Landung (Taktik)

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USS LST-21 entlädt britisches Material am D-Day
Landungsschiff LCM 25 der Bundesmarine (siehe auch: Frontal)

Eine Landung (auch Anlandung, Landungsunternehmen oder Seelandung genannt) ist eine militärische Taktik, um von einem sehr großen Gewässer (meist ein Meer) an eine Küste oder an ein Ufer im Feindesgebiet zu gelangen. Ziel ist die Einnahme von feindlichem Land durch die Infanterie. Absicht einer Landung ist die Bildung eines Brückenkopfes für nachrückende eigene oder alliierte Einheiten, die Sicherung des Terrains, die Aufklärung sowie auch das weitere Vordringen zu Fuß oder mit kleinen Fahrzeugen.

Sie wird gewöhnlich durch Einheiten der Marineinfanterie als Teil der Amphibischen Kriegführung durchgeführt. Bei der Anlandung werden die Soldaten von Wasserfahrzeugen in die Nähe oder direkt an die Küste verlegt.

Sie verwendet Landungsboote und Luftkissenfahrzeuge häufig, wenn direkt angelandet wird. Des Weiteren kann insbesondere nach der Sicherung der Linien schweres Gerät mit speziellen Schiffen, z. B. Panzerlandungsschiffe oder Amphibische Angriffsschiffe, angelandet werden. In der Regel wird schweres Gerät jedoch aus Gründen der Schadensminimierung erst nach der Geländesicherung nachgeführt.

Eine der größten Anlandungen der Geschichte fand im Juni 1944 im Rahmen der Operation Overlord in der Normandie statt (die ersten Tage der Landung wurde von den Alliierten D-Day genannt).

Literatur[Bearbeiten]

  • Dan van der Vat: D-Day. Die alliierte Landung in der Normandie, Collection Rolf Heyne, 2004, ISBN 3-89910-199-5
  • Jürgen W. Schmidt: Ludwig von Wolzogen, Herzog Eugen von Württemberg und die Denkschrift über die Abwehr einer russischen Seelandung in Ostpreußen. In: Deutsche Schiffahrtsarchiv Bd. 31 (2008) S.289-303