Lanuza

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Municipality of Lanuza
Lage von Lanuza in der Provinz Surigao del Sur
Karte
Basisdaten
Region: Caraga
Provinz: Surigao del Sur
Barangays: 13
Distrikt: 1. Distrikt von Surigao del Sur
PSGC: 166810000
Einkommensklasse: 4. Einkommensklasse
Haushalte: 1942
Zensus 1. Mai 2000
Einwohnerzahl: 11.857
Zensus 1. Mai 2010
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Fläche: 395,76 km²
Koordinaten: 9° 14′ N, 126° 4′ O9.2341666666667126.06444444444Koordinaten: 9° 14′ N, 126° 4′ O
Postleitzahl: 8314
Vorwahl: +63 86
Bürgermeister: Algerico H. Irrizari
Geographische Lage auf den Philippinen
Lanuza (Philippinen)
Lanuza
Lanuza

Lanuza ist eine ländliche Gemeinde an der Nordostküste von Mindanao auf den Philippinen. Sie hat 11.857 Einwohner (Zensus 1. Mai 2010) und ist Namensgeberin der Bucht von Lanuza, deren südöstliche Begrenzung die Gemeinde bildet. Das weitläufige Gemeindegebiet mit einer Fläche von 395.76 km² befindet sich in der Provinz Surigao del Sur. In Lanuza werden mehrere Sprachen gesprochen, darunter vor allem Cebuano, Chabacano, Manobo und Wáray-Wáray.

Baranggays (Anzahl: 13)[Bearbeiten]

Name Einwohner (1. Mai 2010)
Agsam 2.066  
Bocawe 709  
Bunga 1.293  
Gamuton 1.055  
Habag 748  
Mampi 605  
Nurcia 1.119  
Pakwan 1.081  
Sibahay 1.085  
Zone I (Pob.) 532  
Zone II (Pob.) 337  
Zone III (Pob.) 745  
Zone IV (Pob.) 482  

Quelle: National Statistical Coordination Board, Makati City, Philippines [1]

(Pob.= Poblacion (Bevölkerung), also dichter besiedelte und i.a. urbanisierte Gebiete)

Die Grenzen der einzelnen Baranggays sind auf wikimapia.org [2] (Anzeige: Satellit) zu sehen. (Um die Ausdehnung des Stadgebietes von Lanuza zu sehen, bei geeigneter Vergrößerung Mauszeiger kurz vor die Küste bewegen!)

Lage[Bearbeiten]

Lanuza ist das südlichste Gebiet einer relativ geschlossenen Region, die als CarCanMadCarLan bezeichnet wird (Carrascal, Cantilan, Madrid, Carmen, Lanuza). Nachbargemeinden sind Carmen im Nordwesten, Cortez im Osten und die Provinzhauptstadt Tandag City im Süden. Den östlichen Teil der Nordgrenze bildet die Bucht von Lanuza, die ein Teil der Philippinensee ist.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Reisanbau in Bunga

Landwirtschaft, vor allem Reisanbau und Kokospalmen sowie Schweine, Hühner und Fischfang sind wesentliche Lebensgrundlagen der weitgehend konservativ-katholischen Bevölkerung. Kapitalmangel und unzureichende Infrastruktur, sowie die geringe Kaufkraft erschweren den Aufbau von Betrieben.

Tourismus[Bearbeiten]

Wellenreiter

Lanuza ist touristisch noch kaum erschlossen, setzt aber nachhaltige Maßnahmen für dessen Aufbau. Lanuza Bay bietet für Wellenreiter insbesondere in den Monaten zwischen November und März günstige Windverhältnisse. Ein internationaler Wellenreit-Wettbewerb findet alljährlich im November stadt. Besonderer Wert wird auf die Sauberkeit der Gemeinde und eine intakte Natur gelegt, was durch den Slogan "Green and Clean Lanuza" zum Ausdruck gebracht wird. Nicht zuletzt durch die abgeschiedene Lage ist die Lanuza ein sicherer Ort mit geringer Kriminalität.

Strandpromenade Lanuza

In Lanuza wird der sogenannte Agsam Schmuck hergestellt. Es handelt sich dabei zu Ornamenten geflochtenen Schlingpflanzen, die kunstvoll in aufwendiger Handarbeit zu Schmuck gestaltet werden. Die entblätterten Pflanzen werden vorher in Lehm für ein paar Tage behandelt, um ihre Stabilität und typische bräunliche Farbe zu erhalten. Zu den erwähnenswerten Sehenswürdigkeiten gehört der 15 Meter hohe Magkawas Wasserfall inmitten einer anmutigen Pflanzenwelt und das Höhlenlabyrinth von Campamento.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadtgemeinde wird von der überwiegend betonierten Küstenstraße Surigao -Tandag durchquert, die allerdings in Richtung Surigao City zwischen dem Innenbereich von Adlay (das ein Barangay von Carrascal ist) und der Grenze zur Provinz Surigao del Norte auf ca. 12,5 km Länge nicht befestigt ist. Die Benutzung ist nach europäischen Maßstäben also ziemlich abenteuerlich. Dies gilt besonders bei starken Regenfällen. Es ist nicht selten, daß Fahrzeuge stundenlang im Schlamm steckenbleiben oder in eine der Schluchten stürzen. Der nächstgelegene Flughafen ist in Surigao (IATA: SUG, ICAO: RPMS), der zweitnächste in Butuan (IATA: BXU, ICAO: RPME). Der näher gelegen gewesene Flughafen bzw. Verkehrslandeplatz in Tandag (IATA: TDG, ICAO: RPMW) ist nicht mehr in Betrieb. (Die Artikel zu den Flüghäfen Surigao und Butuan sind in Englisch verfügbar.) Das "Lanuza Flugfeld" - genau genommen handelt es sich dabei um eine Straße von ca. 700m Länge, die von Kleinflugzeugen zur Not als Landebahn genutzt werden kann und von der Küstenstraße Surigao -Tandag nach SSW abzweigt - befindet sich im Nachbar-Ort Carmen, aus Richtung Lanuza etwa 2km vor der Carac-An-Brücke[3] (Anzeige: Satellit).

Klima[Bearbeiten]

Lanuza, Philippinen
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
582
 
29
22
 
 
389
 
29
22
 
 
284
 
30
23
 
 
196
 
31
23
 
 
123
 
32
24
 
 
114
 
32
24
 
 
137
 
32
24
 
 
115
 
32
24
 
 
122
 
32
24
 
 
216
 
32
24
 
 
378
 
31
23
 
 
430
 
29
23
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [1]
Klima in Lanuza (Philippinen)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 29 29 30 31 32 32 32 32 32 32 31 29 Ø 30,9
Min. Temperatur (°C) 22 22 23 23 24 24 24 24 24 24 23 23 Ø 23,3
Niederschlag (mm) 582,4 389,1 283,5 196,0 123,4 114,0 137,0 115,1 122,4 216,0 378,2 429,5 Σ 3.086,6
T
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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389,1
283,5
196,0
123,4
114,0
137,0
115,1
122,4
216,0
378,2
429,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [2]

Lanuza hat wie ganz Mindanao ein tropisches Klima. Die durchschnittliche monatliche Niederschlagsmenge beträgt 257,2 mm (10,13 Zoll). Regenzeit ist von November bis März, Trockenzeit von April bis September. Aber auch in letzterer gibt es oft abendliche Schauer und Gewitter, die von den Einheimischen Sobasco genannt werden. Siehe auch Philippinen->Klima! Das Gebiet wird gelegentlich von Taifunen[4] heimgesucht, der vorletzte größere (namens "Pablo") forderte Anfang Dezember 2012 lt. "Manila Bulletin" in der weiter südlich gelegenen Provinz Compostela Valley mindestens 236 Tote. (Obwohl der Küstenbereich vorher größtenteils evakuiert wurde!) Der letzte (namens "Haiyan") zog nördlich an Mindanao vorbei und richtete am 8. November 2013 auf den Inseln Samar und Leyte große Zerstörungen an. Die Rede ist von ca. 10.000 Toten. [5][6] Auch Erdbeben von beachtlicher Stärke und Dauer sind möglich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.nscb.gov.ph/activestats/psgc/municipality.asp?muncode=166810000&regcode=16&provcode=68
  2. http://wikimapia.org/#lat=9.1837995&lon=125.9501088&z=11&l=5&m=b&v=1
  3. http://wikimapia.org/#lang=de&lat=9.235235&lon=125.991683&z=16&m=b&v=1
  4. http://www.typhoon2000.ph/activetrack.gif
  5. http://www.tagesschau.de/ausland/philippinen442.html
  6. http://www.tagesschau.de/ausland/philippinen466.html

Weblinks[Bearbeiten]