Landtagswahlkreis Tübingen

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Wahlkreis 62: Tübingen
Landtagswahlkreise BW 2011 WK62.svg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 62
Einwohner 188.243 (30.09.2010)
Wahlberechtigte 130.515
Wahlbeteiligung 73,4 %
Wahldatum 27. März 2011
Wahlkreisabgeordneter
Name
Daniel Lede Abal

Daniel Lede Abal
Partei GRÜNE
Stimmanteil 32,1 %

Der Wahlkreis Tübingen (Wahlkreis 62) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasst die Gemeinden Ammerbuch, Bodelshausen, Dettenhausen, Hirrlingen, Mössingen, Neustetten, Ofterdingen, Rottenburg am Neckar, Starzach und Tübingen aus dem Landkreis Tübingen. Wahlberechtigt waren bei der Landtagswahl 2011 130.515 Einwohner.

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert. Der Wahlkreis Tübingen war zunächst identisch mit dem Landkreis Tübingen[1], musste aber infolge überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums zur Landtagswahl 1992 verkleinert werden. Deswegen wurden die Gemeinden Kirchentellinsfurt und Kusterdingen dem Nachbarwahlkreis Reutlingen zugeordnet. Zur Landtagswahl 2011 wurden auch die Gemeinden Dußlingen, Gomaringen und Nehren an den Wahlkreis Reutlingen angegliedert.

Wahl 2011[Bearbeiten]

Landtagswahl 2011
Wahlkreis 62 Tübingen
 %
40
30
20
10
0
32,1 %
32,1 %
21,8 %
5,0 %
3,6 %
2,2 %
3,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006j
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+9,4 %p
-6,2 %p
+0,1 %p
-3,8 %p
-0,3 %p
+2,2 %p
-1,4 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e 2006: WASG
j umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[2]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[3]
Lisa Federle CDU 32,11 38,3
Daniel Lede Abal GRÜNE 32,13 22,7
Rita Haller-Haid SPD 21,8 21,7
Max-Richard Freiherr von Rassler FDP 05,0 08,8
Bernhard Strasdeit LINKE 03,6 WASG: 3,9
Roman Kremer PIRATEN 02,2 0
Rolf Schlierer REP 01,0 02,3
Axel Heinzmann NPD 00,6 00,5
Andreas Weidling AUF 00,6
Nascha Marie Staffl FAMILIE 00,5
Matthias Dietrich ÖDP 00,5 00,5
Sonstige 01,3

Wahl 2006[Bearbeiten]

Die Landtagswahl 2006 hatte folgendes Ergebnis:[4]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2001
Stimmen in %
Klaus Tappeser CDU 38,6 38,3
Rita Haller-Haid SPD 22,0 32,8
Dietmar Schöning FDP 08,8 06,7
Boris Palmer GRÜNE 22,1 15,1
Rüdiger Nierlein WASG 03,8
Detlef Otto REP 02,3 04,4
Thomas Maurer UNABHÄNGIGE 00,7
Corinna Sipple PBC 00,7 00,4
Axel Heinzmann NPD 00,5
Matthias Dietrich ödp 00,5 00,6
Sonstige 01,8

Abgeordnete seit 1976[Bearbeiten]

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[5] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Die bisherige Regelung, die eine Zuteilung dieser Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke vorsah, begünstigte den Wahlkreis Tübingen erheblich. Das lag zum einen an der überdurchschnittlichen Bevölkerungszahl, zum anderen am vergleichsweise niedrigen Stimmenanteil für die CDU und den damit verbundenen höheren Ergebnissen der anderen Parteien.

Den Wahlkreis Tübingen vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Gerhard Weng 1976, 1980, 1984
Friedhelm Repnik 1988, 1992, 1996, 2001
Klaus Tappeser 2006, Mandat niedergelegt zum 7. Januar 2008
Monika Bormann, nachgerückt am 8. Januar 2008
GRÜNE Erstmandat Daniel Lede Abal 2011
GRÜNE Zweitmandat Wolf-Dieter Hasenclever 1980
Fritz Kuhn 1984
Christine Muscheler-Frohne 1988
Monika Schnaitmann 1992
Sabine Schlager 1996
Boris Palmer 2001, 2006, Mandat niedergelegt zum 26. Mai 2007
Ilka Neuenhaus, nachgerückt am 26. Mai 2007
SPD Zweitmandat Roland Hahn 1976, 1980
Gerd Weimer 1984, 1988, 1992, 1996
Rita Haller-Haid 2001, 2006, 2011
FDP Zweitmandat Hinrich Enderlein 1976, 1980, 1984
Dietmar Schöning 1992
REP Zweitmandat Karl-August Schaal 1992

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung von 1975 (PDF; 344 kB)
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  3. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  5. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts