Landwechselwirtschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In Landwechselbau bepflanztes Feld in Mosambik. Die Vegetation wurde oberirdisch abgebrannt und danach kam nur die Hacke zum Einsatz

Landwechselwirtschaft ist eine einfache Bewirtschaftungsform in der Landwirtschaft, die in Europa von Beginn des Ackerbaus vor einigen Jahrtausenden bis zum Frühmittelalter vorherrschte. Aufgrund der Erschöpfung der Nährstoffe, der sogenannten Bodenermüdung, können alle Felder nur einige Jahre verwendet werden. In der Folge muss man stets auf neue Felder ausweichen. Erst nach Jahrzehnten lassen sich die verlassenen Felder wieder nutzen.

Landwechsel ist der Grund für viele Rodungen. Außerdem verhindert er oft die Sesshaftigkeit der Bauern und führt zur Lebensweise des Wanderfeldbaus. Er wurde im Mittelalter durch ortsfeste Bodennutzungssysteme wie die Dreifelderwirtschaft und die Einfeldwirtschaft mit Plaggendüngung ersetzt.

In der Regel spricht man von Landwechselwirtschaft im Unterschied zum Wanderfeldbau, wenn die Höfe stationär bleiben, aber die Felder wechseln. Vor allem in tropischen und subtropischen Regionen ist diese Wirtschaftsform noch heute anzutreffen.

Literatur[Bearbeiten]