Langgöns

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langgöns
Langgöns
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langgöns hervorgehoben
50.58.6666666666667222Koordinaten: 50° 30′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Gießen
Höhe: 222 m ü. NN
Fläche: 52,54 km²
Einwohner:

11.756 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 224 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35428
Vorwahlen: 06403, 06447, 06085
Kfz-Kennzeichen: GI
Gemeindeschlüssel: 06 5 31 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Ulrich-Ring 13
35428 Langgöns
Webpräsenz: www.langgoens.de
Bürgermeister: Horst Röhrig (SPD)
Lage der Gemeinde Langgöns im Landkreis Gießen
Niederdorfelden Biebertal Wettenberg Lollar Staufenberg (Hessen) Allendorf (Lumda) Rabenau (Hessen) Heuchelheim (Hessen) Gießen Buseck Grünberg (Hessen) Fernwald Linden (Hessen) Langgöns Pohlheim Reiskirchen Lich Hungen Laubach Wetteraukreis Vogelsbergkreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-KreisKarte
Über dieses Bild

Langgöns ist eine Gemeinde im Landkreis Gießen in Hessen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 10 km südlich von Gießen und etwa 10 km nördlich von Butzbach.

Geografische Lage [Bearbeiten]

Topografisch teilt sich die Gemeinde in einen westlichen Teil mit den Ortsteilen Espa, Cleeberg und Oberkleen auf den hügeligen und bewaldeten nördlichen Ausläufern des Taunus (Wetzlarer Hintertaunus) sowie einen östlichen Teil mit den Ortsteilen Lang-Göns, Dornholzhausen und Niederkleen auf dem Übergang der nördlichen Wetterau zum Gießener Becken (Großenlindener Hügelland). Alle Ortsteile liegen im Einzugsgebiet des Kleebachs und werden bis auf Länggöns und Espa auch vom Kleebach selbst durchflossen. Espa liegt am Ende des Kleebachtals, der dort unterhalb des Dorfes entspringt. Langgöns ist der einzige Ortsteil außerhalb des Kleebachtals und liegt stattdessen am Gönsbach, einem rechten Zufluss des Kleebachs.

Ausdehnung des Gemeindegebietes [Bearbeiten]

Auf der längsten Schnittachse hat das Gebiet der Gemeinde einen Länge von ca. 14,6 km, auf der kürzesten 2,2 km.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Langgöns grenzt im Norden an die Stadt Linden, im Osten an die Stadt Pohlheim (beide Landkreis Gießen), im Süden an die Stadt Butzbach (Wetteraukreis), im Südwesten an die Gemeinde Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis), sowie im Westen an die Gemeinden Schöffengrund und Hüttenberg (beide Lahn-Dill-Kreis).

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Langgöns besteht aus den sechs Ortsteilen Cleeberg, Dornholzhausen, Espa, Lang-Göns, Niederkleen und Oberkleen.

Geschichte [Bearbeiten]

Erste Erwähnung [Bearbeiten]

  • Cleeberg: 768, Urkunde des Klosters Lorsch
  • Dornholzhausen: 815, Lorscher Codex als Holzhausen; 1294 als Durreholzhusen
  • Espa: 1347, Urkunde aus Butzbach
  • Lang-Göns: 777, Urkunde des Klosters Lorsch, als Guniser Marka; 1233 Langen Gunse
  • Niederkleen: 774, Urkunde, als Cleheimer Marka; 1255, Urkunde Niederkleen; 1299, Urkunde Ritter von Cleen
  • Oberkleen: 774 Urkunde, als Cleheimer Marka, Clehen; 1197 Unterscheidung zwischen Oberkleen und Niederkleen

Ortsnecknamen [Bearbeiten]

Die Necknamen werden im oberhessischen Dialekt gesprochen (Hochdeutsch).

  • Cleeberg: „Stoarätz“ (Steinmarder)
  • Espa: „Musikmänner“
  • Dornholzhausen: „Esel“
  • Lang-Göns: „Speckmäus“
  • Niederkleen: „Rinnerche“ (Rinderchen)
  • Oberkleen: „Essigstoppe“ (Essigstopfen)

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Januar 1977 die Gemeinden des ehemaligen Landkreises Wetzlar Cleeberg, Dornholzhausen, Espa und Kleenheim (Kleenheim hieß seit dem freiwilligen Zusammenschluss am 31. Dezember 1971 der Zusammenschluss der Gemeinden Niederkleen und Oberkleen) sowie die Gemeinde Lang-Göns des ehemaligen Landkreises Gießen zur neuen Gemeinde Langgöns zusammengeschlossen. Da Langgöns aus mehreren selbständigen Gemeinden gebildet wurde, wird die Gemeinde auch als Großgemeinde bezeichnet.

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2004 waren in Langgöns insgesamt 12.296 Einwohner gemeldet, mehr als die Hälfte davon im Ortsteil Lang-Göns.

  • Cleeberg: 1.174
  • Dornholzhausen: 1.106
  • Espa: 714
  • Lang-Göns: 6.854
  • Niederkleen: 1.298
  • Oberkleen: 1.150

Quelle: Homepage der Gemeindeverwaltung Langgöns (Link siehe Weblinks)

Politik [Bearbeiten]

Gemeindevertretung [Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
34,2 %
33,8 %
15,9 %
12,4 %
3,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-0,8 %p
-4,8 %p
+5,7 %p
+0,7 %p
-1,0 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,2 13 35,0 13
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,8 12 38,6 14
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 15,9 6 10,2 4
FWG Freie Wähler-Gemeinschaft 12,4 5 11,7 4
FDP Freie Demokratische Partei 3,6 1 4,6 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 48,7 46,1
Neues Rathaus Langgöns (Bauzeit 2000–2001)

Bürgermeister [Bearbeiten]

Der seit den 1. Juni 1995 amtierende Bürgermeister Horst Röhrig (SPD) wurde am 2. Dezember 2012 mit 59,7 % der Stimmen im ersten Wahlgang für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Hans Noormann (GRÜNE) erhielt 40,3 %.

Partnergemeinden [Bearbeiten]

Patenschaft [Bearbeiten]

  • 1963 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus Groß-Dittersdorf im Kreis Bärn übernommen.
  • Am 12. Dezember 1976 entstand in dieser Personengruppe die Gründung des Altvater-Turmverein e.V.. Das beliebte Ausflugsziel des Altvatergebirges sollte an geeigneter Stelle wieder neu entstehen.

Wappen [Bearbeiten]

„In Gold über einem grünen Kleeblatt mit zwei Griffen nach oben gelegte schräggekreuzte rote Schwerter.“

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Verkehr [Bearbeiten]

Die A 485 beginnt bei Lang-Göns. Durch das Gemeindegebiet führen die B 3 und die Main-Weser-Bahn (Bahnhof in Lang-Göns). Langgöns gehört dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) an.

Im westlichen Gewerbegebiet von Langgöns befindet sich das Briefzentrum 35 der Deutschen Post für den Bereich Gießen/Mittelhessen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Museen [Bearbeiten]

  • Bärner Heimatstube des Heimatkreis Bärn e. V.
  • Heimatmuseum Niederkleen

Bauwerke [Bearbeiten]

Sport [Bearbeiten]

  • Die Handball-Damenmannschaft der SG Kleenheim erreichte in der Saison 2004/2005 in der 2. Bundesliga Süd den 12. Platz.
  • Auf dem Motorradsportgelände des AMC Langgöns e.V. (im DMV) finden Motocross-Rennen des Hessen-Cups statt.
  • Höchstspielender Fußballverein der Großgemeinde ist der FC-Cleeberg (Bezirksoberliga Gießen/Marburg).
  • Der TSV Langgöns besitzt eine Frauenfußballmannschaft, die seit 1975 besteht und jedes Jahr ein nationales Hallenturnier ausrichtet. Die Frauenfußballmannschaft spielt in der Bezirksoberliga.
  • Der Reit- und Fahrverein Langgöns, der seit 1982 besteht

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

  • Lang-Gönser Weihnachtsmarkt.
  • Wald Art
  • Straßenmusikfest im Ortsteil Cleeberg
  • Zeltkirmes in den Ortsteilen Dornholzhausen, Niederkleen und Oberkleen

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • Hans Henning Atrott (* 12. Januar 1944 in Klaipéda, Litauen), ehemaliger Geschäftsführer der World Federation of Right-to-die-Societies, Initiator der Sterbehilfe nach dem Weltkrieg II in Deutschland, Kritiker des Christentums), in Dornholzhausen von 1956 bis 1960.
  • Eva Briegel (* 3. Dezember 1978 in Leonberg), Sängerin der Band Juli, in Langgöns aufgewachsen.
  • Lea Sofia Nikiforow (* 14. Januar 1995), Sängerin der Band Saphir, in Langgöns aufgewachsen.

Siehe auch: Pohl-Göns, Ebersgöns, Kirch-Göns (alle Stadtteile vom nahen Butzbach)

Literatur [Bearbeiten]

Weitere Literatur bei den Artikeln der einzelnen Ortsteile
  • Birgit Metzig: 25 Jahre Gemeinde Langgöns: 1977–2002 ein Kaleidoskop aus den 6 Ortsteilen. Gemeinde Langgöns, 2001
  • Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Gießen II: Die Gemeinden Buseck, Fernwald, Grünberg, Langgöns, Linden, Pohlheim und Rabenau, Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Herausgeber), Konrad Theiss Verlag, 2010, ISBN 978-3806221787
  • Ina-Maria Greverus: Das hessische Dorf. 1. Aufl., Insel-Verlag, Frankfurt am Main, 1982, ISBN 3-458-14782-9.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Langgöns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien