Laonikos Chalkokondyles

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Laonikos Chalkokondylis

Laonikos Chalko(ko)ndyles (mittelgriechisch Λαόνικος Χαλκοκονδύλης * um 1423; † um 1490) war ein byzantinischer Geschichtsschreiber. Er stammte aus einer vornehmen Familie aus Athen, wo er um 1423 geboren wurde. Sein Vater spielte zunächst eine wichtige Rolle in der Stadtverwaltung, wurde aber 1435 mit der Familie auf die Peloponnes verbannt. Dort wurde er durch Georgios Gemistos Plethon unterrichtet.

Als junger Mann trat Laonikos in den Dienst des byzantinischen Kaisers Konstantins XI. in Konstantinopel. Die Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 erlebte er allerdings nicht selbst. Wo er sich danach aufhielt, ist unklar, vielleicht ist er nach Italien ausgewandert (wo sich ja auch schon sein berühmter Verwandter Demetrios Chalkokondyles seit 1447 aufhielt). In seinem griechischsprachigen Geschichtswerk, das oft mit dem lateinischen Titel Historarium Demonstrationes zitiert wird, beschreibt Laonikos im Stil des Thukydides die Zeit von 1298 bis 1463 in zehn Büchern. Im Mittelpunkt der Universalgeschichte steht der Niedergang von Byzanz und der Aufstieg der Osmanen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Hunger: Die hochsprachliche profane Literatur der Byzantiner. Bd. 1 (von 2). München 1978, S. 485ff.

Weblinks[Bearbeiten]