Language Acquisition Device

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Das Language-Acquisition-Device-Modell (LAD) ist ein nativistisches Konzept zum Spracherwerb von Noam Chomsky. Dem nativistischen Ansatz zufolge ist ein erblich bedingtes Vorwissen Grundlage des Spracherwerbs. Gewisse Sprachkenntnisse kommen von innen, sind also angeboren.

Die Grundannahme des LAD-Modells besteht darin, dass jedes Kind von Anfang an ein Wissen um die Grammatik hat. Die Grammatik besteht aus formalen und substantiellen Universalien. Grund zu der Annahme ist, dass jedes Kind jede natürliche Sprache lernen kann. Das Kind hat angeborene Prädispositionen, die es zum Spracherwerb nutzt. Diese Prädispositionen sind: formale Universalien, substanzielle Universalien, Hypothesenbildungsverfahren und Hypothesenbewertungsverfahren.

  • Die formalen Universalien betreffen den Charakter von Regeln, die in der Grammatik erscheinen, und die Art und Weise, wie diese miteinander verbunden sind. Die formalen Universalien beziehen sich auf linguistische Konzepte wie Tiefenstruktur, Oberflächenstruktur und Transformationsregeln.
  • Die substantiellen Universalien betreffen die Informationen über die Substanz der Sprache, so zum Beispiel die Informationen, dass sich sprachliche von nichtsprachlichen Lauten unterscheiden, dass Sprache Nomen und Verben enthält und das bestimmte Benennungsfunktionen auf eine spezifische Weise ausgeführt werden. Diese Theorie geht davon aus, dass jede Sprache Ausdrücke enthält, die Personen, Gegenstände, Gefühle und Verhaltensweisen benennen.
  • Hypothesenbildungsverfahren: Aufgrund der Kenntnis der formalen und substantiellen Universalien bildet das Kind Hypothesen über die Struktur der Sprache, die es als Input erhält. Das Kind wählt eine Hypothese, die aufgrund des Inputs bestätigt wird oder nicht. Danach kann es induktiv Daten zum Zweck einer korrektiven Handlung nutzen. Wenn eine Hypothese ausreichend bestätigt ist, kennt das Kind die durch die Hypothese definierte Sprache. Die Kenntnis des Kindes reicht also über die selbst gemachte Erfahrung hinaus.
  • Hypothesenbewertungsverfahren: Das Kind kann mehrere Regeln aufstellen, die zu den Inputdaten passen. Es wird also davon ausgegangen, dass das Kind einen Mechanismus besitzt, der es befähigt zu entscheiden, welche Regelmengen die effektive Grammatik darstellen.

Kritik[Bearbeiten]

Hypothesenbildungsverfahren und Hypothesenbewertungsverfahren sind unzureichend bestimmt. Es lässt sich daraus nicht ausreichend folgern, wie der Spracherwerb verläuft. Zudem kann mit diesem Modell nicht sichergestellt werden, dass das Kind die korrekten Regeln der Sprache erlernt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Poverty-of-the-Stimulus-Argument