
Stimmen  % Mand. Stimmen  % Mand. Stimmen % Mand.
Abgegebene Stimmen 358.535 336.408 + 22.127
Ungültig 8.508 2,37 %   6.502 1,93 %   + 2.006 + 0,44 %
Gültig 350.027 97,63 % 329.906 98,07 %   + 20.121 - 0,44 %
Partei
Österreichische Volkspartei (ÖVP) 226.242 64,64 % 25 207.269 62,83 % 24 + 18.973 + 1,81 % + 1
Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) 88.256 25,21 % 9 96.617 29,29 % 10 - 8.361 - 4,08 % - 1
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) 21.098 6,03 % 2 22.377 6,78 % 2 - 1.279 - 0,75 % ± 0
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) 1.411 0,40 % 0 1.362 0,41 % 0 + 49 - 0,01 % ± 0
Liste für ein anderes Tirol (LAT) 10.221 2,92 % 0 nicht kandidiert + 10.221 + 2,92 % ± 0
Die Grünen Österreichs (DGÖ) 2.799 0,80 % 0 nicht kandidiert + 2.799 + 0,80 % ± 0
Liste Tiroler Mittelstand (MS) nicht kandidiert 2.281 0,69 % 0 - 2.281 - 0,69 % ± 0
Gesamt 350.027 100,00 % 36 329.906 100,00 % 36 + 20.121

Bezirksergebnisse[Bearbeiten]

Wahlkreis Gesamt ÖVP SPÖ FPÖ KPÖ LAT DGÖ
Stimmen Mandate RM[2] Stim.  % Md. Stim.  % Md. Stim.  % Md. Stim.  % Md. Stim.  % Md. Stim.  % Md.
Innsbruck-Stadt 64.419 6 1 35.221 54,67 % 4 20.223 31,39 % 2 4.257 6,61 % 0 648 1,01 % 0 3.106 4,82 % 0 964 1,50 % 0
Tirol Mitte 113.451 10 1 74.484 65,65 % 7 29.239 25,77 % 3 5.131 4,52 % 0 763 0,67 % 0 2.645 2,33 % 0 1.189 1,05 % 0
Tirol West 65.091 6 1 48.589 74,65 % 5 13.069 20,08 % 1 1.736 2,67 % 0 nicht kandidiert 1.697 2,61 % 0 nicht kandidiert
Tirol Nord 78.910 8 0 46.613 59,07 % 5 20.665 26,19 % 2 9.001 11,41 % 1 nicht kandidiert 1.985 2,52 % 0 646 0,82 % 0
Tirol Ost 28.156 3 0 21.335 85,50 % 3 5.060 17,97 % 0 973 3,46 % 0 nicht kandidiert 788 2,80 % 0 nicht kandidiert
Gesamtergebnis
Restmandate
350.027
 
33
 
 
3
226.242
 
64,64 %
 
24
1
88.256
 
25,21 %
 
8
1
21.098
 
6,03 %
 
1
1
1.411
 
0,40 %
 
0
 
10.221
 
2,92 %
 
0
 
2.799
 
0,80 %
 
0
 

Auswirkungen[Bearbeiten]

Die Abgeordneten der X. Gesetzgebungsperiode wurden am 10. Juli 1984 angelobt. Sie wählten in der Folge die Mitglieder der Landesregierung Wallnöfer VI. Ihr folgte 1987 die Landesregierung Partl I nach.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rauchenberger (Hrsg.): Stichwort Bundesländer – Bundesrat. S. 419 f.
  2. Reststimmenmandate

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Rauchenberger (Hrsg.): Stichwort Bundesländer – Bundesrat. Wahlen und Vertretungskörper der Länder von 1945 bis 2000. Wien 2000. ISBN 3-9011-1105-0
  • Verbindungsstelle der Bundesländer beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung: Wahlstatistik. Die Wahlen in den Bundesländern seit 1945. Nationalrat und Landtage. 8. Auflage, Wien 1994