Langi

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Die Lango Subregion in Uganda

Die Langi (Singular Lango) sind ein Volk im Norden Ugandas,[1] dessen Zentrum der Distrikthauptort Lira (Stadt) ist. In Uganda leben etwa 2.100.000 Langi. Das Gebiet der Langi hieß ehemals Lango District[2] und umfasst heute die Distrikte Apac, Oyam, Lira, Dokolo und Amolatar.

Das Land der Lango[Bearbeiten]

Von Lango zu Langi

Der Begriff Langi ist ein relativ neues Wort. Es wird in keinem Buch oder Erzählung durch Stammesälteste erwähnt, wie beispielsweise Kihangires Veröffentlichung von 1957 The marriage customs of the Lango tribe (Uganda) in relation to canon Law nahelegt, der im Zuge seiner Dissertation Stammesführer befragte[3]. Das Wort tauchte erstmals in John Toshs 1978 erschienenem Buch Clan Leaders and Colonial Chiefs in Lango. The Political History of an East African Stateless Society 1800-1939 auf[4]. Auch frühere Reisen, Unternehmungen oder Erkundungen wurden stets unter den Titeln „Land der Lango“, „Lango-Land“ oder „Lango-Menschen“ beschrieben.


Unterschied von Region (Lango), Volk (Lango) und Sprache (Leb-Lango)

siehe Lango (Sprache)

Die Langi zu deuten erweist sich als kompliziert und komplex. Julius Odwe gab 2011 an, „Langi existieren unter sehr vielen Kategorien von ethnischen Identitäten. Es gab mindestens einen Namen in der Etymologie, welcher vielleicht verstanden werden könnte, als einer der vielen verschiedenen ethnischen Gruppen welche der Ursprung sein könnten…” und fügte hinzu „als die britischen Kolonialisten 1862 kamen, gab es nur die Langi von Uganda und eben eine kleinere Gruppe in Agoro im Süd-Sudan welche den Name "Lango" für sich beanspruchten.”[5].

Das Wappentier der Langi ist das sogenannte Amuka (das Rhinozeros). Amuka symbolisiert Unabhängigkeit, Stärke und Friedfertigkeit solange es nicht gestört wird.

Die Langi sprechen Lëblaŋo, eine westnilotische Sprache (Luo) ähnlich dem der nördlichen Nachbarn Acholi und Alur, jedoch teilen sie viele kulturelle Charakteristika mit den im Osten zu ihnen lebenden Atekern (Ost-Nilotisch).

Einige Anthropologen vermuten, dass sie als Teil einer Gruppe um das Jahr 1600 aus Äthiopien migrierten und sich dann abermals in zwei weitere Gruppen aufteilten, wobei sich die eine Gruppe in das heutige Kenia siedelte, zu den dortigen Völkern Kalenjin und Maasai. Die andere Gruppe, genannt Ateker, wanderte westwärts und besiedelte Uganda vom Nordosten her. Die Ateker wiederum teilten sich erneut in vier weitere Stämme um die Karamojong, Iteso, Kumam und eben jene Langi. Die Langi siedelten sich erneut weiter westwärts an, wo sie auf die Acholi trafen, welche sie aber in weiter nördlich hin vertrieben an den See Kyoga. Durch die anhaltende Überlagerungen mit den Acholi, verloren die Langi ihre Ursprungssprache der Ateker und nahmen die Sprache Luo der Acholi an. Viele Langi sehen sich auch heute noch als Ateker, auch wenn sie aus heutiger Sicht ein eigenes Volk sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Lango: A Nilotic Tribe of Uganda. World Digital Library. Abgerufen am 23. Mai 2013.
  2. Uganda Travel Guide: Apac District
  3. Cyprianus B. Kihangire: The marriage customs of the Lango tribe (Uganda) in relation to canon Law, Friedburg bei Augsburg, Pallotti, 1957
  4. John Tosh: Clan Leaders and Colonial Chiefs in Lango. The Political History of an East African Stateless Society 1800-1939, Oxford, 1978
  5. Julius P.O. Odwe: Proposal to Celebrate a Tricentenary (300 years) of Lango Existence, Importance and Contributions to Uganda. A conference proposal presented to the Prime Minister, Lango Cultural Foundation, Lira (Uganda), 11. November 2011
  6. Uganda: Political History and Governance (Institute for Security Studies)
  7. John Akii-Bua, 47, Is Dead; Ugandan Won Olympic Gold, Artikel auf der Homepage der The New York Times vom 25. Juni 1997 (abgerufen am 3. August 2012).

Literatur[Bearbeiten]

  • J. H. Driberg: The Lango: A Nilotic tribe of Uganda. Fisher, London, 1923.