Langgassertor

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Das Langgasser Tor von der Langgasse aus gesehen

Das Langgasser Tor in Danzig (auch Goldenes Tor, poln. Złota Brama) liegt am wesentlichen Ende der Danziger Langgasse.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Langgasser Thor auf einer Illustration in Reinhold Curicke eines Werkes über die Geschichte der Stadt Danzig des Autors aus dem Jahre 1687
Ostseite des Tores

Das heutige Tor wurde in den Jahren 1612–1614 nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke gebaut, zuvor stand an dieser Stelle ein gotisches Tor aus dem 13. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor weitestgehend zerstört und erst 1957 wieder aufgebaut.

Architektur[Bearbeiten]

Die Architektur ist im Stile des niederländischen Manierismuses gehalten. Direkt daneben liegt der spätgotische Sitz der St. Georg-Bruderschaft (Dwór Bractwa św. Jerzego).

Auf beiden Seiten hat Jeremias Falck im Jahre 1648 Figuren angebracht. Die Figuren auf der Westseite/Außenseite sind: Pax (Frieden), Libertas (Freiheit), Fortuna (Reichtum) und Fama (Ruhm). Auf der Ostseite (von der Langgasse her) sieht man die Symbolfiguren für: Concordia (Eintracht), Iustitia (Gerechtigkeit), Pietas (Frömmigkeit) und Prudentia (Weisheit).

In die Friesen auf der Vorderseite ist ein Zitat aus dem Psalm 122 eingemeißelt: Es müsse wohl gehen denen, die dich lieben. Es müsse Friede sein inwendig in deinen Mauren und Glück in deinen Palästen!

In lateinischer Sprache steht auf der der Langgasse zugewandten Seite: Concordia res publicæ parvæ crescunt – discordia magnæ concidunt (Eintracht lässt die kleinen Staaten gedeihen, während Zwietracht die großen Staaten zugrunde richtet).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langgassertor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

54.349718.6482Koordinaten: 54° 20′ 58,92″ N, 18° 38′ 53,52″ O