Landtagswahlkreis Freiburg I

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Wahlkreis 46: Freiburg I
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 46
Wahlberechtigte 124.181
Wahlbeteiligung 70,2 %
Wahldatum 27. März 2011
Wahlkreisabgeordneter
Name
Reinhold Pix

Reinhold Pix
Partei Grüne
Stimmanteil 34,5 %

Der Wahlkreis Freiburg I (Wahlkreis 46) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasste bei der letzten Landtagswahl 2006 die Stadtteile Altstadt, Ebnet, Günterstal, Herdern, Kappel, Littenweiler, Mittelwiehre, Neuburg, Oberau, Oberwiehre und Waldsee des Stadtkreises Freiburg, die Gemeinden Breitnau, Buchenbach, Eisenbach (Hochschwarzwald), Feldberg (Schwarzwald), Friedenweiler, Glottertal, Gundelfingen, Heuweiler, Hinterzarten, Kirchzarten, Lenzkirch, Löffingen, Oberried, St. Märgen, St. Peter, Schluchsee, Stegen und Titisee-Neustadt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Gemeinden Bernau im Schwarzwald, Dachsberg (Südschwarzwald), Häusern, Höchenschwand, Ibach, St. Blasien und Todtmoos des Landkreises Waldshut. Wahlberechtigt waren 124.181 Einwohner.

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert. Der Wahlkreis Freiburg I umfasste zunächst nur die östlichen Stadtbezirke der Stadt Freiburg und den Ostteil des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald.[1] In Folge überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums im benachbarten Wahlkreis Waldshut wurden zur Landtagswahl 1992 erstmals Umgruppierungen notwendig. Deswegen wurden aus diesem Wahlkreis die Gemeinden Bernau im Schwarzwald, Dachsberg (Südschwarzwald), Häusern, Höchenschwand, Ibach, St. Blasien und Todtmoos zusätzlich dem Wahlkreis Freiburg I zugeordnet. Ab der Landtagswahl 2011 gehörten auch die Gemeinden Bonndorf im Schwarzwald, Grafenhausen, Ühlingen-Birkendorf und Wutach zum Wahlkreis Freiburg I.[2] Der Wahlkreis ist der einzige Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg, zu dem Gemeinden aus drei unterschiedlichen Stadt- bzw. Landkreisen gehören.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wahl 2011

Landtagswahl 2011
Wahlkreis 46 Freiburg I
 %
50
40
30
20
10
0
34,5 %
32,6 %
21,9 %
4,9 %
2,6 %
1,4 %
2,0 %
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006j
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+12,6 %p
-8,3 %p
+0,1 %p
-4,2 %p
-0,5 %p
+1,4 %p
-1,1 %p
Anmerkungen:
e 2006: WASG
j umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[3][4]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[5]
Klaus Schüle CDU 32,6 40,9
Walter Krögner SPD 21,9 21,8
Nikolaus von Gayling-Westphal FDP 04,9 09,1
Reinhold Pix Grüne 34,5 21,9
Armin Wolff DIE LINKE 02,6 03,1[6]
Reinhard Klehn REP 00,5 01,2
Thomas Stöckle NPD 00,4
Karl Hug ödp 00,9 00,4
Peter Uhrmeister PBC 00,3 00,0
Fabian Baur Piraten 01,4
Sonstige 01,4

[Bearbeiten] Wahl 2006

Die Landtagswahl 2006 hatte folgendes Ergebnis:[7]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2001
Stimmen in %
Klaus Schüle CDU 40,0 39,7
Gustav-Adolf Haas SPD 22,3 30,9
Herta König FDP 08,5 08,1
Reinhold Pix Grüne 23,2 17,3
Edmond Jäger WASG 03,2 0
Peter Bulke REP 01,2 02,1
Sonstige 01,7 02,0

[Bearbeiten] Abgeordnete seit 1976

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[8] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt.

Den Wahlkreis Freiburg I vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Hans Filbinger 1976
Ludger Reddemann 1980, 1984, 1988, 1992, 1996
Klaus Schüle 2001, 2006
SPD Zweitmandat Jürgen Meyer 1976
Gustav-Adolf Haas 1992, 2001, 2006, Mandat niedergelegt zum 5. November 2009
Walter Krögner, nachgerückt am 6. November 2009
FDP Zweitmandat Klaus Rösch 1976
Grüne Zweitmandat Hans Dietrich Erichsen 1980
Hans-Dieter Stürmer 1984
Johanna Maria Quis 1988, Mandat niedergelegt zum 3. Juli 1990
Barbara Schroeren-Borsch, nachgerückt am 4. Juli 1990
Walter Witzel 1992, 1996, 2001
Reinhold Pix 2006
Erstmandat Reinhold Pix 2011

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wahlkreiseinteilung von 1975
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Neue Wahlkreiseinteilung bei der Landtagswahl 2011 (Abgerufen am 4. April 2011)
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis (Abgerufen am 4. April 2011)
  4. Innenministerium Baden-Württemberg: Wahlvorschläge für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011. S. 49. (PDF, 180 kB, abgerufen am 4. April 2011)
  5. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  6. 2006 als Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG)
  7. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  8. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts
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