Laouto

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Lagouta aus dem 19. und 20. Jahrhundert im Museo Ellinikon Laikon Musikon Organon, Athen

Das Laouto (griechisch λαούτο, sprich Laúto (n. sg.)) ist ein griechisches Lauteninstrument. Andere Varianten der Bezeichnung des Instrumentes sind Lagouto (λαγούτο) oder Lavouto (λαβούτο).

Das Wort Laouto leitet sich vom arabischen al ʿūd (العود, wörtlich ‚das Holz‘, zur Bezeichnung des Oud) her. Auch das Instrument selbst ähnelt den arabischen und türkischen Lauten (vgl. Saz). Heute hat es üblicherweise vier Doppelsaiten aus Stahl, die mit einem Plektron gezupft werden. Die Saiten werden meist in Quinten gestimmt, wobei die beiden Saiten eines Chors unisono oder im Oktavabstand gestimmt werden. Das erste Saitenpaar liegt jedoch eine Quarte über dem zweiten, das Instrument wird also rückläufig gestimmt. Die Instrumente des Festlands sind meist auf (C-G-D-a) gestimmt, das vom Korpus her größere, typisch kretische Laouto liegt eine Quart tiefer (G-D-A-e). Es kommen zahlreiche weitere Varianten der Saitenstimmung vor.

Das Laouto ist ein klassisches Begleitinstrument der Volksmusik Griechenlands, besonders der Zyperns, Kretas und der Inseln des Dodekanes. Nur selten wird das Laouto auch als Soloinstrument eingesetzt, häufig aber um Passagen melodisch zu füllen, in denen das Soloinstrument aussetzt. Als Melodieinstrumente dienen vorrangig Geige, Lyra oder Bouzouki.

Ein Laouto mit seinem runden Korpus ist handwerklich aufwändig zu bauen. Mit der leichter zu spielenden und günstigeren Gitarre ist jedoch die ursprüngliche tonale Färbung der traditionellen Musik nicht zu erreichen.

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