Langenselbold

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Langenselbold
Langenselbold
Deutschlandkarte, Position der Stadt Langenselbold hervorgehoben
50.1752777777789.0444444444444130Koordinaten: 50° 11′ N, 9° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 26,25 km²
Einwohner: 13.553 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 516 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63505
Vorwahl: 06184
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 017
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloßpark 2
63505 Langenselbold
Webpräsenz: www.langenselbold.de
Bürgermeister: Jörg Muth (CDU)
Lage der Stadt Langenselbold im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (bei Hanau) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Langenselbold ist eine Stadt im Main-Kinzig-Kreis und liegt im Osten von Hessen im Kinzigtal zwischen Gelnhausen und Hanau.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Langenselbold liegt am Rande des Kinzigtals (NSG). Der nordöstliche Teil der Stadt liegt am Weinberg. Durch Langenselbold fließt die Gründau, die bei Langenselbold in die Kinzig mündet. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt liegen die künstlich angelegten Gewässer Ruhlsee und der Kinzigsee, der intensiv für Freizeitaktivitäten genutzt wird, sowie der Birkenweiher in Bahnhofsnähe. Ebenfalls zur Gemarkung Langenselbold gehört der Buchberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Langenselbold grenzt im Norden an die Gemeinde Ronneburg, im Osten an die Gemeinden Gründau und Hasselroth, im Süden an die Gemeinde Rodenbach sowie im Westen an die Stadt Erlensee und die Gemeinde Neuberg.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Langenselbold besitzt keine offiziellen Stadtteile. Umgangssprachlich wird der Ort mitunter noch in Oberdorf und Hinserdorf sowie den Klosterberg getrennt; historisch und politisch wird Langenselbold jedoch als eine geschlossene Ortschaft aufgefasst.

Geschichte[Bearbeiten]

Im alten deutschen Reich (Heiliges römisches Reich deutscher Nation)[Bearbeiten]

Bruderdiebacher Hofmühle

Die erste urkundliche Erwähnung von (Langen-) Selbold datiert ins Jahr 1108. Damals gründete der dem Adelsgeschlecht der Reginbodonen entstammende Graf Dietmar von Selbold-Gelnhausen das Kloster Selbold. Nach Forschungen von Wolfgang Hartmann kam Dietmar durch seine den Ludowingern und Wettinern nahestehende Gattin Adelheid zu Besitz in Thüringen, insbesondere in Camburg und weiteren Orten im heutigen Saale-Holzland-Kreis. Hartmann schlussfolgert, dass in Thüringen die Gründungen mehrerer Burgen und Klöster auf Nachkommen des Ehepaares zurückgehen. Der – obwohl mit den Saliern verwandt – kaiserfeindlich gesinnte Graf Dietmar fiel wahrscheinlich 1115 in der Schlacht am Welfesholz. Wolfgang Hartmann vermutet dass die Statuen Dietmars von Selbold, seiner Gattin Adelheid und seines Sohnes Timo unter den berühmten Stifterfiguren im Naumburger Dom stehen und die politische Programmatik dieses Skulpturenzyklus prägen.

Seit dem 13. Jahrhundert ist ein Niederadligen-Geschlecht fassbar, das sich von Selbold nennt und vermutlich über einen Sitz in Langenselbold verfügte. Die Selbolder Bürger bezeichnet man seit Jahrhunderten als Selbolder Raal. Zu erwähnen ist ebenfalls der Selbolder Bachtanz in der Furth zwischen Hinserdorf und Marktplatz.[2]

Die Gebäude des von Graf Dietmar in Selbold gegründeten Klosters wurden später von den Ysenburgern erworben, die dort 1727 das Langenselbolder Schloss errichteten, welches heute unter anderem von der Stadtverwaltung genutzt wird. Die Stadtrechte erhielt Langenselbold im Jahr 1983 verliehen.

Im Fürstentum Isenburg (Rheinbund)[Bearbeiten]

1806 entstand als Nachfolger des alten Reichsterritoriums Fürstentum Isenburg am 12. Juli 1806 in Paris das neue Fürstentum Isenburg unter Fürst Carl[3] - es war ein Bundesstaat des rheinischen Bundes, einer Konföderation dessen Protektor Napoleon Bonaparte war (per Volksabstimmung Empereur par la volonté nationale - Kaiser durch den Willen der Nation[4][5]), wodurch Fürst Carl souverainer Fürst über alle isenburgische Lande wurde.[6]

Napoleon soll insgesamt sieben Mal durch Langenselbold gekommen sein, zuletzt nach der Völkerschlacht bei Leipzig (16.–19. Oktober 1813) am 28./29. Oktober 1814. Es kam zum schnellen Rückzug der Grande Armée durch das Kinzigtal auf der neuen gut ausgebauten Straße mit Steinbahn, die erst 1810 dem Verkehr übergeben wurde. Die Avant Garde der österreichischen, preußischen und russischen Verfolger war den napoleonischen Truppen dicht auf den Fersen. Am 28. Oktober 1813 kamen größere Kolonnen nach Gelnhausen, wo sie aber von den Kosaken des Generals Tschernyschow (ca. 8000 Mann) vertrieben wurden.[7][8] Napoleon hielt sich nicht in Gelnhausen auf, sondern stieg nachmittags in Rothenbergen bei dem Gastwirt Peter Schmick ab (Gasthaus Faß) und ließ sich beim Studium der Landkarten von ihm über die Geländeverhältnisse der Gegend beraten, die französische Avant Garde war derweil in ein Scharmützel mit österreichischen Truppen an der Abtshecke (östlich von Langenselbold) verwickelt.[9] Gegen Abend erreichte Napoleon zu Fuß Langenselbold, um im dortigen Schloss des Fürsten Carl zu Isenburg zu übernachten. Derweil wählte Napoleons Generalquartiermeister ca. 70 000 kampffähige Soldaten der durch Rothenbergen marschierenden Kolonnen aus, um mit dem Verband über Hanau (Schlacht bei Hanau, ein letzter Sieg Napoleons in Deutschland) und Frankfurt Mainz (damals französisch als Mayence) zu erreichen.

1814/15 kriegsrechtlich besetzt unter dem Generalgouvernement Frankfurt[Bearbeiten]

Isenburg war als "Feindesland" kriegsrechtlich besetzt und wurde unter die Verwaltung des neu gebildeten Generalgouvernements Frankfurt (amtlich: General-Gouvernement des Großherzogthums Frankfurt und des Fürstenthums Isenburg) gestellt. Auf Antrag der Ehefrau des als Napoleon-Freund verdächtigten, als politischer Flüchtling nach Basel geflohenen Fürsten, Charlotte Auguste zu Erbach-Erbach, die seinerzeit Regentin des Fürstentums war, beschied Fürst Metternich diese mit Bescheid vom 15. Februar 1815, dass er veranlassen werde, das Fürstentum aus der Abhängigkeit des Generalgouvernements in Frankfurt zu entlassen.[10][11] Die von der Fürstin erhoffte Wiederherstellung der Souveränität wurde ihr aber nicht zugesagt.

Langenselbold kommt zu Österreich[Bearbeiten]

Durch den Wiener Kongress gelangte Isenburg am 8. Juni 1815 an Österreich,[12] der Kaiser ergriff am 3. Juli 1815 von dem Land Besitz (Kaiser Franz I., von dem Hof-Feldlager Saarburg aus). Österreich behandelte das Land rücksichtsvoll.[13] Gleichwohl war es ab diesem Zeitpunkt kein völkerrechtliches Subjekt mehr, der Staat Isenburg war rechtlich untergegangen.

Langenselbold kommt zu Kurhessen[Bearbeiten]

Die Zugehörigkeit zu Österreich dauerte nur ein Jahr, denn nach dem Tausch mit Bayern (Salzburg zu Österreich, Würzburg zu Bayern) hatte man in Wien anscheinend kein Interesse mehr an Isenburg. Österreich übergab es dem Großherzog von Hessen[14], der sich mit dem Kurfürsten (Hessen-Kassel) auf eine Teilung einigte[15], die Mitte 1816 vollzogen wurde, obwohl die Vorsteher sämtlicher Isenburger Gemeinden (Es waren allerdings nur die Ortsvorsteher der Gemeinden im ehemaligen Territorium Isenburg-Birstein, also nicht die der Gemeinden in den Gebieten der gräflichen Linien) eine gemeinsame Eingabe vom 1. August 1815 an den Kaiser von Österreich gerichtet hatten, mit dem Ziel die Selbständigkeit zu erhalten.[16]

Kurfürstenthum Hessen – Langenselbold kommt zum Kreis Gelnhausen[Bearbeiten]

Das Kurfürstentum ordnete nach 1820 seinen Staat neu: es entstanden Provinzen (z. B. die Provinz Hanau) und Kreise; Langenselbold gehörte ab 1821 zum Kreis Gelnhausen, Landrat war während dieser Zeit Ludwig Otto August Klingelhöfer und erst nach der Aufteilung des Kreises Salmünster (1830) zum Kreis Hanau.

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
47,0 %
35,1 %
12,4 %
3,6 %
1,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-6,0 %p
-0,8 %p
+4,6 %p
+3,6 %p
-1,5 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 47,0 17 53,0 20
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 35,1 13 35,9 13
GAL Offene Liste GRÜNE-ALTERNATIVE Langenselbold 12,4 5 7,8 3
FW Freie Wähler Langenselbold 3,6 1
FDP Freie Demokratische Partei 1,9 1 3,4 1
gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 50,1 49,5
Rathaus

Wappen[Bearbeiten]

Das Langenselbolder Wappen hat die Grundfarbe blau. Darauf dargestellt ist ein kugelendiges, gelbes Kreuz, das mit einem silber-schwarz gestreiften Schild belegt ist. Das Kreuz und der Schild sind von einem schwebenden silbernen Rahmen umgeben.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mondelange (Frankreich), Simpelveld (Niederlande)

Kooperationsstadt: Bad Klosterlausnitz (Thüringen)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Evangelische Kirche
Schloss Langenselbold
Gasthaus Zum Goldenen Engel

Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die evangelische Kirche, eine Querkirche, die von 1727 bis 1735 erbaut wurde. Sie bildet gemeinsam mit dem barocken Langenselbolder Schloss und dem dazugehörenden Schlosspark das Schlossensemble. Heute beherbergt das Schloss die Stadtverwaltung, die Ballettschule im Schloss, ein Jugendzentrum, ein Kongresszentrum sowie das Heimatmuseum.

Ein weiterer Ort kultureller Veranstaltungen ist die Klosterberghalle. Das historische Gasthaus „Zum Goldenen Engel“ am Marktplatz (derzeit geschlossen), nach dem ehemaligen Eigentümer auch Peruth (sprich: Perrut) genannt, ist ein dringend sanierungsbedürftiger Fachwerkbau.

Touristik[Bearbeiten]

Durch den Ort führen Radwanderwege:

Religion[Bearbeiten]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten]

31. Dezember 2006

Konfession Mitglieder
Evangelisch 6.426
Katholisch etwa 1.000

Kirchen und Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Evangelisch[Bearbeiten]

  • Evangelische Kirchengemeinde Langenselbold (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck)
    Einrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde Langenselbold sind das Katharina-von-Bora Haus sowie das Jochen-Klepper-Haus.

Katholisch[Bearbeiten]

Neuapostolisch[Bearbeiten]

  • Neuapostolische Gemeinde Langenselbold (Bezirk Offenbach)

Weitere[Bearbeiten]

Gedenkinschrift für jüdische Gemeinden im Tal der Gemeinden in Yad Vashem, unter anderem auch für die in Langenselbold
  • Buddhistisches Kloster „Wat Puttabenjapon“, ein Mönchskloster der thailändischen Therevāda-Waldtradition. Es besteht aus einer großen Sala (Meditations- und Andachtssaal), einer Bibliothek, fünf Kutis (Wohnräume für Mönche) und Unterkünften für Meditationsgäste.
  • In Langenselbold ist ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas ansässig. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Käthe-Kollwitz-Schule.

Museen[Bearbeiten]

Auf rund 300 m² Ausstellungsfläche beschäftigt sich das Langenselbolder Heimatmuseum mit der Geschichte der Stadt.

In den beiden unteren Räumen werden Exponate aus der Landwirtschaft, dem Handwerk sowie aus Ausgrabungen in der Gemarkung Langenselbold bis zurück ins Jahr 1000 v. Chr. gezeigt. Das obere Stockwerk ist dem Haushalt des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gewidmet. Außerdem ist ein Kaufladen aus der Zeit um 1900 ausgestellt.

Verkehr[Bearbeiten]

Langenselbold liegt im östlichen Rhein-Main-Gebiet und ist am Langenselbolder Dreieck an das deutsche Autobahnnetz angebunden (A 45 Sauerlandlinie Aschaffenburg-Ruhrgebiet und A 66 Wiesbaden-Frankfurt-Fulda).

Bahnhof Langenselbold

Der Bahnhof Langenselbold liegt an der Kinzigtalbahn, 2 km südlich des Ortskerns. Hier halten Regionalbahnen und Regional-Express-Züge.

Schulen und Bildung[Bearbeiten]

  • Schule am Weinberg (Grundschule)
  • Schule an der Gründau (Grundschule)
  • Käthe Kollwitz Schule (Integrierte Gesamtschule)
  • Fröbelschule, Schule für Lernhilfe (Förderschule)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen zunächst vorwiegend Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten zu. Auch danach entschieden sich zahlreiche Neubürger für Langenselbold als Wohnort, so dass die Stadt heute rund 13.400 Einwohner zählt (Stand März 2008).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Luftbild vom Gewerbepark

Größere ansässige Unternehmen sind ThermoFisher Scientific (ehemals Kendro Laboratory Products GmbH) sowie die Firma Möbel Höffner (Möbelhaus) (ehemals Möbel Walther) mit einem Hochregallager.

Der Otto-Konzern betreibt am Bahnhof ein Versandlager der Firma Schwab Versand und die Logistik des Berliner Internetversandhauses MyToys.

Die ALDI SÜD GmbH & Co. KG betreibt im Gewerbegebiet eines von 32 Zentrallagern in Süddeutschland. Die IDV GmbH vertreibt von Langenselbold aus die Marke Megaman EnergieSparLampen.

Daneben gibt es zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen wie unter anderem die Fa. Dröll GmbH (CNC-Fertigung) spezialisiert auf VA-bearbeitung und die Fa. Departmentgreen, die das Modelabel George, Gina & Lucy vertreibt.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

Die stationäre medizinische Versorgung wird durch die Krankenhäuser im benachbarten Hanau (Klinikum Stadt Hanau und Vinzenzkrankenhaus) sowie durch die Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen gesichert.

Die hausärztliche Versorgung sichern 9 hausärztlich tätige Allgemeinärzte und Internisten.

Fachärztliche Medizin gibt es in den Bereichen Gynäkologie, Dermatologie, Kinderheilkunde, Kardiologie, Nephrologie, Augenheilkunde sowie in zwei diabetologischen Schwerpunktpraxen, sowie in einer Dialysepraxis.

Die notfallmedizinische Versorgung stellt die an das Feuerwehrhaus Langenselbold angeschlossene Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes sicher.

Sonstiges[Bearbeiten]

Langenselbold besitzt einen eigenen Segelflugplatz, von dem aus Rundflüge über das Kinzigtal unternommen werden können. Zu den ortsansässigen Vereinen gehören unter anderem der Angelsportverein 1925, der Tennisclub TC 77, der Radsportclub 1911, der Ball-Sport-Verein 1975, der Turnverein 1886 sowie ein Tischtennisverein namens TG Langenselbold 1953, der Schachclub 1929, der Karate-Verein 1969 und die Spvgg 1910 Langenselbold.

Das kulturelle Angebot wird in Langenselbold sehr groß geschrieben und überwiegend in entsprechenden Vereinen betrieben. Dazu gehören Musikvereine (zum Beispiel Original Kinzigtaler Musikanten 1990 e. V.) und die Gesangvereine Chorforum Eintracht, Sängerlust und der Volkschor.

Seit 1987 besteht die Krabbel- und Spielstube e. V. für Kinder im Alter von bis zu drei Jahren.

Neben den städtischen und konfessionellen Kindergärten und Horten besteht seit 2006 das langenselbolder Tageselternprojekt für Kinder zwischen 0 und 14 Jahren, vor allem aber für Kinder unter drei Jahren.

Im Jahr 2011 entstand das städtische U3-Haus für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

Seit 2003 besteht in Langenselbold der Seniorenwohnpark Kinzigaue.

Seit über 25 Jahren gibt es auch ein Wohnheim für chronisch psychisch kranke erwachsene Menschen.

2009 fand der Hessentag in Langenselbold statt und im Rahmen dessen, am 10. Juni, das Fußball-Länderspiel der U-15-Nationalmannschaft gegen die Auswahlmannschaft von Polen.[17]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Magistrat der Stadt Langenselbold: 875 Jahre Langenselbold. Langenselbold 1983.
  • DKP Langenselbold (Hrsg.): "Selbolder Gebabbel", Langenselbold 1981.
  • Christine Wittrock: Das Unrecht geht einher mit sicherem Schritt. Notizen über den Nationalsozialismus in Langenselbold und Schlüchtern, Hanau 1999.
  • Wolfgang Hartmann: Vom Main zur Burg Trifels – vom Kloster Hirsau zum Naumburger Dom. Auf hochmittelalterlichen Spuren des fränkischen Adelsgeschlechts der Reginbodonen. Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., Bd. 52, Aschaffenburg 2004.
  • Walter Nieß: Langenselbold – Eine kulturelle Keimzelle im Kinzigtal und der Wetterau. Die sozioökonomische Entwicklung einer Landschaft vom ausgehenden Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Eigenverlag, Rastatt 2002.
  • Michael Zieg: Die Selbolder – Geschichte einer Friedberger Burgmannenfamilie in den Jahren 1200–1578. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2007, ISBN 978-3-8300-3234-2.
  • Sälweder Schbroochschoul: Der Struwwelpeter uff Sälwederisch. Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold, Langenselbold 2009.
  • Stadt Langenselbold: Hessentag 2009 Langenselbold – Die Hessentagschronik. Behindertenwerk Main-Kinzig e. V., Gelnhausen 2009.
  • Matthias Mayer: Heute kam Gott zu mir in den Laden – Matthias Mayers beste BuchMarkt-Kolumnen. Erlebnisse eines Langenselbolder Buchhändlers. Subito! im Baumhaus-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-8339-4605-9.
  • Rainer Haas: Kurzgefasste Kirchengeschichte von Langenselbold. Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-592-9 .

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langenselbold – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Anton Calaminus: Der Bachtanz in Selbold – Vortag gehalten bei der Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins zu Hanau am 4. December 1866. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Neue Folge, Erster Band, August Freyschmidt, Kassel 1867 S. 227–251
  3. Bei einem Festbankett mit etlichen Diplomaten deutscher Reichsterritorien soll Außenminister Talleyrand diesen die Anordnung Napoleons mitgeteilt haben: "Mit Bayern und Württemberg ist bereits alles ausgehandelt, den übrigen Souveränen bliebe daher nichts anderes übrig als mit zu machen, falls sie ihre Länder behalten wollten", Gesandter von Beust aus Paris an seinen Landesherrn, den Kurfürsten von Mainz Karl Theodor von Dalberg am 3./4. Juli 1806; BStA (Bayerisches Staatsarchiv) Würzburg, MGK 494, 3, fol. 138–143, zitiert nach: Konrad M. Färber: Kaiser und Erzkanzler – Carl von Dalberg und Napoleon. Dissertation 1982. Mittelbayerische Druck- und Verlags-Gesellschaft, Regensburg 1994, ISBN 3-927529-51-6, S. 93 [186].
  4. Heinrich Karl Wilhelm Berghaus Deutschland seit hundert Jahren: Geschichte der Gebietseintheilung und der politischen Verfassung des Vaterlandes Zweite Abtheilung, Zweiter Band, Leipzig: Voigt und Günther, 1861, S. 157 ff. [Rheinbund-Vertrag mit Kurzkommentar], S. 198 f. (Isenburg); Digitalisat
  5. Hermann Kersting: Die Sonderrechte im Kurfürstenthum Hessen, Sammlung des Fuldaer, Hanauer, Isenburger, Kurmainzer und Schaumburger Rechts, einschließlich der Normen für das Buchische Quartier und für die Cent Mittelsinn sowie der im Fürstenthume Hanau recipierten Hülfsrechte. Mit Anmerkungen und mit einer Einleitung herausgegeben von Hermann Kersting (Criminal-Gerichtsdirector zu Fulda). Verlag von A. F. Euler und J. L. Uth in Fulda, Fulda 1857, Einleitung S. XI.
  6. Artikel 24 Abs. 11 der Rheinbundakte, amtlich: Vertrag zwischen dem Bevollmächtigten Sr. Majestät des Kaisers der Franzosen, Königs von Italien mit den im Vertrage selbst genannten Bevollmächtigten deutscher Fürsten vom 12. Juli 1806.
  7. Norbert Breunig Vor 200 Jahren in Gründau: 1813, ein Schicksalsjahr für die Gründauer Orte: Voller Sorgen – Napoleon und die Grande Armée, Kriegslasten, Räuber, Seuchen, Soldaten in Grindaha Heft 23 - 2013 (Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Gründau e. V.), S. 25 ff., ISSN 2194-8631
  8. Karl Bode Der Rückzug Napoleons 1813 durch das Kinzigtal und seine Folgen für die Gesundheit der Einheimischen in Grindaha 23 (Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Gründau e. V.), Heft 23 - 2013, S. 34 ff., ISSN 2194-8631
  9. Wilfried Günther Der Rückzug der französischen Armee und damit verbundene Schicksale in Grindaha, Jahreshefte des Geschichtsvereins Gründau e. V., Heft 23 - 2013, S. 42 ff., ISSN 2194-8631
  10. Ernst Ludwig Posselt: Europäische Annalen 1815, Cotta, Tübingen, 1815 S. 253.
  11. Manfred Mayer Geschichte der Mediatisirung des Fürstenthumes Isenburg, München: M. Rieger'sche Universitäts-Buchhandlung, 1891, S. 206.
  12. Artikel  52: Das Fürstenthum Isenburg wird unter die Souverainetät Sr. Maj. des Kaisers von Österreich gestellt, und wird mit demselben in solche Beziehungen kommen, wie die Föderativ-Constitution Deutschlands es für die mediatisirten Staaten bestimmen wird. http://www.staatsvertraege.de/Frieden1814–15/wka1815-i.htm
  13. Kurt Hermann: Inbesitznahme des Fürstentums Isenburg durch Österreich. In: Mitteilungsblatt der Heimatstelle des Main-Kinzig-Kreises, Heft 2, Gelnhausen 1981 (ohne Seitenangaben)
  14. Johann Ludwig Klüber (Hrsg.): Kaiserlich-östreichisches Patent wegen der Übergabe der Oberhoheit über verschiedene fürstlich und gräflich-isenburgische Gerichte, an Kurhessen; ferner der Oberhoheit über die übrigen unter Benennung Fürstenthum Isenburg vereinigt gewesenen Gebietstheile, über die gräflich-schönbornsche Herrschaft Heusenstamm, die freiherrlich-groschlagische Herrschaft Eppertshausen, den gräflich-ingelheimischen Ort Obererlenbach und die gräftlich-solmsische Hälfte des Ortes Niederursel, an das Großherzogthum Hessen Offenbach, den 9. Juli 1816, No. XXXVII., in: Johann Ludwig Klüber Staatsarchiv des teutschen Bundes, Band 1, Erlangen (J. J. Palm und Ernst Enke) 1816, S. 419–421 Digitalisat
  15. Convention Territorial entre le Grand Duc de Hesse et Electeur de Hesse. — Signèe à Francfort sur Mein, le 29  Juin, 1816. British and Foreign State Papers 1815–1816, Band 3, Compiled by the Librarian and Keeper of the Papers, Foreign Office, James Ridgway and Sons, Piccadilly, London, 1838, S. 812–819 (größtenteils in deutscher Sprache)
  16. Manfred Mayer Geschichte der Mediatisirung des Fürstenthumes Isenburg, M. Rieger'sche Universitäts-Buchhandlung, München: 1891, Beilage III, Nr. 49, S. 233 ff.
  17. U-15-Länderspiel in Langenselbold auf dfb.de