Lao Soung

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Hmong Mädchen

Die Lao Soung (auf Laotisch: ລາວສູງ) gehören zur Gruppe der sino-tibetischen Völker, die aus Süd-China nach Laos eingewandert sind. Zu ihnen gehören 48 ethnische Gruppen wie die Yao, Mien, Ho, Yi, Man und die Hmong. Letztere wanderten erst in den letzten Jahrhunderten nach Laos aus. Die Lao Soung siedeln in den nördlichen und nordöstlichen Teilen von Laos und in der Provinz Xieng Khouang auf den Hochebenen über 1000 Meter. Daher werden sie auch „Laoten der Bergspitzen“ genannt.[1][2]

Sie leben hauptsächlich von der Viehzucht und dem Maisanbau. Eine Minderheit produziert Opium. Die Landesregierung hat 2005 die Eliminierung des Opiumanbaus verkündet. 2007 stellte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fest, dass die Anbaufläche so klein geworden ist, dass aus Laos kein Opiumexport mehr erfolgt.[3]

Die größten Gruppen der Lao Soung sind die Hmong (auch „Meo“ genannt) und die Yao (auch „Man“ genannt). Ein Teil der Hmong hatte während des II. Indochinakrieges unter ihrem Führer General Vang Pao auf der Seite der USA gekämpft. Nach dem Krieg sind viele von ihnen nach Thailand in die USA, Australien, Deutschland und Frankreich geflohen.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Werner Wilbert (1991): Thailand – Laos. In: Jens Siegelberg (Hrsg.): Die Kriege 1985 bis 1990: Analyse ihrer Ursachen. LIT Verlag. Seite 410–417. ISBN 3-88660-757-7 Seite 412
  2. Christian Postert (2004): Completing or Competing? Contexts of Hmong Selfing/Othering in Laos. In: Gerd Baumann, André Gingrich (Hrsg.): Grammars of Identity/alterity: A Structural Approach. Berghahn Books. Seite 101–111. ISBN 1-57181-698-4 Seite 103
  3. Laos, Perspektiven für Generationen, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (PDF-Datei; 374 kB), abgerufen am 20. November 2013.
  4. Annegret Meiners (2005): Die vergessene Armee: Rebellen sind schon lange keine Bedrohung mehr auf amnesty-seamran.de, abgerufen am 20. November 2013.