Langenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Langenhagen
Langenhagen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Langenhagen hervorgehoben
52.4394444444449.7451Koordinaten: 52° 26′ N, 9° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 71,99 km²
Einwohner: 51.533 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 716 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 30851, 30853, 30855,
30669 („Hannover, Ortsteil Flughafen“)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 0511
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 010
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
30853 Langenhagen
Webpräsenz: www.langenhagen.de
Bürgermeister: Friedhelm Fischer (SPD)
Lage der Stadt Langenhagen in der Region Hannover
Region Hannover Niedersachsen Wedemark Burgwedel Neustadt am Rübenberge Burgdorf Uetze Lehrte Isernhagen Langenhagen Garbsen Wunstorf Seelze Barsinghausen Sehnde Hannover Gehrden Laatzen Wennigsen Ronnenberg Hemmingen Pattensen Springe Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Schaumburg Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Celle Landkreis Peine Landkreis Gifhorn Landkreis HildesheimKarte
Über dieses Bild
Stadtlogo
Klimadiagramm
Langenhagen-Kaltenweide gesehen kurz vor der Landung

Die Stadt Langenhagen liegt nördlich von Hannover in der Region Hannover in Niedersachsen. Sie ist bekannt für den auf seinem Stadtgebiet liegenden Flughafen Hannover-Langenhagen, die frühere Nervenklinik und als die Stadt, in der 1972 das RAF-Mitglied Ulrike Meinhof verhaftet wurde und in der 1982 die weltweit erste industrielle Produktion von CDs erfolgte. Über die Stadt hinaus bekannt sind auch die Pferderennbahn Neue Bult, das Daunstärs als Kleinkunstbühne und die Mimuse als Kleinkunstfestival.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Langenhagen grenzt an die Gemeinden Wedemark, Isernhagen sowie an die Städte Hannover und Garbsen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden). Nördlich des Stadtgebiets erstreckt sich ein ausgeprägter Geestrücken des Quartärs mit einer lockeren Moor- und Heidelandschaft, der in die Lüneburger Heide übergeht. Mit dem Kananoher Forst, dem Naturschutzgebiet Kaltenweider Moor und dem teilweise auf Langenhagener Gebiet liegenden Naturschutzgebiet Bissendorfer Moor befinden sich im Gemeindegebiet umfangreiche geschützte Wald- und Moorgebiete. Innerhalb des Bissendorfer Moores befindet sich an der nördlichen Stadtgrenze zur Wedemark der Muswillensee.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Langenhagen besteht seit der niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 neben der Kernstadt Langenhagen (Langenhagen-Mitte, Langenforth, Brink, Alt-Langenhagen) aus den Ortschaften Engelbostel (einschließlich der Splittersiedlung Kananohe), Godshorn, Kaltenweide (einschließlich der sogenannten „Seestädte“ Altenhorst, Hainhaus, Maspe, Siedlung Twenge und Twenge sowie Kiebitzkrug), Krähenwinkel und Schulenburg. Der bis zur Gebietsreform nach Süden bis zum Mittellandkanal einschließlich Brinker Hafen reichende Ortsteil Wiesenau beschränkt sich seit 1974 als Teil von Brink auf das Wohngebiet südlich der Autobahn und ist dabei bis auf zwei Straßendurchlässe vollständig von hannoverschem Stadtgebiet umschlossen. Das Neubaugebiet Weiherfeld, eines der größten Neubaugebiete in der Region Hannover, liegt an der S-Bahn-Station Kaltenweide.

Geschichte[Bearbeiten]

Rathaus und Markt, 1989
Schornsteinfegerschule, Feuerwache und Schwimmbad, 1989

Gründung und Mittelalter[Bearbeiten]

Bereits 990 wurde Hainhaus erwähnt, am 10. Juli 1033 Engelbostel, 1200 Godshorn, 1255 Wagenzelle und 1308 Schulenburg. Am 15. Februar 1312 wurde Langenhagen erstmals als Nienhagen urkundlich erwähnt.

Unter der Führung des Vogts Heinrich Clave wurde Langenhagen 1618 das Marktrecht verliehen. Mit seiner Frau stiftete er 1630 einen bis heute in der Elisabethkirche genutzten Taufstein des Künstlers Jeremias Sutel.

Der Hexenprozess gegen Alheit Snur vom Amt Langenhagen endete mit ihrer Verurteilung zum Tod. Am 8. Januar 1648 wurde sie auf der Hinrichtungsstätte des Amtes Langenhagen zwischen Langenhagen und Vahrenwald durch den hannoverschen Scharfrichter Martin Vogt zunächst erwürgt, ihre Leiche danach verbrannt.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

1862 wurde auf dem Gebiet von Langenhagen die Heil- und Pflegeanstalt für geistesschwache und blödsinnige Kinder als eine zu Hannover gehörende Anstalt gegründet. Der spätere Medizin-Nobelpreisträger Robert Koch wirkte dort von 1866 bis 1868 als Assistenzarzt. Daran erinnern heute nach ihm benannte Straße und eine Gedenktafel in der Robert-Koch-Schule. Die Anstalt wurde später zunächst in Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteschwache, dann in Nervenheilanstalt Langenhagen umbenannt. Sie lag an der Hauptstraße von Langenhagen nach Hannover und schadete dem Ruf der Gemeinde: „Selbst Touristen zu Fuß und zu Rad meiden das Dorf, das ihnen anstatt ländlicher Stille den Anblick von […] Wesen in erbarmungswürdigem Zustand bietet“, stellte der „Heidedichter“ Hermann Löns fest. In mehreren Bauabschnitten wurde die Anstalt Anfang des 20. Jahrhunderts im damals aktuellen Pavillonstil modernisiert. Ab 1995 hieß das Krankenhaus Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, seit 2006 gehört es als KRH Psychiatrie (125 Betten) und KRK Geriatrie (85 Betten) zum Klinikum Region Hannover mit etwa 160 Beschäftigte vorort. Die zuvor nach außen hermetisch abgeschirmte Anstalt wurde geöffnet und zugleich räumlich erheblich verkleinert. Die Stadt Langenhagen hat 2010 große Teile des Grundstücks von der Stadt Hannover zum Zweck der Stadtentwicklung erworben.

20. Jahrhundert und Gegenwart[Bearbeiten]

Anfang des 20. Jahrhunderts gewann Langenhagen als Verkehrsknotenpunkt an wirtschaftlicher Bedeutung. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere die seit 1890 bestehende Eisenbahnstrecke, die von Hannover über Langenhagen mit Halt am Bahnhof Langenhagen (heute: Langenhagen-Pferdemarkt) nach Visselhövede führte. Für die Gemeinde Brink waren die Errichtung des Brinker Hafens am Mittellandkanal im Jahre 1916 und der Bau der Autobahn (A 2) in den Jahren 1934/35 vom Ruhrgebiet nach Berlin über das Brinker Gemeindegebiet von Bedeutung. Im Zuge des Autobahnbaues entstand durch Entnahme von Sand und Kies der Silbersee, seitdem ein bedeutsamer Ort zur Naherholung. Er hat seinen Namen angeblich von Flugzeugpiloten, die den See auf ihrem Flug Richtung Berlin als Orientierungsmarke nutzten.

Um Eingemeindungswünschen der Stadt Hannover zuvorzukommen, schlossen sich zum 1. November 1935 die Gemeinden Brink und Langenforth zur neuen Gemeinde Brink zusammen. Es folgte zum 1. April 1938 der Zusammenschluss der Gemeinden Brink und der nördlich gelegenen Gemeinde Langenhagen zur großen Landgemeinde Langenhagen; dadurch entstand ein wirtschaftlich starkes Gemeinwesen. Aus historischen Gründen wurde für die Gemeinde der Name Langenhagen gewählt, obwohl Brink die größere und einwohnerstärkere Gemeinde war. Das neue Rathaus von Brink wurde zum Rathaus der neuen Gemeinde Langenhagen.

Auf dem damals zu Langenhagen gehörenden heutigen Gewerbegebiet Brinker Hafen existierte vom 2. Oktober 1944 bis zum 6. Januar 1945 das KZ-Außenlager Hannover-Langenhagen des Hamburger KZ Neuengamme. An dem seit 1974 zum hannoverschen Stadtteil Brink-Hafen gehörenden Gelände erinnert eine Gedächtnisstätte an das Außenlager. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Langenhagen durch Bombenangriffe zu zwei Dritteln zerstört.

Am 2. März 1959 wurde der Landgemeinde Langenhagen durch den niedersächsischen Innenminister Hinrich Wilhelm Kopf mit Wirkung vom 1. März 1959 das Stadtrecht verliehen.

Am 15. Juni 1972 wurde das RAF-Mitglied Ulrike Meinhof in Langenhagen festgenommen, als sie in einer Wohnung in der Walsroder Straße in der Nähe des Berliner Platzes untertauchen wollte. Durch den Wohnungsmieter Fritz Rodewald wurde die Polizei darauf aufmerksam.

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Langenhagen zum damaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Gebietsreform[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform gewann Langenhagen am 1. März 1974 die zuvor selbständigen Gemeinden Krähenwinkel und Kaltenweide im Norden und Godshorn, Schulenburg und Engelbostel im Westen der Stadt als Ortsteile dazu. Zugleich fiel fast das gesamte Gemeindegebiet südlich der Bundesautobahn an die Landeshauptstadt Hannover, darunter die Kasernen beiderseits der Vahrenwalder Straße, das Gewerbegebiet Wiesenau mit dem Brinker Hafen und das Wohngebiet Friedenau zwischen Friedenauer Straße und Erlenweg bis zur Schulenburger Landstraße. Nur das südlich der Autobahn gelegene Wohngebiet Wiesenau blieb durch zwei Tunnel mit Brink verbunden bei Langenhagen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember, außer 2006 und 2009 [30. Juni])

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1998 2000 2002 2004 2006 2009 2011 2012
Einwohner 49.167 49.432 49.652 50.516 51.005 51.720 53.003 53.070

Die Stadt hat sich in einem zweijährigen Analyse- und Abstimmungsprozess von 2009 bis 2011 ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)[3] gegeben. Darin werden alle maßgeblichen Umweltfaktoren der bisherigen Stadtentwicklung, Demografie, Einkommenssituation, Sozialsituation sowie bauliche Entwicklung und Infrastruktur untersucht und auf das Jahr 2025 fortgeschrieben. Von besonderer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung ist der unmittelbare Einflussbereich des Flughafens. So ist der nördliche Bereich der Kernstadt bereits jetzt als Siedlungsbeschränkungsbereich im Raumordnungsprogramm des Landes Niedersachsen festgesetzt und die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete dort nicht mehr möglich. Ursächlich ist der Flugverkehr der beiden Start- und Landebahnen. Darüber hinaus verlaufen über dem Flughafen- und dem nördlichen Stadtgebiet 12 verschiedene Flugkorridore im kontinentalen und interkontinentalen Flugverkehr.

Ebenfalls von erheblicher Bedeutung sind der Eisenbahn- und Autobahnverkehr der A2 und A352, die durch die Stadt und an den Ortschaften entlang führen. Auch sie sind im Stadtentwicklungskonzept untersucht worden.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit dem 1. November 2006 und bis zum Ende seiner Amtszeit am 31. Oktober 2014 der SPD-Politiker Friedhelm Fischer. Ab dem 1. November 2014 wird der aus einer Stichwahl am 15. Juni 2014 hervorgegangene CDU-Politiker Mirko Heuer die Nachfolge antreten.[4]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat setzt sich seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 wie folgt zusammen:

Partei Sitze
SPD 17 Sitze
CDU 12 Sitze
GRÜNE 06 Sitze
Bündnis unabhängiger Bürger Langenhagen (BBL) 02 Sitze
Gruppe Scheer/Vorwerk-Gerth (SVG) 02 Sitze
Fraktionslose Ratsvertreter 03 Sitze
Bürgermeister 01 Sitz0
Gesamt 43 Sitze

2006 wurde erstmals ein Seniorenbeirat gewählt. Anfang 2010 wurde aus Vertretern des Naturschutzes, Kultur, Denkmalpflege, Senioren, Jugend und Familie ein Parkbeirat gebildet, der sich schwerpunkthaft mit dem, in Teilen historischen, Stadtpark Eichenpark beschäftigt. Diese Gremien haben eine beratende Funktion für Rat und Bürger und widmen sich auch der Öffentlichkeitsarbeit in Presse und durch eigene Broschüren zu ihren Themen, wie einem Parkrundgang oder zur Senioren-Fitness-Anlage in der Nähe der Elisabethkirche.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Langenhagen unterhält Partnerschaften mit dem London Borough of Southwark in England, mit dem slowenischen Novo mesto sowie mit dem polnischen Glogau.

Die Ortschaft Godshorn unterhält außerdem eine Partnerschaft mit Le Trait, Frankreich. Die Ortschaft Krähenwinkel unterhält eine Partnerschaft mit Stadl-Paura, Österreich.

Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu Joinville im Staat Santa Catarina, Brasilien und zur Stadt Rodewisch im Vogtland (Sachsen). Ein Freundschaftsvertrag wurde 2007 mit der Stadt Bijeljina in Bosnien-Herzegowina geschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wasserturm von 1905

Bauwerke[Bearbeiten]

Im Stadtpark Langenhagen befindet sich der denkmalgeschützte Wasserturm von 1905, der früher die Gebäude des Alters- und Pflegeheimes Langenhagen mit Trinkwasser versorgte. Heute wird dieses Bauwerk von den ortsansässigen Naturschutzverbänden genutzt. Das Rohdehaus im Stadtpark, ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit dem Stadtarchiv, steht unter Denkmalschutz.

Kirchen[Bearbeiten]

Westturm der Elisabethkirche
Elisabethkirche, Südansicht

Langenhagen ist Sitz des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen. Zu ihm gehört die Region Langenhagen mit den vier Kirchengemeinden in Langenhagen sowie den Kirchengemeinden Engelbostel/Schulenburg, Godshorn und Kaltenweide-Krähenwinkel. In der Ortschaft Langenhagen befindet sich am Kirchplatz die heutige Elisabethkirche, die nach der Herzogin Elisabeth von Calenberg benannt ist. Die Langenhagener Kirche wurde bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstört, nach dem Krieg aber wieder aufgebaut und später in Elisabethkirche benannt. Ihr Kirchenturm gilt mit einem Alter von mehr als 400 Jahren als ältestes Bauwerk Langenhagens. Der untere Teil ist mit Raseneisensteinen erbaut.

Moderne evangelische Kirchengebäude, die nach 1945 entstanden, sind die 1959-61 erbaute Emmaus-Kirche am Sonnenweg (Wiesenau), deren Kirchturm von der Autobahn A 2 aus sichtbar ist. Sowie die St.-Pauluskirche von 1964/65 an der Hindenburgstraße (Langenforth) und die Eliakirche an der Konrad-Adenauer-Straße (Stadtmitte). In den anderen Stadtteilen befinden sich die historische Martinskirche (Engelbostel), die Kapelle „Zum Guten Hirten“ (Godshorn) von 1746 und die moderne Matthias-Claudius-Kirche (Krähenwinkel).

Für die nach dem Zweiten Weltkrieg angewachsene katholische Bevölkerung wurden 1951 die Liebfrauenkirche und 1973 die Zwölf-Apostel-Kirche gebaut. Beide Kirchen gehören heute zur Pfarrgemeinde Liebfrauen im Dekanat Hannover.

Die evangelisch-freikirchliche Josuagemeinde Langenhagen (Baptisten) verfügt über ein Gemeindehaus an der Godshorner Straße, und eine Neuapostolische Kirche befindet sich an der Veilchenstraße. Die denkmalgeschützte Kapelle Eichenpark, an der Stadtparkallee gelegen, wird seit 2001 für Kunstausstellungen genutzt.

Musik[Bearbeiten]

Von Bedeutung für Langenhagen sind die Musikschule Langenhagen sowie das Blasorchester der Stadt Langenhagen. Das Blasorchester der Stadt Langenhagen wurde 1958 gegründet; im Jahre 1974 erfolgte der Zusammenschluss mit dem städtischen Musikkorps der Feuerwehr Hannover zum Niedersächsischen Blasorchester. Unter der Leitung von Musikdirektor Ernst Müller (*1939) ist das Langenhagener Blasorchester weltweit aufgetreten und hat Langenhagen bekannt gemacht. In Australien fand ein Auftritt auf den Stufen des Sydney Opera House statt. Im Jahr 2004 übernahm Kai Philipps die musikalische Leitung des Blasorchesters; bis heute hat er das Dirigat inne.

Theater[Bearbeiten]

Mit dem daunstärs verfügt Langenhagen über eine überregional bekannte Kleinkunst- und Comedybühne. Sie befindet sich im Mehr-Generationen-Haus in der Konrad-Adenauer-Straße 15, in dem unter anderem Projekte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verwirklicht werden. Im Theatersaal (rund 540 Plätze, in der Robert-Koch-Realschule Rathenaustraße) finden die meisten Veranstaltungen des Kleinkunstfestivals Mimuse statt, bei dem Comedians und Artisten auftreten.

Kunst[Bearbeiten]

Die Kunst im öffentlichen Raum in Langenhagen entwickelte sich bei fünf Bildhauersymposien in den 1980er-Jahren sowie dem Wettbewerb 99 Standorte im Kontext der Expo 2000 in Hannover. Durch diese künstlerischen Ereignisse sind zahlreiche Kunstwerke im Stadtbild Langenhagens von zum Teil international oder national anerkannten Künstlern zu finden. Zwischen 1986 und 1990 entstand der Skulpturenpark Langenhagen mit 20 Großskulpturen in der Stadtmitte und insbesondere im Stadtpark Langenhagen. Er wurde durch den damaligen Kunstbeauftragten der Stadt Langenhagen, Christoph Rust, initiiert und umgesetzt. Am auffälligsten war das auf dem Marktplatz befindliche Gebundene Steinfeld der Künstlerin Ulla Nentwig. Die Findlinge, Stadt und Ortsteile symbolisierend, waren zwanzig Jahre lang bis 2008 durch Stahlseile verbunden. Für die Erweiterung des CCL wurden die Findlinge am 8. Mai 2009 vor den Platz am Utopia-Kino unter dem neuen Namen Verortung umgesetzt. Auf dem Marktplatz befindet sich jetzt noch der Quader von Reinhard Buxel als Ergebnis des II. Bildhauersymposiums 1987.

Auf die fünf Bildhauersymposien folgten unter Leitung des Kurators Kai Bauer von 1992 bis 1997 jährlich mehrere Performance-Kunstaktionen unter dem Titel vor ort; diese Reihe war richtungsweisend für die künstlerische Entwicklung der 1990er-Jahre und stellte Langenhagen zuweilen in den Mittelpunkt der Beachtung. Bundesweit erregte eine Konzeptkunstaktion Aufmerksamkeit, die Yoko Ono 1994 exklusiv für Langenhagen entwickelte. Unter dem Titel A celebration of human being wurden hunderte Plakatflächen in der Stadt mit dem Schwarz-weiß-Motiv eines nackten Männerhinterteils versehen.

2000 gab es eine Skulpturenausstellung 99 Standpunkte zur EXPO 2000, durchgeführt von der Kulturstiftung Langenhagen e.V. In der Stadt verblieben sind die „multikulturelle Frauengruppe“ von Christel Lechner, die auf dem Vorplatz des Kinos an der Walsroder Straße steht, der Obelisk von Michael Deiml vor dem Schulzentrum Langenhagen, die Fußgängerskulptur von Till Hausmann seitlich des Utopia, die Stahlskulptur Plinth III von James Reineking und die Augenhand von Ren Rong auf dem Kaltenweider Platz.

Die bekanntesten Langenhagener Künstler sind der Bildhauer Wolf Glossner (*1946), der 1995 auch eine Edelstahl-Skulptur in der slowenischen Partnerstadt Novo Mesto errichtete und dessen Werke deutschlandweit in Skulpturenparks und bei Bildhauersymposien zu finden sind, und die Künstlerin Dagmar Schmidt, die für ihre Bodenskulptur "Grabungsstaedte" im Jahre 2006 (als erste Frau) den renommierten mfi-Preis für Kunst am Bau erhalten hat.

Im Jahr 2000 wurde von dem Langenhagener Schriftsteller Klaus-Dieter Brunotte die Künstlergruppe KiL (Künstler in Langenhagen) initiiert. In dieser Gruppe geben Künstlerinnen und Künstler aus der Stadt in unterschiedlicher Besetzung bibliophile Editionen aus den Bereichen Literatur und bildende Kunst heraus. Von überregionaler Bedeutung ist die in Krähenwinkel ansässige Galerie Depelmann, die an nationalen und internationalen Kunstmessen teilnimmt.

Überregional bekannt ist zudem der Kunstverein Langenhagen, der zeitgenössische Kunst fördert und ihre Vermittlung mitgestaltet.

Sport[Bearbeiten]

Galopprennbahn Neue Bult

In Langenhagen hat der Hannoversche Rennverein mit seiner Galopp-Rennbahn „Neue Bult“ ihren Sitz. Regelmäßig von Frühjahr bis Herbst finden Renntage statt. Die Stadt ist ein Zentrum des Polo-Sports. Im Ortsteil Maspe ist der Niedersächsische Polo-Club zuhause, der jährlich internationale Turniere veranstaltet. Der Verein für Vielseitigkeitsreiterei in Twenge lädt regelmäßig zu internationalen Turnieren im Vielseitigkeitsreiten ein.

In Langenhagen befindet sich eine von drei im deutschsprachigen Raum befindlichen offiziellen Speedmodellauto-Rennbahnen. Hier finden regelmäßig Rennen, zum Beispiel zur Austragung der deutschen Meisterschaft, statt.

Die deutsche Sledge-Eishockey-Nationalmannschaft trainiert im Langenhagener Eisstadion und führt hier internationale Turniere durch. Die Ice Lions Langenhagen spielen in der Deutschen Sledge-Eishockey Liga. Seit 2013 tragen auch die Hannover Scorpions ihre Heimspiele in der Langenhagener Eissporthalle aus.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Jährliches kulturelles Highlight ist das Kleinkunst- und Theaterfestival Mimuse.
  • Im Juli findet jährlich das dreitägige Stadtfest auf dem Marktplatz statt.
  • Alle zwei Jahre wird im Maritim Airport Hotel Hannover der große Stadtball veranstaltet.
  • Ebenfalls zweijährlich gibt es die Wirtschaftsschau auf dem Marktplatz.
  • Im August feiert Langenhagen in jedem Jahr eines der größten Schützenfeste der Region.
  • Drei öffentliche Feste jährlich führt die Interessengemeinschaft Walsroder Straße und Pferdemarkt (IWP) im Frühling, Sommer und Herbst an Langenhagens langer Hauptverkehrsader durch.
  • Jedes Jahr im Februar findet in Kaltenweide ein Kunst- und Kreativmarkt statt.
  • Die kulinarisch-kulturelle Radtour „FahrKulTour“, initiiert vom EU-Projekt PFERDEstärken Langenhagen gibt es jährlich im Mai und September
  • 'Cultour & Co. e.V.' veranstaltet alljährlich sonntags von 11.00 bis 14.00 Uhr in den Monaten Juli und August, im Rathausinnenhof unter dem Motto "umsonst & draußen", die seit Jahrzehnten stattfindenden Jazzmatineen.[5]
  • Seit 2013 veranstaltet das EU-Projekt PFERDEstärken Langenhagen jährlich die KriminaLa - Norddeutschlands größte Krimifestspiele, bei denen die Gäste eine Woche lang einen Fall lösen können.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das heutige Stadtzentrum erstreckt sich vom Osten mit Rathaus, Stadtbibliothek, City Center Langenhagen (CCL), Wochenmarkt (dienstags und samstags, jeweils vormittags), der Kleinkunstbühne „daunstärs“ und Polizei nach Norden, entlang der Walsroder Straße, mit der Musikschule, dem Kunstverein, der evang. Elisabethkirche, der Volkshochschule, Banken, Dienstleistern und Einzelhandel. Es entstand erst Ende der 1970er Jahre und 1982 mit der Eröffnung des Einkaufszentrums City Center Langenhagen, das 1990  um die Europa-Markthalle, dem gastronomischen Bauch Langenhagens, ergänzt wurde. Durch die Erweiterung des CCL im März 2012 verfügt das Einkaufszentrum über eine Verkaufsfläche von nahezu 30.000 m².

In der Umgebung des Flughafens Hannover-Langenhagen existieren vier große Gewerbeparks mit Gewerbe- und Industriebetrieben, unter anderem Geodis Deutschland, Schenker Deutschland AG, Bahlsen, Reemtsma-Zigarettenfabrik, Dachser Logistik, Konica Minolta und MTU Maintenance Hannover. Die Firma MTU ist die weltweit führende Firma auf dem Gebiet der Antriebswartung für kommerzielle Flugzeugantriebe. Hermes Europe hat in Langenhagen ein neues Distributionszentrum errichtet. Grundsteinlegung war im Januar 2010. Der neue HUB soll als Umschlagplatz für alle von Hermes transportierten Güter im norddeutschen Raum fungieren[6]. Die NürnbergMesse übernahm in 2010 50 % der Gesellschaftsanteile an dem seit 1950 in Langenhagen ansässigen Messebau-Unternehmen Holtmann Messe und Event. Außerdem ist südlich des Flughafengeländes auch die "Brandboxx" (ehemals „Modezentrum“) mit über 400 international tätigen Markenagenturen und Händlern ansässig. Ausgeprägt ist die Dichte von Handelsvertretungen und deutschen Niederlassungen internationaler Unternehmen.

Am 17. August 1982 begann PolyGram (später Universal, heute EDC) in Langenhagen mit der weltweit ersten industriellen Produktion von CDs. 1996 startete dort auch die DVD-Fertigung. Noch heute werden in Langenhagen CDs und DVDs hergestellt, u. a. für den Medienkonzern Vivendi.

Von 1996 bis 2010 hatte die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft in Langenhagen ihren Hauptsitz. Zum 1. Januar 2010 verschmolz sie mit anderen Berufsgenossenschaften zur Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie.

Seit 1980 hat auch ThyssenKrupp EGM (EntwicklungsGesellschaft für Montagetechnik), ein Tochterunternehmen der ThyssenKrupp Krause GmbH, hier ihren Hauptsitz. Das Unternehmen betätigt sich hauptsächlich im Sondermaschinenbau, speziell in der Mess- und Prüftechnik.

Am Ostrand des Stadtgebiets befindet sich die Paracelsus-Klinik am Silbersee, ein Akutkrankenhaus mit 111 Betten. Hier werden jährlich etwa 9.000 Menschen behandelt und 800 Kinder geboren. Ein besonderer medizinischer Schwerpunkt liegt im Bereich der Endoprothetik. Die Geburts-Station wurde zum 30. Juni 2013 geschlossen.[7]

„Der Wirtschaftsklub“ wurde in Langenhagen 1996 als Wirtschaftsklub Langenhagen gegründet. Gründungsvorsitzender war Claus Holtmann (1996-2005), ihm folgte Olaf Krause (2005-2009). Derzeitiger Vorsitzender ist Uwe Haster. Die aus dem Wirtschaftsklub heraus initiierte Wir helfen! Stiftung unterstützt seit 2006 als Wirtschafts- und Bürgerstiftung soziale und kulturelle Projekte und setzt die Arbeit des Wir helfen! e.V. (Gründung 1997) fort. Als Präsident fungiert seit Gründung Claus Holtmann. In den folgenden Jahren wurden bereits 3 Unterstiftungen und ein Sonderfonds gegründet (Sonja-Vorwerk-Gerth-Stiftung, Stiftung Sternenkinder, Löwenstiftung, Sonderfonds Jugend inTakt).

Im Ortsteil Krähenwinkel befindet sich das Tierheim mit dem Sitz des Tierschutzvereins Hannover und Umgebung.

Verkehr[Bearbeiten]

S-Bahnhof Langenhagen-Pferdemarkt

In Langenhagen befindet sich der 1952 eröffnete Flughafen Hannover-Langenhagen, einer der größten Verkehrsflughäfen Deutschlands, der ein dominierender ökonomischer Faktor der Stadt ist. Er wurde mit einem unterirdischen Bahnhof an die S-Bahn Hannover angeschlossen. Die S-Bahn dient unter anderem als Zubringer für Gäste der CeBIT, der Hannover Messe Industrie und andere internationale Leitmessen (beispielsweise Domotex, Biotechnica, Euroblech) zum hannoverschen Messegelände. Das Erlebnisareal „Welt der Luftfahrt“ am Flughafen zeigt unter anderem den Nachbau des „Jatho-Fliegers“, der den Beweis antreten sollte, dass dem einheimische Luftfahrtpionier Karl Jatho bereits vor den Brüdern Wright ein Flug gelingen konnte. Der Beweis konnte aus Terminschwierigkeiten [8] bisher nicht erbracht werden.

Die Bundesautobahn A 2 verläuft unmittelbar südlich an Langenhagen entlang. Sie ist über die Anschlussstellen Langenhagen-Mitte und Langenhagen-Ost zu erreichen. Die A 352 führt vom Autobahndreieck Hannover-West bis zum nördlichen Punkt des Gemeindegebietes in Kaltenweide quer durch Langenhagen und ist über die Anschlussstellen Hannover-Flughafen, Langenhagen-Engelbostel, sowie Langenhagen-Kaltenweide zu erreichen. Die B 522 geht von der A 2 am Berliner Platz durch Langenhagen zum Flughafen Hannover-Langenhagen.

Langenhagen liegt im Einzugsbereich der S-Bahn Hannover und der Stadtbahn Hannover. Schon von 1900 bis 1937 führte eine Straßenbahn von Hannover bis nach Langenhagen hinein, die 1937 nördlich der Autobahn durch den Oberleitungsbus Hannover ersetzt wurde. Ab 1958 wurden für den öffentlichen Nahverkehr in Langenhagen Dieselbusse eingesetzt. Die aus Hannover kommende Straßenbahn endete für rund 50 Jahre an der Endhaltestelle Berliner Platz. Ende der 1980er Jahre wurde die mittlerweile in Stadtbahn umbenannte Straßenbahnlinie wieder bis zum Langenforther Platz geführt und von dort nach Osten in das neue Stadtzentrum Langenhagens verlängert.

Langenhagen hat im Westen der Stadt den Bahnhof Langenhagen Mitte an der Hauptstrecke Hannover–Hamburg, der von den Zügen der metronom Eisenbahngesellschaft und (seit Dezember 2011) regelmäßigen Fahrten der Heidebahn bedient wird. Die S-Bahn-Linien halten außerdem an den Haltepunkten Pferdemarkt (S 4, S 5), Flughafen (S 5) und Kaltenweide (S 4). Die innerstädtische Erschließung erfolgt darüber hinaus über teils in die Nachbargemeinden fahrende Busverbindungen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Hermann-Löns-Schule

In der Kernstadt bestehen vier öffentliche Grundschulen, in den Ortsteilen gibt es außer in Schulenburg je eine Grundschule. In der Sekundarstufe II bestehen eine Haupt- und Realschule als Ganztagsschule (Brinker Schule), die Robert-Koch-Realschule sowie als Förderschulen die Pestalozzischule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und die Gutzmannschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache. Zum Schulzentrum gegenüber dem Rathaus gehören das Gymnasium Langenhagen (1966 gegründet und seit Sommer 2013 offene Ganztagsschule) sowie die Integrierte Gesamtschule (IGS) (1971 als Schulversuch begonnen, inzwischen mit gymnasialer Oberstufe). Die Integrierte Gesamtschule Langenhagen belegte 2010 im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis Platz 4. Die Montessori-Schule Langenhagen ist eine Ganztagsgrundschule in privater Trägerschaft.

Die Musikschule Langenhagen wurde 1978 gegründet und bietet Kindern und Jugendlichen ein musikalisches Bildungsprogramm mit individuellen und Gruppenangeboten. In der Niedersächsischen Schornsteinfegerschule werden angehende Schornsteinfeger ausgebildet und Weiterbildungen sowie Meisterprüfungen durchgeführt.

Die Volkshochschule Langenhagen arbeitet als kommunaler Weiterbildungsträger in der Erwachsenen- und Jugendbildung. Sie veröffentlicht ihr regelmässiges Programm, das vom Erwerb von Grundkenntnissen und Zusatzqualifikationen (Fremdsprachen und beruflich zu verwendende Fertigkeiten) bis in Literatur, Kunst und spezielle Angebote für Bildungspartnerschaften mit öffentlichen Schulen reicht.

Die Deutsche Event Akademie als Bildungseinrichtung des VPLT (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik e. V.) hat ebenfalls in Langenhagen ihren Sitz. Dort finden neben IHK- und VBG-zertifizierten Lehrgängen wie dem für den „geprüften Meister für Veranstaltungstechnik“ auch Seminare aus der Medien-, Messe- und Veranstaltungstechnik statt.

Die Stadtbibliothek Langenhagen befindet sich im Stadthaus an der Konrad-Adenauer-Straße 6. Das Angebot von 73.000 Medien umfasst neben Büchern auch DVDs, CDs, CD-ROMs, Hörbücher, Comics, Stadtpläne, Zeitschriften, Spiele und 10.000 Kindermedien (Bücher, Sachbücher, CDs, DVDs, CD-ROMs, Zeitschriften). Seit Mai 2009 können in dem Internetangebot NBib24 digitale Medien wie EBooks, EAudios und E-Papers herunterladen werden. Die Stadtbibliothek unterstützt das Leseförderungsprojekt Antolin. Aus dem Antolinangebot sind ca. 5.400 Bücher vorhanden und es steht ein Internetplatz für die Recherche bereit.

Soziales[Bearbeiten]

Haus der Jugend im alten Rathaus

Im Haus der Jugend am Langenforther Platz (dem alten Langenhagener Rathaus) haben zahlreiche Sportverbände, das Unabhängige Jugendzentrum (UJZ) Langenhagen sowie die städtische Jugendpflege ihren Sitz.

Die Langenhagener Tafel, gegründet 1998, ist die derzeit größte karitative Organisation in der Stadt. Wöchentlich werden über 700 bedürftige Haushalte mit einer Tafeltüte versorgt, die mit gespendeten Lebensmitteln gefüllt ist. Über 50 ehrenamtliche Kräfte sind bei der Tafel regelmäßig tätig, Kirchen und Sozialverbände unterstützen die Tütenausgabe.

Der Frauennotruf Langenhagen unterstützt Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Das Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum e. V. bietet viele Veranstaltungen für Frauen, Familien und leistet auch Integrationsarbeit durch Veranstaltungen für und mit Migranten. Das Mütterzentrum Langenhagen gehört zu den 500 im Aktionsprogramm des Bundesfamilienministeriums geförderten Mehrgenerationenhäusern.

Zahlreiche Jugendtreffs in den Stadtteilen bieten Jugendlichen ein regelmäßiges Freizeitangebot.

Der Langenhagener Verein für Sozialarbeit e. V. betreibt mit Unterstützung der Stadt Langenhagen ein unabhängiges Jugendzentrum, leistet darüber hinaus Gemeinwesenarbeit und unterstützt andere Einrichtungen durch Nutzung von Räumlichkeiten.

Das städtische Seniorenbüro kümmert sich um die Belange älterer Mitbürger und gibt ihnen Unterstützung bei zahlreichen Aktivitäten.

Das Jobcafé Langenhagen unterstützt Arbeitslose im Haus der Jugend bei der Jobsuche und bei Bewerbungen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Bezug zu Langenhagen[Bearbeiten]

Ehrenbürger und Ehrenbürgerinnen[Bearbeiten]

Die Jahreszahlen beziehen sich auf das Jahr, in dem die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde.

  • August Hölscher (1931), (1873–1949), Mitbegründer der Norddeutschen Tapetenfabrik
  • Wilhelm Hirte (1955), (1875–1957), Verfasser der Dorfchronik Engelbostel, ausgezeichnet in Engelbostel
  • Ernst Karthäuser (1958), (1889–1960), Gemeindebrandmeister
  • Otto Schwarz (1961), (1895–1967), Gemeindedirektor 1949-1959 und 1. Stadtdirektor (1959-1960)
  • Karl Schönemann (1964), (1895–1977), Landrat
  • August Wagener (1969), (1899–1978), Bürgermeister in Langenhagen 1953-1969
  • Alfred Oellerich (1973), (1902–1977), Bürgermeister in Krähenwinkel 1948-1953 und 1955-1964, ausgezeichnet in Krähenwinkel
  • Albert Fichte (1973), (1894–1986), Bürgermeister in Godshorn 1948-1968, ausgezeichnet in Godshorn
  • Bertha Schneider (1981), (1915–1999), DRK-Vorsitzende
  • Martha Korell (1988), (1898–1993), Begründerin der Arbeiterwohlfahrt Langenhagen
  • Walter Bettges (1991), (1927–1991), Bürgermeister in Langenhagen 1969-1981
  • Josef Billerbeck (1991), (1918–2008), Bürgermeister 1981-1986
  • Waltraud Krückeberg (2002), (* 1931), Bürgermeisterin 1986-2001
  • Lothar Schuldt (2011), (* 1925), Kommunalpolitiker und Vorstandsmitglied des Sozialverbands Deutschlands

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Walther Bode und Marianne Humpe: Aus Langenhagens Geschichte. Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte, Langenhagen 1974
  • Walther Bode: Einwohnerverzeichnisse aus dem 16. Jahrhundert. Heft 1. Langenhagen 1978
  • Walther Bode: Untertanenverzeichnis von 1594. Heft 2. Langenhagen
  • Walther Bode: Die Erbregister der Amtsvogtei Langenhagen von 1612 und 1634. Heft 3. Langenhagen 1981
  • Walther Bode: Amtsbeschreibung des Carl Gust. Friedr. Wyneken aus dem 18. Jahrhundert. Heft 4. Langenhagen 1982
  • Walther Bode: Langenhägener Lesebuch. Heft 5. Langenhagen 1982
  • Walther Bode, Marianne Humpe, Malte Van Hazebrouck: Langenhägener Skizzen, Heft 6, Band 1 und 2. Langenhagen 1991
  • Karl Johaentges, Manfred Hertel: Bilder aus Langenhagen. KaJo Verlag. 1. Auflage, Hannover 1991, ISBN 3-925544-08-9
  • Ernst-August Nebig: Langenhagen macht Geschichte (n). Harenberg Verlag Hannover 1984. ISBN 3-89042-006-0
  • Ernst-August Nebig: Langenhagen macht Geschichte(n). Heimatarchiv. Sutton Verlag GmbH. Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-104-2
  • Ernst-August Nebig: Langenhagen – Vom Dorf zur Stadt. Wartberg Verlag. 1. Auflage, Langenhagen 2001, ISBN 3-86134-908-6
  • Ernst-August Nebig/Holger Böttger: Langenhagen E. H. Böttger Verlag. 1. Auflage, Langenhagen 1979
  • Martin Stöber: Langenhagen. Zum Jubiläum - 50 Jahre Stadtentwicklung in Texten und Bildern, Langenhagen 2009, ISBN 978-3-938769-09-6
  • Joachim Vogler: Langenhagen ist am Zug. Eine Zeitreise mit der Eisenbahn. Langenhagen 2009, Wedemark, ISBN 978-3-940441-03-4
  • Hasjo Wernicke: Langenhagen: Ansichten - Einsichten - Aussichten; Bildband, Wernicke Verlag 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.
  3. Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)
  4. Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 15. Juni 2014
  5. Jazzmatineen
  6. Hermes Logistik Gruppe. Meldung vom 20. Januar 2010
  7. [1]
  8. Gunter Hartung: Tüftler und Querdenker. Verlag Leuenhagen & Paris, Hannover 2009. ISBN 978-3-923976-67-6 Seite 74