Landtagswahlkreis Breisgau

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Wahlkreis 48: Breisgau
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 48
Wahlberechtigte 123.287
Wahlbeteiligung 68,0 %
Wahldatum 27. März 2011
Wahlkreisabgeordneter
Name Patrick Rapp
Partei CDU
Stimmanteil 33,5 %

Der Wahlkreis Breisgau (Wahlkreis 48) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasste bei der letzten Landtagswahl 2006 die Gemeinden Au, Auggen, Bad Krozingen, Badenweiler, Ballrechten-Dottingen, Bötzingen, Bollschweil, Breisach am Rhein, Buggingen, Ebringen, Ehrenkirchen, Eichstetten am Kaiserstuhl, Eschbach, Gottenheim, Hartheim, Heitersheim, Horben, Ihringen, March, Merdingen, Merzhausen, Müllheim, Münstertal/Schwarzwald, Neuenburg am Rhein, Pfaffenweiler, Schallstadt, Sölden, Staufen im Breisgau, Sulzburg, Umkirch, Vogtsburg im Kaiserstuhl und Wittnau des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Wahlberechtigt waren 123.287 Einwohner.

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert.[1] Überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum in der Region Basel erforderte zur Landtagswahl 2011 eine Verkleinerung des benachbarten Wahlkreises Lörrach. So wurden aus diesem Wahlkreis die Gemeinden Kandern, Malsburg-Marzell und Schliengen dem Wahlkreis Breisgau zugeordnet, der jedoch selbst eine überdurchschnittliche Bevölkerungszahl und ein schnelles Wachstum aufweist. Deswegen wurden gleichzeitig die Gemeinden Gottenheim, March, Schallstadt und Umkirch an den Wahlkreis Freiburg II angegliedert.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wahl 2011

Landtagswahl 2011
Wahlkreis 48 Breisgau
 %
50
40
30
20
10
0
33,5 %
30,2 %
24,0 %
5,5 %
2,3 %
1,8 %
2,7 %
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006j
 %p
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-11,2 %p
+16,4 %p
-1,7 %p
-4,1 %p
-0,2 %p
+1,8 %p
-0,9 %p
Anmerkungen:
e 2006: WASG
j umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[3][4]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[5]
Patrick Rapp CDU 33,5 44,7
Christoph Bayer SPD 24,0 25,7
Bärbl Mielich B'90/Die Grünen 30,2 13,8
Martin Cammerer FDP 05,5 09,6
Hildegard Stöber AUF 00,8
Hanspeter Egel-Fischer DIE LINKE 02,3 02,5[6]
Peter Bulke REP 01,0 01,6
Klaus Louis NPD 00,4 00,0
Gerhard Rotzler PBC 00,5 00,7
Florian Zumkeller-Quast Piraten 01,8

[Bearbeiten] Wahl 2006

Die Landtagswahl 2006 hatte folgendes Ergebnis:[7]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2001
Stimmen in %
Gundolf Fleischer CDU 44,9 44,6
Christoph Bayer SPD 26,0 33,9
Bernhard Dechant FDP 08,5 06,9
Bärbl Mielich Grüne 14,1 10,3
Angela Duelli WASG 02,7 0
Jörg Prühl REP 01,6 02,6
Sonstige 02,2 01,6

[Bearbeiten] Abgeordnete seit 1976

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[8] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt.

Den Wahlkreis Breisgau vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Gundolf Fleischer 1976, 1980, 1984, 1988, 1992, 1996, 2001, 2006
Patrick Rapp 2011
SPD Zweitmandat Ulrich Brinkmann 1984, 1988, 1992, 1996, verstorben am 1. Dezember 2000
Hans Vogt, nachgerückt am 12. Dezember 2000
Christoph Bayer 2001, 2006, 2011
Grüne Zweitmandat Stephanie Günther 1996
Bärbl Mielich 2006, 2011

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wahlkreiseinteilung von 1975
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Neue Wahlkreiseinteilung bei der Landtagswahl 2011 (Abgerufen am 4. April 2011)
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  4. Innenministerium Baden-Württemberg: Wahlvorschläge für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011. S. 51. (PDF, 180 kB, abgerufen am 4. April 2011)
  5. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  6. 2006 als Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG)
  7. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  8. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts
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