Langenfeld (Rheinland)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Langenfeld (Rheinland)
Langenfeld (Rheinland)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Langenfeld (Rheinland) hervorgehoben
51.1130555555566.952222222222247Koordinaten: 51° 7′ N, 6° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Mettmann
Höhe: 47 m ü. NHN
Fläche: 41,15 km²
Einwohner: 56.993 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1385 Einwohner je km²
Postleitzahl: 40764
Vorwahlen: 02173, (02171), (0212)
Kfz-Kennzeichen: ME
Gemeindeschlüssel: 05 1 58 020
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Konrad-Adenauer-Platz 1
40764 Langenfeld (Rheinland)
Webpräsenz: www.langenfeld.de
Bürgermeister: Frank Schneider (CDU)
Lage der Stadt Langenfeld (Rheinland) im Kreis Mettmann
Düsseldorf Duisburg Ennepe-Ruhr-Kreis Essen Köln Leverkusen Mülheim an der Ruhr Remscheid Rhein-Erft-Kreis Rhein-Kreis Neuss Rheinisch-Bergischer Kreis Solingen Wuppertal Erkrath Haan Heiligenhaus Hilden Langenfeld (Rheinland) Mettmann Monheim am Rhein Ratingen Velbert WülfrathKarte
Über dieses Bild

Langenfeld (Rheinland) ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im Kreis Mettmann (Regierungsbezirk Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland). Mit 56.993 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) ist sie die drittgrößte Stadt des Kreises.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Langenfeld liegt südöstlich von Düsseldorf, südlich von Hilden, westlich von Solingen und Leichlingen, nördlich von Leverkusen und östlich von Monheim am Rhein. Langenfeld wird von mehreren Bächen (etwa Viehbach, Blockbach und Galkhauser Bach) durchflossen, die ihr Wasser über den Langforter Bach dem Altrheinarm in Düsseldorf-Urdenbach zuführen. Das Stadtgebiet erstreckt sich auf den östlich des Rheins gelegenen Flussterrassen über etwa 42 Quadratkilometer, jedoch ohne direkten Zugang zum Rhein. Die Nord-Süd-Ausdehnung der Stadt beträgt etwa 7 km, die Ost-West-Achse etwa 6 km. Der tiefste Punkt mit etwa 40 m ü. NN. liegt im Knipprather Wald an der Stadtgrenze zu Monheim am Rhein. Die höchste Erhebung ist der Wenzelnberg an der Stadtgrenze zu Solingen mit etwa 112 m ü. NN.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Kirche St. Barbara

Die Vor- und Frühgeschichte der Stadt liegt noch weitestgehend im Dunkeln. Ein germanisches Gräberfeld aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert auf dem Rosendahlsberg / Neuburger Hof (Langenfeld-Reusrath Süd / Stadtgrenze zu Leverkusen) lässt jedoch auf eine frühe Besiedlung schließen, auch wenn die dazugehörende Siedlung noch nicht gefunden wurde.[3]

Noch ältere Funde am gleichen Ort (Steinabschläge für Klingen aus Feuerstein) konnten in die Altsteinzeit datiert werden. Sie werden heute im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Köln aufbewahrt.[3] Mehrere Steinbeile aus Langenfeld-Feldhausen aus der jüngeren Steinzeit[4] dürften überdies die Vermutung rechtfertigen, dass die rechte Rheinterrasse bereits seit frühester Menschheitsgeschichte besiedelt ist. Nicht unerwähnt bleiben soll nach Auffassung der Heimatforscher der Neandertaler, schließlich gehörten Erkrath und Langenfeld beide dem Kreis Mettmann an.[3][5]

Die Reste einer römischen Weiheglocke (überhaupt nur drei weitere aus der Antike bekannt) sowie u. a. weitere Scherbenfunde vom Rosendahlsberg konnten der Römerzeit zugewiesen werden. Aufsehen erregte zudem der Fund einer römischen Mercurius-Statuette 1976 an der Kirschstrasse in Richrath.[3] Mutmaßlich gab es also Handelsbeziehungen und Reiseverkehr über den Rhein hinweg in das Römische Reich.

Neuere Ausgrabungen an der St.-Martinus-Kirche in Langenfeld-Richrath ergaben, dass Orte mit der Endung -rath möglicherweise bereits Ende des achten Jahrhunderts, damit fast zweihundert Jahre früher als bisher angenommen, gegründet worden sein könnten.[6] Jedenfalls lässt dies der Fund eines Knochens eines an der Kirche Bestatteten zu, der von den Forschern mit Hilfe der Radio-Carbon-Methode exakt auf das Jahr 796 datiert wurde.[7] Dieses Ergebnis bestätigen nach jüngeren Zeitungsmeldungen die Grabungen in Reusrath an der Kirchenwüstung St. Barbara.[8][9] Hier wurde am Alter Markt unter anderem ein Baumsarg gefunden. Zudem wurde die erste St.-Barbara-Kirche offenbar in einem bereits früher existierenden Gräberfeld errichtet. Weitere Untersuchungen hierzu stehen aber noch aus. Im Jahre 2009 wurde der Fund von der Kirchenwüstung nach einer feierlichen Messe am „Alten Markt“ auf dem Friedhof St. Barbara endgültig begraben.

Der bei Ausschachtungsarbeiten am 16. April 1964 auf der Kölner Straße 50 gefundene Genagelte Schädel aus Langenfeld könnte forensischen Untersuchungen zufolge einer Anfang 20-jährigen Frau gehört haben. Darauf lassen einerseits die Schädelform sowie andererseits der Beifund einer mit Goldfäden durchwebten Kopfbedeckung schließen, mutmaßlich orientalischen Ursprungs (wird noch untersucht). Genagelte Schädel (bekanntester der vermutete des Klaus Störtebeker) sind selten und dienten der Abschreckung. Zu datieren sei der Fund mutmaßlich in die Zeit der Hexenverfolgungen, so der Forensiker in archäologischen Diensten, Peter Pieper, in seinem Vortrag im Februar 2008 (vgl. auch Müller.[3])

Nicht dokumentiert ist eine Pferdebestattung auf dem „Götscher Weg“ in Langenfeld-Richrath, die bei Ausschachtungsarbeiten für eine Kanalbaumaßnahme in den 1960er Jahren dort entdeckt worden sei, so alte Anwohner der Straße. Hinweise auf deren Bedeutung reichen von der Völkerwanderungszeit bis hin zum Tod des Anführers eines Vorauskommandos im Türkenkrieg von 1663/1664, von dem türkische Geschichtsbücher berichten würden. Allerdings gibt es zwei Überlieferungen (zitiert bei Görgens) zu der Geschichte, eine Sage aus Berghausen um den Weißenstein sowie eine weitere aus Rheinmülheim (Köln-Mülheim) um den Sieg des deutschen Kaisers über ein Heer aus dem Osten, die mit der Bestattung in Zusammenhang stehen könnten. Ebenso stehen noch Untersuchungen zu mutmaßlich frühmittelalterlichen Burgställen im Further Moor im Zusammenhang mit der Sage um das versunkene Schloss aus (Hapelrath), ebenfalls zu Bodenzeichnungen in den (so genannten: Leichlinger) Sandbergen.

Die Entwicklung zur Stadt[Bearbeiten]

Kirchturm St. Martin

Nach über 1000 Jahren Kirchspiel Richrath entstand das heutige Langenfeld aus der Gemeinde Richrath-Reusrath mit den weiteren Stadtteilen Berghausen, Immigrath, Mitte und Wiescheid. Erste urkundliche Erwähnung als „Langevelt“ erfährt die Stadt in einer Urkunde des Jahres 1396. Die Bezeichnung „Das lange Feldt“ für Langenfeld taucht dann wieder in einer 1673 von Samson in Paris veröffentlichten Karte auf.[5] Eine weitere des Johann Baptist Homann datiert um 1730.[10] Danach bezeichnete man offenbar ursprünglich mit dem „langen Feld“ das gesamte bäuerliche Siedlungsgebiet zwischen Itterbach im Norden und Wupper im Süden, zwischen Monheim im Westen und Bergischem Land im Osten. Später wurde der Begriff „Langenfeld“ auf die Stadt übertragen, die trotz ihrer alten Siedlungsgeschichte erst im Jahre 1948 die Stadtrechte erhielt.

Eine erste schriftliche Erwähnung aus der heutigen Stadt Langenfeld findet sich für Neurath (Voigtslach, Stadtgrenze Leverkusen) in einer Kaiserwerther Urkunde aus dem Jahre 904, während die urkundlich erwähnte Geschichte Richraths nur bis in das Jahr 1090, die des Stadtteils Reusrath bis in das Jahr 1281 zurück reicht.[3] Die ursprünglich im Herzogtum Berg liegenden Dörfer wurden zudem ab etwa 1289 durch den Grafen von Jülich unter dem Namen „Kirchspiel Richrath“ geordnet. Die Verwaltung der späteren, von 1666 bis 1804 währenden Herrschaft Richrath erfolgte zeitweise über die Bergische Freiheit Monheim am Rhein.[11] Ältestes erhaltenes Bauwerk ist im Übrigen der romanische Turm der Kirche St. Martin in Richrath (erbaut um 1150).[5]

Postillon & Christel von der Post vor der Stadtgalerie in Langenfeld

Die Entwicklung der Stadt Langenfeld, zwischen Köln und Düsseldorf gelegen, ist wesentlich mit durch die Lage an der alten Via Publica, der späteren Köln-Arnheimer Chaussee und heutigen B 8 geprägt. Über diese europäische Fernverkehrsstraße sowie die weitere überregionale Verbindung zwischen Hitdorfer Rheinhafen und dem Bergischen Land reisten viele Menschen und wurden Waren in alle Himmelsrichtungen verteilt. In logischer Konsequenz erhielt bereits am 8. Juni 1668 der Düsseldorfer Fuhrunternehmer Johann Maurenbrecher eine erste Konzession zur regelmäßigen „Postfuhr“ zwischen Köln und Düsseldorf. Im Jahre 1774 wurde eine erste Poststation der von den Thurn und Taxis betriebenen kaiserlichen Reichspost in Berghausen am Probsthof (Alt Langenfeld) eingerichtet, die zunächst bis 1788 dort betrieben wurde. Einer Rückverlegung der Station nach Opladen war wenig Glück beschieden, so dass dessen Posthalter am 25. September 1793 die Dienstentlassung zugestellt wurde.[3] Ab dem 11. Oktober 1793 wurde die Station deshalb endgültig bis zur Einstellung des Postkutschenwesens wieder in Langenfeld und zwar am heutigen Berliner Platz (gegenüber Haus Wagner) eingerichtet.[5] Für das Jahr 1844 sind dort 24 Postillone verbürgt, die jeweils vier gleichfarbene und damit insgesamt knapp 100 Pferde zum Auswechseln für die Postkutschen betreuten.[3]

Dieser Teil der Geschichte spiegelt sich noch heute im Kopf des Stadtwappens (1939 verliehen), im Form des Posthorns wider. Relikte dieser Zeit sind auch die etwa 1,5 m hohen, quadratischen Steinstelen, auf denen die Reisezeiten per Postkutsche zu den Städten Köln, Düsseldorf und Solingen in Stunden angegeben sind. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn nahm jedoch die Bedeutung der Postkutschen wie auch der Pferdewechselstation in Langenfeld schließlich wieder ab. Eine letzte Fahrpost verließ Langenfeld im Jahre 1905. Dennoch erscheint vor dem Hintergrund der überregionalen Bedeutung der Posthalterei die Verlegung der „Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland“ nach Langenfeld als eine logische Folge.

Heute wird die vergangene Postkutschentradition durch das „Traditionspaar der Stadt Langenfeld“ gewürdigt. Bei feierlichen Anlässen repräsentieren „Postillon und Christel von der Post“ gemeinsam mit dem Bürgermeister die Stadt Langenfeld. Das Paar wird hierbei häufig von der Kutschergarde in historischen Postuniformen der damaligen deutschen Länder sowie der Kaiserzeit begleitet. Eine Bronzeabbildung des Traditionspaares findet sich im Übrigen vor dem Haupteingang der „Stadtgalerie“.

Massaker in der Wenzelnbergschlucht[Bearbeiten]

In der Wenzelnbergschlucht auf dem Langenfelder Stadtgebiet wurden am 13. April 1945 im Zuge von Kriegsendphasenverbrechen 71 Insassen aus dem Zuchthaus Lüttringhausen von Gestapo-Leuten hingerichtet. Die Leichen wurden nach dem Krieg von 25 bekannten Nationalsozialisten unter Aufsicht amerikanischer Besatzungssoldaten, angeführt von einem 19-jährigen Funker, exhumiert und später vor dem Rathaus in Solingen-Ohligs bestattet. Im Jahre 1965 wurden die Opfer an das Mahnmal Wenzelnberg umgebettet, wo jährlich eine Gedenkveranstaltung stattfindet.[12]

Wirtschaftsgeschichte[Bearbeiten]

Betrachtet man sich die Funde seit der Steinzeit, wurde Langenfeld über längste Zeiträume durch bäuerliche Siedlungen geprägt. Ein Beleg hierfür ist das Haus Arndt in der City, ein ehemaliges Bauernhaus, das heute gastronomisch genutzt wird.

Haus Arndt

Kleinere Handwerksbetriebe, wie zum Beispiel der seit 2008 wieder aufgebaute Schalenschneiderkotten zur Herstellung von Messergriffen, ergänzten das Arbeitsangebot. In dem Kotten (Haus), der sich in einer frei einzusehenden Ausstellungshalle im Volksgarten befindet, produzierten Männer aus Wiescheid in Lohnarbeit Holzgriffe für die Solinger Schneidwarenindustrie. Erste größere Betriebe wie Webereien siedelten sich ab etwa 1860, erste Metallverarbeitende Betriebe ab 1895 an.[11] Dank der günstigen geographischen Lage zu den Städten Köln, Leverkusen, Solingen und Düsseldorf, in Verbindung mit den guten Verkehrsanbindungen durch die Bundesbahnlinie S6, den Autobahnen 3, 59 und 542, den Bundesstraßen 8 und 229 sowie moderaten Gewerbesteuerhebesätzen erlebt die Stadt Langenfeld seit den 1980er Jahren einen weiteren steten Aufschwung. In der Folge entstanden viele neue Unternehmen in Langenfeld oder wechselten Sitz oder Verwaltung nach Langenfeld, wie etwa die Firma Lanxess im Jahre 2005. Vor dieser Entwicklung erscheint der aufsteigende, blaubewehrte, bergische Löwe auf dem Stadtwappen, einstens nur Sinnbild der vielfältigen Verbindungen ins Bergische, heute auch als ein Symbol der erfolgreichen Wirtschaftsgeschichte der Stadt Langenfeld.

Ausgewählte Exponate zur Stadtgeschichte zeigt das Stadtmuseum Langenfeld, andere werden durch das Römisch-Germanisches Museum Köln und das Rheinisches Landesmuseum Bonn verwahrt. Diesbezügliche Exponate beziehen sich allerdings eher auf die Geschichte der Durchreisenden, wie die der Steinzeitjäger und -sammler, oder aber auf durch Handel Erworbenes, Verlorenes oder als Bestattungsbeigaben Mitgegebenes. Zur bäuerlichen Siedlungsgeschichte und damit zur Wirtschaftsgeschichte über viele Jahrhunderte vermittelt das Rheinische Freilichtmuseum in Kommern in der Eifel einen guten Eindruck. Und für den Wandel über das Handwerk zur Industrialisierung – auch für den hiesigen vorbergischen Raum – sei auf das Westfälische Freilichtmuseum Hagen verwiesen.

[Bearbeiten]

Die Stadt führt ein Stadtwappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel sowie ein Logo. Das Recht zur Führung eines Wappens ist der Stadt mit Urkunde vom 26. Juli 1939 vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz verliehen worden.

Die Flagge der Stadt Langenfeld Rhld. zeigt die Farben Grün-Weiß-Grün und das im nächsten Absatz näher bezeichnete Stadtwappen in der Mitte des Fahnentuches.

Blasonierung: In einem grünen Schildhaupt schwebt ein goldenes (gelbes) Posthorn mit blauer Schnur und blauen Troddeln. Unter dem Schildhaupt schreitet auf silbernem (weißem) Grund ein zwiegeschwänzter, blaugekrönter, -bewehrter und -bezungter roter Löwe.

Langenfeld, die alte Thurn- und Taxissche Poststation "im langen Feld" zwischen Düsseldorf und Köln wurde 1948 Stadt. Das Posthorn erinnert daran; der Löwe ist der Bergische und erinnert an die frühere Zugehörigkeit zum Herzogtum Berg.[13]

Das Siegel der Stadt zeigt das Wappen mit der Umschrift „STADT LANGENFELD RHLD.“[14]

Bevölkerung[Bearbeiten]

In den Jahren 2006 bis 2009 (Stichtag jeweils 30. Juni) verteilte sich die Anzahl der Bürger auf die einzelnen Stadtteile wie folgt:

2006 2007 2008 2009
Mitte 11.015 10.974 11.024 10.989 (− 35)
Immigrath 16.489 16.651 16.595 16.543 (− 52)
Richrath 15.367 15.289 15.415 15.438 (+ 23)
Reusrath 7.161 7.189 7.196 7.145 (− 51)
Berghausen 5.728 5.772 5.812 5.792 (− 20)
Wiescheid 3.187 3.200 3.170 3.149 (− 21)

Die Einwohnerzahlen nach Geschlecht und der Ausländer waren wie folgt:

2006 2007 2008 2009
Einwohner 58.947 59.075 59.213 59.056
männlich 28.808 28.893 28.960 28.835
weiblich 30.139 30.182 30.253 30.221
Ausländer 4.609 (7,19 %) 4.705 (7,96 %) 4.641 (7,84 %) 4.647 (7,87 %)

Quelle: Alle Zahlen stammen von der Website der Stadt und sind durch das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) erhoben. Die in kürzeren Zeiten inoffiziell durch die Stadt erhobenen Zahlen können zum Teil nicht unbeträchtlich von den Stichtagszahlen abweichen.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 55,1 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,6 %
13,8 %
11,5 %
11,1 %
6,9 %
1,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,5 %p
-5,8 %p
+2,6 %p
+1,4 %p
+0,2 %p
+1,0 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 30. August 2009 führte zu folgender Sitzverteilung im Rat der Stadt:[15]

Partei / Liste CDU SPD Grüne FDP B/G/L*
Sitze 25 6 5 3 5

* Bürgergemeinschaft Langenfeld

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bis 1996 war der erste Bürgermeister ein Ehrenamt. Der erste Bürgermeister war „politisches“ Oberhaupt der Stadt und Vorsitzender des Stadtrates. Mit der Einführung des hauptamtlichen Bürgermeisters in Nordrhein-Westfalen im Jahre 1996 übernahm der hauptamtliche Bürgermeister auch die Funktion des Verwaltungsleiters der Stadtverwaltung

Die Bürgermeister der Stadt Langenfeld seit der Gründung waren:

Stadtdirektoren[Bearbeiten]

Bis zur Einführung des hauptamtlichen Bürgermeisters im Jahr 1996 war der Stadtdirektor der hauptamtliche Leiter der Stadtverwaltung

2013 gehört Langenfeld zu den wenigen deutschen Städten, die keine eigenen Schulden haben.[16]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Schuldenuhr (2007)

Eine 1997 am Rathaus der Stadt Langenfeld angebrachte „Schuldenuhr“ mit den damals aktuellen Schuldenständen Langenfelds, des Landes Nordrhein-Westfalen wie des Bundes, wurde Ende 2008 demontiert und nach Grevenbroich weitergegeben. In Langenfeld habe sie ihren Zweck erfüllt, so die Aussage des damaligen Bürgermeisters Magnus Staehler, denn seit dem 3. Oktober 2008 sei die Stadt nun schuldenfrei. Um dieses hohe Ziel zu erreichen, konnte die Stadt übrigens unter erheblichen Anstrengungen, so auch Steuererhöhungen einerseits aber auch Kürzungen von Zuschüssen an Vereine andererseits, bereits in den Jahren 1997–2002 ihre Schulden halbieren.[17] Unter dem Motto Goldene Zeiten wurde dann am ersten Oktoberwochenende die Schuldenfreiheit und damit der für die Stadt wieder gewonnene Gestaltungsfreiraum mit einem großen Fest für die Bürger gefeiert.[18] Bis 2013 war die durch Haushaltsüberschüsse angesparte Rücklage durch nachfolgende Haushaltsdefizite wieder stark geschrumpft.[19]

Mit ermöglicht wurde dieser Erfolg durch eine erfolgreiche Ansiedlungspolitik sowie auch durch weitreichende Verwaltungsvereinfachungen. So konnten durch Vereinfachung der Genehmigungsverfahren für Unternehmensansiedelungen sowie die Erschließung neuer Gewerbegebiete nahe Düsseldorf-Hellerhof sowie der Vermarktung brachliegender Flächen in dem seit 1953 in der Hardt ausgewiesenen Industriegebiet Ost viele neue Unternehmen (unter anderem Goldbeck-Bau, das Postverteilzentrum der Deutschen Post, Aldi, Orthomol sowie Speditionen und Warenhandelshäuser) gewonnen werden. Weitere neue Gewerbeflächen in der Nähe der Autobahnen Autobahn 542 in Galkhausen und an der Autobahn 59 sind zum Teil bereits vermarktet.

Weitere bekannte Unternehmen mit Sitz in Langenfeld sind:

Bereichert wurde das Einkaufsangebot in Langenfeld seit 5. Oktober 2000 durch die Stadtgalerie mit unter anderem Kaiser's, Thalia, Textilfirmen wie C&A, dazu medi-max, Bäckereien, Süßwaren, Geschenk- und Drogeriewaren sowie der Post. Weitere Einkaufszentren entstanden mit der Markthalle am Marktplatz (April 2000)[22] und den Marktarkaden sowie dem Marktkarree (7.700 m²), das am 6. November 2008 eröffnet wurde.[23] Mieter dort sind unter anderem s.Oliver, Esprit, Gerry Weber, Bonita, GameStop, New Yorker, Triumph und der Drogeriemarkt Müller.[24] Ein weiteres Projekt zur Erneuerung der Einkaufsinfrastruktur ist der Um- bzw. Neubau des Gebäudes der insolventen Hertie GmbH (früher Karstadt). Die Immobilie wurde nach der Schließung von Hertie zu einem zweiten Marktkarree umgebaut, dem Saß am Markt (6.200 m² Ladenfläche). Unter den dortigen Geschäfte sind Hennes & Mauritz, Intersport, Tom Tailor, Depot, Swiss break, Bijou Brigitte, dm-drogerie markt und Olymp & Hades.[25][26][27][28]

Kultur[Bearbeiten]

In der Stadtmitte Langenfelds befindet sich die Stadthalle „Schauplatz“, im Stadtteil Richrath der „Schaustall“ (auch bekannt unter ihrem früheren Namen Kulturfabrik). An beiden Veranstaltungsorten finden Kabarett und Musikevents statt. Die Schauplatz GmbH ist maßgeblich für das Kulturprogramm der Stadt verantwortlich. So organisiert das Unternehmen nicht nur Veranstaltungen von deutschlandweit bekannten Künstlern, sondern unterstützt auch das lokale Improvisationstheater. Das junge Ensemble mit dem Porree als Markenzeichen hat sich 2010 in der Posthornstadt gegründet und gehört mittlerweile zu den festetablierten Veranstaltungen in Langenfeld. Die Improtruppe bietet unterhaltsame Komik für Jung und Alt. Die Gründungsmitglieder des Improvisationstheaters stammen aus den Reihen des Langenfelder Kulturvereins. Zu ihm gehören das Kabarettensemble "Die Studiobühne" und das Kinder-/Jugendtheater "Die Blinklichter". Die Studiobühne serviert klassisches Kabarett mit Lokalkolorit. Die Blinklichter sind zur Vorweihnachtszeit ein Erlebnis für die ganze Familie.

In den Räumlichkeiten der Stadthalle liegt die Stadtbibliothek/Artothek.

Ferner gibt es das ebenfalls von der Schauplatz GmbH betriebene Rex-Kino. Weitere städtische Kulturinstitutionen sind die Volkshochschule, die Jugendmusikschule, die Kunstschule und das Kulturelle Forum im Freiherr-vom-Stein-Haus (Stadtarchiv, Dauerausstellung zur Stadtgeschichte und wechselnde Kunstausstellungen). In Langenfeld gibt es eine rege freie Kulturszene, in der unter anderem der Kunstverein, die Theatergruppen Die Blinklichter, Studiobühne und Stadtensemble, der Lydton Film- und Videoclub und rund 30 Chöre und Orchester aktiv sind.

Kunst im öffentlichen Raum spielt in Langenfeld seit einigen Jahren eine größere Rolle. 2007 wurden mit dem Aufbau des Wiescheider Kotten, dem Haus des letzten Langenfelder Schalenschneiders Wilhelm Jakobs in einer großen, modernen Hülle aus Glas, ebenso wie der Installation der sogenannten „Schwadlappe“ des Langenfelder Künstlers Franz Leinfelder im Stadtteil Immigrath an der B 229 zwei wichtige Kunstwerke neu aufgestellt. Für 2008 wurde – zum 60. Stadtjubiläum – eine 16 Meter hohe und etwa 600.000 Euro teure Skulptur („Großer vertikaler Rhythmus“) des international bekannten Künstlers Heinz Mack als Schenkung zweier wichtiger Langenfelder Unternehmen aufgestellt. Weitere bedeutende Objekte sind die Hohlspiegel-Installation von Adolf Luther am Rathaus, zwei Skulpturen von Otto Herbert Hajek in der Fußgängerzone („Stadtzeichen“) und vor dem Eingang des Kunstvereins („Wandlungen“), sowie ein Edelstahlrelief von Horst Gläsker („Chaos und Ordnung“) am Haupteingang des Kulturzentrums.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Langenfeld hat keinen historischen Ortskern, keine Stadtmauer, kein Stadtschloss und auch keinen Dom. Dennoch findet sich in Langenfeld Mittelalterliches, Neuzeitliches und Modernes, manchmal sogar nebeneinander. Eine erste Galerie zeigt die Reste mittelalterlicher Turmhügelburgen (so genannter Motten) und deren aus Stein errichtete Nachfolgerinnen. So wird die Dückeburg als Nachfolgerin der Blockbachmotte, die Motte Schwanenmühle als Vorgängerin der Wasserburg Haus Graven betrachtet. Übrigens befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Motte Schwanenmühle und etwa 800 Meter von Haus Graven entfernt noch die Mühle Schwanenmühle, Langenfelds älteste Mühle, die schon 1341 urkundlich erwähnt wurde.[3]

Einen weiteren Schwerpunkt für Besichtigungen könnten die kirchlichen Baudenkmale bilden, die hier jedoch – abgesehen von St. Barbara in Reusrath und St. Martinus in Richrath oben auf der Seite – ausgeklammert bleiben sollen. Zu ihnen sei auf die jeweiligen Stadtteilseiten oder auf die jeweiligen Spezialseiten – so etwa zu St. Josef im Stadtzentrum – verwiesen. Eine besondere Erwähnung jedoch verdient als ältestes Bauwerk der Stadt der aus dem elften Jahrhundert stammende Glockenturm von St. Martinus in Richrath. Wegen ihrer über lange Zeit überregionalen Bedeutung zu nennen ist weiter die evangelische Martin-Luther-Kirche in Reusrath von 1783 sowie die oft vergessene, so genannte „Anstaltskirche“ auf dem Gelände der Rheinischen Kliniken in Galkhausen wegen ihres – so Müller[3] – viel gelobten, aus drei Glocken bestehenden, sehr harmonischen Stahlgeläutes. Hier sei statt auf sakrale Gebäude noch einmal auf die vielen neuen Profanbauten in der Stadt verwiesen, von denen einige exemplarisch vorgestellt werden sollen. Sie zeigen die wirtschaftliche Entwicklung Langenfelds in den vergangenen Jahren auf.

Nicht unerwähnt bleiben soll das Further Moor, ein etwa 43 Hektar großes Naturschutzgebiet mit Heidemoor- und Übergangsmoorflächen. Und schließlich führt der Posthornweg Wanderer auf 36 km Länge und die Freunde des Fahrrades (als ADFC-Tour) auf 45 km Länge rund um Langenfeld.

Verkehr[Bearbeiten]

S-Bahnhof Langenfeld
S-Bahnhof Langenfeld-Berghausen

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Im Öffentlichen Personennahverkehr ist die Stadt durch die Bahnstrecke Köln–Duisburg über die Haltestellen „Langenfeld (Rhld)“ und „Langenfeld-Berghausen“ an die S 6 Köln-Nippes – Köln Hbf – Langenfeld – Düsseldorf – Ratingen Ost – Essen sowie die S 68 Richtung Wuppertal angeschlossen.

Busverkehr[Bearbeiten]

Es verkehren diverse Buslinien in die angrenzenden Städte Düsseldorf, Hilden, Solingen, Leichlingen, Leverkusen und Monheim.

Tarif[Bearbeiten]

Die Stadt gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, sowie zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Daher gilt bei Fahrten in Richtung Leverkusen und Leichlingen der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg ab „Langenfeld-Berghausen“.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Langenfeld ist durch die Bundesautobahnen 3, 59 und 542 wie auch durch die Bundesstraßen 8 und 229 erschlossen.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Die nächstliegenden Flughäfen sind Düsseldorf (etwa 28 Kilometer nördlich) und Köln/Bonn (etwa 35 Kilometer südlich). In Langenfeld-Wiescheid befindet sich ein Segelfluggelände.

Einige regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

April

  • Stadtfest mit großer Kirmes

Mehrere Fahrgeschäfte und Stände mit Speis und Trank ziehen viele Besucher aus Langenfeld und den benachbarten Städten an.

Mai

  • Internationales Kinderfest
    Immer am vierten Sonntag im Mai findet das Kinderfest im Freizeitpark zur Völkerverständigung und Integration von Ausländern statt. Es bietet vielfältige Veranstaltungen für und von Kindern, Internationale Küche sowie die Präsentation der Jugendarbeit von Sportvereinen

Juni

  • ZNS-Sommerfest, seit 1989
    Bühnenveranstaltungen, Trödelmarkt, Auto-Präsentationen, Verkaufsoffener Sonntag
  • Schützenfeste

August

  • Schlemmermeile
    Langenfelder Gastronomen kredenzen Kulinarisches im stilvollen Rahmen, von Live-Musik untermalt.
Zeltstadt im Freizeitpark

September

  • Flugplatzfest in Langenfeld-Wiescheid
    Immer am ersten Septemberwochenende zeigt die Luftsportgruppe Erbslöh ihre Segel- und Sportflugzeuge in Flugvorführungen. Daneben werden Rundflüge durchgeführt, Oldtimer ausgestellt und Kunstflüge gezeigt. Die Veranstaltung endet mit Ballonglühen und einem Feuerwerk, wobei eine Liveband im Hintergrund den ganzen Abend spielt.
  • Kirmes in Berghausen
    Das Schürreskarren-Rennen um ein Blaues Band lockt seit 1929 alljährlich am 2. Septemberwochenende nach Berghausen. Die Kirmes mit Fahrgeschäften und Festzelt findet zahlreiche Besucher.
  • Kartoffelfest in Berghausen
    Kulinarisches rund um die Kartoffel wird nebst Live-Musik auf dem Platz des SSV Berghausen dargeboten.
  • Schoppenfest, seit 1985.
    Aus allen Weinregionen Deutschlands werden Weine zum Verkosten und Kaufen angeboten. Daneben gibt es Bühnenveranstaltungen und Kulinarisches wird auf dem Marktplatz und in der Schoppengasse offeriert, von Julius von Bukowski, Buchhändler.

Oktober

  • Kürbisfest in Langenfeld-Langfort (Veranstalter: Verein Wir in Langfort e.V.)

November Ende November spielen jedes Jahr Die Blinklichter ein neues Stück. Es spielen Kinder zwischen 9 und 18 Jahren ein extra für Sie geschriebenes Theaterstück mit Musik, professionellen Kostümen und spektakulärem Bühnenbild.

Dezember

  • Dauer-Weihnachtsmarkt im Zentrum
    Neben dem großen Weihnachtsmarkt am ersten Dezemberwochenende bietet ein mehrwöchiger Weihnachtsmarkt unter anderem ein Kinderkarusell sowie eine Eislaufbahn.
  • L-Town Beatz
    Regelmäßige stattfindende Hiphop-Partyveranstaltung in der Stadthalle für 1300 Besucher, bei der unter anderem Fatman Scoop auftrat.[29]

Brauchtum[Bearbeiten]

Langenfeld ist eine an aktivem Brauchtum reiche Kommune. Wesentliche Standbeine des Brauchtums sind das Schützenwesen und der rheinische Karneval.

Als Repräsentanten eines lebendigen Brauchtums stehen das sog. Traditionspaar aus „Postillion“ und „Christel von der Post“ dem Bürgermeister bei einer Vielzahl offizieller Termine zur Seite. Das Traditionspaar, als Hommage auf die Geschichte Langenfelds als Poststation, wird in der Regel alle 2 Jahre neu besetzt und durch den Langenfelder Heimatverein Postalia e. V. koordiniert.

Ein wichtiges Standbein im Langenfelder Brauchtum stellt der Karneval dar. Unter Federführung des Festkomitee Langenfelder Karneval wird alljährlich am Freitag nach dem 11. November das Langenfelder Prinzenpaar proklamiert. Dem Festkomitee gehören eine Reihe karnevalstreibender Vereine (Gesellschaften) an:

  • Prinzengarde Langenfeld e. V.
  • Langenfelder Heimatverein Postalia e. V.
  • Richrather Karnevals-Verein Schwarz-Weiß 1977 e. V.
  • KG Spieß-Ratzen Langenfeld 1952 e. V. (ältester noch aktiver Karnevalsverein)
  • Verein der ehem. Prinzen- und Traditionspaare
  • Rheinisches Tanzcorps Echte Fründe
  • Kindertanzcorps Rheinsternchen


Traditionell begleiten Abordnungen der karnevalstreibenden Vereine das „große“ Prinzenpaar bei den zahlreichen Auftritten innerhalb der karnevalistischen „Session“. Ergänzt wird das Prinzenpaar durch ein „Kinder-Prinzenpaar“ in dem Kinder ab 9 Jahre als Kinder-Tollitäten an das Brauchtum herangeführt werden.

Im Langenfelder Stadtteil Berghausen hat sich seit einigen Jahren ein eigenständige Karnevalsbewegung rund um den Verein „Kimesjonge Berghausen 1929 e. V.“ etabliert, die Jahr für Jahr eigene Tollitäten in Form des „Berghausener Dreigestirns“ (außerdem abweichend davon ein Kinderprinzenpaar) an die Spitze des Brauchtums stellen. Auch im Ortsteil Reurath hat sich mit dem Reusrather Carnevals-Comitee (RCC) ein neuer Verein gegründet, der mit eigenen Veranstaltungen im Ortsteil Karneval feiert.

Höhepunkt des karnevalistischen Treibens ist der große Langenfelder Karnevalszug jeweils am Samstag vor Rosenmontag mitten durch die Langenfelder Innenstadt sowie der Berghausener Veedelszug am Sonntag vor Rosenmontag und seit einigen Jahren auch der spätabendliche Reusrather Lichterzug ebenfalls am Sonntag vor Rosenmontag.

Das andere wichtige Standbein des Langenfelder Brauchtums stellt das Schützenwesen dar. Insgesamt sechs Schützenvereine, davon vier sog. historische Schützenbrunderschaften, bilden die Interessengemeinschaft Langenfelder Schützen:

  • St. Sebastianus Schützenbruderschaft Reusrath gegr. 1468 e. V.
  • St. Sebastianus Schützenbruderschaft Richrath
  • St. Hubertus Schützen Mehlbruch-Gieslenberg gegr. 1926.
  • St. Sebastianus Schützenbruderschaft Langenfeld-Immigrath
  • Schützenverein Langenfeld 1834 e. V.
  • Schützenverein Landwehr 1913 e. V.

Sport[Bearbeiten]

Langenfeld ist eine recht sportbegeisterte Stadt mit einem breit gefächerten Angebot an sportlichen Möglichkeiten. Neben Turnhallen an fast jeder Schule stehen insgesamt drei Großturnhallen, eine Judohalle, eine Bogensportanlage, ein kombiniertes Hallen- und Freibad, angeschlossen ein Sport- und Bewegungszentrum, zehn Sportplätze und eine Vielzahl von Räumlichkeiten für einzelne Sportarten, wie etwa für das Sportkegeln oder Schießen zur Verfügung.

American Football[Bearbeiten]

Badminton[Bearbeiten]

  • FC Langenfeld, Regionalliga, mehrmaliger deutscher Mannschaftsmeister, sowie 115 Einzelmeisterschaften von Spieler/-innen des FC Langenfeld, bekannteste Spieler: Björn Joppien, siebenmaliger Deutscher Meister im Einzel.
  • Richrather Sportverein 08 e. V., Bezirksklasse, Breitensportverein in Langenfeld Richrath, auch bekannt unter der Abkürzung „RSV08“

Bogensport[Bearbeiten]

Cheerleading[Bearbeiten]

E-Dart[Bearbeiten]

  • DC Bionics Reloaded, Leverkusener E-Dartliga A
  • DC New Dark Angels, Leverkusener E-Dartliga A

Fußball[Bearbeiten]

  • TuSpo Richrath, Landesliga-Niederrhein
  • SSV Berghausen, Bezirksliga
  • SC Germania Reusrath, Bezirksliga
  • HSV Langenfeld, Kreisliga A
  • GSV 1897 Langenfeld, Kreisliga A
  • VfB 06 Langenfeld, Kreisliga B

Handball[Bearbeiten]

  • SG Langenfeld (die Herren spielen in der Oberliga, die Damen in der Landesliga)

Hockey[Bearbeiten]

  • RSV08, Herren 1. Verbandsliga, Jugend- und Elternhockey

Inline-Skaterhockey[Bearbeiten]

Kampfsport[Bearbeiten]

  • Survival Schule Wolfram
  • Yuishinkan-Goju-Ryu-Karate-Do Langenfeld
  • Judo-Club Langenfeld (Judo, Taekwon-Do, Jiu Jitsu, Tai-Chi, Boxen), Oberliga und Bezirksliga
  • Tan-Gun Langenfeld e. V. (Taekwon-Do)
  • Karate Abteilung Reusrath (Goju-Ryu Karate-Do)

Kegeln[Bearbeiten]

  • SK Langenfeld e. V.1962
  • Olympia 68/82 Langenfeld

Luftsport[Bearbeiten]

  • LSG Erbslöh Langenfeld
  • Ballon-Sport-Team Langenfeld

Motorsport[Bearbeiten]

  • MSC Langenfeld

Radsport[Bearbeiten]

  • RSC (Radsportclub) Langenfeld e. V.

Reitsport[Bearbeiten]

  • RV Langenfeld Gut Langfort e. V. (Reitstall Schnitzler und LRFS-Gut Langfort) e. V.

Rhönrad[Bearbeiten]

Schwimmen[Bearbeiten]

  • Schwimmverein Langenfeld 1912 e. V.
  • DLRG Langenfeld

Tanzsport[Bearbeiten]

  • Dancing Sweethearts (Turnier- und Showtanzgruppe)
  • TSA der SG Langenfeld (Breitentanzsport, Turnier- & Formationstanzsport)
  • Swinging Grasshoppers der SG Langenfeld (Square Dance)
  • L-town squeezers Langenfeld (Square Dance Plus und A1 Level)

Tauchen[Bearbeiten]

  • Schwimmverein Langenfeld 1912 e. V., Tauchsportabteilung

Tennis[Bearbeiten]

  • TC Grün-Weiß Langenfeld
  • Langenfelder TC 76
  • Wiescheider TC

Tischtennis[Bearbeiten]

  • TTG Langenfeld 1950, Verbandsliga
  • SSV Berghausen, Bezirksliga

Volleyball[Bearbeiten]

Wasserski und Wakeboard[Bearbeiten]

  • Wasserski Langenfeld

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Jörg Bergmeister (* 13. Februar 1976 in Leverkusen), deutscher Rennfahrer, lebt in Langenfeld, jüngerer Bruder von Tim Bergmeister
  • Sascha Dum (* 3. Juli 1986 in Leverkusen), Fußballspieler, spielte von 1993 bis 1996 beim HSV Langenfeld
  • Rolf D. Gassen (* 4. September 1942 in Remscheid), Ratsherr der FDP von 1984 bis 2009, Fraktionsvorsitzender von 1987 bis 2009, stellv. Bürgermeister von 1989 bis 2004, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und des Goldenen Ehrenrings der Stadt seit 3. Oktober 2009 sowie der goldenen Ehrennadel und der silbernen Plakette der IHK zu Düsseldorf für Verdienste in der Berufsausbildung, seit September 2011 Ombudsmann der LVR-Klinik für psychisch kranke Menschen in Langenfeld
  • Felix Metzmacher (* 15. März 1877 in Burscheid; † 31. Oktober 1914 im Ersten Weltkrieg, Frankreich), von 1908 bis 1914 Bürgermeister von Langenfeld
  • Klaus Röder (*7. April 1948 in Stuttgart), Musiker, kurzzeitig Mitglied der Band Kraftwerk, heute Musiklehrer an der Langenfelder Musikschule
  • Michael Schophaus (* 1. Mai 1956 in Bottrop), deutscher Journalist und Buchautor, lebt seit 1999 in Langenfeld
  • Manfred Stuckmann (* 30. März 1939), Ratsherr der CDU von 1969 bis 2009, Erster stellvertretender Bürgermeister der Stadt Langenfeld von 1999 bis 2009, Ehrenringträger und Ehrenbürger der Stadt, Träger des Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, Träger des Rheinlandtalers
  • Heinrich Völkel (1925–1992), 40 Jahre Stadtrat und langjähriger stellvertretender Bürgermeister der Stadt Langenfeld. Ehrenringträger und Ehrenbürger der Stadt.

Bekannte Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften/Freundschaften/Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Seit dem 3. Mai 1969 (feierlicher Schlüsselaustausch am 22. Juni 1969) verbindet Langenfeld eine Städtepartnerschaft mit Senlis (Oise)
  • Nach „Entwicklungshilfe“ (ab 1989) in Sachen Verwaltung verbindet seit 1998 eine weitere Städtepartnerschaft Langenfeld mit Batangas City
  • Eine dritte Partnerschaft unterhält Langenfeld seit 1998 mit der zwischen Thorn und Warschau gelegenen polnischen Stadt Gostynin
  • Am 3. Oktober 1990 geschlossen wurde eine Städtefreundschaft mit der im Dreieck Halle/Saale, Magdeburg, Dessau liegenden Stadt Köthen
  • Seit 1991 besteht aufgrund vor dem NS-Regime geflohener (ehem. Langenfelder) Juden Freundschaft zu der israelischen Stadt Kiriat Bialik
  • Seit 1995 besteht eine Weinpatenschaft zwischen Langenfeld und der Stadt Lorch am Rhein im Weinanbaugebiet Rheingau
  • Im Jahre 2002 nahm die Stadt Langenfeld (Rhld.) teil an den Jüdischen Kulturtagen im Rheinland

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedhelm Görgens, Heinrich Peter Schmitz: Langenfeld, Adel-Andacht-Alltag,Illustrierte Stadtgeschichte. Heider, 2011, ISBN 978-3-87314-465-1.
  • Thomas Becker: Neue Erkenntnisse zu St. Martin in Langenfeld-Richrath. In: Niederwupper - Historische Beiträge. Heft 20, Leverkusen 2003, S. 36–39..
  • Fritz Clees: 800 Jahre Feldhausen. (Beiträge zur Langenfelder Stadtgeschichte). Verlag Stadtarchiv Langenfeld, um 1988, DNB 951540025.
  • Rolf Müller: Stadtgeschichte Langenfeld. Verlag Stadtarchiv Langenfeld, 1992, ISBN 3-929365-01-4.
  • Friedhelm Görgens: Langenfeld. Droste, Düsseldorf 1984, ISBN 3-7700-0657-7.
  • Friedhelm Görgens: Langenfeld. Band 2, Droste, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-1031-0.
  • Uwe Schwarz: Köln und sein Umland in alten Karten. Emons Verlag, 2005, ISBN 3-89705-343-8.
  • Magnus Staehler: 1-2-3 Schuldenfrei. Wie die Stadt Langenfeld aus Amtsschimmeln Rennpferde machte – die Erfolgsformel zur Sanierung städtischer Finanzen. Linde Verlag, 2008, ISBN 978-3-7093-0226-2.
  • Karl Siegmar Baron von Galéra: Langenfeld (Rhld.): Von der Markgrafschaft zur Stadt. Langenfeld 1963, DNB 740684876.
  • Manfred Stuckmann: Ming Langefääl, Langenfelder Verzällchen, Verzällchentour durch Langenfeld. Verlag Stadtarchiv Langenfeld, DNB 930327241.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langenfeld (Rheinland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. www.niederrhein.nrw.de/rheingraben (PDF; 219 kB)
  3. a b c d e f g h i j Rolf Müller: Stadtgeschichte Langenfeld Rheinland. Verlag Stadtarchiv Langenfeld, 1992.
  4. Fritz Clees: 800 Jahre Feldhausen. Verlag Stadtarchiv Langenfeld.
  5. a b c d Friedhelm Görgens: Langenfeld. Droste, Düsseldorf 1984.
  6. Thomas Becker: Neue Erkenntnisse zu St. Martin in Richrath. In: Niederwupper, Historische Beiträge. Heft 20, S. 36–39.
  7. Stephan Meisel: Schon im 8. Jahrhundert. In: Rheinische Post. Ausgabe Langenfeld vom 26. Juni 2004.
  8. Stephan Meisel: Reusrath wohl älter als gedacht. In: Rheinische Post. Ausgabe Langenfeld vom 9. Mai 2008.
  9. Stephan Meisel: Schon im 8. Jahrhundert. In: Rheinische Post. Ausgabe Langenfeld vom 25. Oktober 2008.
  10. Uwe Schwarz: Köln und sein Umland in alten Karten, Emons Verlag 2005.
  11. a b von Galera: Langenfeld (Rhld.): Von der Markgrafschaft zur Stadt. Langenfeld 1963.
  12. Gedenkveranstaltung in der Wenzelnbergschlucht auf aars.blogsport.de
  13. Rolf Nagel: Rheinisches Wappenbuch. Köln 1986, ISBN 3-7927-0816-7, S. 77.
  14. Hauptsatzung der Stadt Langenfeld (Rhld.)
  15. Stadt Langenfeld
  16. ARD:Und es gibt sie doch:Schuldenfreie Städte in Deutschland
  17. www.lebendige-stadt.de: Symposium „Stadt der Zukunft“ in der Autostadt Wolfsburg 27. September 2002.
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLangenfeld: 2008: Endlich schuldenfrei! 2. Oktober 2008, abgerufen am 3. Oktober 2008.
  19. Langenfeld: Haushaltsentwurf 2013: CDU-Mehrheit stimmt zu. auf: rp-online.de, 6. März 2013.
  20. http://www.schmees.com/
  21. http://www.silag.de/silag_ag/de/
  22. http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/langenfeld/nachrichten/1999-bau-der-markthalle-1.904856
  23. Erster Blick ins Marktkareee, Rheinische Post vom 18. Oktober 2008.
  24. Offizielle Homepage des Marktkarree Langenfeld
  25. Marktkaree II statt Hertie
  26. Rheinische Post vom 21. Mai 2009: Langenfeld – Hertie steht vor dem Aus.
  27. http://www.onlinezeitung.co/index.php?id=57&tx_ttnews%5Btt_news%5D=19789&cHash=d562b226efb4be0d251c83020c3a40f7
  28. http://www.stadtmagazin-online.de/wirtschaft/artikelwirtschaft/article/sassammarkt-neuer-mieter-steht-fest.html
  29. L-Town- Beatz
  30. http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/lokalsport/langenfeld/2009/6/8/news-122166222/detail.html
  31. http://www.magda.de/76/back/26/artikel/schwarzrotgoldener-schwellkoerper/